Vievien Martens: Das Kleine Café Auf Spitzbergen

Kürzlich erhielt ich eine Anfrage von Vivien Martens, ob ich ihren Roman „Das kleine Café Auf Spitzbergen“ lesen und rezensieren möchte. Da der Klappentext genau danach klang, was ich gerne lese, habe ich natürlich zugesagt. Und habe es nicht bereut. Ich bin begeistert! Und das ganz unvoreingenommen.

Kate lebt in London, hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und erlebt eine Überraschung: sie erbt das Café ihrer Großtante auf Spitzbergen. Ein kleines Café nahe der Arktis. Um das Café samt Wohnung zu verkaufen, fliegt sie dorthin- und ist überrascht, wie wohl sie sich schnell dort fühlt. Sie will das Café verkaufen und dann schnell wieder nach London zurück kehren. Aber dann findet sie dort zum ersten Mal richtige Freundinnen, wird wunderbar empfangen und fühlt sich bald schon richtig heimisch. Aber da ist auch noch der Hotelbesitzer Tore. Der Norweger hat es ihr schnell angetan, beide fühlen sich vom ersten Moment an sehr zueinander hingezogen. Was ein Problem ist, denn Tore will das Café kaufen, egal wie und zu welchem Preis. Kate ist enttäuscht. Hat er sie benutzt, um sich das Café zu sichern? Sie bricht die Verhandlungen mit ihm ab und beginnt, sich einfühlsam und voller Freude mit dem Café zu beschäftigen. Sie eröffnet selbst und möchte dann, sobald sie es gerettet hat, wieder abreisen. Aber da sind noch die Gefühle für Tore… und das Gefühl, auf Spitzbergen endlich angekommen zu sein und eine Heimat gefunden zu haben…

Hach, was für ein schöner Roman! Spitzbergen als Setting habe ich bisher noch nicht erlebt, aber ich finde, es ist ideal. Das kleine Städtchen auf der Insel hat mich verzaubert- und auch die Protagonistin Kate kann sich dem Zauber nicht verwehren. Ich mag Kate, sie ist authentisch, ehrlich und kämpft mit Problemen, die wir alle kennen. Allerdings hat sie das Gefühl, niemals wirklich geliebt zu haben und flieht vor engeren Beziehungen. Dies ändert sich, als sie Tore kennen lernt- doch er scheint der falsche Mann für sie zu sein- oder doch nicht? Ich mag die Geschichte der Beiden und ich habe auch die Nebenprotagonisten in mein Herz geschlossen.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach toll. Er ist so flüssig, so gut verständlich und lädt zur unterhaltsamen Lektüre ein. Ich konnte schnell tief ins Geschehen versinken und habe das Buch binnen kurzer Zeit gelesen. Es war ein absoluter Lesegenuss. Vivien hat die Gegend von Spitzbergen so wundervoll beschrieben, dass die Insel direkt auf meine Reise-Bucketliste gekommen ist. Das ganze Setting ist so authentisch und intensiv beschrieben, herrlich. Sehr bildhaft und treffend.

Ich freue mich auf weitere Romane der Autorin, ich bin ein Fan und ich mag dieses Buch so sehr. Wunderbar!

 

 

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Martin Krüger: Wer Angst Sät

Heute habe ich einige Rezensionen für euch. 🙂 In den letzten Wochen hatte ich viel zu tun & bin kaum dazu gekommen, Rezis zu schreiben. Dies hole ich nun für die gelesenen Bücher nach!

Kenntn ihr schon die Krimis/ Thriller von Martin Krüger? Er ist bekannt für seine großartigen Winter-und-Parkov-Thriller. Dieses Mal geht´s noch atmosphärischer zu, denn „Wer Angst sät“ hat mich wirklich gepackt!

Das Buch spielt mitten in einem schwül-heißen Sommer irgendwo in einem brandenburgischen Dorf, wie wir ihn gerade erleben. Die Leiche von Max, gerade mal 13 Jahre alt, wird vermisst. Zeitgleich findet man in einem Feld eine Leiche. Und max taucht wieder auf. Er wirkt verstört und traumatisiert, er ist voller Teer und hat sein Gedächtnis verloren. Dann wird noch ein junger Mensch entführt, ein weiblicher Teenager und deren Mutter wird ermordet. Ein Fall für die toughe und intelligente Kommissarin Ella Berger. Sie bekommtbald mit, dass in der Region eine alte Sage umher geht. Demnach treibt die Roggenmuhme aus dieser Geschichte wieder ihr Unwesen. Sie stiehlt Kinder und bringt sie als Wechselbälger zurück. Ein Wechselbalg ist ein dämonisches Kind, welches Menschen im Tausch/ Raub gegen die eigenen Kinder untergeschoben wird laut der Sage. Berger spürt, dass die Dorfbewohner alles andere als unwissend sind. Sie hat nur eine Chance, den Teenager zu retten und dafür zu sorgen, dass kein weiterer Mensch ermordert wird. Sie muss das Geheimnis um die ominöse, schreckliche Sage lüften. Dafür wird ihr die LKA-Profilerin Aya zur Seite gestellt.

Wow, was für eine düstere, bedrückende Atmosphäre! Durch die Sommerhitze, welche der Autor sehr gut schildert und die beklemmende Art und Weise der Dorfbewohner, durch die dunkle Sage, wird „Wer Angst sät“ zu einem intensiven, heftigen Thriller voller schauriger Elemente. Martin Krüger schafft es erstaunlich gut, diese Atmosphäre während des ganzen Buches aufrecht zu erhalten. Zeitgleich hat er mit Ella Berger eine starke und extrem gute Persönlichkeit als Protagonistin erschaffen, die für ihre Ermittlungen in die Tiefe geht und genau die richtigen Fragen stellt. Aya begeistert ebenfalls. Sie ist genauso tough und gemeinsam sind die Frauen ein starkes Duo, die an einem wirklich schockierenden Fall arbeiten.

Atmosphärischer Schreibstil, ein extrem gut gespannter Spannungsbogen mit dem einen oder anderen Plottwist, das Buch hat mich bestens unterhalten von der ersten bis zur letzten Seite. Intensiv, packend, beängstigend, beklemmend. Ein Lesetipp!

Sabine Steck: Mörderische Delikatessen

Heute möchte ich euch einen sehr unterhaltsamen Krimi aus der Feder von Sabine Steck vorstellen. Erschienen ist „Mörderische Delikatessen“ im Verlag Rowohlt. Damnit startet sdie Autorin den ersten Fall einer Reihe rund um Emma Ferrari.

Emma betreibt den Feinkostladen „Alimentari del Sole“. Dort verkauft sie italienische Delikatessen erster Klasse: Pasta, Käse, Öle & alles, was zum kulinarischen Dolce Vita dazu gehört. Emma lebt in Himmelsricht an der Donau und schenkt den Kunden damit ein Stück Bella Italia. Sie liebt ihren Job sehr und verwöhnt die Kunden gerne mit den ganzen Leckereien. Ihr Wunsch ist es, dass Haus,in dem sich ihr Geschäft befindet, zu kaufen. Und eigentlich ging sie davon aus, dass dieser Deal klappt. Bis ihr Vermieter Roland Seelig ihr eine Ansage macht: er verlangt das Doppelte vom Angebot Emmas- was sie sich nicht leisten kann.

Emma ist enttäuscht und wütend. Sie möchte ihm ein anderes, für sie machbares Angebot unterbreiten. Aber dann findet sie Robert Seelig in ihrem Laden- er ist tot. Kommissar Gieseking übernimmt die Ermittlungen, denn er wurde ermordet. Und schnell rückt Emma als Ladenbesitzerin und in ihrer Wut wegen dem vereitelten Deal in den Fokus, obwohl sie natürlich undschuldig ist.
Aber Emma möchte diesen Verdacht nicht auf sich sitzen lassen und ermittelt auf eigene Faust. Dabei stolpert sie über das eine oder andere unvorhergesehene Geheimnis und nach und nach gibt es nicht nur einen Verdächtigen, sondern direkt mehrere.

Ein wirklich toller erster Fall für die temperamentvolle Emma!  Mir gefällt der Schreibstil der Autorin außerordentlich gut, er ist humorvoll, bildhaft und sehr flüssig. Ein Krimi, der stellenweise cosy, aber auch sehr spannend und mitreissend ist. Er hat mich wirklich auf leichte Weise unterhalten, aber ist auch ein Pageturner. Das Cover finde ich sowieso klasse und ich habe mich von Sabine Steck in die Welt von Emma entführen lassen. Ich findeden Ort an der Donau wirklich zauberhaft, die Verfasserin hat dem Buch ein tolles Setting geschenkt. Außerdem sollte man diesen Krimi nicht hungrig lesen- oder man verfällt wie ich in die Lust, lecker Pasta kochen zu wollen. Emma ist zudem eine sehr lebensfrohe, starke Protagonistin, die mich mit ihrem Temperament, aber auch mit ihrer Intelligenz wirkluch begeistert hat. Sie ist authentisch und herrlich italienisch. Und ich freue mich auf weitere Fälle mit der wunderbaren Emma und ihre Ermittlungen.

 

 

Emilia Thomas: Das Kleine Büchercafé An Der Isar

Ich habe dank der Bloggerjury die Möglichkeit bekommen, meinen ersten Roman von Emilia Thomas zu lesen. Und der klingt vom Klappentext so, als könnte er ein Roman für mich sein. Heute verrate ich euch, ob ich das Buch mochte oder ob er meine Erwartungen nicht erfüllen konnte…

Es ist übrigens der zweite Band der Reihe rund um das Büchercafé in München! Aber die Bände sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Nelly wohnt in New York und verdient ihr Geld als Werbedesignerin. Doch dann schlägt das Leben zu und sie entfremdet sich von ihrer Stadt. Und auch ihr Sohn Benjamin, der im Teenageralter ist, macht ihr das Leben nicht gerade leichter. Sie nimmt den Vorschlag ihrer Studienfreundin an, nach München zu reisen und dort den Sommer zu verbringen. Nelly stammt aus der bayerischen Landeshauptstadt und freut sich, dass sie Benjamin ihre Heimat zeigen darf. Er hat natürlich keine Lust, Teenager eben. Aber er kommt mit und sie reisen nach Deutschland. Doch ihre Probleme haben sie nicht in New York zurück lassen können, sie holen sie wieder ein. Aber Nelly ist nicht mehr allein! Lotte, die Besitzerin eines Büchercafés an der Isar, nimmt sich ihrer an und zwischen den Regalen voller toller Geschichten, kommt Nelly zur Ruhe und beginnt, ihr Leben mit anderen Augen zu sehen. Sie fängt an, wieder Hoffnung und Kraft zu schöpfen. Und dann ist da noch Alex, ein attraktiver und anziehender Sozialarbeiter, der nach und nach ihr Herz erobert. Hat Nelly eine Chance auf neues Glück? Findet sie ihren Weg und findet sie auch wieder Zugang zu Benjamin? Und hat die aufkeimende Liebe zu Alex eine reale Chance?

Ich mag das Büchercafé sehr! Lotte hat mein Herz erobert. Sie nimmt sich der verzweifelten Nelly an und bietet ihr einen Zufluchtsort. Aber es geht um so viel mehr in diesem Buch, als um Bücher und Kaffee. ^^Es geht um eine Frau, die an einem Scheideweg im Leben steht und große Probleme hat, die sie nicht loslassen. Es geht aber auch um Hoffnung, um eine Slow Burn-Liebe, um alltägliche Probleme.

Der Schreibstil konnte mich wirklich begeistern. Er ist locker-leicht, erfrischend und trotzdem einfühlsam und angenehm. Ich konnte schnell in Nellys Geschichte eintauchen und finde, dass Benjamin eine echte Bereicherung für die Geschichte durch sein doch für Teenager so typisches Verhalten ist. Ich musste trotz der Probleme, die er seiner Mutter oft bereitet, immer mal wieder schmunzeln. Nelly ist eine lebhafte, aber auch sensible Hauptprotagonist, ihre Geschichte ist vielschichtig und authentisch.

Außerdem mag ich das Setting sehr. Ein Büchercafé an der Isar, Münchens Fluss, mit seiner herzlichen Besitzerin und den Gästen, die mein Herz erobert haben. Wunderbar!

 

 

 

David Baldacci: Gefährliches Komplott

Ich lese immer mehr Krimi und Thriller- wie „Gefährliches Komplott“ von David Baldacci.

Protagonistin Mickey war einst Polizistin und hält sich nun damit über Wasser, indem sie Steuer- und Kreditbetrüger findet und überführt. Das ist nicht gerade ungefährlich. Eine neue Kollegin bittet sie um Hilfe. Sie soll ein Inventar von allem, was sich in einem großen Anwesen befindet, erstellen. Natürlich hilft Mickey- und ahnt nicht, dass sie damit einem perfiden Plan folgt. Denn bei der Arbeit findet sie in einem Raum des Anwesens den Besitzer vor- tot, ermordet. Mickeys Kollegin ist eine Betrügerin und sie gerät in den Fokus der Polizei. Diese unterstellt Mickey, dass sie das Opfer vergiftet hat. Wer hat einen Vorteil davon, Mickey zu belasten? Sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln und gerät mit der Zeit immer tiefer ins Fadenkreuz von Intrigen und Betrug. Eine unbekannte Frau hat es auf sie abgesehen, will sie zerstören und hat dazu ein richtiges Komplott gestrickt. Doch was hat Mickey verbrochen, dass sie in ihr Visier geraten ist, die Unbekannte sie fertig machen will?

Ich muss zugeben, dass ich anfangs ein wenig schwierig in die Geschichte hinein gekommen bin. Aber nach ca. 30 Seiten hatte sich dieses Problem erledigt. Die Atmophäre des Buches hat mich mitgerissen, der Schreibstil des Autoren tat sein Übriges. Der Storyplott ist sehr gelungen konstruiert, er wartet mit dem einen oder andern Twist auf sich und ist vielschichtiger, als ich dachte. Ich habe diesen Krimi sehr genossen, denn er hat mich absolut mitgerissen, wie ich schon erwähnt habe. Ich wollte unbedingt wissen, wer die Frau ist, die eine Rechnung mit Mickey offen zu haben scheint. Woher kommen die Rachewünsche, der Wunsch, sie zu zerstören? Hat die Frau etwas mit ihrer Vergangenheit als Polizistin zu tun?

Der Schreibstil ist sehr bildhaft, sehr mitreissend und gut verständlich. Der Autor baut einen guten Spannungsbogen auf und kann ihn auch angenehm aufrecht erhalten. Ein spannender Krimi, der nicht zu brutal für meine manchmal schwachen Nerven ist. Ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen und bin tief ins Geschehen eingetaucht.

Sehr gelungen!