Emma Sternberg: Der Wind Und Die Wellen Und Wir

In „Der Wind und die Wellen und wir“ von Bestsellerautorin Emma Sternberg geht es um das Paar Hanna und Moritz. Eigentlich ist es die ganz große Liebe und sie planen, zu heiraten und das Hotel von Moritz Eltern zu übernehmen. So sieht es auch die Familientradition vor. Aber dann gerät Hanna plötzlich in Panik und in einer Nacht- und Nebelaktion schnappt sie sich den gemeinsamen Campingbus und fährt los. Eigentlich wollten die Beiden damit in die Flitterwochen reisen. Aber Hanna will einfach nur weg. Es zieht sie in den Norden, weit weg von ihrer Heimat und sie landet in Schweden. Sie lernt wunderschöne Landschaften kennen, rastet an tollen Stränden und fängt an, sich wieder zu finden. Auf einem Stellplatz auf dem Katrinegård findet sie dann ihr Domizil. Sie lernt die Besitzein des Hofes Katrinegård kennen, Iris. Diese muss den Hof dringend renovieren und bittet Hanna um Hilfe. Diese sagt zu und rechnet damit, nur ein paar Tage dafür zu brauchen. Doch dieser Trip ändert alles. Nicht nur Hannas Sicht aufs Leben- sondern ihr Leben selbst. Und mitten am Meer, mitten im Schweden, findet sie zu sich selbst zurück und lernt, was sie wirklich will…

Was für ein angenehmer Schreibstil! Ich habe bisher kein Buch der Autorin gelesen- was ich aber jetzt ändern werde. Denn dieses Buch hatg mir ausgeprochen gut gefallen.
Wir haben hier keine typische Liebesgeschichte, sondern lernen Hanna kennen. Sie bricht aus dem eigentlich fertigen Plan vom Leben aus und fährt einfach los. Sie lässt los, lässt alles hinter sich und findet dabei nicht nur neue Orte, neue Menschen, sondern auch den wahren Sinn ihres Lebens.
Hanna ist eine ausgesprochen authentische und liebenswerte Hauptprotagonistin. Ich kann ihre Gefühle gut nachvollziehen, denn due Autorin schildert diese nachfühlbar und das gefällt mir sehr. Es hat mir großen Spaß bereitet, ihre Reise zu sich selbst (und in den Norden) zu begleiten. All die tollen Orte entdecken zu dürfen, neuen Menschen zu begegnen.

Der Schreibstil ist einfühlsam, sehr mitreissend und sehr bildhaft. Aber auch leicht und so gut, dass ich ganz tief in Hannas Geschichte eintauchen konnte.

Außerdem gab es den einen oder anderen Plottwist, der mich überrascht hat. Und das hat meinen Lesespaß noch verstärkt.

Dies war nicht mein erstes Buch der Autorin, aber es ist ein wirkliches Lesehighlight geworden!

Wirklich toll!

 

Persephone Haasis: Marmeladensommer

Schon vor einigen Jahren habe ich ein Buch von Persephone Haasis gelesen und es sehr gemocht. Mit „Marmeladensommer“ ist ein neues Buch von ihr erschienen.

Emmi möchte ihren Vater finden. Das Einzige, was sie von ihm hat, ist ein Foto von einem Obsthof am Bodensee und die Info, dass der Vater in der Region gelebt hat. Kurz entschlossen reist die Catering-Unternehmerin von Frankfurt an den See, um ihn zu finden. Sie kommt dort in einer Pension unter und schließt die Betreiber direkt in ihr Herz, ein reizendes älteres Ehepaar.
Und dann ist da deren Sohn Oliver. Er betreibt eine Segelschule und er kann sich so gar nicht für die Städterin begeistern, die auch noch ein Problem mit Wasser hat. Aber dann erkennt er, dass Emmi viel daran liegt, ihren Vater zu finden und hilft ihr.
Und siehe da: ihr Vater lebt noch auf einem Bio-Obsthof, wenn dieser auch vor dem Konkurs steht. Natürlich mächte Emmi ihm helfen und überlegt sich, wie der Hof gerettet werden kann. Sie nutzt das Obst und kocht daraus exquistie, leckere Marmeladen. Und diese finden auch Gefallen bei Tim, der ein Hotel im ort besitzt- und nicht nur die Marmeladen. Auch Emmi gefällt ihm gut. Diese hat zwar die rettende Idee für den Obsthof ihres Vaters, doch sie steht plötzlich zwischen zwei Männern… und der Frage, wie ihr Leben nun weitergehen soll. Kann sie einfach so nach Frankfurt zurück kehren?

Reisen wir mit Emmi also an den Bodensee! Ich habe die Suche nach ihrem Vater gespannt verfolgt. Und ich habe mich sehr gefreut, als sie ihn wirklich findet. Emmi ist eine starke Protagonistin, die von der Suche nach ihrem Vater getrieben wird und eine neue Heimat findet. Und nicht nur das- sie findet auch den Mann fürs Leben.
Das Setting rund um den Bodensee liebe ich. Ich habe einen persönlichen Bezug zu dieser Gegend Deutschlands und ich mag die Atmosphäre dort sehr, welche die Autorin wirklich perfekt übertragen hat. Außerdem hat sie eine großartige Protagonistin erschaffen, die mich mit ihrer Authentizität und Durchsetzungskraft beeindruckt hat.
Der Schreibstil ist gut verständlich, leicht und entspannt und hat mich mitgerissen. Die cosy Vibes gefallen mir sehr gut, sie haben mich beim Lesen komplett eingehüllt und ich liebe ja den Bezug zum Obst und die Marmeladen sehr. Zu erleben, wie Emmi ihre Liebe zu ihnen entdeckt und damit ihrem Vater hilft, war wirklich toll.

Im Buch finden sich übrigens auch Marmeladenrezepte, die große Lust bereiten, selbst am Herd zu stehen und tolle Aufstriche zu zaubern. Auf jeden Fall hatte ich oft Magenknurren bei den Beschreibungen!

Es geht aber nicht nur um Marmelade oder um die Suche nach Emmis Vater. Es geht auch um die Suche nach sich selbst, um die Selbstverwirklichung und dem Auseinandersetzen mit dem eigenen Leben. Emmi fängt an, alles zu überdenken.

Und natürlich geht es um Liebe. Da ist zum Einem Oliver, der anfangs so gar nicht von ihr begeistert ist, mit dem es aber bald knistert. Und dann ist da Hotelboss Tim, der charmant ist und sie umwirbt. Für wen sich Emmi entscheidet, verrate ich nicht, ich möchte nicht spoilern. Jedenfalls gefällt mir dieses kleine Liebeschaos sehr.

Ein rundum gelungener, leichter Liebesroman mit einem cosy Setting. Herrlich!

 

 

Michelle Schrenk: Café Mit Sylt Und Zucker- Liebe Kommt Vor Dem Fall

Es ist für mich jedes Mal ein Highlight, wenn Michelle Schrenk einen neuen Roman veröffentlicht. Ein kleiner Feiertag, sozusagen. ^^ Somit auch letzte Woche, als mit „Liebe kommt vor dem Fall“ der 8. Band der „Café mit Sylt und Zucker“-Herzensreihe erschien. Und ich habe dieses Buch wieder in einem Rutsch durchgelesen und ja, auch dieses Mal habe ich ein Lesehighlight gefunden!

Lene ist desillusioniert. Ihr großer Traum, Modedesignerin zu werden, scheint zerschlagen. Traurig und resigniert, nimmt sie einen weiteren Termin bei der Beraterin in der Arbeitsagentur wahr. Und diese macht ihr klar: das Jobangebot, welches sie für sie bereithält, ist ihre „letzte Chance“: sie soll als Bedienung im „Café mit Sylt und Zucker“ auf der gleichnamigen Nordseeinsel arbeiten. Sie hat nur ein Problem: sie ist die absolute Chaotin und verursacht immer wieder ein richtiges Durcheinander. Ihre Missgeschicke verfolgen sie.

Lene setzt alles auf eine Karte und macht sich auf dem Weg nach Sylt. Das fällt ihr nicht leicht, denn sie muss ihre Familie zurück lassen, die ihr sehr nahe steht. Aber sie möchte auf Nummer sicher gehen und ihre „letzte Chance“ nutzen. Sie will sich auf den neuen Job fokussieren, endlich ihre Tollpatischigkeit und das Chaos hinter sich lassen und neu beginnen. Doch schon die Zugfahrt nach Sylt ist nicht leicht. Sie rasselt, im wahrsten Sinne des Wortes, mit Anzugträger Arne aneinander. Dieser reist auf die Insel, um dort die Werbung für ein Modeunternehmen zu planen. Lene sieht im Zug seine Ideen und kann sich ihr Urteil nicht verkneifen. Deshalb ist sie happy, als sie endlich auf Sylt ankommt und den steifen Arne nicht wiedersehen muss!

Im Café und auf Sylt lebt sie sich schnell ein. Was auch an Mia und Bene liegt, den Pächtern. Sie machen ihr den Einstieg leicht- doch Lene macht sich und ihnen das Leben nicht gerade leicht. Als Arne im Café auftaucht und sie bittet, mit ihr für die Modelinie zusammen zu arbeiten, bringt er sie aus dem Konzept. Lene wird wieder zur Chaotin und ein Missgeschick jagt das andere. Anfangs nehmen Mia und Bene das noch hin, aber Lene setzt sich selbst immer weiter unter Druck.
Sie verbringt jedoch immer mehr Zeit mit Arne, sie lernen sich besser kennen und Arne sieht Lene bald mit anderen Augen. Er erkennt ihr Talent in Sachen Modedesign und will ihr helfen, diesen doch wieder zu leben. Aber sie hat Angst- immerhin wurde ihr eingeredet, dass sie talentfrei ist und in der Modebranche nichts zu suchen hat. Doch bald ändern sich die Dinge und es ist Arne, der an sie glaubt… behält das Leben etwa doch mehr für Lene bereit? Darf sie doch wieder an ihr Talent und an ihren Traum glauben?

Es war herrlich, wieder ins Café mit Sylt und Zucker zurück zu kehren. Und es ist schön, auch jedes Mal Bene, Mia und allen anderen wieder zu begegnen. Ich habe dieses Café in mein Herz geschlossen. Und es fiel mir sehr, sehr leicht, wieder in die Geschichte einzutauchen. Michelle Schrenk schafft es, wie fast keine andere Autorin, das perfekte Buch zu schreiben- das für mich perfekte Buch!
Zum Einem ist da ihr unvergleichlicher Schreibstil, der mich jedes Mal begeistert. Sehr locker, sehr leicht, aber eben auch sehr mitreissend. Ich fliege auch hier wirklich durch die Seiten, das ist keine Übertreibung. Ich fiebere mit der Hauptprotagonistin mit. Und auch dieses Mal ist es Michelle gelungen, mit Lene eine authentische, sehr sympathische Protagonistin auszuwählen, die ich einfach in mein Herz geschlossen habe. Man könnte denken, ihre chaotische Art ist anstrengend zu verfolgen- doch sie macht sie greifbarer und noch authentischer. Ich mag Lene sehr, sie ist auf ihre Art sehr bezaubernd. Und auch Arne muss ich einfach mögen! Hinter dem erfolgreichen Karrieremann steckt so viel mehr. Und ich empfinde ihn auch gar nicht als arrogant, ich liebe die Chemie zwischen ihm und Lene direkt beim Kennen lernen am Bahnhof/ im Zug. Ich habe gelacht und habe auch mit Lene mitgelitten. Sie tat mir oft sehr leid, wenn ihr wieder ein Missgeschick passiert ist.

Dann haben wir noch das Setting auf Sylt und natürlich das Café. Wir begegnen auch Svantje und Heiner wieder, aber auch anderen Protagonisten aus den vorherigen Teilen. Heiners Lebensweisheiten dürfen auch nicht fehlen und ich liebe die ja sehr.

Kurz gesagt: Michelle Schrenk konnte mich ein weiteres Mal komplett abholen. Auch „Liebe kommt vor dem Fall“ hat mein Leseherz erobert und ist ein klares Lesehighlight.

Zusammen gefasst: absoluter Lesespaß!

 

 

 

Cornelia Engel: Rosenküsse Auf Sylt

Mit „Rosenküsse auf Sylt“ schenkt uns Cornelia Engel einen weiteren Band ihrer beliebten „Meerverliebt“-Reihe. Auch ich liebe diese Reihe von ganzem Herzen und habe jeden Band davon verschlungen.

Greta liebt das Backen und hat dies auch zu ihrem Beruf gemacht. In ihrem Café auf Sylt hat sie diesen Traum verwirklicht und die Gäste lieben ihre Torten und Gebäck. Aber sie hat auch gerne die Kontrolle über ihre Küche. Bis ihre Freundin sie bittet, dass deren Bekannter stundenweise ihre Küche mitbenutzen darf. Schweren Herzens willigt Greta ein- und ahnt nicht, welches Chaos Paul bald in ihr Leben bringen wird. Paul möchte beim Pop-Up-Event von einem Starkoch glänzen und muss sich darauf vorbereiten. Sein eigener Ofen ist kaputt, weshalb er Hilfe braucht und in Gretas Küche kochen muss. Und bald nervt ihn Greta mit seiner arroganten Art- aber beide können das Knistern zwischen ihnen trotzdem nicht ignorieren. Und dann beeindruckt Paul sie damit, ihr bei der Rettung von einigen Hundewelpen zu helfen. Damit hat Greta nicht gerechnet und sie sieht den nervigen Mann nun mit anderen Augen. Die Funken fliegen- aber er verheimlicht etwas vor ihr- und Greta ist Ehrlichkeit wichtig…

Ach, es war einfach schön, wieder in das Sylt von Cornelia Engel einzutauchen! Wir begegnen dort altbekannten Protagonisten wieder, was ich in Büchern ja absolut liebe. Das macht es leicht, schnell in die Handlung zu gleiten und das fördert auch Cornelias wunderbarer Schreibstil. Dieser ist gewohnt locker-leicht und sehr mitreissend, der Unterhaltungswert ist bei diesem Roman ebenfalls wieder gegeben und ich bin nur so durch die Seiten gegleitet.

Ich muss gestehen, es fiel mir ein wenig schwer, Sympathie für Paul zu entwickeln. Er wirkt anfangs schon recht arrogant und irgendwie fehlten mir zunächst auch die Funken zwischen ihm und Greta. Sie hingegen mochte ich auf Anhieb. Allerdings tut dies dem Lesespaß keinen Abbruch. Dafür sorgt Greta mit ihrer Backleidenschaft, das wunderbare Setting auf Sylt und ich mag auch die Nebengeschichte rund um den Gnadenhof und um die Welpen. Das macht die Geschichte vielschichtiger und sorgte auch bei mir dafür, dass ich Paul mit anderen Augen sehen konnte. Hinter seiner Fassade steckt doch mehr, als mir klar war (und Greta auch). Letzten Endes habe ich doch Gefallen an ihm gefunden, denn er zeigt seinen wahren Charakter dann doch.

„Rosenküsse auf Sylt“ ist ein weiterer toller Roman, der mir großen Lesespaß gebracht hat und der sich leicht lesen lässt. Ich war wieder voll mental in Sylt an meiner geliebten Nordsee und durfte ein weiteres, tolles Buch von Cornelia lesen. Ein kleines Lesehighlight ist auch dieses Buch wieder geworden- trotz meiner anfänglichen Probleme mit Paul.

Einfach schön!

 

Lilly Lucas: New Dreams

Die „Green Valley“-Reihe von Lilly Lucas ist ein regelrechter Klassiker im Genre New Adult geworden. Zeit für mich, sie endlich weiterzulesen. Mit „New Dreams“ habe ich Band 3 gelesen.

Darin geht es um Elara. Sie reist in die Rocky Mountains, genauer gesagt, nach Green Valley, nachdem sie sich mit ihrer Mutter gestritten hatte. Diese möchte nicht akzeptieren, dass Elara keine Ärztin werden möchte, sondern Erzieherin. In Green Valley wohnt ihre geliebte Oma, bei ihr findet sie Unterschlupf. Aber erst, nachdem sie kurz vor dem Ort in einen Schneesturm gerät und einen Unfall mit ihrem Auto hat. Gerettet wird sie von dem attraktiven Noah.
Nachdem sie bei ihrer Großmutter angekommen ist, erfährt Elara, dass die Reparatur ihres Autos recht teuer wird. Sie vereinbart mit dem Besitzer der Werkstatt, ihre Schulden dafür den Sommer über bei ihm abzuarbeiten. Und wer ist ihr Kollege? Ausgerechnet Noah. Sie kommt dem gut aussehenden jungen Mann immer näher- doch diese Gefühle darf sie nicht zulassen. Noah trägt eine Schuld mit sich herum, die es ihm unmöglich macht, sich auf Elara einzulassen. Doch Gefühle sind stärker als alles andere…

Auch dieses Mal hat mich Lilly Lucas wieder vollkommen überzeugt. Sie hat einen ganz eigenen, besonderen Schreibstil. Dieser ist so locker-leicht, wie ich ihn im Genre New Adult selten erlebt habe. Es geht natürlich um tiefgründige, schwierige Themen, aber sie schafft es trotzdem, daraus einen Romance-Roman zu zaubern, der nicht zu schwermütig und tragisch ist.

Protagonistin Elara mag ich sehr, ihr Charakter hat viele Facetten. Letzten Endes ist sie ein starker Charakter und ich habe es geliebt, mit wie viel Leidenschaft sie durchs Leben geht. Sie behauptet sich gegen Widerstände und geht ihren Weg, was wir im Laufe des Buchs erfahren. Sie macht eine tolle Entwicklung durch. Und ja, sie matcht sehr gut mit Noah. Dieser hat mich manchmal aufgeregt, da er sich und Elara das Leben unnötig schwer macht. Er hat seine Prinzipien und hält daran fest- aber es macht ihn unglücklich.

Die Dosis Gefühle und Emotionen sind genau richtig. Ich bin schnell ins Geschehen eingetaucht, was auch einfach ist. Denn bereits das erste Kapitel macht richtig Spaß.

Ein rundum gelungenes NA-Buch, welches ich sehr gemocht habe!