Rina Vasquez: A Kingdom of Shadows: Schwelender Zorn

Mit dem ersten Band der „Solaris und Crell“-Trilogie hat mich Rina Vaquez bereits begeistert. Nun folgt mit „Schwelender Zorn“ der zweite Band, den ich bereits vor einigen Wochen gelesen habe.

Nara und Drachenwandler Darius gehen auf die Suche. Dabei werden sie von der Königin und ihrer Armee verfolgt. Diese Reise ist keine einfache. Sie begegnen in den Schreienden Wäldern Monstern, dem absolut Bösen und einer dunklen, im Schatten lebenden Gefahr. Ihr Ziel ist die Insel der Elemente und dafür müssen sie so einiges hinter sich lassen. Regiert wird das Eiland vom Elfenkönig, der eigene Pläne verfolgt. Er stellt ihnen Rätsel und diese beinhalten auch dunkle Bereiche und erneut böse Kreaturen.
Schaffen Darius und Nara diese Reise? Kommen sie ans Ziel? Und warum muss Nara jetzt auf die Hilfe eines Drachen hoffen, wo sie diese doch eigentlich töten wollte?

Der zweite Band steht Teil an Spannung in nichts nach! Ich habe mich gefreut, die weitere Geschcihte von Nara lesen zu dürfen. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die Bereitstellung beim Bloggerportal Harper Collins.

Ich habe die Reise von Nara und Darius wirklich aufgesaugt. Sie ist voller düsterer Gefahren, voller Hindernisse und dem einen oder anderen Plottwist. Man sollte Band 1 schon sehr genau lesen, um die Geschehnisse in Band 2 zu verstehen. Aber ich war sehr schnell wieder drin und habe mitgefiebert.

Die Drachen kommen natürlich auch nicht zu kurz, die Liebesgeschichte zu Darius auch nicht. Ich liebe es einfach, welche Ausmaße seine Föhigkeit als Drachenwandler annimmt. Und die Gefühle zwischen ihnen transportiert die Autorin wirklich überzeugend.

Kommen wir zum Schreibstil. Dieser ist absolut mitreissend, gut verständlich und sehr flüssig. Die Autorin hat es dadurch vom ersten Moment an geschafft, mich zu erreichen. Ich bin durch die Seiten geglitten und habe wirklich einen großartigen Fantaysroman als Fortsetzung für mich entdeckt. Ich bin gespannt auf Band 3!

 

 

Kate Dylan: Until We Shatter

Cemmy ist ein sogenannter Halbschatten: entstanden aus der Fortpflanzung eines Schattens und eines magisch talentierten Menschen.
Doch Halbschatten werden von Nichtmagiern verfolgt. Diese sind auf ihre Magie aus, aber auch der Rat der Schatten ist ihnen auf den Fersen.
Cemmy bringt sich selbst als Diebin durch, dafür benutzt sie ihre Kräfte. Doch dann werden sie und ihre Freundin unter Druck gesetzt. Sie sollen auf eine absurde Reise gehen.

Was für eine Welt hat Kate Dylan bitte für ihren Roman erschaffen? Wahnsinn, ich bin immer noch fasziniert. Sie schreibt über Magier, die aber hier als „Schatten“ zu sehen sind. Sie hat aber auch Halbschatten erschaffen. Diese werden gehasst, eine Art Rassismus ist ein Thema im Buch. 

Mit Cemmy hat sie eine 20 Jahre alt Hauptprotagonisten skizziert, die mir außerordentlich gut gefällt. Sie ist vielschichtig, klug und weiß genau, was sie will. Ihre Zuneigung zu einem der Erpresser bildet den romantischen Teil dieses Abenteuers. Wir haben hier den Enemies-to-lovers-Trope, den die Autorin sehr gekonnt in den Storyplott eingewebt hat. Jedoch steht diese Romanze nicht im Vordergrund, was ich sehr angenehm finde.
Die Geschichte rund um die Erpressund und um die Welt der Schatten und Halbschatten bildet den wichtigsten Teil des Plotts.

Kate Dylan hat ein Fantasy-Abenteuer erschaffen, welches ich wahnsinnig gut finde. Ihr Schreibstil ist intensiv, sehr gut verständlich, was ich bei der Ausarbeitung der Welt, des Settings, sehr wichtig finde. Sie hat mich mit ihrem flüssigen Schreibstil direkt abgeholt und ich konnte schnell und tief ins Geschehen eintauchen.
Ich bin fasziniert von der Protagonistin, vom Worldbuilding und dem einen oder anderen Plottwist. Die Spannung hat mich in Atem gehalten und mitgerissen.

Ein wahnsinnig guter, mitreissender Fantasyroman mit überzeugendem Setting. Großartig!

Für Leser:innen ab 14 Jahren ideal, aber eignet sich auch perfekt für ältere Leser:innen.

 

 

 

Rosie Hewlett: Medea

Romane rund um Figuren der griechischen Mythologie erfreuen sich großer Beliebtheit. Mit „Medea- Die Hexe von Kolchis“ widmet sich Rosie Hewlett einer der gefährlichsten weiblichen Wesen dieser Mythologie.

Medea wird verfolgt und gequält. Der Grund: sie beherrscht die Hexerei. Doch sie hat sich diese Last nicht ausgesucht. Ihre Familie will nichts von ihr wissen. Die Mutter ignoriert sie, ihre Schwester wurde ihr genommen, ihr Vater und Bruder machen ihr das Leben zur Hölle, indem sie sie verfolgen und quälen. Aber dann begegnet sie Jason. Er will das goldene Vlies einfordern. Dieses magische Artefakt beschützt ihr verhasster Vater intensiv. Medea sieht endlich den einzigen Zeitpunkt gekommen, um zu flüchten. Sie biegtet Jason an, ihm bei den Prüfungen ihres Vaters zu helfen, um das Vlies zu erobern. Gemeinsam gehen die Beiden auf eine Reise, auf der sie ständig Herausforderungen ausgesetzt sind. Sie müssen Monster bezwingen und Könige stürzen- und verlieben sich nach und nach ineinander. Aber diese Gefühle sind mehr als gefährlich und könnten alles verändern…

Die Geschichte Medeas hat mich schon immer sehr fasziniert. Die Autorin schenkt der sagenumwobenen Medea ein neues Gesicht, nimmt ihr den Schrecken und macht sie für uns Leser zu einem emotionalen Geschöpf. Und das schafft Rosie Hewlett auf beeindruckende, intensive Weise.

Ihr Schreibstil ist großartig, sehr mitreissend und sehr flüssig. Sie schafft es, diesen Teil der griechischen Mythologie in einer Neuadaption zu verarbeiten und hat doch ihre ganz eigene Geschichte daraus gemacht.

Ich bin sehr schnell ganz tief in den Storyplott eingetaucht. Was auch daran liegt, dass die Autorin die Welt der griechischen Mythologie und die Herkunft Medeas schlüssig und gut verständlich erklärt. Ich hatte vorher viel über Medea gelesen, aber keine so gute Neuerzählung ihrer Geschichte.

Ein beeindruckender, intensiver Roman voller Spannung, Dunkelheit und Plottwists. Man könnte Medea glatt ein wenig mögen…
Eine mutige Adaption über das Leben eines Wesens, welches so viele Fragen aufwirft…

 

 

Breanne Randall: Das Geheimnis Von Liebe Und Magie

An Halloween hat mich „Das Geheimnis von Liebe und Magie“ aus der Feder von Breanne Randall begleitet. Und das Buch hat mich wirklich verzaubert!

Reisen wir mit der Autorin in die Kleinstadt Poppy Meadows. Hier lebt die Familie Revelare, deren weibliche Mitglieder allesamt magische Kräfte besitzen. Sadie Revelare und ihre Großmutter betreiben im Ort ein ganz besonderes, kleines Café. Ihre Backwerke haben magische Fähigkeiten und geben den Menschen Hilfe bei Liebeskummer oder verleihen ihnen Mut oder Optimismus.
Doch Sadies Leben selbst ist kompliziert. Auf ihr liegt ein Fluch, der wirklich tükisch ist: sie wird ihre Magie für immer verlieren, wenn ihr vier Mal das Herz gebrochen wurde. Drei Mal war dies schon der Fall, sie hat einfach kein Glück in der Liebe. Ihre erste große Liebe war Jake, ein höllisch attraktiver Feuerwehrmann. Er war der Erste, der ihr Herz gebrochen hat. Jetzt ist er wieder in Poppy Meadows. Und Sadie passt das gar nicht. Sie geht ihm aus den Weg, denn sein Herz schlägt verdächtig schneller, wenn sie ihm begegnet. Und sie darf es nicht riskieren, dass er es noch einmal bricht…

Ich liebe alles an diesem Setting! Die Autorin hat Poppy Meadows so detaillier ausgearbeitet und beschrieben, dass ich mich dort gleich wohl gefüht habe und mir die kleine magische Stadt wunderbar vorstellen konnte. Der Storyplott ist jetzt nichts neues, ist nicht ungewöhnlich, klingt fast schon vorhersehbar, aber: ich liebe dieses Buch!

Der Schreibstil ist wahnsinnig unterhaltsam, super leicht und locker und lädt zum stundenlangen Schmökern ein. Ich habe mich wirklich in die Stadt verliebt, ich habe die Bewohner in mein Herz geschlossen und ich hatte wundervolle Lesestunden.

„Das Geheimnis von Liebe und Magie“ ist sehr cosy, aber auch spannend und, im wahrsten Sinne des Wortes, wirklich bezaubernd.

Sadie ist eine wirklich tolle Protagonistin. Der Fluch sorgt für viel Spannung. Ich habe gehofft, dass Sadies Herz nicht noch ein viertes Mal gebrochen wird. Ich liebe ihr herzliches Verhältnis zu ihrer einmalig coolen Großmutter und ich liebe auch ihre Bäckerei und die magischen Leckereien.

Ein an sich simpler Storyplott, aber die Autorin hat ihn unglaublich gut und sehr cosy umgesetzt. Ich bin durch die Seiten geglitten, ich konnte das Buch nicht zur Seite legen, so spannend ist es. Der Humor kommt auch nicht zu kurz.

Eine rundum gelungene, magische und cosy Geschichte, die einfach nur großen Spaß macht!

Einfach toll.

Mia Tsai: Der Halbelf, Der Mich Liebte

Mit „Der Halbelf, der mich liebte“ hat mich in den letzten Tagen ein ganz besonderes Buch begleitet. Eine Art von Buch, die ich bisher nicht gelesen habe.

Elle ist eine ganz besondere Frau: sie ist eine Nachfarin des chinesischen Gottes der Medizin und ihre Beruf ist es, eine ebenfalls erfolgreich und legendäre Heilerin zu werden. Aber dann passiert ein Eklat mitten in ihrer Familie und Elle muss abtauchen. Sie entscheidet sich, zum Schein als Kalligrafin mit magischen Fähigkeiten in einem niedlichen Asialaden zu arbeiten. Das ist nicht ihr einziges Geheimnis. Elle hat sich in ihren Kunden verliebt. Er kommt oft zu ihr und sie verkauft ihm ganz besondere Schutzzauber. Luc, der Kunde, ist ein Halbelf – und dazu noch sehr sexy und ein Franzose. Es knistert zwischen den Beiden. Aber da gibt es eine Sache: Luc arbeitet für die magische Community als Topagent und wurde auf Elle angesetzt…

Das Cover finde ich sehr gelungen. Es hat mich dazu verleitet, den Klappentext zu lesen und ich war wirklich sehr angetan. Aber wurden meine Erwartungen denn erfüllt?

Ich kenne bisher das Xianxia-Genre nicht und musste mich erst einmal damit vertraut machen. Was mir aber sehr leicht gefallen ist. Natürlich waren mir einige Aspekte fremd, aber ich bin sehr schnell mit dem Buch warm geworden. Dies liegt an dem sehr flüssigen, bildhaften und mitreissenden Schreibstil. Er passt perfekt zu den Urban Fantasy-Vibes, die das Buch uns schenkt.
Elle ist eine inspirierende, tolle Protagonistin. Sie muss untertauchen und beginnt, als magische Kalligrafin zu arbeiten. Sie hat ganz besondere Fähigkeiten und muss die Flucht ergreifen. Aber die magische Community hat ein Auge auf sie- in Form von Luc. Der charmante Franzose, für den Elle bald eine Schwäche hat. Kein Wunder, der Zauberagent ist wirklich überzeugend- und als Halbelf sowieso sehr interessant.

Die Autorin hat einen ganz besonderen Rahmen für ihren Storyplott erschaffen. Es geht um ganz viel Magie, es geht um Anziehung und um Geheimnisse jeglicher Art.

Hinzu kommen zwei besondere Protagonisten und eine Ausgangssituation, welche die eine oder andere Überraschung parat hält und welche ich so noch nicht gelesen habe.

Der Schreibstil ist wirklich gut, optimal verständlich und der Spannungsbogen ist nicht gerade klein.

Kurz gesagt: „Der Halbelf, der mich liebte“ ist humorvoll, magisch und sehr spannend.

Toll!