Caroline Labusch: Caro Ermittelt

Ich lese gerne Sachbücher. Ich finde sie wertvoll, denn sie informieren und klären auf. Carolina Labusch erledigt beides mit ihrem neuen Buch „Caro ermittelt“. Was uns Leser:innen erwartet?

Caroline arbeitete nach einem Studium als Drechbuchautorin, Konzpeterin und Evaluatorin für bekannte, ausgezeichnete TV-Produktionen. Aber sie absolvierte eine Ausbildung zur Detektivin, welche sie abbrach und seitdem ist sie als Autorin und als Hobbyschnüfflerin unterwegs. Nun klärt sie uns in „Caro ermittelt“ über Betrugsfälle des täglichen Lebens auf.

Die Fälle in diesem Buch werden Caro quasi vor die Haustür gelegt. Es geht um Betrug in jeglichem Sinne. Sie berichtet darüber, was passiert, wenn man Spam-Mails öffnet und beantwortet, ermittelt gegen Betrüger, die sich den Enkeltrick bei Senioren zunutze machen und offenbart, mit welchen Risiken man dank Tinder und Kleinanzeigen lebt. Alles alltägliche Vorfälle, denen wir schnell zum Opfer fallen können. Und dazu gehören auch gewisse Werbelügen und Anzeigen im Internet. Sie geht auch auf die Spur von Spammern und Scammern.

Und das tut sie sehr humorvoll und mitreissend! Mit einer guten Portion Humor, lädt sie uns ein, in ihre Welt der Fälle einzutauchen und berichtet aus dem täglichen Leben der Hobbydetektivin. Sie hat einen wunderbar leichten, etwas bissigen, aber wirklich einladenden Schreibstil, der mir richtig gut gefallen hat. Und trotzdem packt sie sehr viel Wissen für uns Leser:innen in ihr Buch. Ich habe es gar nicht weglegen können. Sie schafft es, mich durch Betrugsfälle und die Aufklärung dazu komplett zu unterhalten. Ich habe gelacht, war oft erstaunt und sehe „Caro ermittelt“ als absolute Bereicherung. Man kann dadurch noch viel lernen.

Klasse!

 

 

Sophie Kinsella: Wie Fühlt Es Sich An?

Seit langer Zeit liebe ich die Bücher von Sophie Kinsella. Mit ihrem Humor und dem super flüssigen Schreibstil, hat sie in den 200er Jahren mein Herz erobert. Doch jetzt schlägt sie im Buch „Wie fühlt es sich an?“ eher leisere, nachdenkliche Töne an. Und das hat einen tragischenen Grund…

Sophie Kinsella berichtet auf literarische Weise von ihrer Krebsdiagnose und der Zeit danach. Sie ist also Hauptprotagonistin Eve. Und „Wie fühlt es sich an?“ hat mich wirklich sehr berührt.

Eve findet sich eines Tages im Krankenhaus wieder und erfährt die schlimme Diagnose: sie hat einen Hirntumor und dieser wurde operativ entfernt. Ihr geliebter Mann Nick ist an ihrer Seite. Und durch die OP verändert sich Eves ganzes Leben. Alles, was selbstverständlich war, muss sie neu erlernen: das Laufen, das Reden, das Schreiben, einfache Dinge des Alltags. Außerdem besteht die Gefahr, dass sie nie wieder dieselbe Person sein wird. Denn der Tumor hat vieles verändert. In ihr, in ihrem Leben und sie weiß nicht, ob sie jemals wieder heilen wird. Und dann steht sie vor dem Moment, in dem sie ihren Kids die ganze Situation erklären muss. Ihr bisheriges Leben scheint in Trümmern zu liegen. Sie muss mit der Unsicherheit leben. Aber dann beginnt Eve, die kleinen Dinge zu sehen, die so wertvoll sind. Die Zeit mit ihrem Mann, das Händchenhalten mit ihm, die Tasse Tee in der Frühe, die Auszeit mit ihren Kindern und vieles mehr. Sie beginnt, neuen Lebensmut zu fassen.

Sophie Kinsella bekam 2020 die Diagnose, einen agressive Hirnturmor zu haben. Sie ist noch immer in Therapie, aber hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Und genau diese Hoffnung legt sie auch in die starke, authentische Gestaltung der Eve. Eine wunderbare Frau, die nicht aufgibt, obwohl ihre Zukunft ungewiss ist. Dieser Kurzroman hat mich sehr berührt, denn Krebs hat in meiner Familie leider immer eine Rolle gespielt. Als ich 9 war, erkrankte meine Mutter an Brustkrebs, dann verlor ich meinen Lieblingsonkel an einen Gehirntumor. Diese Krankheit ist so fordernd, so ungerecht. Sie stellt einfach so alles auf den Kopf und ist sehr besitzergreifend. Aber es gibt auch Dinge, die man trotz der Brutalität der Erkrankung nicht aus den Augen verlieren darf. Dinge und Werte. Liebe. Familie. Freunde. Zeit.

 

Mit „Wie fühlt es sich an?“ ist Sophie Kinsella ein authentischer Roman voller Tragik, Drama, Nachdenklichkeit gelungen, der mich sehr betroffen gemacht hat. Doch sie schenkt uns auch Hoffnung und Zuversicht und die Message, dass am Ende eines Tunnels immer Licht auf uns wartet. Egal, wie dunkel die Tage sind, es gibt immer etwas, was unser Leben wieder erleuchtet.

Der Schreibstil ist sehr einfühlsam, intensiv und mitreissend. Er ist gut verständlich und verpackt dieses traurige Thema in ein literarisches, sensibles Gewand. Stark und gefühlvoll.

Dieses Buch empfehle ich von Herzen!

 

Philippa L. Andersson: Winning A Game Called Trust

Kennst du schon die Bücher von Philippa L. Andersson? Ich durfte bereits mehrere ihrer Romane lesen und kann sie nur empfehlen. Mit „Winning A Game Called Trust“ habe ich Band 2 der „Nice Grumpy Hero“-Dilogie lesen dürfen-

Der Grumpy Hero ist Caden Catrall, ein Quarteback, der nicht mehr aktiv spielt.  Er sagt widerwillig zu, gemeinsam mit seinem Bruder und dessen Freundin in den Urlaub zu fahren. In einem Gruppenurlaub, genauer gesagt- und auch Deliliah ist dabei, die beste Freundin seiner zukünftigen Schwägerin. Er muss mit ihr im Flugzeug anreisen, was sich bald zum Abenteuer entwickelt. Er landet mit ihr in einer unvorhergesehenen Situation, denn der Flieger kommt in ein Unwetter und Caden und Delilah landen ungewollt auf einer wunderschönen, aber einsamen Insel. Sie müssen dort irgendwie überleben und dafür müssen sie sich zusammen raufen. Sie können aber so gar nicht miteinander. Es gibt viele Reibungspunkte. Aber inmitten der Extremsituation merken sie bald, dass sie Gefühle füreinander entwickeln. Aber reicht die Einsamkeit aus, um die beiden sehr unterschiedlichen Menschen zusammen zu führen?

Mich hat der Klappentext wirklich gecatcht. Zwei Menschen. die unterschiedlicher nicht sein können, landen auf einer einsamen Insel in der Karibik und müssen wohl oder übel miteinander klar kommen. Das bietet jede Menge Raum für allerhand amüsante, aber auch leidenschaftliche Szenen. Die Dialoge sind geistreich und erfrischend, außerdem gefällt mir der Schreibstil von Philippa sehr gut. Er ist sehr flüssig, gut verständlich und schafft genau den richtigen Mix aus Lockerheit und Spice. Dieser ist gut dosiert und hat mir den einen oder anderen verzückten Moment beschert. Stilvoller Spice übrigens.

Ein rundum gelungener, toller Roman aus der Feder einer Autorin, die ih sehr gerne lese.

Lesetipp!

 

Carolyn Litzbarski: Beziehung Kann Ich Doch

Eine Beziehung ist nicht immer einfach. Aber wenn man diesen einen Menschen gefunden hat, mit dem man sie sich vorstellen kann, hat man den ersten Schritt zur Zweisamkeit getätigt. Aber keine Beziehung ist immer nur glücklich, keine ist perfekt. Und viele von uns haben Muster in uns, die immer wieder zu denselben Problemen führen. Und die ziehen oft Enttäuschung, Liebeskummer und Verletzungen mit sich.

Die Autorin von „Beziehung kann ich doch“ Carolyn Litzbarski ist Sozialpädagoin und Beziehungscoach. Sie besitzt seit 2019 ihre eigene Praxis, in denen sie sich den Themen Beziehungen und Partnerschaft widmet. Sie ist also die ideale Autorin für diesen Ratgeber, den ich regelrecht verschlungen habe. Sie gehört,wie ich, zur „Generation beziehungsunfähig“ und hat selbst viele Erfahrungen gemacht. Während ihrer Arbeit als Beziehungscoach kam sie zum dem Schluss, dass die Herausforderungen am Beziehungsanfang ganz anders sind alsd die in einer langen Partnerschaft. Und um genau diese Herausforderungen geht es in „Beziehung kann ich doch“. Sie berichtet von diesen Herausforderungen, erklärt die Gründe dafür und liefert auch gleich Hilfe und Rat. Sie beschreibt bestimmte Situationen, die wir alle gut kennen und zeigt Lösungswege auf, gibt Antworten auf die Fragen rund um diese Situationen. Es geht um das wiederkehrende Muster, welches ich habe: ich treffe immer wieder bindungsunwillige Männer, die sich herausreden, aber es geht auch um eine schnelle Routine gerade zu Beginn einer Beziehung,die das Gefühl der ersten Verliebtheit oft untergräbt.

Doch es sind nicht nur die Tipps, welche die Autorin gibt, die ich absolut sinnvoll finde. Es sind auch die Beispiele, die Erklärungen der Situation, in der sich bestimmt viele Leser:innen wieder erkennen werden. Authentisch und lebensnah beschreibt Carolyn Litzbarski diese und auch ihre Tipps und Lösungswege sind wunderbar erklärt und bereichernd. Sie sind auch sehr realistisch und sehr gut umsetzbar. Mit „Beziehung kann ich doch“ gibt uns die Autorin einen sehr professionellen, aber auch lebensnahen Ratgeber an die Hand, der vielen von uns weiterhelfen wird.Ich persönlich kann die Tipps und Lösungen sehr gut umsetzen, habe damit schon einiges erreicht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und mitreissend. Alles ist gut verständlich und einleuchtend. Eine wirkliche Bereicherung für Beziehungen unserer „Generation beziehungsunfähig“.

 

 

Petra Schier: Vier Pfoten Und Zwei Weihnachtswunder

Lust auf ein tierisch-tolles Weihnachtsbuch aus der Feder von Petra Schier? Die Autorin mag Hunde, denn auch in ihrem neuen Weihnachtsroman „Vier Pfoten und zwei Weihnachtswunder“ geht es wieder um den besten Freund des Menschen.

Lena arbeitet in der Sicherheitsfirma ihrer Familie. Eines Tages stellt ihr Vater Martin ein- und sofort herrscht eine gewisse Antipathie zwischen ihnen. Dann gibt es da noch Maria, die ebenfalls neu in der Firma ist, aber die ein auffällig enges Verhältnis zu Lenas Vater plegt. Der Advent ist für die junge Frau daher nicht sonderlich besinnlich, sondern verwirrend und emotional. Und dann giobt es da noch den Weihnachtsmann. Wie soll er einen Wunsch erfüllen, wenn es keinen gibt? Doch dann bekommt er nicht nur einen Wunsch, sondern zwei geliefert- und das sehr kurz vor Weihnachten. Schafft der Weihnachtsmann es, das Fest der Liebe für gewisse Menschen zu retten durch den kleinen Hund Buddy, einen Havanesen?

Was soll ich sagen? Petra Schier schafft es, solide Liebesromane zu schreiben, ihre Weihnachtsbücher gehören zu meiner Leseroutine in jedem Jahr dazu. Ihr Schreibstil ist gewohnt gut verständlich, einfühlsam und sie wählt genau die richtigen Worte für diese niedliche, berührende Liebesgeschichte. Ich bin zwar der absolute Katzenmensch, aber ich mag Hunde auch sehr und Buddy ist einfach zauberhaft.

Ein solider Liebesroman voller Gefühl, weihnachtlicher Stimmung und tierischem Vergnügen.