Julia Kuhn: Ravenhall Academy- Verborgene Magie

Selten habe ich auf das Debüt einer Autorin so sehr gewartet, wie auf Julias Kuhns Roman „Ravenhall Academy- Verborgene Magie“. Mit den Werken von Blogger:innen ist das oft so eine Sache, meistens können sie mich nicht ganz überzeugen. Warum der erste Band dieser Romantasy-Reihe mir richtig gut gefallen hat, lest ihr heute in meiner ausführlichen Rezension.

Lilly ist fast 18 Jahre alt- und liebt die Bücher von Harry Potter. Sie reist zu ihrer Oma, die einen Bücherladen betreibt und soll ihr helfen. Doch mit dem, was ihr bevorsteht, hätte sie niemals gerechnet. Sofort bei ihrer Ankunft bemerkt sie, dass ihre neue Umgebung alles andere als normal ist. Sie erlebt magische Momente- und fällt aus allen Wolken, als ihre Granny ihr den Grund dafür eroffnet: sie ist Teil einer magischen Familie- und somit eine angehende Hexe. Und dazu noch eine außergewöhnlich starke und mächtige. Fortan ist sie Schülerin der Ravenhall Academy, die sich um die Ausbildung von Hexen und Zauberern kümmert. Ihr ganzes Leben steht Kopf, kennt sie ein solches Szenarie bisher nur aus ihren geliebten Harry Potter-Büchern. Sie ist nun eine Hexe und lernt an der Academy das Ausmaß ihrer Kräfte nach und nach kennen- und dazu noch Jason. Der geheimnisvolle, ältere Schüler der Academy zieht Lilly magisch an- und auch er kann die Anziehungskraft zwischen ihnen nicht mehr leugnen. Aber diese Verbindung darf nicht sein und hat keine Zukunft- oder doch? Lilly steht noch ganz am Anfang und muss ihre magischen Kräfte noch entwickeln. Kann sie die Wahrheit über Jason und seine Familie herausfinden? Und schaffen die Beiden es, ein Paar zu sein?

Zugegeben, ab und an habe ich mich in der Academy ein wenig an Hogwarts erinnert gefühlt. Aber trotzdem hat Julia Kuhn eine ganz eigene, magische Welt rund um Ravenhall erschaffen. Mit eigenen Charakteren und einem ganz eigenen Plott. Auch Feen und andere Wesen finden ihren Platz. Am Anfang fand ich etwas schwer in die Handlung hinein, aber ich mochte Lilly von der ersten Seite an und ich liebe ihre tierische Begleiterin, eine zuckersüße Hündin, die noch eine ganz besondere Bedeutung in Band 2 erhalten wird, da bin ich mir sicher. Ich mag Jason, er ist kein typischer Bad Boy und ich habe die Geschichte zwischen den Beiden wirklich sehr gespannt verfolgt. Julias Schreibstil ist sehr flüssig, bildlich und einfach verständlich. Somit ist ihr mit „Verborgene Magie“ ein toller erster Band einer Romantasy-Dilogie (?) gelungen, den ich sehr mag.

4/5 *

Was ich noch anmerken möchte: der Carlsen Verlag hat dem Buch eine wundervolle Ausstattung verpasst. Ein extrem schöner Buchschnitt, ein großartiges Cover- ein Schmuckstück in jedem Bücherregal. Wunderschön!

David Levithan & Jennifer Nives: Nimm Mich Mit Dir, Wenn Du Gehst

Aus der Feder von David Levithan & Jennifer Nives stammt dieser neue Jugendroman. Ich habe ihn in einem Rutsch durchlesen können und er hat mir sehr gut gefallen.

Klappentext: „Ezras Leben ändert sich von einem Tag auf den anderen, als seine ältere Schwester urplötzlich verschwindet. Kein Brief, kein Hinweis, keine Vorwarnung. Das Einzige, was er findet, ist eine geheime Mailadresse. Alles hätte er von seiner großen Schwester erwartet, aber niemals, dass sie ihn alleinlässt. Verzweifelt versucht er, dem Geheimnis ihres Verschwindens auf die Spur zu kommen.
Bea weiß schon lange, dass sie von zu Hause fliehen muss. Hals über Kopf, ohne ihren jüngeren Bruder in eine fremde Stadt aufzubrechen war allerdings nie ihr Plan. Doch eine geheimnisvolle Nachricht in ihrem Postfach ändert einfach alles – und sie begibt sich auf die Suche – nach jemandem, von dem sie nicht einmal weiß, ob er je gefunden werden will.
Zwei der bedeutendsten Stimmen der YA-Literatur brillieren in dieser Geschichte über Hoffnung, Geschwisterliebe und darüber, was es bedeutet, die eigene Herzens-Familie zu finden“

Dieses Buch konnte mich überzeugen. Ich dachte, dass es sich um einen typischen Jugendroman handelt, doch es ist so viel mehr als das. Es ist kein klassischer Roman. Es erzählt die Geschichte von Bea und Ezra anhand von E-Mails, welche die Beiden austauschen. Sie sind Geschhwister und nutzen diese Möglichkeit, um endlich miteinander zu kommuninzieren. Die E-Mails decken nach und nach die wahre Familiegeschichte auf, viele Geheimnisse und viele Dinge, mit denen man als Leser:In nicht rechnet.

Es ist keine leichte Lektüre, sondern ist sehr tiefgründig und vielschichtig. Der Schreibstil ist einfach, wenn man sich mal an die E-Mails gewöhnt hat. Wir lernen die Beiden von Grund auf kennen und werden in die Geheimnisse der Familie mit einbezogen. Kurz gesagt: ich bin positiv überrascht.
Auch das Cover ist toll.

Eine echte Empfehlung!

4/5 *

 

Sophie Villard: Mademoiselle Eiffel Und Der Turm Der Liebe

Mit ihrem Roman „Mademoiselle Eiffel und der Turm der Liebe“ entführt uns Autorin Sophie Villard in die Stadt der Liebe, nach Paris. Alleine das Cover und der Klappentext hatten mein Interesse erweckt und heute folgt die Rezension zu diesem tollen Roman!

Klappentext: „Paris 1887: Gustave Eiffel will den höchsten Turm der Welt bauen. Außer ihm glaubt niemand, dass der wahnwitzige Stahlkoloss rechtzeitig zur Weltausstellung fertig wird – bis auf seine mutige Tochter Claire. Zu einer Zeit, als es für Frauen noch als unschicklich gilt, allein spazieren zu gehen, steht sie ihrem Vater als wichtigste Ratgeberin und als Privatsekretärin zur Seite. Doch nicht nur der Wettlauf gegen die Zeit macht den Eiffels zu schaffen: Die Pariser Künstlerszene, allen voran Guy de Maupassant und Alexandre Dumas, formiert sich gegen die angebliche Verschandelung der Stadt. Indes hat Claire auch private Sorgen: Die ständige Angst um ihren Ehemann Adolphe, der als junger Ingenieur für den gefährlichen Bau der Turmspitze verantwortlich ist, bringt ihre Beziehung an den Rand des Abgrunds. Als ein Arbeiter durch einen Sturz vom Gerüst zu Tode kommt und Claire den attraktiven Reporter Gordon Bennett kennenlernt, der ihr ein freies und sorgenloses Leben in Amerika ermöglichen will, muss sie sich entscheiden: Ist der Eiffelturm ihr Schicksal – oder liegt ihre Zukunft in der neuen Welt?“

Ich war schnell fasziniert von Protagonistin Claire Eiffel. Sie ist stark, leidenschaftlich und authentisch. Als Tochter des bekannten Konstrukteurs steht sie im direkten Kontakt mit dem Bau des Eiffelturms. Einem heute weltbekannten Gebäude. Sie unterstützt ihren Vater im ehrgeizigen Vorhaben, den aussergewöhnlichen Turm bis zur Weltausstellung fertig gestellt zu haben. Und damit zeigt sich zum ersten Mal, was für eine Frau Claire ist. Sie ist unabhängig und stark. Und verheiratet mit Adophe. Dieser ist Ingenieur und wird von ihrem Vater in den Bau mit einbezogen. Seine Aufgabe ist gefährlich, die Gefahr belastet die Beziehung des Paares zueinander enorm. Und dann passieren Dinge, die nicht passieren dürfen. Claire lernt dadurch Journalist Gordon kennen- und es funkt zwischen ihnen. Der Amerikaner bietet ihr an, mit ihr in die USA zu gehen, ihr Leben mit den privaten Sorgen hinter sich zu lassen

Claire mag ich wirklich. Sie weiß, was sie will, aber sie leidet auch unter dem Verhältnis zu ihrem Ehemann. Sie ist mit dem zukünftigen Eiffelturm verbunden, der ihrer Familie sehr viel abverlangt. Und dann lernt sie Gordon kennen. Dadurch nimmt die Geschichte viel mehr an Fahrt auf. Ich habe mit Claire mitgelitten und war gespannt, welche Entscheidung sie letzten Endes trifft. Ich werde nicht spoilern.

Was mir gut gefällt, sind die kurzen Kapitel. So kann man das eine oder andere Kapitel mehr lesen und auch der Schreibstil war sehr gut. Verständlich, mitreissend und einfach.

Ich mag Gordon sehr. Er ist ein interessanter Charakter, der super zu Claire passt. Im Gegensatz zu Adolphe, ihrem Ehemann.

Das Cover liebe ich. Es zeigt den Eiffelturm und es passt perfekt zur Geschichte.

Ein angenehmer Roman!

3,5/5 *

Reiner Engelmann: Stell Dir Vor, Es Wäre Frieden

Wir befinden uns im Jahr 2023. Seit über einem Jahr leben wir mit einem Krieg mitten auf unserem Kontinent- einen Angriffskrieg auf die Ukraine, ausgelöst durch Russland. Wir haben uns an diesen Zustand gewöhnt. Aber was wäre, wenn der Krieg endlich vorbei wäre? Wenn es nie wieder Kämpfe auf der Welt geben würde? Mit „Stell dir vor, es wäre Frieden“ ist Reiner Engelmann eine solche Imagination gelungen. Mich hat das Buch zutiefst berührt!

 

Klappentext: „Die Invasion der Ukraine kam wie ein Schock. Plötzlich war Krieg mitten in Europa – für viele unvorstellbar! Dabei hat es in der Menschheitsgeschichte kaum eine Zeit gegeben, in der auf der Welt kein Krieg herrschte. Weltfrieden bleibt eine Wunschvorstellung. Doch wie wäre das, wenn Frieden wäre? Zwanzig Autor*innen haben ihren Wunsch nach Frieden in diesem Buch zusammengetragen. In Kurzgeschichten, Gedichten und Tatsachenberichten teilen sie ihre Gedanken, Wünsche, Träume – und ganz reale Erfahrungen – zum Thema Frieden.“

Das Buch ist mehr als eine Sammlung von Schrifstücken rund um das Thema Krieg und Frieden. Die Autor:innen tragen für mich jeder für sich einen Teil zum Buich dabei. Die Kurzgeschichten haben mich sehr bewegt, aber vor allem waren es die Tatsachenberichte, die mir heftigst unter die Haut gingen. Ich lebe, wie wir alle, seit Februar 2022, mit diesem Wahnsinn mitten in Europa. Manchmal würde ich schreien, toben: Warum? Warum ist ein solcher Krieg in dieser Zeit noch möglich? Warum gibt es keinen Frieden auf der Welt? Warum müssen wir Menschen uns aufs Brutalste kämpfen? Wie kann es sein, dass eine Großmacht wie Russland einfach so in ein Land einmarschieren kann? Wir haben 2023…

Und trotzdem gibt mir das Buch ein positives Gefühl. Natürlich habe ich mich damit intensiv mit Kriegen befasst, mit ihrer Natur und der Gewalt, die sie auslösen, Millionen Tote, Millionen Unschuldige. Aber ich habe auch einen Einblick bekommen in eine Welt ohne Krieg, voller Frieden. Die Autor:innen haben mich zutiefst bewegt mit jedem Kapitel, jedem Teil des Buches. Wa swäre, wenn endlich Frieden herrschen würde? Es ist leider imaginär und illusionär. Wir Menschen werden immer andere terrorisieren. Aber der Gedanke, dass es vielleicht doch mal so sein könnte (schwer vorstellbar), ist tröstlich und es tat gut, dieses Gefühl zu empfinden.

Für mich ein absolut wertvolles Buch! Ich kann es nur sehr empfehlen, sich dieses Werk mal zu Gemüte zu führen. Es gibt großartige Impulse.

4,5/5

Georg Cadeggianini: Das Wirklich Witzige Witzebuch

Heute habe ich mal ein etwas anderes Buch als Empfehlung für euch! Mit „Das wirklich witzige Witzbuch“ von Georg Cadeggianini ist dem Autoren eine großartige Sammlung von Kalauern, Flachwitzen und gut pointierten Gags gelungen.

Er vereint in seinem Buch 400 Kinderwitze, bei denen kein Auge trocken bleibt. Alleine das Cover macht schon Spaß und glaubt mir, dieses Witzebuch eignet sich nicht nur für Kinder! Auch ich hatte großen Spaß bei der Lektüre und habe im Freundeskreis bereits den einen oder anderen Witz zum Besten gegeben.

Ich liebe dieses Buch! Es ist ein echter Aufmunterer und es beinhaltet noch einiges mehr: Kritzelrätsel, Daumenkino und andere tolle Gimmicks. Als Kind habe ich Witzebücher schon sehr geliebt, dieses eignet sich auch perfekt für uns Erwachsene.

Klasse! 5/5 *