Jahreshighlight: Brittainy C. Cherry- Über Die Dunkelste See

Schon lange ist der Name Brittainy C. Cherry nicht mehr aus der Lesewelt wegzudenken. Die Autorin schafft es mit ihren Romanen, Millionen Leser:innen zu begeistern und ihre New Adult-Bücher sind Bestseller. Nachdem „Über die dunkelste See“ nun eine Weile auf meinem SuB vor sich hin vegetierte, habe ich es jetzt erlöst. Im Rahmen meiner „23 für 2023“-Challenge mit mir selbst, habe ich das Buch auf die Liste gesetzt und nun endlich gelesen. Und was soll ich sagen? Ich bin verliebt!

Die Bücher der Amerikanerin haben nun einen festen Platz in meinem Leseuniversum gefunden. Warum? Das erzähle ich euch heute…

Stella ist ein fröhlicher Mensch. Sie sieht immer nur das Gute in jedem Menschen. Sie versucht, sich nicht beirren zu lassen. Zu früh hat sie ihre geliebte Mutter Sophie verloren. Stella wuchs bei Kevin auf, dem besten Freund Sophies, oder viel mehr: ihre eigentliche Lebensliebe. Er hat sie gut behandelt, doch hat in diversen Frauen Sophie gesucht, die einzigartig war. Seine drei Ehefrauen machten Stella das Leben zur Hölle und impften ihr starke Selbstzweifel ein. Immerhin ist sie kein Topmodel und Bodyshaming ist einer der Elemente des Buches, über die es eine Triggerwarnung gibt. Es tat mir weh, zu erleben, welche gestörte Auffassung Stella von sich selbst hat, nur weil ihr dies immer wieder eingeredet wurde.
Nun ist Kevin gestorben und Stella im Ausnahmezustand. Ihr Vaterersatz war einer der wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Und kurz vor der Beerdigung begegnet sie einem unausstehlichen Mann: attraktiv, aber unmöglich. Und ausgerechnet ihm begegnet sie sehr bald wieder: er ist Kevins geheimer Sohn.
Kevin will Stella und Damian sein gesamtes, beträchtliches Vermögen vererben. Unter einer Bedingung: sie heiraten und bleiben 6 Monate zusammen und leben auch zusammen. Sie einigen sich, das Spiel mitzumachen. Und ganz bald wird aus diesem Umstand eine echte Liebe, die Lebensliebe. Aber können Stelle und Damian die Vergangenheit hinter sich lassen? Beide tragen großen seelischen Ballast mit sich herum und sind voller Angst.

Ich bin wirklich verliebt in dieses Buch- und in Cherrys Schreibstil. So wundervoll formuliert sie, so tiefgründig ist die Handlung. Die Protagonisten sind so echt, so voller Leidenschaft und voller menschlicher Gefühle. Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert. Ich liebe Stella, die durch ihre Ängste und aufgesetzte Freude mir so ähnlich ist. Ich mag Damien so sehr und ihre Liebesgeschichte ist einfach nur wundervoll. Kurz gesagt: ein Jahreshighlight 2023. Ganz große Leseliebe!

 

5/5 *

Lauren Layne: Manhattan Love Story

Der Autorin ist mit ihrem neuen Roman eine beschwingte, mitreissende Liebesgeschichte gelungen. Ich habe jede Seite sehr genossen.

Gracie Cooper übernimmt das familiäre Unternehmen: einen Champagner-Laden mitten in Manhattan. Ihr Vater vererbt ihn seiner Tochter. Fortan muss sich Gracie gegen eine große Gefahr behaupten: sie will das Geschäft erfolgreich weiterführen, aber da gibt es einen großen Konzern, an den sie verkaufen soll. Allen voran belästigt sie der CEO Sebastian Andrews mit seinen Übernahmeangeboten. Andrews ist unverschämt gutaussehend, aber Gracie will nicht verkaufen. Sie hat es schwer: sie hat ihren Vater verloren, muss das Geschäft in seinem Sinne weiterführen und seinen Traum bewahren. Zeitgleich wehrt sie sich gegen die Absichten von Sebastian. Sie hat es nicht leicht.

An diesem Punkt setzt der romantische Handlungsstrang ein. Denn Gracie selbst hat einen romantischen Charakter. Sie findet im Chat eine gute Ablenkung von ihren Problemen. Sie lernt dort ihren Chatpartner „Sir“ kennen. Die Chemie stimmt und nach und nach merkt sie, dass er ihr Soulmate sein könnte. Sie liebt es, sich virtuell mit ihm zu unterhalten und liebt die Ausflüchte aus ihrem Alltagsstress. Was sie jedoch nicht ahnt: sie kennt „Sir“. Und sie hat ein riesiges Problem mit ihm…

Wie sympatisch kann eine Protagonistin eigentlich sein? Ich habe Gracie in mein Herz geschlossen. Sie verliert ihren Vater. Etwas, was mir selbst erst passiert ist. Ich verstehe ihre Trauer gut und ihren Wunsch, sein Andenken und Werk zu bewahren. Gracie ist authentisch, lebensbejahend, stark und wirklich romantisch. Sie glaubt an das Gute im Menschen und setzt sich zur Wehr gegen das dominante Unternehmen, welches den Laden ihres Vaters schlucken will. Ich mag die Dialoge zwischen ihr und Sebastian sehr. Sie sprühen vor Energie, Gegensätzen und unteschwellige Anziehung. Sebastian hat die Autorin als attraktiven Protagonisten dargestellt, der mir richtig gut gefällt. Er ist ein toller Gegenpol zu Gracie.

Wunderbar finde ich die Liebesgeschichte zwischen ihr und „Sir“. Ich mag es, wie sie ihren Chatpartner ins Herz schließt und wie er sich nach und nach als ihr Soulmate herausstellt. Ich möchte nicht spoilern, aber die Auflösung ist vorhersehbar, aber trotzdem genial.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir äußerst gut. Er ist leicht, entspannt und emotional, der Plott ist spannend, humovoll, aber auch ab und nach nachdenklicher. Eine wunderbare Lovestory rund um Manhatten, einen Champagner-Laden und zwei Menschen, die es unbewusst immer wieder zueinander hinzieht.

4,5/5*

Relaunch 1: Frisch in den März

Langsam geht der Winter und ich dachte mir, dass ich meinen Blog doch mal ein frisches Gewand verpassen könnte. 🙂 Und so erstrahlt „Seitenträumerin“ nun in einem cleanen, aber schicken Design. Außerdem findet ihr ganz unten nun meinen Instagram-Feed. Dort bin ich sehr aktiv und liebe die Bookstagram-Community sehr.

Wenn ihr Anregegungen habt, dann freue ich mich über eine E-Mail an kathrinmariebe@gmail.com

Viel Spaß!

Vi Keeland: Perfect Chemistry

Vor einigen Jahren habe ich durch den Roman „Mister West“ Autorin Vi Keeland für mich entdeckt. Ihre Geschichten voller Leidenschaft und Liebe gehören seitdem immer wieder zu meinen Lieblingsbüchern. Mit „Perfect Chemistry“ habe ich ein neueres Werk gelesen. Warum ich nicht begeistert bin, verrate ich euch heute in meiner Rezension.

Stella Bardot ist talentiert und einer der besten Parfüm-Designerinnen überhaupt. Sie sucht einen Weg, um ihr eigenes, besonderes Produkt erfolgreich auf den Markt zu bringen, denn es mangelt ihr an Kapital. Vor allem, da sie ihre fragwürdige Mitbewohnerin auf Mietschulden hat sitzen lassen. Ihr bester Freund Fletcher überredet sie, eine Hochzeitseinladung auszunutzen, die der ehemaligen Mitbewohnerin zugesendet wurde. Mit einem mulmigen Gefühl besuchen die Beiden die Hochzeit als nicht eingeladene Gäste und haben Spaß. Doch dann kommt ihnen ein attraktiver anderer Gast auf die Schliche: er haut Stella um und zwischen ihnen sprühen die Funken. Doch er ist der Bruder der Braut und durchschaut sie. Die Freunde flüchten.
Stella hat nicht damit gerechnet, dass sie diesem Mann wieder begegnet: Hudson Rothschield, einer der Geschäftsführer der Firma, die in Sachen Kapitel ihre große Chance ist. Sie treffen immer wieder auseinander, aus den Funken wird ein Feuerwerk. Aber kann Hudson vergessen, was zuvor passiert ist? Und da sind noch einige Geheimnisse, die die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen ihnen zerstören könnten.

Die Handlung hat großes Potential. „Perfect Chemistry“ ist ein solider Roman, der sich in die Reihe von Vi Keelands Werken perfekt einreiht. Die Leidenschaft zwischen Stella und Hudson war zwar spürbar, aber kam trotzdem für mich minimal zu kurz. Gegen Ende hat die autorin natürlich einen Plottwist eingebaut, der für mich leider einige Längen hatte und nicht nötig war. Ich hätte mir lieber Hindernisse auf dem Weg zu einer Beziehung zwischen den beiden Protagonisten gewünscht, die zu mehr Leidenschaft geführt hätten, für mehr Spannung. Ich habe „Perfect Chemistry“ recht schnell gelesen, aber es hat mich nicht ganz mitgerissen. Solide, aber kein Highlight.

3,5/5 *

Anja Wagner: Magic Agents- In Dublin Sind Die Feen Los

Ich mag es sehr, zwischendurch auch mal ein Kinder- oder Jugendbuch zu lesen. In diesem Fall bin ich wirklich begeistert. Mit der Reihe „Magic Agents“ konnte mich Anja Wagner sehr zufrieden stellen. Ein fantastisches Buch!

Elia Evander ist gerade mal 12 Jahre alt und hat ihr Ziel erreicht: sie hat die Magentenprüfung bestanden und nun geht es los! Sie wird nach Dublin geschickt, denn dort fand gerade ein dreister Diebstahl statt: ein geheimnisvolles Artefakt wurde entwendet. Als Konsequenz daraus ist Dublin nicht mehr sicher, auch nicht für die Menschen. Denn ständig kommen neue Wesen in der irischen Stadt an, die sie bedrohen. Ein Auftrag für Elia! Sie muss diese Wesen wieder aus der menschlichen Welt hinaus in ihre eigene befördern, was nicht gerade leicht ist. Elia ist zwar gut, aber noch recht neu in „ihrem Fach“ und die verschiedenen Wesen haben allesamt ihre Eigenarten an sich. Und ganz nebenbei muss Elia das Artefakt finden, von dem sie so gar keine Ahnung hat. Wie sieht es aus, was kann es und vor allem: wie soll sie es wiederfinden?

Der Sprachstil der Autoring gefällt mir außerordentlich gut. Kindgerecht und fantastisch. Die Handlung ist selbst für mich mit meinen 38 Jahren spannend und ich habe Elia sehr gemocht! Die Fabelwesen sind wirklich fantastisch dargestellt und die ganze Atmosphäre wird von der Autorin sehr fantasievoll und magisch rübergebracht. Die ganze Geschichte war ein echter Feelgood-Roman für Kinder oder angehende Teenager, den ich nicht aus der Hand legen konnte und der mir schöne, wunderbare Lesestunden beschert hat.

Daumen hoch für so viel kindgerecht aufbereitete und formulierte Fantasie, so tolle Charaktere und einen Plott, der einfach nur spannend ist.

4,5/ 5 *