Lily Martin: Sommertage Im Quartier Latin

Anne Stern schenkt uns mit „Sommertage Im Quartier Latin“ einen ganz besonderen Roman, der im sommerlichen Paris spielt und uns eintauchen lässt in eine Geschichte voller Tiefgang, Emotion und Spannung! Sie schreibt unter ihrem Pseudonym Lily Martin.

 

Klappentext: „Lola Mercier ist lange rastlos in der Welt herumgereist. Als ihre Großmutter Rose jedoch überraschend verschwindet, kehrt sie zurück in ihre Heimatstadt Paris. Mit gemischten Gefühlen begibt sie sich auf Spurensuche im Quartier Latin, dem Viertel ihrer Kindheit und Jugend. Hier begegnet sie alten Bekannten wieder – wie der betagten Opernsängerin Jacobine oder dem Verkäufer Pierre, der seine Lebkuchenherzen mit klugen Sprüchen verziert. Vor allem aber verbringt Lola viel Zeit im Café des Artisans. Es ist das Herz des Viertels, hier gibt es die besten Croissants und den leckersten Café au Lait. Mit dem Besitzer Fabien verbindet Lola eine kleine romantische Erinnerung. Aber das ist lange her, und Lola will eigentlich bald weiterziehen. Doch sie ahnt nicht, wie sehr dieser Sommer in Paris ihr Leben verändern wird …

Hier schreibt Bestsellerautorin Anne Stern unter dem Namen Lily Martin: Jeder Sommer erzählt eine neue Geschichte. Jede Geschichte ein neues Glück.“

Mein erster Roman der Autorin, der uns nach Paris entführt. Frankreich und seine Hauptstadt Paris üben schon immer einen großen Zauber auf mich aus und so habe ich mich sehr auf diesen Roman gefreut, den man passend als „Sommerroman“ bezeichnen kann.
Lola ist Anfang 30 und stammt eigentlich aus Paris. Aber sie lebt mittlerweile in Bordeaux und arbeitet dort als Kellnerin. Aber dann wird sie aus ihrem gewohnten Leben jäh herausgerissen. Ihre geliebte Großmutter Rose ist verschwunden und ihr Vater hat keinen Anhalt dafür, wo sie steckt. Sie will nicht nach, dass man sie sucht. Aber Lola kann die Sache nicht akzeptieren. Zu groß ist die Sorge um ihre Großmutter. Sie kehrt zurück nach Paris, zurück in ihr Heimatdepartment, dem Quartier Latin, dort lebt Rose noch immer. Und sie beginnt, Nachforschungen anzustellen, um herauszufinden, warum ihre Oma verschwunden ist und findet daheim einige geheimnisvolle Dinge heraus. Aber auch einen Handlungsbogen rund um das Thema Liebe gibt es. Sie trifft Fabien wieder, den sie aus der Schule kennt und der mit ihr eine Verbindung hat, die sehr beeinflussend auf Lolas ganzes späteres Leben war.  Er ist der Chef eines gut besuchten Cafés und lebt somit direkt in Roses Nachbarschaft.
Die Handlung wird aus Lolas Sicht erzählt, doch wir bekommen auch Einblicke in das Leben einiger anderer Bewohner des Quartiers Latin.

Dieses Quartier ist wundervoll beschrieben. Die Bewohner sind besonders, liebenswert und tragen das eine oder andere Geheimnis mit sich herum.

Überrascht hat mich der Schreibstil der Autorin. Er ist so bildhaft, flüssig und poetisch. Und er hat mich ganz für sich eingenommen. Dazu eine wunderbare Handlung voller Emotionen, Spannung und sommerlicher Stimmung.

Der perfekte Sommerroman! Und der Auftakt einer Reihe weiterer Bücher, die im sommerlichen Paris spielen. Großartig!

4,5 / 5 *

Mareike Allnoch: Where The Fireflies Dance

Willkommen zurück in Lake Louise! Wieder geht es zu diesem wunderbaren Setting, wieder geht es ins Chalet Resort der Browns. Dieses Mal erleben wir die Geschichte von Nell, der Tochter der Browns.

Sie arbeitet im Resort und ihr Leben besteht aus To Do-Listen und genauer Organisation. Damit kompensiert sie ihre Unruhe und die Panikattacken, mit denen sie seit dem schweren Verkehrsunfall ihres Bruders Luke zu kämpfen hat. Dieser sitzt seitdem im Rollstuhl und Nell gibt sich die Schuld daran.

Ihr geordnetes, aber belastendes Leben wird aufgemischt, als Caleb im Resort auftaucht und eine Stelle als Hausmeister besetzt. Der höllisch attraktive Mann ist geheimnisvoll, aber bringt Nell trotz der ersten scheinbaren Abneigung gegen ihn wieder zum Lächeln. Zwischen den Beiden entsteht eine gewisse Anziehung, gegen die Beide ankämpfen wollen, aber nicht ankommen können. Aber Caleb ist nicht ohne Grund in Lake Louise aufgetaucht. Er trägt ein Geheimnis mit sich herum, was alles zerstören wird. Die aufkeimende Liebe zwischen ihm und Nell und deren neu erwachten Glauben an die Liebe.

Doch können Beide ihren Gefühlen vertrauen und kann Nell ihm verzeihen? Und ist Caleb vielleicht der Schlüssel zur Lösung ihrer eigenen Probleme?

Wieder schafft es Mareike Allnoch, mich abzuholen mit einem perfekten New Adult-Roman. Irgendwo zwischen traumatischen Erlebnissen und einem wundervollen Setting, zwischen Vergangenheitsbewältigung und neuem Vertrauen, finden zwei Menschen sich, die einander gut tun könnten.
Der Schreibstil ist wunderbar warmherzig, sehr flüssig und bildlich. Wieder zieht es uns in den kanandischen Banff-Nationalpark, wieder nach Lake Louise, wieder in das Chalet Resort. Nell mag ich sehr, sie ist so echt, authentisch und emotional konnte ich ihr Handeln so gut nachvollziehen. Auch Caleb hat mir sehr gut gefallen. Er ist ebenfalls authentisch und ich verstehe auch die Motive für sein Verhalten sehr gut. Die zarte Liebe zwischen ihnen ist wunderbar geschildert worden, die Hindernisse machen die Handlung sehr spannend und ich habe erneut mitgefiebert. Natürlich darf ein mentaler Break-Down beim Lesen nicht fehlen. Ich habe mit Nell sehr mitgelitten, ich kenne Panikattacken ja selbst und ich weiß, was in einem Menschen dann vorgeht.

Kurz gesagt: ich habe dieses Buch, wie Band 1, erneut geliebt und hatte es dank der kurzen Kapitel und dem bildlichen Schreibstil sehr schnell gelesen. Keine 24 Stunden und ich war fertig. Dabei bin ich zwar durch die Seiten geflogen, aber da ich trotzde detailliert lese, war es mir eine reine Lesefruede. Schade, dass es nur eine Dilogie ist.

5/5 *

Mareike Allnoch: Where The Hummingbirds Sing

Mareike Allnoch hat mit ihrer „Lake Louise“-Dilogie zwei Bücher veröffentlicht, die ich als „Cosy New Adult“ bezeichnen würde. Da beide Bände auf meinem SuB liegen und es einfach wert sind, gelesen zu werden, habe ich mir nun Band 1 „Where The Hummingbirds Sing“ zu Gemüte geführt und habe heute die Rezension für euch.

Cosy ist für mich ja schon ein Adjektiv, was mich zu einem Buch greifen lässt! Es gibt so viele New Adult-Romane voller Traumata und anderer Probleme im Plott, so viel Tragik, dass es gut tat, mal ein etwas anderes Buch aus diesem Genre zu lesen.

Lake Louise ist das perfekte cosy Setting. Es liegt mitten in Kanada, mitten in der Natur. Hier gibt es ein luxuriöses, aber trotzdem gemütliches Urlaubscamp, was mittendrin liegt. Genau hier wird Lily aus Hamburg für ein Jahr arbeiten. Die leidenschaftliche Fotografin weiß nicht, wohin ihr Leben sie führen wird, aber sie will das Jahr nutzen, um ihren Weg zu finden. Direkt bei der Anreise lernt sie den wortkargen Ranger Ben kennen, der scheinbar ein Problem mit ihr hat. Warum? Das weiß sie nicht. Sie ist auch erst mal abgelenkt von Lake Louise, den Einwohnern und all den neuen Eindrücken- allen voran der grandiosen Natur und Wildnis. Sie lebt sich schnell im Camp ein und findet Freunde, allen voran Nell, die Tochter der Besitzer. Aber auch Ben taucht bald wieder auf- und es knistert zwischen ihnen. Jedenfalls fühlen sie sich stark zueinander hingezogen. Aber Ben schleppt die Dämonen seiner Vergangenheit mit sich herum. Und als diese wieder in seinem Leben auftaucht, stürzt es ihn in ein Gefühlschaos. Ist seine Zuneigung zu Lily größer als die Vergangenheit, als altbekannte Gefühle? Und wie soll Lily mit diesem Hin und Her der Gefühle umgehen?

Ich habe mich in das Setting verliebt. Mareike Allnoch gibt das wilde Kanada so perfekt wieder, dass ich gerne dorthin reisen würde. Ich würde gerne im Camp Urlaub machen. Das liegt auch an den Mitarbeitern, die Lily einen tollen Empfang bereiten. Ich mag Lily sehr, sie ist geradlinig, ehrlich und leidenschaftlich. Ben ist alles andere als der wortkarge Muffel, hinter seiner Fassade steckt so viel mehr. Wobei ich oft Momente hatte, in denen ich dachte: „Was für ein Arsch! Warum macht er das?“ und Mitleid hatte mit Lily, die sein Gefühlschaos ausbaden darf. Trotzdem mag ich die Art, wie die Autorin die Geschichte der Beiden aufbaut. Der Schreibstil ist wunderbar, flüssig und sehr angenehm. Die Kapitel sind kurz gehalten, so dass ich schnell lesen konnte- leider. Ich hätte die Geschichte von Lily und Ben noch viel länger verfolgen können. Durch die Kapitel dachte ich mir jedes Mal: „Ach, komm. Noch ein Kapitel.“ Bis wieder 100 Seiten nur so dahin flogen 🙂 Ich liebe dieses Buch und freue mich auf den zweiten Band, der schon auf dem SuB wartet.

Ein Lesehighlight! Daher vergebe ich 5 von 5 möglichen Sternen!

Und alleine für das Cover würde ich nich gerne mehr Sterne vergeben. So cosy, so passend, so toll mit den erhabenen Wassertropfen, die man haptisch spüren kann. Klasse!

 

Lisa Andersson: Sommerglück In Schweden

Ein weiteres Buch mit einem großartigen Setting, durfte ich dank dem Bloggerportal in den letzten Tagen lesen. „Sommerglück in Schweden“ entführt uns Leser:innen nach Småland . Richtig gelesen, die Gegend, in der die Charaktere und Geschichten von Astrid Lindgren zu Hause sind.

Klappentext: „Der kleine Emil aus Stockholm wünscht sich nichts sehnlicher, als den Sommer in Småland zu verbringen – dort, wo die Geschichten seiner Lieblingsautorin Astrid Lindgren spielen. Als seine Mutter Milla jedoch plötzlich ins Krankenhaus muss, droht der geplante Urlaub zu platzen. Millas beste Freundin Sofia erweist sich als Retterin in der Not und fährt mit Emil in ihre alte Heimat, die sie vor zehn Jahren überstürzt verlassen hatte. Wider Erwarten ziehen die grünen Wiesen, tiefblauen Seen und hübschen roten Holzhäuser Sofia in ihren Bann – genau wie der Tierarzt Bengt, auf dessen Hof Emil und sie einen unvergesslichen Sommer verbringen …“

Der Roman erschien am 21.06.23 bei Goldmann und beinhaltet 336 Seiten. Genau die richtige Seitenzahl, um eine kurzweilige Lektüre zu genießen, oder?

Milla landet im Krankenhaus. Eigentlich hatte sie geplant, mit ihrem Sohn Emil nach Småland  zu reisen. Auf diesen Urlaub haben sich beide gefreut. Aber da ist noch ihre beste Freundin Sofia, die ihren Part übernimmt und die aus Småland  stammt. Und dieser Landstrich Schwedens hat mich durch das Buch ganz in seinen Bann gezogen. Lisa Andersson schafft es, mit ihren Beschreibungen die Landschaft wunderbar wiederzugeben und ich hatte beim Lesen immer wieder Fernweh.
Sofia hat ihre Heimat vor langer Zeit verlassen und ist nicht wieder zurückgekehrt. Umso überraschter ist sie, wie sehr sie die Heimat doch vermisst hat. Sie verliebt sich neu in sie.

Sie kümmert sich liebevoll um den kleinen Emil, der seinen Urlaub in vollen Zügen genießt. Denn sie wohnen auf dem Hof von Bengt, was für Emil ein noch größeres Abenteuer  bedeutet. Der Tierarzt ist herzlich und nett- zu nett, denn Sofia fängt an, Gefühle für ihn zu entwickeln. Es wird ein ganz besonderer Sommer voller Wärme, schwedischem Lebensgefühl, Freiheit und wunderbaren Stunden…

Eine zu Herzen gehende Geschichte um eine junge Frau, die durch Zufall in ihre Heimat zurück findet, sich dort wieder einlebt und mit sich hadert. Eine Geschichte rund um einen kleinen Jungen, der trotz dem Unfall seiner Mutter einen einmaligen Sommer erleben darf. Eine Geschichte, die in einer ganz besonderen Gegend Schwedens spielt. Ein mehr als solider, warmherziger und unterhaltender Sommerroman.

Er hat mir wunderbare Lesestunden beschert. Es tat so gut, in diese Welt einzutauchen. Die Geschichte kommt ohne unnötiges Drama und ohne überzeichnete Gefühle aus. Sofia ist eine angenehme Hauptprotagonistin, Emil habe ich sowieso in mein Herz geschlossen. Abgerundet wird die Story von Bengt, der prima in die Handlung passt. Zusammengefasst:

4/5 *

 

Mia Moreno: Beautiful Secrets- Wenn Du Mich Berührst

2022 war gefühlt das Jahr, in dem gute New Adult-Romane mit einem Setting in einem Krankenhaus erschienen. Angefangen bei Ava Reeds von mir geliebtem „Whitestone Hospital“ über das „St. Alex“ von Anne Lücke hin zur „Beautiful Secrets“-Trilogie von Mia Moreno. Teil 1 durfte diese Woche bei mir einziehen- und ich habe „Wenn du mich berührst“ binnen 24 Stunden beendet. Heute folgt natürlich meine ausführliche Rezension, wie ihr es von mir gewohnt seit 🙂

Layla hat es geschafft! Nach ihrem Examen hat sie eine Stelle an der renomminierten Klinik „Villa“ in Berlin ergattert. Dort operiert die junge Chirurgin mit türkischen Wurzeln fortan nicht nur Promis, die sich optisch verschönern wollen, sondern hilft auch Menschen in Not weiter, dank eines Pro Boni-Programmes der Klinik. Doch sie hat ein Problem. Ihr Oberarzt Dr. Goldberg ist kein geringerer als ihr Flirt aus dem Club zwei Tage zuvor- und die Anziehungskraft zwischen den Beiden lässt sich nicht leugnen. Doch Gabriel, so lautet Dr. Goldbergs Vorname, möchte dieser Liebe keine Chance geben, denn immerhin ist er ihr Vorgesetzter und immerhin sind in der Klinik alle auf den guten Ruf und Prestige bedacht.

Aber dann spürt Layla, dass mit dem Charity-Programm der Klinik irgendwas nicht stimmt. Denn sie hat eine Patientin ins Herz geschlossen, der sie mit einer OP geholfen hat und die jetzt Opfer von Umständen geworden ist, die Layla noch nicht herausgefunden hat. Etwas stimmt gewaltig nicht in der Klinik „Villa“. Doch was? Wird sich Gabriel auf ihre Seite stellen? Oder hält er zur Klinikleitung?

Ich hoffe, ich habe nicht gespoilert. Erst mal eines vorweg: ich habe das Buch sehr schnell gelesen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und animiert dazu, weiter zu lesen. Ich mag Layla, sie ist eine sensible, aber auch abwechslungsreiche Protagonistin, die sich unglücklich in ihren Oberarzt verliebt hat. Gabriel selbst durchschaue ich ab und nach nicht wirklich. Welche Rolle spielt er in allem? Und was hat er mit den Unstimmigkeiten zu tun? Die Liebesgeschichte ist schön erzählt, aber kein großes Highlight. Ansonsten mochte ich den Roman ganz gerne. Es ist für mich kein „Whitestone Hospital“, aber ich freue mich auf den zweiten Band, der noch 2023 erscheinen soll und bin gespannt, was wir noch herausfinden werden. Spannend war es schon, aber es war keine große Offenbarung. Mir fehlte ein wenig Drama, ein wenig mehr Abwechselung im Plottwist.

Eine angenehme Lektüre ohne große Highlights, ohne unnötige Längen.

3,5/5 *