Rina Vasquez: A Kingdom of Shadows: Schwelender Zorn

Mit dem ersten Band der „Solaris und Crell“-Trilogie hat mich Rina Vaquez bereits begeistert. Nun folgt mit „Schwelender Zorn“ der zweite Band, den ich bereits vor einigen Wochen gelesen habe.

Nara und Drachenwandler Darius gehen auf die Suche. Dabei werden sie von der Königin und ihrer Armee verfolgt. Diese Reise ist keine einfache. Sie begegnen in den Schreienden Wäldern Monstern, dem absolut Bösen und einer dunklen, im Schatten lebenden Gefahr. Ihr Ziel ist die Insel der Elemente und dafür müssen sie so einiges hinter sich lassen. Regiert wird das Eiland vom Elfenkönig, der eigene Pläne verfolgt. Er stellt ihnen Rätsel und diese beinhalten auch dunkle Bereiche und erneut böse Kreaturen.
Schaffen Darius und Nara diese Reise? Kommen sie ans Ziel? Und warum muss Nara jetzt auf die Hilfe eines Drachen hoffen, wo sie diese doch eigentlich töten wollte?

Der zweite Band steht Teil an Spannung in nichts nach! Ich habe mich gefreut, die weitere Geschcihte von Nara lesen zu dürfen. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die Bereitstellung beim Bloggerportal Harper Collins.

Ich habe die Reise von Nara und Darius wirklich aufgesaugt. Sie ist voller düsterer Gefahren, voller Hindernisse und dem einen oder anderen Plottwist. Man sollte Band 1 schon sehr genau lesen, um die Geschehnisse in Band 2 zu verstehen. Aber ich war sehr schnell wieder drin und habe mitgefiebert.

Die Drachen kommen natürlich auch nicht zu kurz, die Liebesgeschichte zu Darius auch nicht. Ich liebe es einfach, welche Ausmaße seine Föhigkeit als Drachenwandler annimmt. Und die Gefühle zwischen ihnen transportiert die Autorin wirklich überzeugend.

Kommen wir zum Schreibstil. Dieser ist absolut mitreissend, gut verständlich und sehr flüssig. Die Autorin hat es dadurch vom ersten Moment an geschafft, mich zu erreichen. Ich bin durch die Seiten geglitten und habe wirklich einen großartigen Fantaysroman als Fortsetzung für mich entdeckt. Ich bin gespannt auf Band 3!

 

 

Alex Finlay: Good Night, Pretty Girl

Nachdem mich gerade ein Thriller enttäuschte, konnte mich „Good Night, Pretty Girl“ von Alex Finlay überzeugen.

Das Buch beginnt zu Silvester 1999. Vier Mädchen befinden sich in er Videothek und werden dort von einem psychopathischen Killer heimgesucht. Nur eine ermordet er nicht. 15 Jahre später geschieht in derselben Kleinstadt ein weiterer brutaler Mord. Drei Teenager werden in einer Eisdiele umgebracht, aber auch hier lässt er eine Person am Leben. Wie beim ersten Mord flüstert er der Überlebenden ins Ohr: „Good night, pretty gurl“

Die Polizei tappt im Dunkeln. Beim ersten Mord sah es ganz danach aus, als wenn der Freund eines Opfers der Mörder sein könnte. Aber er floh und seitdem war er untergeaucht. Allerdings könnte er jetzt wieder aufgetaucht sein, um einen weiteren grausamen Mord zu begehen- oder doch nicht?

Wir begleiten Sarah Keller, Agentin beim FBI, bei ihrer Suche nach dem wahren Mörder. Dazu dringt sie in Abgründe ein, die nicht nur schmutzig, sondern auch sehr erschütternd sind. Sie will die beiden Nächte des Mordes endlich aufklären. Wer tötet so brutal und warum lässt er jeweils eine Persom am Leben? Und was haben diese beiden Überlebenden wirklich mit dem Täter zu tun?

Dieser Thriller ist seinem Genre wirklich würdig. Er ist blutig, brutal- und voller Geheimnisse.

Der Autor hat mich mit seinem Schreibstil gepackt. Er schreibt schnörkellos, sehr flüssig und hat die Gabe, den Spannungsbogen lange aufrecht zu erhalten. Er geht dabei klassisch vor und hat kein Problem damit, die Verbrechen blutig zu schildern. Das war für mich teilweise schon grenzwertig, aber ich bin in Sachen Thriller & Krimi auch sehr zwart besaitet. Jedenfalls finde ich das ganze Konstrukt sehr interessant und ich habe mitgefiebert, wer der Täter sein könnte. Und warum er einen Menschen nicht getötet hat, obwohl er scheinbar im richtigen Blutrausch war.

Ein solider, spannender Thriller, der Fans des Genres sicher mitreisst und begeistert.

 

Claire Cooper: Elevator

Mit „Elevator“ von Claire Cooper habe ich mal wieder einen Thriller gelesen. Das Cover sieht vielversprechend aus, das Buch blieb jedoch hinter meinen Erwartungen.

Die Hauptprotagonistin Cerys hat einen wichtigen Termin in einem Firemgebäude. Sie steigt in den Aufzug, aber bemerkt die Frau neben sich nicht wirklich. Kurz vorm Stockwerk, in dem Cerys aussteigen soll, stoppt der Lift mit einem Ruck und die Lichter gehen aus. Die Fraen versuchen, über den Notruf Hilfe zu bekommen, denn ihre Handys befinden sich im Funkloch. Damit beide ruhig bleiben, beginnen sie eine lange Unterhaltung. Dabei vertraut Cerys der ihr vollkommen fremden Frau an, was ihr dunkelsten Geheimnisse sind. Sie geht davon aus, dass sie sich eh nicht wieder über den Weg laufen. Aber da hat sich Cery absolut getäuscht…

Ist das wirklich ein Thriller? Darunter verstehe ich eine Geschichte voller Thrill und Momenten, die mich überraschen und die Spannung jede Sekunde aufrecht erhalten. Für mich ist dieses Buch aber eher eine Familiengeschichte mit Suspense. Schade, ich hatte wirklich andere Erwartungen. Das Cover signalisiert, dass es sich um einen Thriller handelt, dass die Frau im Lift eine unheilvolle Bedeutung haben könnte. Natürlih nimmt sie auch eine nicht sonderlich positive Rolle ein und der Suspensenanteil ist wirklich gut. Aber: ich habe nicht bekommen, was ich erwartet habe.

Außerdem springt die Autorin für mich zu sehr hin und her. Mir ist ja teilweise sprichwörtlich schwindelig geworden. Auch konnte ich an manchen Stellen nicht folgen, um wen es geht. Sie benutzt zu viele Personalpronomen wie „sie“ oder „es“, statt die Namen zu erwähnen. Das sorgte für reichlich Verwirrung bei mir.

Leider kann ich „Elevator“ nicht empfehlen. Die Geschichte hat so viel Potential und spätestens, als Cerys mit der Offenbarung eines bestimmten Geheimnisses eine Lawine an Ereignissen lostritt, hätte die Autorin dies für intensive Thrillermomente nutzen können. Hat sie nicht, was ich sehr schade finde. Das Ganze ist für mich eben kein Thriller. Da fehlt für mich persönlich so einiges.

Der Schreibstil ist okay, aber konnte mich nicht abholen. Auch das ist sehr schade. Aber es sollte eben nicht sein.

Ein Thriller, der keiner ist. Mit einer Familiengeschichte rund um dunkle Geheimnisse- und das war es.

 

Tess Woods: Ein Hotel in Venedig

Kürzlich begleitete mich mit „Ein Hotel in Venedig“ ein atmosphärischer Roman über vier Frauen.

Besagtes Hotel trägt den Namen Il Cuore und befindet sich in der Lagunenstadt. Seine Beitzerin ist die Köchin Loretta Bianchi, die sehr beliebt und bekannt ist. Durch diese Bekanntheit trifft Sophie eines Tages im Hotel ein. Sie will nicht nur alles über Lorettas Rezepte erfahren sondern verliert auch ihr Herz an deren Sohn Rocco. Aber dieser scheint ein Geheimnis mit sich herum zu tragen. Und Loretta selbst hat einen Gewissenskonflikt. Sie ist vereheiratet, aber sie trifft auch ihre erste Liebe wieder. Welcher der Männer kann ihr Herz für sich gewinnen?
Die dritte Frau im Bunde ist Elena, die eine Suite im Hotel bewohnt. Sie hat vor, ihr Leben in den Griff zu bekommen, aber wie soll das das alleine schaffen? Doch dann lernt sie wiederum Gayle kennen. Sie ist Amerikanerin und erkundet Venedig. Wie kann sie Elena helfen?

Dieses Buch ist wirklich beeindruckend. Wir erleben hier das Schicksal aller vier Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, die jedoch eine Verbundenheit haben.
Am meisten hat mir Lorettas Geschichte gefallen. Die Köchin ist leidenschaftlich und liebt ihren Job. Ihr Gefühlschaos hat mich berührt, denn die Entscheidung fällt ihr alles andere als leicht. Ich mag aber auch die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Rocco und Sophie. Die Funken fliegen zwischen ihnen und ich war neugierig, welches Geheimnis Roccos zwischen ihnen steht.
Nicht so ganz erreichen konnte mich der Erzählstrang rund um Elena. Sicher, er ist tiefgründig und interessant, aber ich hatte nicht ganz so viel Lesespaß dabei. Und die Verbindung zu Gayle, die sich entwickelt, hat mich auch nicht mitgerissen.

Ansonsten möchte ich den tollen Schreibstil der Autorin anmerken. Er ist emotional, manchmal poetisch angehaucht und gut verständlich. Ich konnte das Buch trotz der 4 Geschichten rund um die Frauen, wirklich gut und flüssig lesen. Und mir gefällt das Setting im Hotels sehr gut.

Alles in allem konnte mich „Ein Hotel in Venedig“ zufrieden stellen. Es war eine sehr angenehme Lektüre, wenn auch kein Highlight. Ich mag aber die Atmosphäre des Buches samt dem Setting. Letzte Endes ist es eine wunderschöne Hommage an Venedig. Eine Stadt, die mich schon immer fasziniert hat.

Würde ich noch Sternebewertungen vergeben, würde ich das Buch mit guten 4 von 5 Punkten/ Sternchen auszeichnen.