Katja Keweritsch: Die Wundersame Reise Der Bienen (Rezension)

Manchmal erwecken Bücher mein Interesse, die sich ausserhalb meiner Lesekomfortzone befinden. „Die wundersame Reise der Bienen“ ist ein solcher Roman. Beim Stöbern im lokalen Buchhandel stieß ich durch Zufall darauf. Der Klappentext klang vielversprechend, durch das Bloggerportal erhielt ich die Möglichkeit, das Buch zu lesen. Heute möchte ich euch von diesem leisen, aber doch kraftvollen Buch berichten.

Anna ist eigentlich ein selbstsicherer Mensch, sie führt seit Jahren eine intakte Beziehung. Doch dann erlebt sie ausgerechnet im Urlaub in Frankreich mit ihrem Freund eine handfeste Panikattacke. Wie aus dem Nichts fühlt sie sich in die Enge getrieben, ihr Körper spielt ihr einen Streich. Und damit ist nichts mehr, wie es mal war. Sie steigt aus dem Flugzeug, welches sie wieder nach Hause bringen soll, aus und strandet somit am Flughafen. Ihre Situation erscheint ihr aussichtslos. Als Alternative meldet sie sich in einer Mitfahrzentrale an.
Harm lebt für die Bienen. Er ist Imker und aufgrund seiner geliebten Tiere ebenfalls nach Frankreich gereist.
Ausgerechnet diese beiden unterschiedlichen Charaktere treffen durch die Mitfahrzentrale aufeinander- und müssen fortan ihre Heimreise nach Deutschland bestreiten. Der Beginn eines Roadtrips, der einiges verändert und dafür sorgt, dass sowohl Anna, als auch Harm, mit sich selbst und ihren Ängsten konfrontiert werden.

Mir hat es großen Spaß gemacht, dieses wunderbare Buch zu lesen und damit die Welt der Bienen zu entdecken. Die leise, sehr schöne Geschichte zwischen Anna und Harm gefällt mir gut. Die beiden Protagonisten sind authentisch, der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, sie transportiert die Emotionen, ohne das der Roman kitschig ist.

Damit ist „Die wundersame Reise der Bienen“ ein entspanntes, angenehmes Leseerlebnis.

4,5/ 5′

Eve Smith: Der Letzte Weg (Rezension)

Hallo,

stell dir eine Welt vor, in der das Leben der Menschen durch krasse, einschneidende Erlebnisse bedroht wird? Die Bevölkerungsrate nimmt ab, Biowaffen sorgen für tödliche, massenweise Angriffe. Das Szenario, welches Autorin Eve Smith in „Der letzte Weg“ schildert, ist zwar dystopisch, jedoch näher an unserer Realität dran, als wir denken.

Die Lektüre des Buches hat mich sehr nachdenklich gestimmt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Heute möchte ich dir erzählen, warum ich dir dieses Buch ans Herz lege.

Das Buch spielt, typisch für eine Dystopie, in einer imaginären Welt der Zukunft. Das Überleben der Menschheit wird bedroht, sie ist nahezu resistent gegen Antibiotika geworden. Aus dem Grund werden die wertvollen Medikamente nun rationiert und ist den Menschen vorbehalten, die noch länger leben könnten. Alle über 70 Jahren erhalten kein Antibiotikum mehr. Sie erhalten einen Medikamentmix, der sie tötet. Dies bewahrt den Rest der Weltbevölkerung vor einem frühen Tod.

Inmitten dieses Settings lebt Kate, von Beruf Pflegerin .Sie möchte ihre leibliche Mutter finden, ein weiterer Handlungsstrang im Buch. Hier gibt es die eine oder andere Länge, was ein wenig zu sehr vom Hauptplott ablenkt. Mir hat Kate imponiert. Sie kämpft für Gerechtigkeit und will parallel ihre Mutter finden. In ihrem Job arbeitet sie für einen sanften Tod des über 70jährigen, lange Zeit gehört dies zu ihrem Weltbild und sie nimmt die Situation lange Zeit hin.
Doch es ist ausgerechnet die schwierige Suche nach ihrer Mutter, welche ihr die Augen öffnet und sie die Wahrheit erkennen lässt.
Ausserdem erzählt und Heimbewohnerin Lily aus ihrem Leben und von ihrer Sicht der Dinge. Sie steht kurz vor ihrem 70. Geburtstag und durch ihre Erzählungen erfahren wir mehr über die utopische Welt des Romans.

Mich hat „Der letzte Weg“ mitgerissen und ja, auch deutlich mitgenommen. Der Roman ist zwar dystopisch, doch erinnert er mich oft an unsere aktuelle Weltlage. Das lässt Parallelen zu, die ein gewisses Gefühl hinterlassen. Ich bin beeindruckt vom Plott und kann euch nur empfehlen, das Buch zu lesen.

4,5/5 *

Ava Reed: Whitestone Hospital- High Hopes (Rezension)

 Hallo,

 

selten warte ich so sehr auf ein Buch, wie auf Band 1 der neuen „Whitestone Hospital“-Reihe von Ava Reed. Gestern feierte die sympathische Autorin dann Bookbirthday, denn „High Hopes“ erschien offiziell. Ich durfte es bereits am Freitag in der Buchhandlung meines Vertrauens abholen und habe mich sehr darüber gefreut. Am späten Mittwoch abend habe ich das Buch begonnen und dann den ganzen gestrigen Abend bis spät nachts gelesen, so sehr hat es mich gefesselt. 

 

 

 Laura hat es geschafft! Die junge Ärztin hat eine Stelle am bekannten Whitestone Hospital in Phoenix ergattert. Das kommt ihr gerade recht. Sie benötigt das Jahr als Assistenzärztin dort für ihr endgültiges Examen und so kann sie ihren Ex-Freund hinter sich lassen, der sich nach mehreren Jahren Beziehung betrogen hat.
Schon am ersten Tag erfährt Laura, was es bedeutet, Ärztin am Whitestone zu sein. Sie lernt auf dem Weg zur Arbeit durch einen medizinischen Notfall einen Kollegen kennen, der ihr sofort sympatisch ist. Im Krankenhaus angekommen, trifft sie auf die anderen neuen Assistenzärzte. Betereut werden sie von Dr. Nash Brooks. Vom ersten Moment an fliehen zwischen ihm und Laura die Funken. Schnell kommen sie sich näher, denn die Anziehungskraft ist enorm. Doch sie dürfen sich nicht aufeinander einlassen, denn Nash ist ihr Betreuer und somit weisungsbefugt. Außerdem setzen Laura die Schicksale der Patienten stark zu. Aber es ist ausgerechnet Nash, der ihr hilft, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und darüber kommen sie sich gefährlich nahe…
Mir hat die Liebesgeschichte sehr gut gefallen. Laura ist eine wunderbare Protagonistin, die mich begeistern konnte. Sie ist authentisch, sehr sympatisch und emotional. Ich mag ihre ehrliche, starke, aber trotzdem emotionale Art sehr. Die Handlung rund um ihre Gefühle zu Dr. Brooks ist absolut nicht kitschig, sondern gefühlvoll und mitreissend. Nash ist mir ebenfalls sehr sympathisch. Er ist trotz seiner Zweifel gradlinig. Besonders süß fand ich seinen verwöhnten Kater Jax, was aber klar war, denn ich liebe Katzen einfach.
Aber auch die anderen Protagonisten, die natürlich eine Nebenrolle übernehmen, sind komplett sympatisch. Da ist besagter Arzt Ian, den Laura noch vor Dienstantritt kennenlernt, ein notorischer Frauenschwarm, der anfangs Interesse an ihr hat. Da sind die anderen Assistenzärzte, die ebenso neu am Whitestone Hospital sind und da ist Grant, der sehr coole Kollege, den alle mögen.
Das Buch ist ideal lang, die Ereignisse und der Plot sind nicht langamtig oder künstlich in die Länge gezogen. Im Gegenteil, jede Seite ist spannend und mitreissend. Kurz gesagt: ich bin begeistert und „High Hopes“ ist eines der Lesehighlights des bisherigen Jahres. Die weiteren Bände der Reihe werden ein Muss für mich sein! Ich vergebe selten 5 von 5 möglichen Sternchen als Bewertung, doch hier sind sie wirklich angebracht. Ganz große Unterhaltung!

5/5*

Ayla Dade: Like Snow We Fall (Rezension)

 Hallo,

 

ich bin euch noch die Rezension zu einem Buch schuldig, welches ich vor längerer Zeit gelesen habe. „Like Snow We Fall“ von autorin Ayla Dade war 2021 eines der großen Highlights. Kein Wunder, die Geschichte rund um Eiskunstläuferin Paisley und Snowboarder Know ist wunderbar.

 

 

Ayla Dade ist eine deutsche Autorin und hat mit ihrer „Winter Dreams“-Reihe die Herzen der Fans erobert. Ihre Nu Adult-Romane begeistern durch einmaliges Setting und authentische, leidenschaftliche Protagonisten. Sie wurde 1994 und lebt mit ihrer Familie in Norddeutschland. Zuvor hat sie sich einen Namen als Buchbloggerin gemacht, bevor sie selbst zur Autorin wurde. Mit dieser Buchserie erschafft sie eine ganz besondere Welt.

Paisley ist Eiskunstläuferin- und der Sport ist ihr Leben. Sie stammt aus sehr schwierigen Verhältnissen und ihr Umzug ins Winterparadies Aspen ist eine Flucht vor weiteren traumatischen Erlebnissen. An einer renommierten Sportschule dort, will sie ihren Traum von Olympia wahr werden lassen. Dazu kann sie keinerlei Ablenkung gebrauchen und ein Mann ist das letzte, was Paisley eingeplant hat. Sie will sich ganz auf ihren Weg an die Spitze konzentrieren. Doch die Rechnung hat sie ohne Knox gemacht. Direkt bei ihrer ersten Begegnung sprüht die Energie zwischen ihnen nur so. Der Snowboarder gehört zu den internationel Champions und wird von seinem Vater und Trainer dazu gedrillt, noch besser zu werden. Doch insgeheim wünscht er sich mehr vom Leben, als den attraktiven Womanizer auf dem Board zu mimen. Dann begegnet er Paisley und vom ersten Moment an löst die junge Frau mehr in ihm aus. Gefühle, gegen die er ankämpfen muss, was ihm sehr schwer fällt… 

Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen. Ayla Dade hat einen ganz besonderen, sehr flüssigen Schreibstil. Ich habe Paisley schnell in mein Herz geschlossen und ich mochte auch Knox sehr. Die sich aufbauende Liebesgeschichte zwischen ihnen geht mir unter die Haut und sorgte dafür, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen konnte. Es war mitreissend und spannend, gleichzeitig führt uns die Autorin in das winterliche, wunderbare Aspen mit seinen Bewohnern ein. Ich habe mittlerweile den zweiten Teil „Like Fire We Burn“ gelesen und habe dort einige liebgewonnene Protagonisten wiedergetroffen. 

„Like Fire We Burn“ ist das perfekte Buch für unterhaltsame Lesestunden. Es verzaubert durch das besondere Setting und die tollen Protagonisten. Es gehört zu meinen All Time-Favoriten und das heißt schon was:) 

Ganz, ganz große Empfehlung!

5/5 *

Lia Louis: Jedes Jahr Im Juni

 Hey liebe Leser!

Muss ein Liebesroman immer einen Hype auslösen? Sind es nicht viel mehr die leisen Romane, die uns verzaubern? Mir erging es mit „Jedes Jahr im Juni“ von Lia Louis so…

 Ich hatte keine großen Erwartungen, als ich mit dem Lesen begann. Bisher hatte ich keinen Roman der Autorin gelesen, aber ich entdecke ja sehr gerne neue Schrifsteller.

Klappentext: „Für Emmie ist Lucas die ganz große Liebe – seit dem Tag, als sie einen roten Luftballon mit einem Brief in den Himmel steigen ließ und Lucas ihr antwortete. Emmie weiß, dass er ihr Seelenverwandter ist, und doch hat sie es nie übers Herz gebracht, Lucas ihre Gefühle zu gestehen. Jedes Jahr treffen sich die beiden am selben Ort. Jedes Jahr hat er ein ganz besonderes Geschenk für sie. Und jedes Jahr hofft Emmie aufs Neue, dass Lucas sich auch in sie verlieben wird. Doch dieses Jahr ist alles anders. Denn was Lucas ihr verkündet, lässt Emmies Herz in tausend Stücke zerbrechen. Hat sie ihn damit für immer verloren?“

Die Liebesgeschichte ist unglaublich schön. Emmie verliebt sich auf ungewöhnliche Weise in Lucas, der Beginn einer großen Liebe. Sie begegnet ihn immer wieder, aber Emmie ist ängstlich. Zu groß ist die Furcht, wie er auf ihre Gefühle reagieren könnte. Doch ihr Herz ist voller Liebe für den jungen Mann.
Die Begegnungen der beiden Protagonisten werden so liebevoll und einfühlsam erzählt, die Liebe zwischen ihnen ging mir wirklich ins Herz. Emmie ist eine sehr authentische Person, man fühlt mit ihr mit. Der tolle Schreibstil macht das Buch zu einer spannenden Liebesgeschichte, die einen unerwarteten Storytwist offenbart. Wir fiebern mit, ob die Beiden zueinander finden. 

Ein gelungener Liebesroman, der unter die Haut geht, aber ganz ohne viel Kitsch auskommt. Wunderbar!

4/5 *