Kürzlich begleitete mich mit „Ein Hotel in Venedig“ ein atmosphärischer Roman über vier Frauen.
Besagtes Hotel trägt den Namen Il Cuore und befindet sich in der Lagunenstadt. Seine Beitzerin ist die Köchin Loretta Bianchi, die sehr beliebt und bekannt ist. Durch diese Bekanntheit trifft Sophie eines Tages im Hotel ein. Sie will nicht nur alles über Lorettas Rezepte erfahren sondern verliert auch ihr Herz an deren Sohn Rocco. Aber dieser scheint ein Geheimnis mit sich herum zu tragen. Und Loretta selbst hat einen Gewissenskonflikt. Sie ist vereheiratet, aber sie trifft auch ihre erste Liebe wieder. Welcher der Männer kann ihr Herz für sich gewinnen?
Die dritte Frau im Bunde ist Elena, die eine Suite im Hotel bewohnt. Sie hat vor, ihr Leben in den Griff zu bekommen, aber wie soll das das alleine schaffen? Doch dann lernt sie wiederum Gayle kennen. Sie ist Amerikanerin und erkundet Venedig. Wie kann sie Elena helfen?
Dieses Buch ist wirklich beeindruckend. Wir erleben hier das Schicksal aller vier Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, die jedoch eine Verbundenheit haben.
Am meisten hat mir Lorettas Geschichte gefallen. Die Köchin ist leidenschaftlich und liebt ihren Job. Ihr Gefühlschaos hat mich berührt, denn die Entscheidung fällt ihr alles andere als leicht. Ich mag aber auch die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Rocco und Sophie. Die Funken fliegen zwischen ihnen und ich war neugierig, welches Geheimnis Roccos zwischen ihnen steht.
Nicht so ganz erreichen konnte mich der Erzählstrang rund um Elena. Sicher, er ist tiefgründig und interessant, aber ich hatte nicht ganz so viel Lesespaß dabei. Und die Verbindung zu Gayle, die sich entwickelt, hat mich auch nicht mitgerissen.
Ansonsten möchte ich den tollen Schreibstil der Autorin anmerken. Er ist emotional, manchmal poetisch angehaucht und gut verständlich. Ich konnte das Buch trotz der 4 Geschichten rund um die Frauen, wirklich gut und flüssig lesen. Und mir gefällt das Setting im Hotels sehr gut.
Alles in allem konnte mich „Ein Hotel in Venedig“ zufrieden stellen. Es war eine sehr angenehme Lektüre, wenn auch kein Highlight. Ich mag aber die Atmosphäre des Buches samt dem Setting. Letzte Endes ist es eine wunderschöne Hommage an Venedig. Eine Stadt, die mich schon immer fasziniert hat.
Würde ich noch Sternebewertungen vergeben, würde ich das Buch mit guten 4 von 5 Punkten/ Sternchen auszeichnen.
