Breanne Randall: Das Geheimnis Von Liebe Und Magie

An Halloween hat mich „Das Geheimnis von Liebe und Magie“ aus der Feder von Breanne Randall begleitet. Und das Buch hat mich wirklich verzaubert!

Reisen wir mit der Autorin in die Kleinstadt Poppy Meadows. Hier lebt die Familie Revelare, deren weibliche Mitglieder allesamt magische Kräfte besitzen. Sadie Revelare und ihre Großmutter betreiben im Ort ein ganz besonderes, kleines Café. Ihre Backwerke haben magische Fähigkeiten und geben den Menschen Hilfe bei Liebeskummer oder verleihen ihnen Mut oder Optimismus.
Doch Sadies Leben selbst ist kompliziert. Auf ihr liegt ein Fluch, der wirklich tükisch ist: sie wird ihre Magie für immer verlieren, wenn ihr vier Mal das Herz gebrochen wurde. Drei Mal war dies schon der Fall, sie hat einfach kein Glück in der Liebe. Ihre erste große Liebe war Jake, ein höllisch attraktiver Feuerwehrmann. Er war der Erste, der ihr Herz gebrochen hat. Jetzt ist er wieder in Poppy Meadows. Und Sadie passt das gar nicht. Sie geht ihm aus den Weg, denn sein Herz schlägt verdächtig schneller, wenn sie ihm begegnet. Und sie darf es nicht riskieren, dass er es noch einmal bricht…

Ich liebe alles an diesem Setting! Die Autorin hat Poppy Meadows so detaillier ausgearbeitet und beschrieben, dass ich mich dort gleich wohl gefüht habe und mir die kleine magische Stadt wunderbar vorstellen konnte. Der Storyplott ist jetzt nichts neues, ist nicht ungewöhnlich, klingt fast schon vorhersehbar, aber: ich liebe dieses Buch!

Der Schreibstil ist wahnsinnig unterhaltsam, super leicht und locker und lädt zum stundenlangen Schmökern ein. Ich habe mich wirklich in die Stadt verliebt, ich habe die Bewohner in mein Herz geschlossen und ich hatte wundervolle Lesestunden.

„Das Geheimnis von Liebe und Magie“ ist sehr cosy, aber auch spannend und, im wahrsten Sinne des Wortes, wirklich bezaubernd.

Sadie ist eine wirklich tolle Protagonistin. Der Fluch sorgt für viel Spannung. Ich habe gehofft, dass Sadies Herz nicht noch ein viertes Mal gebrochen wird. Ich liebe ihr herzliches Verhältnis zu ihrer einmalig coolen Großmutter und ich liebe auch ihre Bäckerei und die magischen Leckereien.

Ein an sich simpler Storyplott, aber die Autorin hat ihn unglaublich gut und sehr cosy umgesetzt. Ich bin durch die Seiten geglitten, ich konnte das Buch nicht zur Seite legen, so spannend ist es. Der Humor kommt auch nicht zu kurz.

Eine rundum gelungene, magische und cosy Geschichte, die einfach nur großen Spaß macht!

Einfach toll.

Florencia Etcheves: Fridas Köchin

Autorin Florencia Etcheves hat sich für ihren Roman „Fridas Köchin“ nicht direkt mit Frida Kahlo beschäftigt, aber sie spielt eine zentrale Rolle.

Das Buch spielt im Mexiko des Jahres 1939. Hauptprotagonistin Nayeli Cruz ist indogen und gerade mal 14 Jahre alt und verlässt ihr Haus. Sie will nicht denselben Weg gehen, zu dem ihre Schwester gezwungen wurde. Die Zwangsheirat mit einem Mann, den sie nicht liebt. Nayelis Äußerliche ist auffällig. Es sind ihre hellen Augen, welche Menschen in ihren Bann ziehen. Sie schafft es bis nach Mexiko-Stadt und findet in der Casa Azul einen Job als Köchin. Doch sie ist nicht nur das. Nayeli lernt Frida Kahlo kennen und wird bald zur Freundin. Frida hat einen schweren Unfall hinter sich und hat sich von den Menschen zurückgezogen. Sie hat immer wieder Schmerzen durch die Unfallfolgen und sie verwirklicht sich in der Malerei. Und ihr Ehemann Diego Rivera hält nichts von Treue und hintergeht sie immer wieder.
Zwischen Nayeli und der bekannten Malerin entsteht eine echte Freundschaft, die sehr innig ist. Aber dann kommt es zum großen Streit und die Freundschaft zerbricht.
Die zweite Zeitebene spielt in Argentinien um Jahr 2018. Dieses Mal geht es um Paloma Cruz, die Enkelin Nayelis. Nayeli stirbt und die 22 Jahre alte Paloma wird in ihrem Testament mit einem Gemälde bedacht, welches Nayeli zeigt, während sie beim SChwimmen war. Für Paloma ist es zunächst nur ein Bild. Aber dann trifft ein Kunsträuber auf den Plan und will das Gemälde stehen. Paloma erkennt, dass es mehr wert, als ihr klar war und sie macht sich auf den Weg, um das Geheimnis hinter dem Bild zu lüften und entdeckt dabei das eine oder andere Geheimnis…

Zunächst einmal möchte ich den Schreibstil der Autorin erwähnen, der wirklich sehr mitreissend ist. Er ist lebhaft, sehr bildreich und ich bin sehr schnell ins Geschehen eingetaucht. Was auch ganz leicht war, denn der Schreibstil ist zudem sehr gut verständlich, besitzt aber auch genug Tiefe.

Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, was ich sehr mag. Ich habe die Geschichte von Nayeli wirklich aufgesaugt, sie war sehr interessant und unglaublich spannend. Sie hat mich beeindruckt, denn mit ihren 14 Jahren verlässt sie ihr Zuhause, um einer ungewollten Heirat zu entgehen. Das ist mutig, aber auch konsequent. Ihre Reise, bis sie bei Frida Kahlo landet, war wirklich sehr spannend.  Mit der Künstlerin selbst habe ich mich schon oft und gerne beschäftigt und kennen ihre sehr tragische, aber auch sehr inspirierende Lebensgeschichte.

Die Autorin schafft es, den Lebensweg Kahlos mit einer fiktiven Geschichte zu verknüpfen und das gelingt ihr wirklich sehr gut.

Die Atmosphäre des Buches ist lebendig, inspirierend und bunt. Ich mag das Setting in Mexiko sehr gern.

Auch der Zeitstrang der Gegenwart konnte mich überzeugen. Paloma ist eine sehr angenehme Protagonistin, die neugierig ist und das Rätsel rund um das Gemälde lösen will. Ihre Reise bis zur Lösung war sehr unterhaltsam und ich habe mich allgemein sehr gut vom Roman unterhalten gefühlt.

Eine wunderbare, lebendige Geschichte, ein kleines Lesehighlight!

 

 

Lisa Graf: Lindt & Sprüngli – Zwei Rivalen, ein Traum

Im letzten Jahr durfte ich bereits Band 1 der „Lind & Sprüngli“-Reihe von Lisa Graf lesen und habe es sehr gemocht. Nun wird mit „Zwei Rivalen, ein Traum“ endlich der zweite Band veröffentlicht.

Rudolphe Lindt ist ein echter Tagträumer. Und das wird ihm fast zum Verhängnis. Wir befinden uns im Bern des Jahres 1863. Auf dem Markplatz gerät Rudolphe fast unter die Räder eine Kutsche. Doch ein Blumenmädchen rettet ihm das Leben. Und jetzt weiß er: er ist dafür geboren worden, damit er Großes erschaffen kann! Aber dafür enttäuscht er seine Familie. Er bricht die Schule ab und widmet sich fortan seiner Leidenschaft: er gründet eine Schokoladenfabrik und sorgt dafür für eine Sensation. Er erfindet auch noch das Conchieren und wird damit weltbekannt. Und dann ist da noch Chocolatier Sprüngli, der auf ihn aufmerksam wird…

Der zweite Band war für mich erneut eine herrliche, unterhaltsame Lektüre. Ich bin ja großer Fan von den schokoladigen Covern und war espannt, was uns Leser:innen im zweiten Teil erwartet. Und er steht Band 1 in nichts nach. Im Gegenteil. Rudolphes Geschichte fand ich noch ein wenig interessanter und spannender. Wir erleben, wie aus einem Tagträumer ein Unternehmer wird, der seine Vision in die Realität umsetzt. Der die Schokolade liebt und die Branche revolutioniert. Und wir erfahren weiter, wie es zum weltweit bekannten Unternehmen Lindt Sprüngli kam.

Doch der Roman ist mehr als eine schnöde Firmengeschichte. Es geht um eine Vision, um Träume, um den Glauben an etwas Großes. Darum, nicht aufzugeben und sich durchzusetzen. Rudolphe soll die Wünsche seiner Familie erfüllen, doch er entscheidet sich dafür, seinen Traum zu leben. Mutig, entschlossen und beeindruckend.

Der Schreibstil hat mich erneut gepackt. Er passt perfekt zum historischen Charakter der Geschichte, ist aber auch berührend, wortgewaltig und sehr, sehr mitreissend. Ich bin begeistert und hatte wunderbare Lesestunden. Ich bin tief eingetaucht in Rudolphes Geschichte und habe mitgefiebert und habe miterlebt, wie aus dem kleinen Träumer ein ganz großer Name wurde.

Ein beeindruckender Roman, der wirklich wunderbar unterhält.

 

Mara Andeck: Das Schneeflockenmädchen

Mara Andecks Romane haben mich immer sehr berührt und gut unterhalten. Mit „Schneeflockenmädchen“ schafft sie es erneut.

Marie ist Märchenerzählerin und zieht umher, um den Menschen ihre Geschichten näher zu bringen. Gerade geht es von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt und sie macht Station in Rothenburg ob der Tauber. Die Handlung spielt im Dezember 1925. Eine Zeit, in der Märchenerzähler wieder sehr beliebt waren.
Marie ist arm. Sie kämpft sich durch. Unter kommt sie bei den Bauern, die sie auch verköstigen. Als Gegenleistung gibt sie den Kindern in den Orten, an denen sie erzählt, besondere Geschichten und damit Stärke, Mut und ganz viel Hoffnung. Doch sind ihre Erzählungen nur Märchen? Oder am Ende doch eine heilende Magie, Kraft?
Carl, von Beruf Zuckerwatteverkäufer, ist fasziniert von Marie und will alles über sie wissen. Deshalb folgt er ihr auf ihrer Reise durch den kalten Winter und verliebt sich bald rettungslos in sie. Doch was steckt hinter der Kraft von Maries Märchen?

Was für eine wundervolle, liebevolle Geschichte!
Ich bin ja ein großer Fan von Märchen und ich bin mit denen der Gebrüder Grimm aufgewachsen, kenne mich, wohnortbedingt, auch mit Dorothea Viehmann und ihrem Wirken aus. Daher hat mir der Gedanke, ein Buch über eine Märchenerzählerin zu lesen, sehr gefallen. Ich hatte große Erwartungen- und diese wurden nicht enttäuscht.
Mara Andeck hat mit Marie eine wunderbare Protagonistin erschaffen, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Sie schafft es, mit ihren Erzählungen die Menschen zu berühren, zu heilen, ihnen neue Kraft zu geben.
Mit ihrem tiefsinnigen, ebenso berührenden Schreibstil, der trotzdem locker und leicht wirkt, schafft es Mara Andeck, mich wirklich zu verzaubern. Sie schafft es auch immer wieder, mich mit ihrem Setting zu begeistern. Das winterliche, weihnachtliche Szenario hat mein Herz erobert und ich bin sehr tief eingetaucht in diesen wunderschönen Roman.
Wir erfahren, was wirklich hinter Maries Märchen steckt und erleben dazu noch eine zarte, behutsame Liebesgeschichte.

„Das Schneeflockenmädchen“ hat nicht nur ein schönes Cover. Nein, das Buch ist eine absolut bereichernde, bildgewaltige und atmosphärische Geschichte. Genau richtig für kommende Wintertage. Einfach toll!

Rob Sheffield: Heartbreak Is The National Anthem

Ich bin ein Swiftie. Ich liebe die Musik von Taylor Swift und feiere ihre Songs. Ich habe bereits die eine oder andere Biographie der Sängerin gelesen, aber keine musikalische. Diese hat Rob Sheffield mit „Heartbreak Is The National Anthem“ geschrieben und ich bin begeistert!

Danke an das Bloggerportal für die Bereitstellung.

Rob Sheffield ist Journalist beim legendären Musikmagazin „Rolling Stone“ und hat von der ersten Minute an die Karriere von Taylor Swift begleitet. Nun hat er eine Biographie über sie geschrieben. Anhand ihrer Musik. Denn Taylor ist nicht einfach nur Popstar, sie ist eine Ikone,. Ich selbst liebe ihre Musik sehr und mag ihre Attitude absolut. Sie hat eine unvergleichliche Karriere hingelegt und ist noch dabei, Rekorde zu brechen.

„Heartbreak Is The National Anthem“ berichtet von den Anfängen ihrer Karriere. Damals war Taylor Swift die Newcomerin in Sachen Country Pop- und eroberte direkt die Charts und die Fans der Herzen. Sie war ein Teenager, wuchs in der Musikszene auf und hat sich mittlerweile ein Imperium aufgebaut.

Denn aus der Countryprinzessin wurde ein aboluter Popstar. Sie begeistert die Massen und hat mit ihrer „The Eras“-Weltournee die Superlative der Musikbranche neu geschrieben. Authentisch, klug und einzigartig hat sie so viel verändert, hat so viel erreicht und wir Fans lieben sie dafür. Sie ist mehr als ein Popstar. Sie ist eine Ikone, die so viel verändert hat. Ihr Einfluss ist nicht nur in Sachen Erfolg bahnbrechend, sondern auch musikalisch. Was Taylor anfasst, wird zu Gold. Okay, stimmt nicht, zu Platin.

Der Autor erzählt uns von Taylors Karriere und von den einzelnen Schritten, die sie zur erfolgreichsten Künstlerin der Gegenwart gemacht haben. Sein Schreibstil ist sehr gut verständlich, mitreissend und er macht das Buch damit zu einer sehr interessanten Lektüre. Es geht um Taylors Talent, um ihre Power und darum, wie sie mit Klugheit und Smartheit die Herzen der Fans erobert hat- und die höchsten Ränge der Charts weltweit.

Das Buch ist keine simple Biographie, bei der wir erfahren, wie Taylors Aufstieg ablief. Nein, wir bekommen sehr viel Wissen präsentiert rund um Taylor. Und das Buch hat dafür gesorgt, dass ich sie noch mehr mag. Aber nicht nur für Swifties eignet sich „Heartbreak Is The National Anthem“, sondern auch für Musikfans.

Eine großartige, sehr wissenswerte Lektüre.