Nadine Buch: Gruselstunde: Traumseher

Vor geraumer Zeit habe ich euch den ersten Band der „Gruselstunde“ von Nadine Buch vorgestellt. Heute folgt meine ehrliche Rezension zu Band 2 mit dem Titel „Traumseher“.

Dieses Mal geht es um Lena. Sie ist gerade umgezogen, in eine Kleinstadt, in der alles neu und fremd ist. Aber die fröhliche Lena lebt sich recht schnell ein und findet eine gute Freundin. Dann absolviert sie ein Praktikum in einem Kindergarten- und von da an ist alles anders. Sie wird in schlimmen Träumen mit einem Geheimnis konfrontiert, was ihr ordentlich zusetzt. Und auch ihre neue Freundin erlebt die Folgen dieses Mysteriums: sie verändert ihr Verhalten, zieht sich zurück und ist ganz anders. Lena muss das Erlebte nun alleine verarbeiten und sich einem wirklich grauenvollen Geheimnis stellen… sLena zieht mit ihren Eltern in eine fremde Kleinstadt. Schnell lebt sie sich dort ein und findet in der Schule eine neue Freundin. Ein Praktikum im Kindergarten verändert jedoch das Leben der Schülerin auf dramatische Weise. Ihre Träume legen schreckliche Details eines großen Geheimnisses frei. Als sich dann auch noch ihre Freundin immer seltsamer verhält, traut Lena fast niemandem mehr. Auf sich gestellt, tritt sie einem unheilvollen Grauen gegenüber

Mir gefällt Band 2 auch wieder außerordentlich gut! Nadine Buch schafft es, ihren Büchern der Reihe genau die richtige Portion Grusel und Horror zu verleihen. Ich habe wirklich Gänsehaut gehabt, aber trotzdem ist „Traumseher“ wieder soooo gut und so wahnsinnig spannend. Dafür sorgt zum Einem die wirklich tolle Protagonistin Lena, die nahbar und echt ist. Und natürlich der Mix aus Spannung, Geheimnissen und Grusel. Herrlich! Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt und hatte großartige Lesestunden! Ich hätte den einen oder anderen Plottwist nie erwartet, was für noch mehr Spannung gesorgt hat. Klasse! Außerdem mag ich den Schreibstil der Autorin sehr. Sie schreibt flüssig, spannend und sehr gut verständlich.

Großes Gruselvergnügen Part 2!

Nadine Buch: Unter Fernen Wolken

Heute möchte ich euch einen feinsinnigen & wunderbaren Roman vorstellen: „Unter fernen Wolken“ stammt aus der Feder von Nadine Buch. Eine Autorin, die ich sehr gerne lese.

Darum geht´s:

Hauptprotagonistin Evelyn hat kein selbst bestimmes Leben wie andere Mädels in dem Alter. Sie ist 14 Jahre alt, aber versorgt ihren Vater und lebt mit ihm in einem Mietshaus. Der Haushalt ist ihr täglicher Lebensinhalt und in ihrer Kleinstadt herrscht auch nicht das rege Leben. Hinzu kommt, dass ihr Vater Alkoholiker ist und durch seinen Zustand nach der Arbeit auch kein normaler Alltag möglich ist. Kurz gesagt: Evelyn lebt nicht gerade auf der Sonnenseite. Auch in der Liebe hat sie keine guten Erfahrungen gemacht und durfte nie erleben, was wirkliches Glück bedeutet. Sie hat ihre beste Freundin Maja. Ohne sie würde sie den Wahnsinn ihres schwierigen Lebens nicht ertragen können. Und dann ändert sich eines Tages alles. In einer unscheinbaren Schublade findet Evelyn einen Brief, der an sie adressiert ist- und damit dreht sich ihr Leben komplett. Kann Evelyn endlich sie selbst sein, findet sie vielleicht sogar das Glück und wendet sich alles zum Besseren?

Zuerst ist mir die Nahbarkeit der Protagonisten aufgefallen. Evelyn ist authentisch und ich habe mich wirklich gut in ihre Gefühlswelt einleben können- und das trotz ihres jungen Alters. Nadine schafft es, lebensnah und emotional zu schreiben, ohne diese gewisse Flachheit, die ähnlichen Romanen anderer Autor/innen manchmal anhaftet. Die Geschichte von Evelyn ist direkt aus dem Leben gegriffen und behandelt Themen, die wir alle irgendwo kennen. Das Mädchen erlebt keine gute Zeit in seinem doch noch jungen Leben und wird mit den Sorgen einer Erwachsenen konfrontiert. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf, als der mysteriöse Brief auftaucht. Ich habe diese Entwicklung sehr gemocht und bin sehr flüssig durch die angenehm kurzen Kapitel gekommen.

Es geht um Selbstzweifel, um das Erwachsenwerden, um eine mentale Entwicklung eines jungen Mädchens, um soziale Probleme, aber auch um den Glauben an sich selbst und einen gesunden Egoismus, man wird als Leser/in nicht nur nachdenklich gestimmt, sondern auch animiert, das eigene Handeln und Leben zu überdenken.

Ein intelligenter, emotionaler Roman mitten aus dem Leben gegriffen. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar, sehr angenehm und gut verständlich, aber auch einfühlsam. Dazu kommt die Entwicklung der Protagonistin und das eine oder andere, sehr wichtige Thema. Ein sehr gelungenes Buch, was ich noch lange positiv in Erinnerung behalten werde!

 

Sylvia Halcour: Der Mann, Den Sie Liebt

Hast du Lust auf eine gefühlvolle, spannende und überraschend andere Liebesgeschichte? Dann schau dir mal „Der Mann, den sie liebt“ von Sylvia Halcour an!

Im Buch geht es um Lena, die einen guten Job als Staatsanwältin macht. Sie ist ncht jung und ambitioniert in ihrem Beruf. Durch einen Fall trifft sie auf Maximilian Stern. Er soll dafür gesorgt haben, dass seine Ex-Freundin bei einem geplanten Autounfall schwerst verletzt wurde. Lena fühlt sich bald zu ihm hingezogen, was aber nicht sein darf. Sie kommen einander immer näher, er hat eine gewisse Anziehungskraft und bald kann Lena die Versuchung nicht mehr ignorieren. Was soll sie tun? Ihren Pflichten nachkommen und sich von Maximilian zurück ziehen oder soll sie sich der Leidenschaft hingeben?

Ich habe wirklich mit Lena mitgefiebert. Die Staatsanwältin gerät in ein Gefühlschaos aus beruflicher Pflicht, Leidenschaft, Gefühl und ist hin- und hergerissen. Meine Erwartungen an eine gute Liebesgeschichte wurden erfüllt und ich habe mich aufgrund von Sylvia Halcours  flüssigen, lebhaften Schreibstil sehr gut unterhalten gefühlt. Die Konstellation Verdächtiger/ Staatsanwältin hat was und sorgt für jede Menge Lesespaß.

Die Gefühle kommen. wie erwähnt, nicht zu kurz. Aber auch die Aufklärung des Falls hat echt Spaß gemacht. Ich habe gehofft, dass Maximilian nichts mit der Angelegenheit zu tun hat und ob wir Leser/innen ein Happy End bekommen, möchte ich nicht verraten. Es gibt einen zweiten Band, soviel kann ich schon mal verraten.

Elena Mackenzie: New Shoreham- Tief Wie Das Meer

Ein weiterer Roman wartet darauf, von mir rezensiert zu werden. Mit „New Shoreham- Tief wie das Meer“ hat sich mein Leseherz die letzten Tage beschäftigt.

Avery kommt nach New Shoreham. Sie ist total abgebrannt und fertig mit den Nerven. Ihr Studium musste sie abbrechen, da sie durch den Tod ihrer Mutter erneut mit Panikattacken konfrontiert wird. Um diesen Einhalt zu bieten, zieht es sie auf die Insel irgendwo mitten im Atlantik. Sie will und muss zur Ruhe kommen. Aber die Rechnung hat sie ohne Dylan Malone. Der Mann ist wirklich nervtötend entspannt und cool. Doch er schafft es, mit seiner Art und Weise, Avery immer wieder aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Und das tut ihr irgendwann wirklich gut und sie fängt an, seine lässige und entspannte Art zu mögen, zu wertschätzen. Ihr Sommer auf der Insel entwickelt sich so ganz anders als erwartet und geplant. Aber das mag Avery und sie beginnt, langsam wieder zu leben. Aber dann tauchen die ersten Probleme auf. Sie wird mit ihren eigenen konfrontiert und auch hinter Dylans Fassade steckt einiges problematisches und es gibt Hindernisse zu überwinden. Ist das zarte Pflänzchen der Zuneigung zu ihm stark genug, um das alles zu überstehen? Oder wird Avery vollends in die Panik hineingezogen?

New Adult, wie ich es liebe. Eine tiefgründige Geschichte mit zwei Protagonisten, die ihre Probleme und ihre Vergangenheit zu bewältigen haben. Dazu ein wunderbares Setting, was mich voll ergriffen hat und ein Schreibstil, wie er passender nicht sein könnte. Einfühlsam, gefühlvoll, aber nicht flach, dafür spannend und mitreissend. Ja, dieses Buch ist einfach schön. Es besitzt die angemessene Portion Drama, Gefühl und Spannung. Und ich hoffe, dass die Autorin mehr Aufmerksamkeit bekommen wird. Du liebst gutes New Adult? Dann empfehle ich dir „New Shoreham- Tief wie das Meer.“ Reise mit der Autorin und Avery auf diese beschauliche Insel, die der Protagonistin so gut tut.

 

Alexis B. Cellan: Lonely Snow

Lasst euch vom Cover dieses Romans nicht täuschen! Vor einiger Zeit habe ich von Autorin Alex B. Cellan ihren Roman „Lonely Snow“ als Rezensionsexemplar erhalten. Da ich in den nächsten Tagen eine Rezensionen schreibe, von Büchern, die ich bereits gelesen habe, ist nun der zu Herzen gehende Roman mit tollem Cover dran.

Alfred lebt allein, er ist ein echter Grummel und wohnte schon immer in Lovelane, einer beschaulichen Kleinstadt. Er ist verbittert, seit er seine Frau verloren hat und möchte mit keinem Menschen mehr irgendwas zu tun haben. Und diese haben sich auch von dem mürrischen Eigenbrödler zurück gezogen. Nur seine Enkelin Cassie lässt er noch an sich ran und in sein Leben. Sie will ihrem Großvater helfen und eine Gesellschaft für ihn finden. Cassie selbst hat kein Glück in der Liebe. Bei ihrer Suche nach dem richtigen Menschen für den Griesgram, lernt sie Jeremy kennen, der wiederum der Enkel von Alfreds Frau war. Es knistert zwischen ihnen. Und es könnte alles so schön sein- wäre da nicht die Feindseligkeit der Großeltern, die ihnen im Weg steht…

Was für eine berührende Geschichte! Es geht um Familie, Trauer, Hoffnung, Liebe, Streit- aber auch um die Macht von Gefühlen.

Alfred habe ich trotz seiner abweisenden Art schnell in mein Herz geschlossen. Er hat seine Gründe, warum er für sich mit der Welt abgeschlossen hat und warum er alleine lebt. Trauer ist ein schreckliches Gefühl und durch den Tod seiner geliebten Doris wurde er verbittert und abweisend. Aber da ist seine herzensgute Enkelin, die man einfach mögen muss. Cassie ist aufgeschlossen, lässt sich von ihm nicht aus der Ruhe bringen und der einzige Mensch, der es mit ihm aushält. Ich finde die Idee toll, dass sie ihm helfen will, in dem sie eine neue Gesellschaft für ihn findet. Sie ist authentisch, herzlich und mein Highlight des ganzen Romans. Sie lernt Jeremy kennen und ich habe die sich anbahnende Geschichte zwischen ihnen sehr gemocht. Es knistert und funkt heftig und das hat Alexis B. Cellan sehr gut herüber gebracht. Überhaupt mag ich ihren Schreibstil sehr…

Denn dieser ist emotional, mitreissend, einfühlsam und so angenehm flüssig. Der doch recht dünne Roman macht so großen Spaß. Ich finde ihn authentisch und echt. Es werden Themen behandelt, die jeden von uns betreffen und die Geschichte fühlt sich an, als wäre sie aus dem Leben gegriffen.

Hinzu kommt das tolle Kleinstadtsetting. Man muss Lovelane einfach mögen, auch wenn Alfred nicht viel mit seinen Bewohnern zu tun haben möchte.

Eine wunderbare Geschichte voller Gefühl, Feeldgood-Charakter und Themen, die berühren. Ein Buch, welches berührt.

Toll!