Christine Bode: Herbstleuchten In Den Highlands- Zuhause In Glenbarry

Christine Bode hat mit „Zuhause in Glenbarry“ eine cosy Reihe erschaffen über eine wunderschöne Gegend in den Highlands, eben Glenbarry. Mit dem Band „Herbstleuchten in den Highlands“ gelangen wir in eine wunderschöne Zeit und eine wunderschöne Geschichte. Danke an das Bloggerportal, dass ich diesen Roman lesen durfte, es war mir ein großes Lesevergnügen.

Betty ist die Hauptprotagonistin. Sie ist leidenschaftliche Konditorin und sehr erfolgreich und talentiert in ihrem Beruf. Sie bevorzugt das entspannte, ruhige Leben in Glenberry, inmitten der Highlands irgendwo in Schottland. Aber die Liebe hat bisher kein Einzug in ihr Leben gehalten. Aber ihr Beruf bereichert Betty sehr- und ihre Freundin Claire. Diese meldet Claire einfach zu einem anerkannten Backwettbewerb in der Gegend an- und Betty ist überfordert. Ein Backwettbewerb? Sie soll daran teilnehmen… aber dann lässt sie sich doch überreden. Denn das Finale soll in Hallion Castle stattfinden. Mit diesem Ort, diesem besonderen Schloss, verbindet Betty eine bestimmte Erinnerung- an ihre große Jugendliebe Richard. Es kommt, wie es kommen muss. Sie begegnet dem attraktiven Mann wieder. Und die Beiden fühlen sich nicht nur vertraut miteinander, sondern sehr wohl. Sie lernen sich am Wochenende im Castle ganz neu kennen und entdecken langsam Gefühle füreinander, die ganz behutsam beginnt, aber bald Bettys Herz erfüllt. Richard ist immer noch wunderbar, dazu ist er ein toller Mann. Aber die zarten Liebesbände bekommen Risse, als Betty Dinge hört, die nicht nur ihre Meinung von Richard verändern könnten, sondern sie erschüttern. Was ist dran? Hat Richard ihr nur was vorgespielt? Und wie schneidet die talentierte Konditorin beim Wettbewerb ab? Was hat Richard damit zu tun? Und kann sie ihm trauen, sich selbst trauen, wird aus der einstigen Jugendliebe endlich mehr?

Ich habe es sehr genossen, Glenbarry zu entdecken und seine Bewohner. In diesem Band allen voran der großartigen Betty. Eine gefühlvolle junge Frau, die mit beiden Beinen in ihrem ruhigen Leben steht, sich in den schottischen Highlands zuhause fühlt und inmitten von Torten, Backschüsseln und Kuchen ihre Welt hat. Ich habe das Setting auf Hallion Castle sehr gemocht. Christine Bode hat es geschafft, ein komplett stimmiges Bild zu erschaffen. Dazu der interessante Richard, die sich entwickelnden Gefühle zwischen ihm und Betty, dazu der Backwettbewerb, klasse.

Der Schreibstil ist einfühlsam, bildlich und flüssig. Betty ist eine Protagonistin, die man mögen muss. Das Setting gibt ein wunderbares cosy Lesegefühl. Sehr herbstliche Vibes, sehr schöne Settings und tolle Nebenprotagonisten ergeben ein echtes Lesevergnügen. Sicherlich nicht mein letzter Ausflug nach Glanbarry.

4,5/5 *

Anmerkung: ich finde auch das Cover wunderbar, es ist stimmig und passt perfekt zum Charakter und den Vibes des Buches. Und dieses Buch schreit regelrecht nach Herbst.

Michelle Schrenk: Café Mit Sylt Und Zucker- Glück Kommt Selten Allein

Es fällt mir besonders leicht, Rezensionen über Herzensbücher zu verfassen. Bücher, die direkt mein Leseherz erobern, sich sehr flüssig lesen lassen und trotzdem einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Reihe „Café mit Sylt und Zucker“ von Michelle Schrenk scheint eine wahre Reihe von Herzensbüchern zu werden. Binnen eines Tages habe ich Band 1 „Glück kommt selten allein“ gelesen- und ich liebe es.

Alleine das Cover lädt schon dazu ein, dieses Buch zu lesen! Von Michelle Schrenk hatte ich zuvor leider kein Buch gelesen, was ich sehr schade finde, aber jetzt definitiv nachholen werde 🙂 Das „Café mit Sylt und Zucker“ ist der Name eines tatsächlichen Cafés auf Sylt, was natürlich rein imaginär ist. Geführt wird es von Svantje, die das Café aber schweren Herzens und altersbedingt aufgeben möchte. Sie will es aber in guten Händen wissen und schreibt die Führung im Internet aus. Und es ist unsere Hauptprotagonistin Mia, die darauf aufmerksam wird. Eher gesagt, ihre beste Freundin. Mia ist nämlich unzufrieden mit ihrem Leben und sie braucht dringend eine Veränderung. Aber sie hadert mit sich, als ihre Freundin ihr die Stellenanzeige des Cafés zeigt. Es war schon immer ihr Traum am Meer zu leben und zu arbeiten, gerade hat das Café geschlossen, indem sie zuletzt angestellt und mit Herzblut bei der Sache war. Sie lässt sich überreden, überwindet ihre Zweifel und bewirbt sich. Prompt lädt Svantje sie ein, nach Sylt zu kommen und siehe da, plötzlich ist Mia auf der Insel angekommen und lernt die wunderbare, sympathische Dame und Besitzerin kennen. Aber es gibt noch andere Mitbewerber. Einer von ihnen ist Bene, ein einheimischer, attraktiver junger Mann. Er erklärt Mia zu seiner größten Konkurrentin und zeigt ihr das auch. Schade, denn eigentlich ist er zwar nervtötend, aber sehr nett anzusehen. Aber Mia ändert ihre Meinung schnell, denn Bene kämpft nicht gerade mit fairen Mitteln. Er macht ihr das Leben schwer und sorgt dafür, dass ihr Start im Café schwierig wird. Aber was steckt wirklich hinter diesem Boykott? Warum will Bene das Café umbedingt für sich gewinnen? Warum muss er regelrecht der neue Besitzer werden? Und wie geht Mia damit um, dass er hinter dieser rücksichtlosen Art scheinbar doch viel mehr ist als der Rivale?

Ich liebe dieses Buch. Das Setting hat die Autorin so wundervoll bildlich geschildert. Ich liebe die Nordsee, ich liebe die Inseln dieses Meeres und ich möchte mehr denn je nach Sylt. Ich will diese Insel entdecken. All die Orte kennenlernen, die wirklich existieren und von Michelle Schrenk so großartig eingebunden wurden.
Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, leicht verständlich und ich bin ganz schnell in das Buch hineingehtaucht. Ich mag Mia, sie ist zwar anfangs etwas unentschlossen und voller Zweifel, aber das ändert sich bald. Ich finde ihre Fehde mit Bene sehr amüsant und ich habe es geliebt, wie daraus langsam, aber sicher so viel mehr wurde. „Sylt und Zucker“ erleben ihre Neuauflage, soviel sei verraten.

Ein absolutes Lesehighlight.

5/5*

 

Marie Niebler: We Are Like The Sea

Was braucht man für den perfekten New Adult-Roman? Zwei Protagonisten, die eine schwere Vergangenheit erlebt haben, vielleicht dadurch Trust Issues haben, ein tolles Setting und einen flüssigen Schreibstil. All das beschert uns Marie Niebler mit dem ersten Band der „Like us“-Trilogie: „We are like the sea“, bereits 2022 erschienen. Jetzt habe ich ihn vom SuB erlöst und habe es nicht bereut.

Lavender ist fassunglos. Sie muss nach Malcom Island zurück kehren, wo sie einst eine glückliche Kindheit bei ihrem Onkel und Neffen verbrachte, bis ein schlimmer Unfall dieses Sommer beendete. Seitdem ist Lavender traumatisiert, schlägt sich irgendwie durch ihr Leben. Sie erbt nun das Haus ihres Onkels, nachdem er verstorben ist. Und direkt am ersten Tag trifft sie auf den attraktiven Coast Guard Jonne, die Funken zwischen ihnen sprühen. Doch Jonne erfährt bald, wer Lavender wirklich ist und seine Wut bricht durch. Er hasst sie. Wie kann Lavender mit dieser Abneigung umgehen und was soll sie tun? Auf Malcom Island bleiben oder irgendwo neu anfangen, immerhin liegt ihr sonstiges Leben in Trümmern.

Ich mag das Buch sehr. Es hatte zwar einige Längen, aber das kenne ich vom New Adult mittlerweile. Lavender ist sensibel, aber auch willensstark und kreativ. Jonne ist ebenfalls traumatisiert, er hasst Lavender, für das, was sie getan hat- oder viel mehr, was sie nicht getan hat. Aber die Gefühle der beiden werden trotz allem immer stärker und Jonne muss sich entscheiden, wie er damit umgeht. Kann er Lavender verzeihen, ihr sogar ihre Schuldgefühle nehmen, können sie einander durch ihre Liebe heilen?

Ein besonderes Buch. Ein besonderes Setting, Malcom Islands Einwohner mag ich sehr. Sie sind so sympathisch und nehmen Lavender trotz allem postiv auf und geben ihr eine Chance.

Ein tolles Buch, was mir viele intensive Lesestunden beschert hat, aber leider kein totales Highlight.

4/5 *

Svenja Lassen: Sonnenküsse

Svenja Lassen gehört zu meinen liebsten deutschen Autorinnen. Ihre letzten Bücher, die allesamt an der Nord- oder Ostsee spielen, haben es mir angetan. Ihr flüssiger Schreibstil, ihre sympathischen Protagonisten und eben die Settings sind das, was ich an einem guten Buch liebe. Mit „Sonnenküsse“ hat sie gerade den zweiten Band ihrer „Küstenliebe“-Reihe gelesen, welchen ich mit einer Bookstagram-Freundin im Buddyread gelesen habe. Jeden Tag 50 Seiten zu schaffen, war ganz easy und ich bin traurig, jetzt einige Monate auf den dritten Band warten zu müssen. Denn die Geschichte von Aline hat mich berührt, mich wunderbar unterhalten.

Aline hat gerade ihre Mutter verloren. Sie lebt in Bochum und musste ihren Job als Illustratorin aufgrund der schweren Erkrankung ihrer Mama aufgeben. Nun ist sie allein und findet im Nachlass Briefe, die sie verwirren. Eigentlich war sie der Auffassung, ihr Vater war eine unbedeutende Affäre im Italienurlaub ihrer Mutter, der nichts von ihr weiß. Aber die Briefe sind eindeutig. Ihre Mutter hatte ein enges Verhältnis zu einem gewossen „J.“ Martens, der ihr die liebevollen Zeilen verfasst hat. Kann er Alines wirklicher Vater sein? Besagter „J“ könnte ein Herr Martens sein, der in Flensburg gemeinsam mit seinem jungen Kollegen Tom eine Brauerei betreibt. Kurzerhand bewirbst sich Aline um einen Job als Kellnerin im zur Brauerei angehörigen Restaurant und wird genommen. Sie reist nach Flensburg, ohne zu wissen, was sie erwarten wird. Jens Mertens ist jedoch im Urlaub, aber sie beginnt, Nachforschungen anzustellen. Sie versteht sich ausgeprochen gut mit seinem Kompanjungen Tom, die Zuneigung zwischen ihnen wächst, das Interesse aneinander mit jedem Tag mehr. Aber dann erwischt er sie beim Schnüffeln. Wird sie Tom von ihrem Geheimnis erzählen und wie wird er reagieren? Mittlerweile liebt Aline ihr zweites Leben in Flensburg, hat Freunde gefunden und kann die Trauer für viele Stunden eindämmen, in denen es ihr wirklich gut geht. Was, wenn Jens wirklich ihr Vater ist?

Aline ist super sympathisch! Ihre Trauer um die Mutter ist anfangs sehr präsent, aber sie lernt durch die Zeit in der Brauerei und im Rahmen neuer Freunde ein neues Leben kennen, ist wieder glücklicher. Sie ist eine toughe, aber auch starke Persönlichkeit, die ich wirklich mag. Auch Tom konnte mich überzeugen. Er ist Aline gegenüber offen, fair und auch wenn sie in Streit geraten, merkt man das besondere Verhältnis und die aufkeimenden Gefühle füreinander. Ich mag seinen besten Freund Sören sehr. Er ist witzig und Tom und auch Aline bald ein echter Freund. Und seine Art lockert den Storyplott noch mal angenehm und lustig auf. Ich hoffe, Svenja Lassen beschert auch ihm noch eine Geschichte, ich würde es feiern.

Ich liebe dieses Buch, wieder ein Highlight, was Svenja uns damit schenkt. Emotional, spannend, sehr angenehm und flüssig zu lesen und dieses wunderbare Setting in Flensburg, an der Ostsee.

Ganz große Liebe habe ich auch für das erneut sommerliche, großartige Cover übrig.

5/5 *

Cornelia Engel: Liebe Auf Shetland- Polarlichtzauber

Mit „Polarlichtzauber“ entführt mich Autorin Cornelia Engel erneut auf Shetland. Die schottischen Inseln in der Nordsee sind der Schauplatz dieser Reihe. Dieses Mal geht es um Jezz und Magnus.

Jezz will nur aus München weg! Sie reist nach Shetland, wo ihre Freundin Mara ihr Glück gefunden hat. Die Modedesignerin will dort als Schneiderin in einem Brautmodenladen arbeiten und ihren Problemen in Deutschland für ein Jahr entgehen. Aber ist das möglich?
Bereits im Flugzeug gerät sie an Magnus. Einen rothaarigen, kernigen Schotten, der während des Flugs an ihrer Schulter einschläft. Ungehobelt! Ihre Wege trennen sich nach der Landung, denkt Jezz. Aber sie begegnet „Magnie“ bald wieder. Er ist ausgerechnet der Bruder ihrer neuen Chefin. Fortan muss sie ihn regelmässig sehen. Was aber überraschend angenehm ist. Denn hinter Magnie steckt mehr als der ungehobelte Klotz. er ist ausserordentlich attraktiv- aber auch jemand, der sich nicht binden will. Und Jezz entwickelt Gefühle für ihn. Wie soll das funktionieren? Er erwidert diese zwar, aber wehrt sich gegen eine Beziehung. Und Jezz selbst wurde einst von ihrer vermeintlichen Liebe in einer schweren Zeit verlassen… aber die Anziehung ist sehr groß…

Wieder ein warmherziger, wunderbarer Roman rund um Shetland und eine weitere Liebesgeschichte, die mich mitgerissen hat. Ich fliege bei Cornelia Engels Büchern nur so durch die Seiten, es fällt mir sehr leicht, hinein zu finden und ich mag ausnahmslos die Protagonisten. So angenehm, so emotional, aber ohne flach und kitschig zu sein. Wunderbar.

5/5 *