Kim Kappelsberger: Vergrabene Erinnerungen

Mit „Vergrabene Erinnerungen“ habe ich meinen ersten Roman von Kim Kappelsberger gelesen. Und ich mag ihn sehr!

Leonies große Liebe war einst Nick. Seit zwei Jahren hat sie ihn nicht getroffen, nachdem sie sich von ihm trennte und ihn damit zutiefst verletzt hat. Aber dann reist sie in ihre Heimat und besucht ein Konzert von Nicks Chor. Sie treffen aufeinander und unterhalten sich kurz. Doch dieses Aufeinandertreffen reicht aus, um die alte Vertrautheit und alle starken Gefühle wieder ans Tageslicht zu befördern. Aber sind diese nach all der Zeit stark genug, um sich wieder anzunähern? Beide haben sich entwickelt, jeder für sich lebt ein Leben. Aber da sind Vertrauen- und Liebe. Und außerdem stecken beide in anderen Beziehungen. Es sieht so aus, als hätte diese Liebe keine Chance mehr. Zu viele Hindernisse wären zu überwinden. Aber vielleicht sind die Gefühle ja stärker als alles andere und die Liebe gewinnt? Und sie haben eine zweite Chance?

Ich lese viel New Adult und mir hat dieses andere „Herangehensweis“ der Autorin sehr gefallen. Sie schreibt sehr flüssig, emotional und hat mich absolut mitgerissen. Auf der einen Seite haben wir ein ehemaliges Paar, welches sich eine Weile nicht gesehen hat. Er wurde verletzt, sie ist gegangen. Beide haben ein vollkommen anderes Leben aufgebaut, aber ein Treffen reicht, um die Verbundenheit wieder zu spüren. Auf der anderen Seite sind da die Zerissenheit, welche das Treffen in Beiden auslöst. Eigentlich haben sie in den letzten beiden Jahren jede/r ein eigenes neues Leben aufgebaut. Aber da ist noch so viel an Emotionen und an Verbindung, was sie nicht leugnen können.

Hach, ich habe mitgelitten und bin wirklich in der Geschichte versunken. Ich mag den Schreibstil, ich mag den Storyplott, der mich wirklich überzeugt hat. Es ist tiefgründig und hat mich komplett abholen können. Die beiden Protagonisten sind nahbar, angenehm und haben mir sehr gut gefallen. Kurz gesagt: „Vergrabene Erinnerungen“ waren nicht mein letzter Roman der Autorin. Richtig toll!

 

 

Sylvia Halcour: Der Mann, Den Sie Liebt

Hast du Lust auf eine gefühlvolle, spannende und überraschend andere Liebesgeschichte? Dann schau dir mal „Der Mann, den sie liebt“ von Sylvia Halcour an!

Im Buch geht es um Lena, die einen guten Job als Staatsanwältin macht. Sie ist ncht jung und ambitioniert in ihrem Beruf. Durch einen Fall trifft sie auf Maximilian Stern. Er soll dafür gesorgt haben, dass seine Ex-Freundin bei einem geplanten Autounfall schwerst verletzt wurde. Lena fühlt sich bald zu ihm hingezogen, was aber nicht sein darf. Sie kommen einander immer näher, er hat eine gewisse Anziehungskraft und bald kann Lena die Versuchung nicht mehr ignorieren. Was soll sie tun? Ihren Pflichten nachkommen und sich von Maximilian zurück ziehen oder soll sie sich der Leidenschaft hingeben?

Ich habe wirklich mit Lena mitgefiebert. Die Staatsanwältin gerät in ein Gefühlschaos aus beruflicher Pflicht, Leidenschaft, Gefühl und ist hin- und hergerissen. Meine Erwartungen an eine gute Liebesgeschichte wurden erfüllt und ich habe mich aufgrund von Sylvia Halcours  flüssigen, lebhaften Schreibstil sehr gut unterhalten gefühlt. Die Konstellation Verdächtiger/ Staatsanwältin hat was und sorgt für jede Menge Lesespaß.

Die Gefühle kommen. wie erwähnt, nicht zu kurz. Aber auch die Aufklärung des Falls hat echt Spaß gemacht. Ich habe gehofft, dass Maximilian nichts mit der Angelegenheit zu tun hat und ob wir Leser/innen ein Happy End bekommen, möchte ich nicht verraten. Es gibt einen zweiten Band, soviel kann ich schon mal verraten.

Sarah Lemme: Dive To You: Zwischen Abgründen Und Großen Gefühlen

Heute ist der Tag der Rezensionen, darunter viele New Adult-Romane. Mit „Dive to you“ habe ich mein erstes Buch von Sarah Lemme gelesen. Was ich davon halte, erzähle ich euch jetzt. „Dive to you- Zwischen Abgründen und großen Gefühlen“ ist übrigens eine Young Adult-Geschichte.

Emily ist 17 Jahre alt und will zum ersten Mal alleine reisen. Dafür zieht es sie zwei Wochen nach Malta. Dort warten die Sprachschule, eine Gastmutter und poentielle neue Freunde auf sie. Aber auch ein Urlaubsprogramm, bei dem sie die wunderschöne Insel kennen lernen wird, außerdem will sie einen Tauchkurs absolvieren. Alles könnte so schön sein, hätte Emily nicht ständig mit ihrer Introvertiertheit zu kämpfen. Sie findet gefühlt nie die richtigen Worte in gewissen Situationen. Aber sie will die Englisch-Prüfung im Studium schaffen und muss sich daher im Urlaub überwinden, um genug zu lernen. Aber da ist Bent. der junge Mann gefällt ihr wirklich gut. Doch Emily hat den Vorsatz getroffen, dass sie sich von Männern fernhält. Was immer schwieriger wird, denn Bent schafft es, hinter ihre Schüchternheit zu schauen und er reisst die eine oder andere Mauer ein. Er bringt alles ganz schön durcheinander- aber die Zuneigung wird immer größer.

Wie schön kann ein Setting sein? Malta habe ich bisher in keinem Buch erlebt, was ich wirklich schade finde. Denn diese Insel hat Sarah Lemme so schön beschrieben, dass ich richtig Fernweh bekommen habe. Ich wollte sofort meine Sachen packen, einen Flug buchen und losfliegen. Aber natürlich ist das aktuell utopisch und so habe ich von der Autorin auf die Insel entführen lassen.

Emily ist für mich eine äußerst sympatische und echte Protagonistin, die mit einem Problem zu kämpfen hat, was ich ebenfalls in diesem Alter hatte. Ich war schüchtern und habe mich oft darüber geärgert. Es ist Bent, der ihr hilft, diesen Charakterzug zu akzeptieren und Mut zu fassen. Er schafft es, Emily emotional zu berühren, auch wenn er ihre Pläne damit gehörig durcheinander schüttelt.

Der Schreibstil ist großartig und macht Lust auf mehr. Sarah Lemme findet genau den richtigen Mix aus gutem Zeilenfluss, Tiefgründigkeit, Leichtigkeit, aber auch Spannung. Sie verleiht der jungen Emily einen tollen Charakter und eine angenehme Entwicklung. Hinzu kommt die einzigartige Landschaft Maltas, welche sie großartig literarisch abbildet.

Ein echtes Lesehighlight, auch das Cover gefällt mir gut.

 

Elena Mackenzie: New Shoreham- Tief Wie Das Meer

Ein weiterer Roman wartet darauf, von mir rezensiert zu werden. Mit „New Shoreham- Tief wie das Meer“ hat sich mein Leseherz die letzten Tage beschäftigt.

Avery kommt nach New Shoreham. Sie ist total abgebrannt und fertig mit den Nerven. Ihr Studium musste sie abbrechen, da sie durch den Tod ihrer Mutter erneut mit Panikattacken konfrontiert wird. Um diesen Einhalt zu bieten, zieht es sie auf die Insel irgendwo mitten im Atlantik. Sie will und muss zur Ruhe kommen. Aber die Rechnung hat sie ohne Dylan Malone. Der Mann ist wirklich nervtötend entspannt und cool. Doch er schafft es, mit seiner Art und Weise, Avery immer wieder aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Und das tut ihr irgendwann wirklich gut und sie fängt an, seine lässige und entspannte Art zu mögen, zu wertschätzen. Ihr Sommer auf der Insel entwickelt sich so ganz anders als erwartet und geplant. Aber das mag Avery und sie beginnt, langsam wieder zu leben. Aber dann tauchen die ersten Probleme auf. Sie wird mit ihren eigenen konfrontiert und auch hinter Dylans Fassade steckt einiges problematisches und es gibt Hindernisse zu überwinden. Ist das zarte Pflänzchen der Zuneigung zu ihm stark genug, um das alles zu überstehen? Oder wird Avery vollends in die Panik hineingezogen?

New Adult, wie ich es liebe. Eine tiefgründige Geschichte mit zwei Protagonisten, die ihre Probleme und ihre Vergangenheit zu bewältigen haben. Dazu ein wunderbares Setting, was mich voll ergriffen hat und ein Schreibstil, wie er passender nicht sein könnte. Einfühlsam, gefühlvoll, aber nicht flach, dafür spannend und mitreissend. Ja, dieses Buch ist einfach schön. Es besitzt die angemessene Portion Drama, Gefühl und Spannung. Und ich hoffe, dass die Autorin mehr Aufmerksamkeit bekommen wird. Du liebst gutes New Adult? Dann empfehle ich dir „New Shoreham- Tief wie das Meer.“ Reise mit der Autorin und Avery auf diese beschauliche Insel, die der Protagonistin so gut tut.

 

Heidi Troi: Alpen, Männer Und Andere Hindernisse

Tirolerin Heidi Troi hat mich in den letzten Monaten mit ihren wunderbar leichten Geschichten überzeugt. Mit „Alpen, Männer und andere Hindernisse“ hat sie mich erneut herrlich unterhalten. An dieser Stelle bedanke ich mich von Herzen bei Heidi. Ja, es kam ordentlich viel Urlaubsfeeling auf! Natürlich beeinflusst die nette Kommunikation mit Autor/innen nicht meine Meinung :).

Tina träumt von dem perfekten Heiratsantrag- am Gardasee im Sonnenuntergang. Aber ist es das, was ihrem Freund Ulrich ebenfalls vorschwebt? Sie wartet schon so lange auf diesen Schritt und damit ihr Traum endlich wahr wird, will sie selbst alles in die Hand nehmen. Als Zeichen erfüllt sie ihm seinen eigenen Traum. Er will unbedingt mal die Alpen per Mountainbike erkunden, bzw. überqueren. Am Ende der Tour wird Tina auf ihn warten und ihm die Frage der Frage stellen. Soweit der Plan. Doch so einfach ist das alles nicht. Denn es stossen noch weitere Männer mit zur Tour: ihr Bruder Max, ihr Ex-Freund Alex (ausgerechnet) und Vinz. zu dem sie ja so gar keinen Zugang findet. Werden ihre Antragspläne durchkreuzt werden und ist UIrich wirklich der Richtige?

Was für ein Feelgoodroman! Heidi Trois Schreibstil ist erneut stark, sehr flüssig und unterhaltsam. Man kann ihr sehr gut folgen und sie schafft es, eine absolute Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Ich persönlich bevorzuge ja das Meer und nicht die Berge, aber sie hat es geschafft, dass die Alpen zum echten Sehnsuchtsort geworden sind. So angenehm, bildhaft und passend schildert sie diesen Flecken Erde. Dazu kommt eine sehr unterhaltsame Geschichte voller Gefühl, Humor und Spannung. Tina hab ich ins Herz geschlossen, auch wenn ich ihre Zuneigung zu Ulrich nicht so ganz verstehen kann ;). Aber das ist nicht ausschlaggebend und mindert den Unterhaltungswert dieses tollen Romans absolut nicht.

Ein rundum gelungener Feelgoodroman mit Witz, Unterhaltung und herrlichen Situationen, tollen Dialogen und einem locker-leichten Vibe. Mit Sicherheit nicht mein letzter Roman von Heid Troi. Klasse!