Maren Vivian Haase: Dance Into My World (Rezension)

Hey liebe Bücherwürmer und Leseratten!

Kennt ihr das? Es herrscht ein regelrechter Hype um ein Buch, es begegnet euch auf Bookstagram immer wieder, aber irgendwie habt ihr kein großes Interesse daran? So ging es mir monatelang mit der „Move District“-Reihe von Maren Vivien Haase. Ich liebe ja Tanzfilme wie die „Step Up-„Reihe z.B., aber in Sachen Literatur passte es für mich nicht so wirklich. Und ich war auch gesättigt von sportlichen Settings^^ .

Aber dann las ich mehrere Rezensionen von anderen Bookstagramern und konnte nicht mehr „nein“ sagen. Mit „Dance into my world“ durfte der erste Band vor kurzem bei mir einziehen. Und was soll ich sagen? Jetzt bin auch ich Teil der Begeisertung,

Inhalt: Jade hat ein schweres Jahr hinter sich. So schwer, dass sie sich entschlossen hat, ihrem Leben in einer Kleinstadt lebewohl zu sagen. Sie zieht nach New York City, um ihren Traum zu verwirklichen: sie will Modedesignerin werden und benötigt dafür einen Platz an einer angesehen Universität in New York. Um sich finanziell über Wasser zu halten, wird sie Barista in einem Café. Dort lernt sie ihre Kollegin Olivia kennen und freundet sich mit ihr an. Jade ist sehr misstrauisch gegenüber anderen Menschen, zu negativ und traumatisierend sind ihre Erfahrungen. Doch sie schließt Olivia in ihr Herz. Diese ist hauptberuflich Tänzerin und Trainerin im Dancezentrum „Move District“. Über sie lernt Jade den attraktiven Austin kennen, der vom ersten Moment an Interesse an ihr hat. Allerdings kann sie ihm nicht trauen und will sich trotz aller Anziehung nicht auf den smarten Tänzer einlassen.
Ihre Vergangenheit holt Jade immer wieder ein, aber dann ist es an der Zeit, sich zu entscheiden. Will sie mit den Schatten der Vergangenheit leben und sich weiterhin stark davon beeinflussen lassen oder will sie der echten, großen Liebe eine Chance lassen?

Ich bin sehr schnell in das Geschehen hineingeglitten. Jade ist für mich ein interessanter Charakter, ich kann ihr Verhalten gut nachvollziehen, ihre Vorsicht und ihr Misstrauen. Austin habe ich als Hauptprotagonistin sehr gemocht, er ist ein guter Mann, der um Jade kämpft. Die restliche Clique um den Move Disctrict mochte ich ebenfalls sehr, so dass ich mich sehr auf die anderen beiden Teile freue.

Der Schreibstil von Maren Vivien ist flüssig und sehr mitreissend. Er ist leicht verständlich, reisst den Leser mit und es macht großen Spaß, die Geschichte von Jade und Austin zu erfahren.

Der Plott besitzt für mich keine überflüssigen Längen, jedes Kapitel hat seine Daseinsberechtigung und die Vorgeschichten der Hauptprotagonisten werden nicht überflüssig in die Länge gezogen.

Ich bin begeistert und entdecke gerade im zweiten Band der Reihe, wie sich eine Liebegeschichte zwischen Olivia und Dax entwickelt, den wir in „Dance into my world“ bereits kennengelernt haben.

Ein wunderbarer Roman voller Tanz, Leidenschaft & Gefühl.

Bwertung: 5/5*

Umzug zu WordPress

Schön, dass du hierher gefunden hast 🙂

Es ist vollbracht, ich bin von Blogger zu WordPress umgezogen und habe eine de.-Domain registriert. Hier unter seitentrauemerin.de findet ihr nun meine ganze Welt des Lesens.

Hier und da muss noch einiges vervollständigt werden. Habt also etwas Geduld, in ein paar Stunden ist hier alles wieder fein:)

Eve Smith: Der Letzte Weg (Rezension)

Hallo,

stell dir eine Welt vor, in der das Leben der Menschen durch krasse, einschneidende Erlebnisse bedroht wird? Die Bevölkerungsrate nimmt ab, Biowaffen sorgen für tödliche, massenweise Angriffe. Das Szenario, welches Autorin Eve Smith in „Der letzte Weg“ schildert, ist zwar dystopisch, jedoch näher an unserer Realität dran, als wir denken.

Die Lektüre des Buches hat mich sehr nachdenklich gestimmt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Heute möchte ich dir erzählen, warum ich dir dieses Buch ans Herz lege.

Das Buch spielt, typisch für eine Dystopie, in einer imaginären Welt der Zukunft. Das Überleben der Menschheit wird bedroht, sie ist nahezu resistent gegen Antibiotika geworden. Aus dem Grund werden die wertvollen Medikamente nun rationiert und ist den Menschen vorbehalten, die noch länger leben könnten. Alle über 70 Jahren erhalten kein Antibiotikum mehr. Sie erhalten einen Medikamentmix, der sie tötet. Dies bewahrt den Rest der Weltbevölkerung vor einem frühen Tod.

Inmitten dieses Settings lebt Kate, von Beruf Pflegerin .Sie möchte ihre leibliche Mutter finden, ein weiterer Handlungsstrang im Buch. Hier gibt es die eine oder andere Länge, was ein wenig zu sehr vom Hauptplott ablenkt. Mir hat Kate imponiert. Sie kämpft für Gerechtigkeit und will parallel ihre Mutter finden. In ihrem Job arbeitet sie für einen sanften Tod des über 70jährigen, lange Zeit gehört dies zu ihrem Weltbild und sie nimmt die Situation lange Zeit hin.
Doch es ist ausgerechnet die schwierige Suche nach ihrer Mutter, welche ihr die Augen öffnet und sie die Wahrheit erkennen lässt.
Ausserdem erzählt und Heimbewohnerin Lily aus ihrem Leben und von ihrer Sicht der Dinge. Sie steht kurz vor ihrem 70. Geburtstag und durch ihre Erzählungen erfahren wir mehr über die utopische Welt des Romans.

Mich hat „Der letzte Weg“ mitgerissen und ja, auch deutlich mitgenommen. Der Roman ist zwar dystopisch, doch erinnert er mich oft an unsere aktuelle Weltlage. Das lässt Parallelen zu, die ein gewisses Gefühl hinterlassen. Ich bin beeindruckt vom Plott und kann euch nur empfehlen, das Buch zu lesen.

4,5/5 *

Giles Kristian: Lancelot (Rezension)

Hallo,

ich als Leseratte liebe es, wenn ich zwischendurch Bücher eines anderen Genres lesen kann. Dieses Mal war es eine echte Herausforderung. Fast 900 Seiten umfasst „Lancelot“ von Giles Kristian.

Schon immer fasziniert mich der Mythos rund um Lancelot, König Artus und die Ritter der Tafelrunde. Daher fühlte ich mich auch sehr geehrt, diesen Roman lesen zu dürfen.

Grob gesagt, behandelt das Werk von Giles Kristian das ganze Leben des weltbekannten Ritters Lancelot.

Das Buch startet mit der Kindheit und Jugend Lancelots. Hier gab es für mich leider einige unnötige Längen und die Handlung wurde so überflüssigerweise gestreckt. Trotzdem mag ich den Plot, denn es treten oft unvorhersehbare Ereignisse in Lancelots Leben ein, die das Buch nicht langweilig machen, sondern zu einer sehr spannenden Lektüre.

Kommen wir zum für mich zentralen Mythos hinter der ganzen Sage: das Verhältnis zwischen Lancelot und König Artur. Der Roman schildert sehr ansehnlich, wie die Verbundenheit der Beiden zueinander entstand und erzählt uns auch von Lady Guinevere und natürlich von Merlin, dem Zauberer. Ab diesem Punkt hat mich „Lancelot“ endgültig gepackt. Die Geschichte hat so eine Tiefe, beschreibt die Entwicklung der Figur Lancelot so vielseitig und beleuchtet seine Lebensgeschichte so bildreich, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Zugegeben, am Anfang hatte ich Respekt vor der Länge des Buches, doch ich bereue es nicht, diesen Schmöker gelesen zu haben. Mitreissend, spannend, hier und da mit ein paar Längen, aber die kann man locker verkraften.

Nicht nur für Fans des Mythos ein Highlight. Toll! 4,5/5*

Sophia Money-Coutts: Die Große Liebe Kann Mich Mal (Rezension)

Hallo,

kürzlich war es mal an der Zeit für eine kurzweilige, unterhaltsame Lektüre. Dank dem Bloggerportal durfte ich den neuen Roman von Sophia Money-Coutts lesen. Er trägt den lustigen Titel „Die große Liebe kann mich mal“ und ist nicht der erste Roman der britischen Erfolgsautorin.

Sophia ist übrigens die Tochter eines englischen Grafen- kein Witz. Sie ist auch Autorin für Prominenten- und Royalmedien, immerhin bekommt sie durch ihren Stand einen gewissen Einblick. Ihr locker-leichter Schreibstil und ihr Wissen über die Oberschicht der Gesellschaft, machten ihre bisherigen Romane zu Erfolgen. Nun durfte ich ihr drittes Werk lesen.

Florence ist chronischer Single. Aber sie kommt gut damit klar, immerhin hat sie ihren Buchladen in London. Sie lebt mit ihrem übergewichtigen Kater zusammen und hatte noch nie eine Beziehung. Sie kommt gut mit ihrem Leben klar und hat nicht vor, irgendwas daran zu ändern. Ganz im Gegensatz zu ihrer Stiefmutter. Sie stört sich an Florence´ Beziehungsstatus und schickt sie zu einem Beziehungscoach. Florence soll so einen passenden Mann finden. Als erste Aufgabe schreibt sie eine Liste mit allen Anforderungen, die sie an ihren Traumpartner hat. Sie ist nicht gerade begeistert vom Coaching und setzt nahezu uptoische Punkte auf diese Liste. Weitere Beachtung schenkt sie dem ganzen nicht. Aber dann steht sie ihrem Traummann plötzlich gegenüber- er steht ihr in ihrem Buchladen gegenüber. Er erfüllt alle Punkte von ihrer eigentlich nicht so ernst gemeinten Liste und somit der ideale Partner- und würde ihre Stiefmutter sicher enorm gut gefallen. Er heißt Rory und er findet auf Anhieb Gefallen an Florence.
Neben dem eingentlich Plot, lernen wir auch Florence „echte“ Familie kennen, die aus verwirrenden Charakteren besteht und für mich die Geschichte ziemlich belasten und abflachen.
Den lockeren Schreibstil der Autorin muss man mögen. Da ich bereits zwei ihrer Bücher gelesen habe, habe ich mich daran gewöhnt. Die Geschichte hat Potential, nur empfinde ich sie manchmal als ziemlich oberflächlich. Der Handlungsstrang rund um Florence Geschichte hat es mir schwer gemacht, das Buch wirklich zu lieben.
Die Autorin erschafft mit Florence jedoch eine weitere sympathische Protagonistin, die ich erst später ins Herz schließe.

An und für sich, ist „Die große Liebe kann mich mal“ ein angenehmer, kurzweiliger Roman, den man schnell weglesen kann. Aber er ist keiner, der im Kopf bleibt oder einen Platz in meinem Leserherzen eingenommen hat. Kein Highlight, einfach eine passende Lektüre für zwischendurch.

3,5/5 *