Claire Cooper: Elevator

Mit „Elevator“ von Claire Cooper habe ich mal wieder einen Thriller gelesen. Das Cover sieht vielversprechend aus, das Buch blieb jedoch hinter meinen Erwartungen.

Die Hauptprotagonistin Cerys hat einen wichtigen Termin in einem Firemgebäude. Sie steigt in den Aufzug, aber bemerkt die Frau neben sich nicht wirklich. Kurz vorm Stockwerk, in dem Cerys aussteigen soll, stoppt der Lift mit einem Ruck und die Lichter gehen aus. Die Fraen versuchen, über den Notruf Hilfe zu bekommen, denn ihre Handys befinden sich im Funkloch. Damit beide ruhig bleiben, beginnen sie eine lange Unterhaltung. Dabei vertraut Cerys der ihr vollkommen fremden Frau an, was ihr dunkelsten Geheimnisse sind. Sie geht davon aus, dass sie sich eh nicht wieder über den Weg laufen. Aber da hat sich Cery absolut getäuscht…

Ist das wirklich ein Thriller? Darunter verstehe ich eine Geschichte voller Thrill und Momenten, die mich überraschen und die Spannung jede Sekunde aufrecht erhalten. Für mich ist dieses Buch aber eher eine Familiengeschichte mit Suspense. Schade, ich hatte wirklich andere Erwartungen. Das Cover signalisiert, dass es sich um einen Thriller handelt, dass die Frau im Lift eine unheilvolle Bedeutung haben könnte. Natürlih nimmt sie auch eine nicht sonderlich positive Rolle ein und der Suspensenanteil ist wirklich gut. Aber: ich habe nicht bekommen, was ich erwartet habe.

Außerdem springt die Autorin für mich zu sehr hin und her. Mir ist ja teilweise sprichwörtlich schwindelig geworden. Auch konnte ich an manchen Stellen nicht folgen, um wen es geht. Sie benutzt zu viele Personalpronomen wie „sie“ oder „es“, statt die Namen zu erwähnen. Das sorgte für reichlich Verwirrung bei mir.

Leider kann ich „Elevator“ nicht empfehlen. Die Geschichte hat so viel Potential und spätestens, als Cerys mit der Offenbarung eines bestimmten Geheimnisses eine Lawine an Ereignissen lostritt, hätte die Autorin dies für intensive Thrillermomente nutzen können. Hat sie nicht, was ich sehr schade finde. Das Ganze ist für mich eben kein Thriller. Da fehlt für mich persönlich so einiges.

Der Schreibstil ist okay, aber konnte mich nicht abholen. Auch das ist sehr schade. Aber es sollte eben nicht sein.

Ein Thriller, der keiner ist. Mit einer Familiengeschichte rund um dunkle Geheimnisse- und das war es.