Laure Lee: Nächte im Savoy- Das Versprechen eines Gentlemans

Zum dritten (und scheinbar) letzten Mal entführt uns Laura Ree ins Regency Londons, dieses Mal ins Jahr 1898.

Lady Kay Matheson hat keine guten Erfahrungen mit der Liebe gemacht. Ihr Herz gehärte einst dem Abenteurer Devlin Sharpe, der sich einfach so aus dem Staub gemacht hat und nach Afrika ging. Seitdem ist ihr Herz gebrochen hat und sie hat kein gutes Standing in der Gesllschaft Londons.
Das Buch spielt dann 14 Jahre später. Kay ist mit Wilson verlobt, einen Millionär aus Amerika. Sie wollen im wunderschönen Savoy heiraten, aber dann kommt alles anders. Devlin ist wieder da und mit ihm die intensive Anziehungskraft zwischen ihnen. Was soll Kay tun? Ihren Gefühlen nachgeben und sich auf den Mann erneut einlassen, der ihr das Herz brach? Oder gibt sie Wilson das Ja-Wort, den sie nicht liebt? Ihr Gefühlskonflikt wird durch weitere Begegnungen mit Devlin verstärkt. Trifft sie die Entscheidung des Herzens oder der Vernunft?

„Das Versprechen eines Gentlemans“ ist mein liebster Band dieser Reihe und ich mag alle Teile. Kay ist eine wunderbare Protagonistin, die mein Leserinnenherz durch ihre Art wirklich erobert hat. Ich habe es so nachfühlen können, wie sie sich am Rande der Gesellschaft fühlt und die Autorin schafft es wieder, dass ich mich wirklich ins London der Regencyzeit versetzt gefühlt habe.

Das liegt auch an ihrem äußerst flüssigen, leichten Schreibstil. Zeitgleich ist er zeitgenössisch und die Emotionen kommen auch nicht kurz. Mit Kay hat sie eine charakterstarke Lady gezeichnet, die viele Facetten besitzt und die wir Leser:innen einfach toll finden müssen. Denn sie weiß eigentlich ganz genau, was sie will- eigentlich. Ihr Herz gehörte immer Devlin, der einfach so nach Afrika ging und sie zurück ließ. Das hat sie nicht überwunden und nun ist sie soweit, Wilson zu heiraten, für den sie keinerlei romantische Gefühle hegt.

Ich liebe es, mit welchen Emotionen und mit welcher gesunden Tension die Autorin auch wieder die Dvoialoge zwischen Kay und Devlin versehen hat. Ich habe so mit Kay gelitten, mitgefiebert und ihr Gefühlschaos war absolut mitreissend.

Eine wundervolle Regency-Geschichte, die einmal mehr beweist: im Genre gibt es viel mehr als Julia Quinn und ihre göttliche „Bridgerton“-Reihe. Die Bücher von Laura Lee kommen dem ziemlich nahe.

Ein toller dritter Band, der intensiv und emotional ist, einfach Spaß macht.

Gerne mehr von der Autorin- oder auch aus der Reihe?

 

Laura Lee: Nächte Im Savoy- Der Blick Eines Viscounts

Ich liebe Regency- Liebesromane- aber es muss nicht immer „Bridgerton“ von Julia Quinn sein. Mit der Reihe „Nächte im Savoy“ konnte mich Autorin Laura Lee direkt catchen. Bereits der erste Band hat mich sofort überzeugt. Dieses Mal geht es um Delia, die in „Der Blick eines Viscounts“ ihre große Liebe treffen könnte…

Wir befinden uns erneut in London des 1898. Es ist Ballsaison und Delia Stratham genießt ein gewisses Ansehen. Sie hat Geld, hat gute Connections und mit ihrer unkonventionellen Art sorgt die schöne Frau stets für Aufsehen. Und sie schafft es, sich den Job ihrer Träume zu sichern. Fortan arbeitet sie als Veranstaltungsplanerin des Savoy Hotels. Genauer gesagt ist sie die erste Frau, welche dies geschafft hat. Aber schnell merkt sie, dass diese Stelle nicht so einfach ist, wie sie sich das vorgestellt hat. Denn Simon Hayden, Viscount of Calderon, ist der neue Manager des Hotels. Und mit seiner selbstgefälligen und arroganten Art und Weise macht er Delia das Leben schwer. Aber schnell entsteht zwischen ihnen eine gewisse Anziehung- auch wenn diese ziemlich widersprüchlich ist. Simon regt Delia ständig auf, während der Viscount Spaß daran findet, sie zu provozieren. Doch diese Leidenschaft hat Folgen, sie fühlen sich magisch zueinander hingezogen.
Allerdings steht das Savoy in den roten Zahlen und es ist Simons Aufgabe, der Ursache auf den Grund zugehen. Irgendjemand scheint sich am Umsatz des Hotels zu bereichern. Und Simon hat ausgerechnet Delia im Verdacht…

Laura Lees „Nächte im Savoy“-Reihe steht anderen Reihen des Genres in nichts nach. Sie hat einen wunderbar flüssigen, emotionalen und auch humorvollen Schreibstil. Sie schafft es, dass die Tension zwischen den beiden Hauptprotagonisten sehr fassbar und fühlbar für uns Leser:innen ist, ich habe sehr mitgefiebert.
Die unkonventionelle, freigeistige Delia hat mein Leserherz direkt erobert. Ich liebe es, wie sie auf ihre ganz eigene Weise ihren Platz im Leben einnimmt und sich einen Job erkämpft, den noch keine andere Frau ausgeübt hat. Das zeigt den Charakter der Protagonistin.
Simon als selbstgefälliger und arroganter Viscount passt perfekt zu ihr- die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach. Denn der Haters to lovers-Trope wird von Laura Lee voll ausgekostet.
Die Dialoge zwischen Simon und Delia sind herrlich unterhaltsam, emotional und prickelnd.
Die Atmosphäre im Buch ist einfach mitreissend, besonders und spannend. Der Erzählstrang rund um das verschwundene Geld des Savoys hat mir sehr gut gefallen, er bringt noch einmal mehr Spannung und Tiefe in die Handlung.

Mit „Der Blick eines Viscounts“ hat Laura Lee einen weiteren Band einer großartigen Regency Romance-Reihe herausgebracht. Mein Leserherz hat sie damit erneut erobert. Und ehrlich gesagt, kann „Nächte im Savoy“ auch mit „Bridgerton“ mithalten. Ich liebe diese Reihe und bin gespannt auf Band 3, der im Februar bereits erscheinen wird.

 

Laura Lee: Nächte Im Savoy- Die Liebe Eines Dukes

Mit „Nächte im Savoy“ startet Laura Lee eine neue Regency-Reihe. Und ich habe mit „Die Liebe eines Dukes“ einen Teil davon gelesen. Ich liebe Regency Romance und bin begeistert.

„Die Liebe eines Dukes“ spielt im London im Jahr 1896. Evie Harlow ist Buchhändlerin und hat genau das richtige Alter, um zu heiraten. Doch sie besitzt keine Mittel, auch keine Mitgift und sie glaubt auch nicht mehr an die Liebe. Aber dann taucht eines Tages Maximilian Shaw in ihrem Buchladen auf- er ist der Duke of Westbourne, sehr attraktiv und ebenfalls im Heiratsalter. Er hat eine Mission: er soll Evie zum Highlight der neuen Londoner Ballsaison machen. Sie ist schockiert und setzt ihn vor die Tür. Was bildet er sich ein?
Aber dann steht ihre Buchhandlung kurz vor dem Ruin und sie lässt sich auf den Deal ein. Der Duke führt sie als Highlight in die Gesellschaft ein, dafür finanziert er ihren Aufenthalt im Savoy und sorgt dafür, dass Evie tanzen kann. –

Doch bei der gemeinsamen Arbeit daran, aus der bürgerlichen Evie eine Dame der Saison zu machen, funkt es immer heftiger zwischen ihr und Westbourne. Doch das ist keine gute Idee, die Beiden sind einfach zu verschieden. Und der Duke will doch seine Wette gewinnen…

Julia Quinn, die Autorin von „Bridgerton“ ist ein Fan dieser Reihe. Und ich muss sagen, auch mich hat das Buch absolut begeistert zurück gelassen. Ich liebe alles daran!

Wir haben hier eine typische Londoner Ballsaison, das Setting ist der perfekte Ort für diese Regency-Romance. Mit Evie hat die Autorin eine großartige Protagonistin ausgewählt, die mein Leserinnenherz erobern konnte. Sie ist eine vielschichtige Protagonistin, die eine tiefe Liebe zu Büchern empfindet und sich selbst als Braut schon abgeschrieben hat. Doch dann trifft sie auf den attraktiven und smarten Duke. Dieser hat eine Wette abgeschlossen und will sie „salonfähig“ für die neue Saison machen. Es kommt, wie es kommen muss.

Mit Witz, Charme und viel Emotion hat die Autorin einen wundervollen Schreibstil, der zum Schmökern einlädt. Sie schafft es, den Zeitgeist der Regency-Epoche authentisch einzufangen und fügt dem Roman damit den historischen Vibe zu.

Ich habe gelacht, gelitten, habe die Geschichte vonE vie und dem Duke einfach geliebt. Zugegeben, das Cover könnte schöner sein, aber das macht nichts. Denn dahinter verbirgt sich ein spannender Liebesroman, der an Bridgerton erinnert, aber doch ganz eigen ist.

Großartig!

 

Janine Barchas: Jane Austen: Ihr Leben als Graphic Novel

Jane Austen gehört seit langer Zeit zu meinen liebsten Autor:innen. Werke wie „Emma“ oder „Stolz & Vorurteil“ haben sich schon früh in mein Herz geschlichen und sind für mich noch immer die ultimativen Liebesromane. Im Dezember steht nun der 250. Geburtstag der weltbekannten Schriftstellerin an. Passend dazu ist mit „Jane Austen: Ihr Leben als Graphic Novel“ ihr Leben in gezeichneter Form erschienen. Dank dem Bloggerportal durfte ich diese Graphic Novel lesen und ich liebe sie sehr.

Janine Barchas und Greenberg haben eine ganz besondere Graphic Novel erschaffen. Die Zeichnungen sind sehr detailreich und besonders. Ich habe bisher kein Buch über Janes Leben gelesen, weil mir das Thema dann doch ein wenig zu trocken vorkam. Aber mit diesem Buch habe ich alles über die Schriftstellerin erfahren.

Jane war unverheiratet und hat trotzdem ihren Weg in der früheren Welt gefunden. Früher bestimmten Männer enorm stark die Gesellschaft, Frauen waren stark im Nachteil und Frauen, die ihren eigenen Weg gingen, gab es wenige. Vielen fehlte es nicht nur an den nötigen Mitteln, sondern auch am Mut. Doch Jane war nicht nur geistreich, tiefsinnig, sondern auch gewitzt und mutig. Sie hat sich nicht mit den Konventionen damals abgefunden, sondern hat sich behauptet. Ihr scharfer Verstand ist es auch, der sie zu Klassikern wie „Stolz & Vorurteil“ inspirierte.

Doch die Graphic Novel zeichnet nicht nur den Weg einer weltbekannten Autorin wieder. Wir lernen auch ihre geliebte Schwester Cassandra kennen, die gleichzeitig ihre beste Freundin war. Wir erleben das frühere England zu Regency-Zeiten- und die Enstehungen ihrer Romane. Doch die Bücher wurden nicht sofort angenommen, auch Jane musste sich mit Selbstzweifeln und Rückschlägen abfinden, aber sie hat trotzdem weiter gemacht.

Was ich wirklich toll finde: das Buch ist nicht einfach eine strikte, bebilderte Biographie, sondern in den Dialogen finden wir immer wieder Zitate aus ihren Romanen, aber auch Hints auf die bekannten Verfilmungen, was ich wirklich toll finde.

Die Zeichnungen sind, wie gesagt, detailreich und laden zum Schmökern ein. Sie sind gut verständlich und man gleitet wirklich durch die Handlung.

 

Eine wundervolle Art, um alles über das Leben von Jane Austen zu erfahren. Mitreissend, vereinnahmend und absolut schön.

 

Erica George: Lady In Pink

Seit „Bridgerton“ bin ich auch literarisch wieder voll im Regency- Fieber. Mit „Lady In Pink“ entführt uns Autorin Erica George nach Wrexford Park im Jahre 1812.

Hauptprotagonistin Blythe Rowley wurde für einen Sommer von ihren Eltern aufs Land geschickt. Sie soll sich mit einem reichen, vielversprechenden Bräutigam verloben. Aber das passt der jungen Frau nicht, denn sie will nicht heiraten, sondern ihr Leben unabhängig und selbstständig leben. Aber dann begegnet sie ausgerechnet Briggs Goswick. Der Gentleman ist beliebt und seit ihrer Kindheit Blythes absoluter Feind. Er ist auch in Wrexford. Und er regt Blythe einfach nur auf. Ständig begegnet sie ihm auf den Dinnerpartys und bekommt mit, wie charmant er sich gibt. Aber dann schlägt sie Briggs einen Deal vor: er stellt eine Verbindung zu seinen Kontakten her, damit Blythe ihr Geschäft aufbauen kann und nicht heiraten muss. Sie hingegen untersützt ihn dabei, das Herz der reichen Sabrina Dixon zu erobern. Doch während ihres Deals ist es ausgerechnet Blythes Herz, welches sie verrät und immer schneller schlägt, wenn Briggs in ihrer Nähe ist…

Regency trifft auf die Tropes Enemies to lovers (ich liebe diesen Trope), Independent Lady x Regency Bad Boy, Dance and Balls und Historical Romance. Eine unwiderstehliche Mischung?

Okay, das Buch befasst sich mit einem typischen Regency-Storyplott: junge Frau will unabhängig bleiben und geht auf einen Deal mit einem Gentelman ein. Doch die Lady hat die Rechnung ohne ihre aufkeimenden Gefühle gemacht. Das habe ich bereits gelesen- aber ich liebe es. Daher war ich neugierig auf „Lady In Pink“.

Mir gefällt der Schreibstil der Autorin. Sie schafft es, einen modernen, aber trotzdem überzeugenden Regency- Liebesroman zu verfassen. Sie schreibt sehr flüssig, erfrischend und humorvoll, aber auch voll Gefühl und Emotion. Mit Blythe hat sie sich eine starke , interessante Lady als Hauptprotagonistin ausgesucht, die ich wirklich sehr mag. Hinzu kommt Briggs, ein typischer, attraktiver Gentleman, doch hinter seiner Fassade steckt noch so viel mehr.

Der Trop Enemies to lovers ist das große Element des Romans. Und die Autorin setzt ihn wunderbar um. Die Dialoge zwischen Blythe und Briggs sind einfach herzerwärmend, teilweise scharfzüngig, humorvoll, diese gewisse Energie zwischen den beiden Protagonisten bringt Erica George wirklich perfekt rüber.

Es hat mir großen Spass gemacht, zu erleben, wie diese ungleichen. und sich doch so ähnlichen Menschen zueinander finden. Das Cover finde ich gelungen, es gibt die Vibes des Buchs gut wieder.

Ein herrlich unterhaltsamer Regency-Roman, der mich großartig unterhalten hat und der sich sehr flüssig und erfrischend lesen lässt.