Maja Peter: Wenn du nicht wärst

Mit „Wenn du nich wärst“ von Maja Peter habe ich einen wunderbaren, tiefgründigen Roman gelesen, der mich sehr beeindruckt hat.

Hauptprotagonistin  Carla arbeitet an einem Theaterstück über die Liebe und unterrichtet ausserdem Jugendliche. Und dann ist da Samuel, der einst ein typischer Technofan war, der jetzt einen Laden für schicke Einrichtung führt und seine Mutter in ihrer Karriere als Modell unterstützt. Diese beiden unterschiedlichen Menschen treffen sich und sie merken, wie ähnlich ihre Leben und Schicksale sind. Sie beide sind in der Mitte des Lebens angekommen und haben die Scheidung ihrer Eltern erlebt. Sie verlieben sich ineinander und beginnen eine Beziehung. Sie schaffen es, das Erlebte hinter sich zu lassen und ihre Verbindung funktioniert. Doch mit dieser Beziehung ist nicht jeder einverstanden…

Wie schön kann ein Schreibstil bitte sein? Der Klappentext klingt nicht besonders vielversprechend, aber der Roman begeistert durch diesen besonderen Schreibstil und seine Protagonisten. Der Schreibstil ist sensibel, direkt, mitreissend und wirklich emotional. Die Autorin hat mich sehr schnell damit gepackt und sorgte dafür, dass ich diese besondere Lebensgeschichte zwischen Samuel und Carla nicht zur Seite legen konnte. Ein Roman fernab des Mainstreams, aber dafür umso lesenswerter. Er hat mich begeistert, berührt und ich hatte wunderbare Lesestunden. Feinsinnig, intensiv und vollkommen gelungen.

Eine Bereicherung für jedes Bücherregal.

 

Rupert Holmes: How to murder your Boss – McMasters Handbuch zum Morden

Heute scheint der Abend der Krimis zu sein. ^^ Jedenfalls verfasse ich heute einige Rezensionen zu von mir gelesenen Krimis und Thrillern. Und mit „How to murder your boss- McMasters Handbuch zum Morden“ geht es weiter damit.

Der Schauplatz dieses Krimis, den man nicht zu ernst nehmen darf, ist das legendäre McMasters-Konservatorium für Angewandte Küste. Eine geheime, edle Hochschule, auf der die Studenten eines lernen: das Morden. Sie erfahren, wie sie ihre Opfer am besten töten. Und damit beginnen die Probleme für die Studenten. Denn jeder kann jederzeit das Opfer eines Klassenkameraden werden. Die Abschlussarbeit besteht darin, dass jeder Studierender den perfekten Mord verüben kann.

In diesem Band der Reihe begleiten wir drei Studenten des Konservatoriums in den 50er Jahren, die gemeinsam ein Ziel verwirklichen wollen: sie wollen ihren Vorgesetzten töten. Sollten sie dies schaffen, aber dabei erwischt werden, werden sie selbst zu Opfern werden…

Was wirklich dunkel und finster klingt, ist auch genauso. Aber der Schreibstil holt sehr viel heraus. Er ist flüssig, sarkastisch und besitzt einen ganz speziellen Humor. Das Thema wird ziemlich gut abgehandelt, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Natürlich ist der Storyplott nicht für jeden etwas, ich war aber überrascht, wieviel Spass dieser Krimi macht.

Ein makabrer, aber humorvoller, tiefschwarzer Krimi für unterhaltsame Lesestunden.

Katherine Black: May Morrigans mysteriöse Morde

Mit „May Morrigans mysteriöse Morde“ ist Katherine Black ein Kriminalroman über eine pensuonierte Bibliothekarin namens May Morrigan gelungen. May ist speziell. Sie liebt pastellfarbene Kleidung und ihre Perlenkette. Sie führt eine beeindruckende Buchhandlung, wo sie sehr viel Zeut verbringt. Und dazu lebt sie in einer vorbildlichen Gegend, einem Vorort von London. Ihr Leben teilt sie mit ihren beiden Hunden und mit ihrem früheren Studienfreund Fletcher. Alles könnte so idyllisch sein. Aber Mays Hang hat ein Problem. Sie entledigt sich gerne nervigen und liebsamen Menschen. Wer das Idyll ihres Vororts stört, wird von ihr schnellstens beseitigt. Aber dann verschwindet ein junges Mädchen und May fragt sich: wer hat das Mädchen entführt- will jemand May übertrumpfen? Kann sie das unschuldige Mädchen retten und den Täter vor dem Zugriff der Polizei eliminieren?

Für die Lektüre braucht man wirklich einen Verständnis für schwarzen Humor und für schwarze, britische Krimis. Anders kann man die Erlebnisse von May Morrigan nicht ertragen. Die ältere Dame hat Spass daran, Leute aus dem Leben scheiden zu lassen, die ihr unliebsam sind. Das erledigt sie mit Erfahrung und einer gewissen Finesse. Ich habe mich schwer getan, in den Roman hinein zu finden.

Es liegt vielleicht am Schreibstil, der für mich nicht komplett mitreissend ist. Und ich mag May einfach nicht. Ja, sie ist eine Mörderin und ich hege keinerlei Sympathien für sie- und das ist das Problem. Mir ist der ganze Fall, der ganze Storyplott, zu viel. Auf der einen Seite ist da die bieder wirkende May, die in einem echten Idyll zu leben scheint und diese um jeden Preis bewahren will- koste, was es wille.

Mir ist das Buch zu schwarz, zu absurd. Sorry, aber nicht mein Ding!

 

 

Chris Dominik: Narbenwald

Lust auf einen atmosphärischen, düsteren Thriller? Du kommst mit Brutalität klar?  Dann möchte ich dir heute mit „N?benwald“ den Auftakt zu Chris Dominiks „Ein Davids-und-Martin-Thriller“ vorstellen.

Darum geht´s:

In einem alten, verlassenen Hotel in Königstein gibt es einen schrecklichen Fund: die Augäpfel eines Mannes. Darunter hat jemand mit Blut geschrieben: „Er hat es gesehen!“ Es dauert nicht lange, bis die Polizei die Leiche des Mannes findet und diese ist übel zugerichtet. Ein Fall für Kriminalhauptkommisar Marc Davids und seine attraktive Kollegin Zoé Martin. Sie sind noch ganz am Anfang ihrer Ermittlungen, als auf Social Media ein Video auftaucht. Dies zeigt die Polizei am Fundort, den Tatort, die beiden Kommissare selbst und alle schlimmen Einzelheiten zum Mord. Nur dieser selbst wird nicht gezeugt. Dann werden Ohren gefunden und erneut ist eine blutige Nachricht hinterlassen worden und es gibt ein weiteres Video. Die Ermittler tappen im Dunkeln. Ist es der Mörder, der die Videos dreht? Hat er eine Rechnung mit den Ermittlern offen? Oder ist er nur ein Zeuge, der der Polizei helfen will? Oder ist der Mörder selbst Opfer eines durchgeknallten YouTubers? Die Beiden tappen in Dunkeln und liefern sich gleichzeitig einen Wettlauf mit der Zeit…

Wie verstörend kann ein Buch sein? Ich muss zugeben, „Narbenwald“ ist absolut nichts für mein schwaches Gemüt. Der Storyplott ist ideal für Fans des Genres- für mich ist das alles zuviel. Der Schreibstil des Autoren ist sehr flüssig, eindringlich und er scheut sich nicht, grausame Details zu nutzen, um die Taten genauer zu beschreiben. Die Atmosphäre ist nicht nur finster und hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl, das Ganze ist brutal und übergeht meine persönlichen Grenzen. Ich bin eben zart besaitet. Für Leser:innen des Genres wird „Narbenwald“ ein Highlight sein. Für mich ist es schwere Kost, die ich nur knapp aushalten konnte.

Zu brutal, zu düster, zu viel.

 

Rosalia Aguilar Solace: The Great Library Of Tomorrow

Mit „The Great Library Of Tomorrow“ eröffnet Rosalia Aguilar Solace die neue Buchreihe „Das Buch der Weisheit“. Diese Trilogie basiert auf dem beliebten, weltbekannten „Tomorrowland“-Festival.

Tomorrowland meets High Fantasy!

In der Papierwelt gibt es eine große Gefahr: der Aschenmann verbreitet Angst und Schrecken, dnn er will jegliches Licht auslöschen und alle Welten leiden lassen. Doch da sind noch die Weisen der Großen Bibliothek von Morgen- und zu ihnen gehört Helia. Sie will den Aschenmann stoppen und ist die Einzige, welche die Kraft dazu hat. Um sein Vorhaben zu vereiteln, muss Helia eine verlorene Erinnerung finden und geht dafür auf eine intensive, gefährliche reisen. Mit dieser Erinnerung ist die Bibliothek in der Lage, den Aschenmann und seine Zerstörungswut zu bekämpfen. Für diese Aufgabe muss Helia ganz tief in die Writen der Papierwelt eintauchen und muss die legendäre, mysteriöse ewige Stadt erreichen. Auf diesem Weg liegen viele Gefahren für Helia. Doch sie ist nicht allein. Sie findet echte Freunde und ihre wirkliche Bestimmung. Schafft sie es, die Erinnerung zu finden und der Bilbiothek somit die Kraft zu geben, die sie braucht, um den Aschenmann zu besiegen?

Ich muss zugeben, ich kenne die Welt von Tomorrowland nicht. Aber ich fand den Klappentext zu „The Great Library Of Tomorrow“ sehr vielversprechend, das Cover beeindruckend. Allerdings habe ich eine ganze Weile gebraucht, um in die Welt einzutauchen. Das liegt am Schreibstil, der mich nicht sofort mitgerissen hat und am komplexen Wordbuilding. Das Buch hat großes Potenzial und ja, es gibt sehr starke fantastische Momente, die mich beeindrucken konnten. Aber ich hatte so meine Probleme mit der Welt. Jedoch freue ich mich auf weitere Bände der Trilogie. Der Schreibstil ist komplex, aber auch interessant und mal ganz anders.

Die Papierwelt gefällt mir gut, Helia mag ich. Sie ist stark und neugierig, nur manchmal fehlt mir bei ihr etwas.

Letzten Endes ist „The Great Library Of Tomorrow“ ein interessanter Auftakt einer High Fantasy- Trilogie, die ich so noch nicht gelesen habe. Mit viel Potential, mit einer düsteren Atomsphäre und ja, ich habe noch lange über den Storyplott nachgedacht.