Kim Siebenborn: Flammkuchen Und Feenstaub- Mord In Schrakenheim

Hast du schon mal einen magischen Cosy-Krimi gelesen? Kim Siebenborn hat mit ihrer Reihe „Mord in Schrakenheim“ genau dieses Genre gewählt. Ich habe den aktuellen Band „Flammkuchen und Feenstaub“ gelesen und möchte euch heute von diesem Krimierlebnis der anderen Art berichten. Und glaubt mir, es lohnt sich, dass ihr euch die Reihe anschafft!

Komm mit nach Schrakenheim! Im dritten Band der Reihe geht es erneut um einen ganz besonderen Kriminalfall.

Schrakenheim ist ein ganz besonderer Ort. Dort leben magische Wesen wie Hexen, Geister und Tagwölfe mit den Menschen in einer Gemeinschaft- aber die Menschen ahnen und merken davon nichts. Unsere Hauptprotagonistin Aelis hat ein Date mit ihrem Arbeitskollegen Alvaro. Aber die Verabredung läuft anders, als geplant. Denn eigentlich wollen sie picknicken- aber dann finden sie eine Leiche im Gasthaus vor. Genauer gesagt eine Frau mit Flügeln- eine Fee. Und die Leiche befindet sich im nicht magischen Teil des Gasthauses. Aelis und Alvaro müssen die Fee wegschaffen und somit verhindern, dass die Gäste sie entdecken. Was nicht ganz einfach ist, aber gemeinsam schaffen sie es. Nachdem noch mal alles gut gegangen ist, möchte sich Aelis ihrem Alltag widmen, unter anderem ihren berühmten Flammkuchen backen. Aber auch das wird nichts. Die Besitzerin der Schrakenquell bruacht dringend ihre Hilfe! Die Feenkönigin unterstellt ihr, dass sie schuld am Tod der Fee, ihrer Untertantin, sei. Aelis nimmt das Hilfegesuch natürlich an und beginnt mit ihren Ermittlungen. Sie nutzt dafür ihr feines Gespür, allerhand Magie. Sie willhelfen und damit dafür sorgen, dass das magische Gleichgewicht in Schrakenheim erhalten bleibt. Denn der Tod der Fee sorgt für Unruhe…

Es ist mein erster Band der Reihe, aber ich werde die anderen sehr bald kaufen und lesen! Ich finde das ganze Setting rund um Schrakenheim wunderbar. Kim Siebenborn hat eine ganz besondere Szenerie geschaffen mit allerhand magischen Wesen, die im Einklang mit den Menschen leben. Und mittendrin befindet sich die mutige, kluge Aelis, die gerne Kriminalfälle löst.

Der Schreibstil ist herrlich flüssig und sehr unterhaltsam, außerdem humorvoll und mitreissend. Das Buch trägt seinen Aufdruck „ein magischer Cosy-Krimi“ nicht umsonst, das passt. Eine magische, besondere Welt und ein Mord machen das Buch zu einem echten Pageturner. Superspannend!

4,5/5

 

Mareen Kempker: Die Ringfabrik

Mit „Die Ringfabrik“ durfte ich eine mysteriöse Familiensaga voller Geheimnisse entdecken.

„Die Ringfabrik“ von Mareen Kempker fällt durch sein Cover auf. Es wirkt schlicht, aber auch mystisch. Und so kann man den Storyplott des Romans auch bezeichnen: mystisch und spannend.

Letizia ist 27 Jahre alt, studiert Kunstgeschichte und nimmt einen Job in einem Museum in Berlin an. Aber schnell merkt sie, dass es nicht einfach nur ein Job ist: sie wird in die Vergangenheit gezogen.
Auf einem Event lernt sie einen attraktiven Mann kennen, an den sie fortan ständig denken muss. Er ist geheimnisvoll und hat sich in ihre Gedanken geschlichen. Aber woher kennt sie ihn nur? Er ist kein Unbekannter, aber sie weiß nicht, wo sie ihm schon mal begegnet ist.
Dann jedoch führt ihr Job sie kurzfristig nach Wien, wo sie in einem weiteren Museum aushelfen soll, welches sich mit Kunsthistorie beschäftigt. Und genau dort begegnet sie dem Unbekannten wieder und begreift, warum sie sich ihm gegenüber so verbunden fühlt. Aber genau diese Verbindung stellt ihre gesamte Welt auf den Kopf. Ihre Vorstellungskraft, alles was sie bisher wusste und kannte.

Und was genau hat die geheimnisvolle Ringfabrik damit zu tun? Welche Geheimnisse umgeben Letizias Geschichte noch und was steckt hinter diesem mysteriösen Ring und die Haushälterin maria?

Ich habe mich auf einen spannenden Roman rund um Familiengeheimnisse eingestellt- und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Meine Erwartungen wurden übertroffen.

Das Buch spielt zum größten Teil in Wien, was ich sehr mag. Das ist mal ein anderes Setting und ich bin fasziniert von der Ringfabrik!

Erzählt wird, wie es für eine Familiensaga typisch ist, auf zwei Zeitebenen. Das macht das Lesevergnügen noch größter, wir tauchen somit in die Vergangenheit der Familie ein und lernen Details kennen, die uns dem Geschehen noch näher bringen.

Einordnen lässt sich dass Buch als Familiensaga, aber es gibt einen großartigen Spannungsbogen, Krimielemente, eine romantische Erzählebene und so viel mehr zu lesen und zu entdecken.

Dieses Buch wirkt mysteriös- und so ist auch der Storyplott. Ich hatte großen Lesespaß und bin tief in die Geheimnisse der Familie und die Ringfabrik, sowie den einen, besonderen Ring, eingetaucht.

Der Schreibstil von Mareen Kempker konnte mich überzeugen. Er ist flüssig, sehr mitreissend und verleiht dem Roman somit noch mehr Spannung.

4,5/5 *

Ina Linger & Cina Bard: Aschenblut- Die Hexenwaldbestie

Wow, was für ein Titel! Mit „Aschenblut- Die Hexenwaldbestie“ hat das Autorenduo  Linger & Bard ein krasses Buch abgeliefert, welches es in sich hat- und was mich mehr als gefesselt hat!

Das Buch spielt im Königreich Asgeran. Plötzlich werden zwei Leichen gefunden, die übel zugerichtet worden sind. Und sie werden genau beim Dorf Ivendal gesorgt. Damit hat das Gebiet um Ivendal herum einen grausamen Ruf errungen: der Hexenwald soll verflucht sein, alte Geister wurden wieder zum Leben erweckt und ihr Unwesen kann nur beendet werden, in dem alle Hexen getötet werden- regelrecht ausgerottet werden.
Cedar stammt aus Ivendal, sie arbeitet als Bedienstete und reist in ihr Dorf, um herauszufinden, ob einer der Toten ihre große Liebe Aron ist. Er ist seit Monaten verschwunden und sie ahnt Schlimmes. Und ja, er ist es. Cedar ist zutiefst geschockt und bekommt nun die Ausmaße des Fluches und die brutalen Taten mit. Es gibt noch einige weitere Vermisste, die Ermittler sind aber heillos überfordert mit den Taten und Ereignissen.
Die junge Cedar fängt an, zu ermitteln. Denn sie besitzt ein gutes Gespür, ist sehr klug und kombiniert immer weitere Fakten, bis sie das große Geheimnis rund um den Hexenwald entdeckt. Sie ist eigentlich nur auf der Suche nach den verschwundenen Menschen- aber dann merkt sie, dass das dunkle Geheimnis nicht nur auf dem Hexenwald basiert- sondern auch das Könighaus darin verwickelt ist. Und das intensiver, als es zunächst scheint. Und dann bringt die Suche nach dem Täter und den verschwundenen Frauen und Männer Cedar in größte Gefahr: sie entdeckt die Bestie und wird mit ihr konfrontiert- mit einer kaltblütigen, mordenden Bestie…

Mich hat dieses Buch komplett überzeugt. Es ist düster, mystisch und voller Geheimnisse- und so spannend.

Ich liebe Bücher, in denen Hexe und Wicca eine große Rolle spielen. Das Geheimnis um den Hexenwald hat mich gepackt, ich wollte unbedingt wissen, wer der wahre Mörder ist, der Menschen in Angst und Schrecken versetzt, der eine heftige Mordslust empfindet.
So viel Fantasie, so viel Magie, so eine großartige Protagonistin. Cedar ist sehr stark, voller Mut und lässt sich nicht beirren, das wahre Geheimnis aufzudecken. Sie bringt sich damit in Gefahr, aber sie macht weiter. Unbeirrt und voller Kraft.

Das Buch besitzt Crime-Vibes, dazu spielt es in der viktorianischen Zeit und es gibt auch einiges an Horror. Somit ist das Buch ein Mix aus diversen Genres, aber sicher im Genre Krimi und Fantasy am besten anzusiedeln. Und die Krimi-Elemente sind ebenfalls vorhanden.

Ein fantasievoller Auftakt, mitreissend ohne Ende und fessenlnd. Der Schreibstil ist flüssig, spannend und intensiv. Ich bin begeistert. Dazu kommen die düstere Atmosphäre und eine starke Hauptprotagonistin. Kurz gesagt: ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen, wenn ihr diese Art von Fantasy genauso liebt, wie mich. „Aschenblut- Die Hexenwaldbestie“ ist ein abgeschlossener Roman.

5/5 *