Sina Grave: Kaffeeküsse In Den Highlands

Sina Grave hat mit „Kafeeeküsse in den Highlands“ einen großartigen, warmherzigen Roman geschrieben. Heute stelle ich ihn euch vor. Habt viel Spass beim Lesen 😉

Julia muss dringend mal raus! Das Familienunternehmen steht wegen ihrer Schuld in finanziellen Schwierigkeiten, ihr Vater verlangt eine Pause von ihr, um den Schaden zu minimieren. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt erhält sie eine Einladung von ihrer lieben Freundin Maisie. Diese lebt in Schottland und steht kurz vor der Eröffnung ihres Traumes, einem Café. Aber dann schienen einige Ereignisse die Eröffnung zu torpedieren. Maisie verunglückt ausgerechnet auf dem Weg zum Flughafen, wo sie Julia doch abholen wollte. Jetzt muss diese einspringen! Sie muss das gesamte Café für ihre Freundin übernehmen und sich auch noch um deren Sohn kümmern- und er steckt auch noch mitten in der Pubertät. Das ist noch lange nicht alles. Auch die Männer halten bald Einzug in Julias chaotisches Leben. Da ist zum Einem Kellner Max, der immer schlecht gelaunt ist- aber auch der attraktive und zuvorkommende Nachbar Chris, an dem sie ebenfalls Gefallen findet.
Aber nach und nach bekommt Julia ihr Leben in den Griff und scheint alles regeln zu können. Bis sich ihr zwei unvorhergesehene Geheimnisse offenbaren, die das neue Leben nachhaltig zerstören könnten. Kann sie ihr neues Glück retten und wenn ja, was wird aus den Geheimnissen und welche Konsequenzen haben diese am Ende noch für sie?

Das Cover finde ich sehr gelungen. Es gibt das Setting und die Vibes des Buchs wirklich gut wieder. Ich habe recht schnell ins Buch hinein gefunden, was an der sympathischen Hauptprotagonistin, aber auch an dem angenehmen Schreibstil liegt. Dieser ist locker, erfrischend und gut verständlich, er macht einfach Spaß.Er ist bildhaft, herrlich flüssig und mitreissend. Außerdem hat Sina Grave wirklich tolle Nebenprotagonisten und ein passendes Setting erschaffen. Ich meine, Schottland, hallo?! Das geht doch immer ^^. Ich liebe dieses Land mit seinen ganzen Facetten und Sina hat es wunderbar eingefangen. Man bekommt wirklich Fernweh dorthin. Und dann ist da noch die Geschichte an sich. Der Storyplott ist angenehm leicht, aber auch sehr spannend durch das eine oder andere Geheimnis, welches Julia herausfindet. Dadurch entstejt die eine oder andere unvorhehrsbeare Verbindung, Verkettung, was ich herrlich unterhaltsam finde!

Ich kann euch diesen Roman nur ans Herz legen. Warmherzig, spannend, vielschichtig und voller Leichtigkeit, aber auch Spannung und mit einem ganz wunderbaren Setting. Es eignet sich perfekt für angenehme Lesestunden voller guter Unterhaltung. Klasse !

 

 

 

Tanja Huthmacher: Zeit Der Schwestern: Kirschsommer

Ich durfte bereits den ersten Band der „Zeit der Schwestern“-Triologie von Tanja Huthmacher lesen und habe nun Band 2 gelesen, in dem sich alles um den „Kirschsommer“ dreht.

Unsere Protagonistin ist dieses Mal Romy. Die alleinerziehende Mama von zwei wunderbaren Kindern arbeitet und lebt am Bodensee, sie liebt die Kirschen im Sommer, wenn sie schön rot leuchten. Ihr Job als Caterin lässt ihr aber oft nicht die Möglichkeit, ihre Welt so detailliert wahrzunehmen. Um ihre berufliche Zukunft finanziell abzusichern, möchte sie einen Backwettbewerb teilnehmen, bei dem es eine stolze Gewinnsumme zu ergattern gibt. Ihre Schwestern Veronika und Carolin sind natürlich immer an ihrer Seite, aber Romy möchte den Wettbewerb ohne ihre Hilfe gewinnen. Aber dann passieren einige unvorhersehbaren Dinge und ihr Plan scheint in Gefahr zu sein. Romy merkt, dass sie nun eine Entscheidung treffen muss, die folgenschwer sein wird… trifft sie die richtige?

Jede der drei Schwestern ist anders, hat einen anderen Charakter- und trotzdem gehören die drei einfach zusammen. Die Reihe lebt von Neuanfängen, Gemeinschaftlichkeit, Vertrauen und Liebe. Dieses Mal geht es also um Romy.

Ich mag die Protagonistin sehr. Sie steht auf eigenen Beinen, hat aber auch einen engen Draht zu ihren Schwestern. Sie möchte ihr eigenes Projekt realisieren, möchte einen Backwettbewerb gewinnen und sich ihren beruflichen Traum damit verwirklichen können. Finanzielle Abhängigkeit. Romy ist eine starke Person, sie meistert ihr Leben mit Job und zwei Kindern und sie weiß, was sie möchte. Doch sie drückt sich vor einer Entscheidung, die viel verändern könnte.

Der Schreibstil ist, wie im ersten Band, wieder voller Empathie und Leichtigkeit, eine gewisse Frische schwingt mit und ich habe auch dieses Buch wieder sehr genossen. Romys Story gefällt mir noch ein wenig besser, aber das liegt an ihrem Job und Charakter.

Dieser Roman ist absolut empfehlens- und lesenswert. Wirklich toll geschrieben, eine wunderbare Geschichte voller Gefühl, Spannung und besonderen Momenten.

 

 

Henriette Krohn: Frühling, Sommer, Herbst Und Du

Kürzlich habe ich den Roman „Frühling, Sommer, Herbst und du“ von Henriette Krohn als Rezensionsexemplar erhalten. Danke an den Verlag für das Zusenden!

Heute habe ich noch die Rezension für euch.

Darum gehts:

Mayas Leben steht gerade Kopf. Sie leidet unter Liebeskummer, denn ihr Freund ist alles andere als ein Traumprinz. Er ist ein Betrüger, der ihren Traum vom Brautmodengeschäft zerstört. Damit steht Maya vor den Trümmern ihres Traums. Aber nicht nur das, Maya gerät auch in den Fokus eines Shitstorms. Nichts ist mehr, wie es sein soll.

Und da ist noch Alex, auch er hat gerade stark zu kämpfen. Er hatte sein Leben eigentlich mit seiner Verlobten geplant. Aber dann passieren Dinge, die er nicht vorhergesehen hat. Und auch sein Lebensplan wird komplett umgeworfen.

Die Beiden tun sich zusammen, gemeinsame Freunde überreden sie zu einem Roadtrip der etwas anderen Art. Sie machen sich auf den Weg, um das Baskenland in einem alten VW-Bus zu erkunden. Aber die Beiden haben nicht mit den Emotionen gerechnet, die sie bald verspüren. Alex war Mayas große Liebe in ihrer Jugend. Sie haben ihre gemeinsame Zeit nie so richtig vergessen und die Reise nach Spanien erinnert sie an damals. Maya trennte sich damals von Alex, ohne ihm einen Grund zu nennen. Können sie die Vergangenheit gemeinsam aufarbeiten und wachsen sie zusammen? Oder entsteht auf diesem Trip vielleicht sogar mehr an Gefühlen?

Dieser Roman ist der genau richtige Mix aus Emotionen, Leichtigkeit und einem wunderbaren Sommergefühl. Das Setting des Baskenlandes habe ich bisher in keinem Buch gehabt, was ich toll finde. Klar, Spanien ist oft Schauplatz von Büchern, aber insbesondere das Baskenland habe ich literarisch noch nicht bereisen dürfen.

Das Buch besitzt einen warmherzigen, wunderbaren Schreibstil. Er ist leicht und auch emotional, beschwingt, aber auch tiefgründig. Das Sommergefühl besteht von der ersten bis zur letzten Seite und nimmt uns mit auf eine Reise von zwei Menschen, die sich in ihrer Jugend einst sehr geliebt haben und deren Wege sie wieder zueinander führen. Ein Roadtrip beginnt und nach und nach kommen sich die Beiden wieder näher.

Ein wunderbares, wertvolles Buch voller toller Momente, voller Nachdenklichkeit bei gleichzeitiger Leichtigkeit, voller Sonne und Sommer.

Ein echtes Lesevergnügen. Herrlich!

 

Kate Thompson: Die Bibliothek Der Hoffnung

Romane, die während des zweiten Weltkrieges leben, finde ich sehr wichtig. Bereits 2023 habe ich „Die Bibliothek der Hoffnung“ gelesen und dieses Buch hat mich beeindruckt. Ich habe vergessen, eine Rezension zu verfassen. Dies hole ich nun nach.

Zuerst einmal möchte ich anmerken, wie fantastisch rechechiert dieser Roman ist. Er ist nach einer wahren Geschichte geschrieben und widmet sich der Magie von Büchern, Bibliotheken und dem Lesen. Die Bibliothek übernimmt im Storyplott eine so wichtige Rolle. Sie ist ein Zeichen der Hoffnung, der Gemeinschaft, ein regelrechter Lichtblick.

Genauer gesagt, geht es um die U-Bahn-Station Bethnal Green, welche im 2. Weltkrieg ein Exil für 5.000 Menschen wurde, einem sicheren Zuhause. Hierher flüchten sie vor den Angriffen der Deutschen und ihrer brutalen Fliegerbomben. Und diese Menschen haben d sich ihren eigenen kleinen Ort erbaut. Es gibt ein Theater, ein Kindergarten- aber auch eben eine Bibliothek.

Clara und Ruby arbeiten für die Bibliothek- und haben viele Bücher vor dem Krieg und seiner Zerstörung durch die Bomben gerettet. Diese Bücher stehen nun in der Bibliothek und sind ein Zeichen von Hoffnung. Sie lenken ab, vermitteln Wissen und unterhalten. Aber der Krieg scheint endlos zu sein und trotzdem geben Clara und Ruby samt den anderen Bewohnern der U-Bahn-Station die Hoffnung nicht auf. Es geht täglich um ihr Leben, ums Überleben, um genau zu sein.

Dieser Roman hat mich wirklich sehr berührt. Es geht um so viel, um mehr als Hoffnung, ums Überleben, wie schon erwähnt. Und es ist wunderbar, zu lesen, wieviel Hoffnung diese Bibliothek den Menschen geben konnte. Menschen, die dem Krieg jeden Tag ins Auge blicken mussten, Menschen, die Angst um ihre Lieben und um das eigene Leben hatten. Bücher vermittelten Wissen, klärten auf und sorgten für eine gewisse Beständigkeit im schlimmem Leben des Weltkrieges in London. Intensiv und einfühlsam schreibt Kate Thompson, ihr Schreibstil ist sehr angenehm, wunderbar sensibel und mitreissend. Sie hat mich mit dieser gut recherchierten und spannenden Geschichte sehr berührt. Ich habe jede Seite genossen, durfte in das Geschehen der rettenden U-Bahn-Station eintauchen und habe mitgelitten, mitgefiebert und habe gehofft, dass dieser verdammte zweite Weltkrieg endlich ein Ende nimmt.

Ein Roman, eine Art Zeitzeugnis, muss man gelesen haben!

 

Ivy Bell: Julis Reise

Ich möchte euch heute ein wertvolles Buch vorstellen. „Wertvoll“, weil es für mich genau die richtige Mischung aus tiefgründigen Themen und Unterhaltung besitzt. „Julis Reise“ aus der Feder von Ivy Bell.

Wie der Titel uns schon verrät, geht es im Buch um Juli. Sie ist Anfang 40 und steht eigentlich mitten im Leben: sie ist Mutter, Ehefrau und hat ein schönes Haus mit ihrer Familie bezogen, aber in ihr herrscht eine gewisse Leere, die sie sich kaum erklären kann. Doch dann bringt ein Arztbesuch dazu, ihr Denken komplett zu ändern. Sie kann nicht so weiterleben und reist nach Lanzarote. Dort will sie den Spuren ihrer Vergangenheit folgen und mehr über sich herauszufinden. Woher kommt sie? Und was macht das, was sie herausfindet, mit ihr?

Eine Frau am Scheideweg des Lebens. Juli ist wirklich eine starke Protagonistin. Sie ist authentisch, ihr Handeln kann ich nachvollziehen und sie ist für uns Leser:innen nahbar, greifbar. So wie die ganze Geschichte wie aus dem Leben gegriffen sein könnte.

Doch es ist auch der Schreibstil von Ivy Bell, der mich voll überzeugen konnte. Sie verbindet tiefgründige Unterhaltung mit einer mitreissenden Geschichte, dazu das Setting der Kanareninsel, fertig ist ein beeindruckender Roman, der zum Schmökern einlädt. Man fühlt mit Juli mit, man erlebt ihre persönliche Entwicklung mit und möchte wissen, was hinter ihrer Vergangenheit steckt. Kurz gesagt: der perfekte Roman mit Tiefgang, Gefühl und auch Spannung.

Ich bin gespannt, welche Romane uns noch von der Autorin erwarten. Klasse!