Ben Miller: Der Tag, An Dem Ich In Ein Märchen Fiel

Ich lese diverse Genres und habe auch ein großes Herz für Kinder- und Jugendbücher. Vom Verlag ars Edition habe ich den neuen Roman von Autor Ben Miller erhalten: „Der Tag, an dem ich ein Märchen fiel.“ Der Klappentext war so fantastisch, dass ich mich sehr gefreut habe, dieses Rezensionsexemplar lesen zu dürfen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich konnte tief in die kindgerechte Geschichte rund um Lana und das Märchenland eintauchen.

Alleine das Cover bereitet doch schon große Freude! Das Buch ist weit über 200 Seiten dick, aber liest sich so perfekt flüssig, wie ein Kinderbuch lesbar sein sollte. Die Gestaltung des Covers ist liebevoll, das Buch liegt gut in der Hand und eignet sich auch gut für Kinderhätte. Die Haptik ist also hochwertig.

Kommen wir zur Geschichte selbst!

Lana ist traurig. Ihr großer Bruder Harrison will nicht mehr mit ihr spielen. Er lernt jetzt ständig für die Schule, um mal einen guten Abschluss zu erhalten. Das ist für das junge Mädchen unverständlich, denn bisher hat sie so gerne mit ihm Zeit verbracht im Spiel. Zum Trost fährt ihre Mutter mit ihr in den neuen Supermarkt „Grimm“, der plötzlich aufgetaucht ist und Erwachsene mit dicken Angeboten anzieht. Aber auch für Kinder bietet er viel. Lana beschließt, sich ein Buch gegen die Langeweile auszusuchen. Sie landet jedoch durch ein Portal mitten in einem Märchen. Unvorbereitet, plötzlich, befindet sie sich nach einem Fall direkt in „Dornröschen“ und somit in der Märchenwelt. Hier erlebt sie direkt ein Abenteuer und kann sich in letzter Minute wieder in ihre Welt retten. Sie berichtet Harrison von diesem Erlebnis- und hofft, dass der mittlerweile so vernünftige und ständig lernende Bruder ihr glaubt. Gemeinsam erleben sie fortan Abenteuer im Märchenland, insbesondere mit Dornröschen und seinem Reich. Sie kehren immer wieder dorthin zurück, denn ihre Aufgabe ist es, das Märchenland mit seinen Bewohnern zu retten. Die böse 13. Fee hat es auf die Welt abgesehen. Können die Beiden es schaffen, diese zu retten? Haben sie eine Chance gegen die Fee?

Ich bin wirklich begeistert von „Der Tag, an dem ich in ein Märchen fiel“. Für mich als Erwachsene war die Lektüre natürlich kurzweilig, aber man kann die Geschichte auch prima einem Kind vorlesen. Sie eignet sich auch zum Selbstlesen. Die verschiedenen Märchen, die der Autor in diesen fantasievollen Storyplott einwebt, sind so passend und ergeben ein buntes, spannendes Ganzes.

4/5 *

Anja Wagner: Magic Agents- In Dublin Sind Die Feen Los

Ich mag es sehr, zwischendurch auch mal ein Kinder- oder Jugendbuch zu lesen. In diesem Fall bin ich wirklich begeistert. Mit der Reihe „Magic Agents“ konnte mich Anja Wagner sehr zufrieden stellen. Ein fantastisches Buch!

Elia Evander ist gerade mal 12 Jahre alt und hat ihr Ziel erreicht: sie hat die Magentenprüfung bestanden und nun geht es los! Sie wird nach Dublin geschickt, denn dort fand gerade ein dreister Diebstahl statt: ein geheimnisvolles Artefakt wurde entwendet. Als Konsequenz daraus ist Dublin nicht mehr sicher, auch nicht für die Menschen. Denn ständig kommen neue Wesen in der irischen Stadt an, die sie bedrohen. Ein Auftrag für Elia! Sie muss diese Wesen wieder aus der menschlichen Welt hinaus in ihre eigene befördern, was nicht gerade leicht ist. Elia ist zwar gut, aber noch recht neu in „ihrem Fach“ und die verschiedenen Wesen haben allesamt ihre Eigenarten an sich. Und ganz nebenbei muss Elia das Artefakt finden, von dem sie so gar keine Ahnung hat. Wie sieht es aus, was kann es und vor allem: wie soll sie es wiederfinden?

Der Sprachstil der Autoring gefällt mir außerordentlich gut. Kindgerecht und fantastisch. Die Handlung ist selbst für mich mit meinen 38 Jahren spannend und ich habe Elia sehr gemocht! Die Fabelwesen sind wirklich fantastisch dargestellt und die ganze Atmosphäre wird von der Autorin sehr fantasievoll und magisch rübergebracht. Die ganze Geschichte war ein echter Feelgood-Roman für Kinder oder angehende Teenager, den ich nicht aus der Hand legen konnte und der mir schöne, wunderbare Lesestunden beschert hat.

Daumen hoch für so viel kindgerecht aufbereitete und formulierte Fantasie, so tolle Charaktere und einen Plott, der einfach nur spannend ist.

4,5/ 5 *

Sören Dalevi: Unsere Allerbeste Kinderbibel

Als Katholikin habe ich seit meiner Kindheit einen wichtigen Bezug zur Bibel. Früher habe ich die beiden Testamente durch eine Kinderbibel kennengelernt, welche noch heute im elterlichen Haushalt vorhanden ist. Bischof Sören Dalevi aus Schweden hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit seinem Werk „Unsere allerbeste Kinderbibel“ die Bibel kindlich gerecht aufzubereiten, einfach verständlich und interessant für den Verstand eines Kindes. Vielen Dank an das Bloggerportal, welches mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Am letzten Wochenende habe ich viele Stunden gelesen und unter den gelesenen Büchern war auch die „Allerbeste Kinderbibel“ .

Der Autor schafft es sehr gut, die teilweise komplizierten Kapitel der Bibel kindgerecht abzubilden. Die Sprache ist gut verständlich, Kinder werden zum Lesen motiviert. Der Schreibstil ist bildlich, mitreissend und auch wenn der Autor Bischof ist, verzichtet er auf große Moralpredigten. Sogar die 10 Gebote werden sinnvoll und verständlich erklärt. Hut ab! Besser kann man die heilige Schrift nicht für Kinder nacherzählen.

Hinzu kommen tolle Bilder, welche dem Ganzen einen perfekten Rahm geben. Sie sind klar, nicht zu bunt und geben die Geschichten passend wieder. Marcus-Gunnar Pettersson sorgt dafür, dass die Bibel in einem modernen Gewand erstrahlt und die Freude am Lesen verstärkt.

Kurz gesagt: „Unsere allerbeste Kinderbibel“ ist wirklich rundum gelungen. Es wird vielen Kindern leicht fallen, die Bibel für sich zu entdecken und damit ihren Bezug zum Glauben und zu Gott zu festigen. Und das ganz ohne starre Moral, aber mit wunderbaren Zeichnungen und einem passenden Schreibstil.

4,5/ 5*

Taylor Garland: Herzklopfen Und Weihnachtsduft

Ende 2019 erhielt ich die Chance, dank der Bloggerjury, den Jugendroman „Herzklopfen und Weihnachtsduft“ von Taylor Garland zu lesen. Aktuell übertrage ich Rezension von meinem alten Blog auf Seitenträumerin.de und daher folgen nun ältere Rezensionen nach und nach. Ich hoffe, euch macht das Lesen trotzdem Spaß:)

Riley ist 13 Jahre alt, Teenager und liebt wirklich alles, was mit Weihnachten zu tun hat!
Sie liebt es, zu backen, Weihnachtslieder zu singen und widmet sich mit großer Inbrunst dem Fest der Liebe. In der Schule zieht sie beim Wichteln den Namen ihres Schwarms. Endlich hat sie eine Gelegenheit, ihm näher zu kommen. Sie bastelt ihm wunderbare Geschenke- doch besagter Schwarm Marcus findet sie einfach nur lächerlich. Er hat keinen Sinn für selbstgemachte Präsente und Riley ist ganz durcheinander. Ist er wirklich so toll , wie sie immer dachte? Denn immerhin ist da noch Jacob, der immer wieder ganz aufmerksam ist, wenn es um Riley geht und der sie wirklich zu mögen scheint…

Ein tolles Buch für ältere Kinder und Teenager. Es ist witzig und unterhaltsam geschrieben, der Plot und die Protagonisten sind altersgerecht und ja, auch ich mit Mitte 30, habe großen Gefallen an diesem Roman gefunden. Ich liebe Weihnachten genauso wie Riley und kann ihre Liebe zu diesem Fest so gut nachvollziehen. Ihre Schwärmerei für Marcus ist einfach süss, die Autorin hat einen tollen Schreibstil und ich habe es sehr gemocht, wie Riley und Jacob zueinander finden. Klasse!

4/5 *