Vivien Giland: Winterzauber Im Chateau

Es ist endlich die Zeit gekommen für wunderbar leichte, romantische Romane voller Winter- und Weihnachtsfreude. Ich liebe das Fest der Liebe- auch literarisch. In „Winterzauber in Chateau“ entführt uns Autorin Vivien Giland in eine wundervolle Liebesgeschichte.

Livia mag Weihnachten nicht und sie will während der Feiertage viel lieber arbeiten. Doch dann wendet sich Nane an sie, ihre beste Freundin. Livia soll deren Bruder helfen, das Lieblingshotel ihrer Familie vor dem Bankrott zu retten. Livia ist gutmütig und will ihrer Freundin natürlich nicht absagen-auch wenn sie und Marco eine komische Hassliebe verbindet. Aber Marco hat ein neues Angebot für Paare ins Programm genommen und möchte, dass Livia dieses mit ihm zuammen austestet. Darauf hat sie natürlich keine Lust, aber sie kann Nane und deren Familie nicht hängen lassen. Doch während des Tests, erwischt sich Livia dabei, wie sich ein Kribbeln in ihrem Bauch ausbreitet. Der Grund: Marco, ausgerechnet er. Doch inmitten von Romantik, von Winterwetter und der Vorfreude auf Weihnachten, kommen sich die beiden Streithähne widerwillig näher… schuld daran ist das romantische Chateau, in dem sie gemeinsam viel Zeit verbringen…

 

Was ist das bitte für ein toller Schreibstil der Autorin? Er ist sehr leicht konsumierbar, sehr flüssig, locker-leicht und trotzdem angemessen emotional, wirklich gut. Ich habe auch die beiden Protagonisten in mein Herz geschlossen. Und  dazu hat Vivien ein ganz cosy und tolles Setting voller winterliche Atmosphärer erschaffen, an diesem Roman ist alles stimmig.

Was mich wirklich amüsiert hat, waren die lebhaften, aber so guten Szenen zwischen Marco und Livia. Sie verbindet eine Hassliebe, aber so ganz ernst kann ich diese nicht nehmen. Ich glaube, die Beiden wissen schon lange unterbewusst, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen, die Funken fliegen. Die Energie zwischen den Beiden ist fassbar und macht „Winterzauber in Chateau“ zu einem rundum gelungenen, winterlichen Lesehighlight. Locker-leicht, mitreissend und soooo cosy.

 

Du Stirbst Nicht Nur Zur Sommerzeit

Muss Weihnachtslektüre immer romantisch sein? Nein, denn mit der Sammlung „Du stirbst nicht nur zur Sommerzeit“ liefert der Verlag Harper Collins 24 mörderish gute, weihnachtliche Geschichten. Und die haben es in sich!

Die Anthologie versammelt wirklich gute, kurze Krimigeschichten voller Mord und Spannung.

Wer kurze Episoden mag, wird dieseS Sammlung lieben. Es gibt Geshichten von bekannten und beliebten Autor:innen des Genres. Das ist der ideale Adventskalender für alle Krimi-Fans. Die Geschichten sind sehr spannend, makabar, gruselig, aber auch lustig und stimmen teilweise zum Nachdenken. Was ich allerdings vermisst habe, war der schwarze Humor, den ich aus Sammlungen dieser Art kenne. Schade, aber das schmälert den Lesespaß nur ein wenig.

Absolut spannend, sehr unterhaltsam und mitreissend. Tolle Sammlung von kurzen Krimiepisoden.

 

Robyn Carr: Winterträume In Virgin River

Seit einigen Jahren ist auf Netflix die Erfolgsserie „Virgin River“ zur gleichnamigen Buchreihe von Robyn Carr zu sehen. Ich habe gerade angefangen, sie zu bingwatchen und habe mich umso mehr gefreut, als ich „Winterträume in Virgin River“ als Rezensionsexemplar erhalten habe.

Wer Kleinstadtsettings mag, wird „Virgin River“ lieben. Es gibt in jedem Buch ein Wiedersehen mit den Bewohnern der Stadt. Und das ist einfach toll.

Weihnachten steht vor der Tür und Becca wünscht sich nichts sehnlicher, als Denny Cutler zu vergessen. Er hat sie vor 3 Jahren im Stich gelassen und Becca blieb mit großem Kummer zurück. Doch jetzt ist es soweit, sie will liebestechnisch wieder in eine positive Zukunft schauen. Denn sie hat wieder jemanden an ihrer Seite und die Verlobung ist nur eine Frage der Zeit. Um endgültig mit Denny abzuschließen, reist sie ins verschlafene Virgin River. In den Bergen fühlt sie sich sofort wohl, Virgin River gibt ihr ein Gefühl des Wilkommen seins. Und der kleine Ort ist komplett in die Magie von Weihnachten getaucht. Liebevolle Deko, der leckere Duft von Keksen, die ganze Stimmung der Einwohner ist so schön und heimelig. Und Beccas Gefühlswelti ist in Gefahr. Sie verliebt sich in den Ort- und merkt, wem ihr Herz noch immer gehört…

Ich bin ganz tief in die magische Winterwelt von Virgin River eingetaucht. Wie cosy kann ein Roman denn bitte sein? Ich habe jede Seite regelrecht aufgesaugt, habe die Geschichte von Denny und Becca sehr genossen.

Der Schreibstil von Bestsellerautorin Robyn Carr ist absolut klasse. Sehr flüssig, sehr bildhaft und emotional, aber nicht kitschig. Ich habe Becca direkt in mein Herz geschlossen. Ihre Gefühle konnte ich gut nachvollziehen und ich habe mit ihr mitgefiebert, mitgelitten, mitgeliebt.

Das Setting muss man mögen, wenn man Small Town-Romance liebt. Eine Bereicherung für jedes Bücherregal. Ich habe vor meinen Augen die weihnachtliche Umgebung gesehen, habe den Geruch der Kekse regelrecht selbst wahr genommen,so intensiv und heimelig ist dieser Roman.

Die perfekte Lektüre für die Advents- und Weihnachtszeit!

 

 

Katharina Von Der Lane: Haribo-So schmeckt Das Glück

Ein Buch über Haribo? Das musste ich unbedingt lesen! Das Autorenduo Katharina von der Lane besteht aus Christiane Omasreiter und Kathrin Scheck. Sie schildern in Romanform, wie der heutige Weltkonzern entstanden ist.

Das Buch spielt in Bonn, wir befinden uns im Jahr 1920. Hans Riegel hat es die Welt von Süßwaren angetan, er hat den Beruf des Bonbonkochers gelernt und damit seine Leidenschaft zum Job gemacht. Er träumt davon, eine eigene Firma zu gründen. Getrud Vianden teilt seinen Traum und hilft ihm, wo sie nur kann. Die Beiden sind verliebt und widmen sicn nach ihrer Hochzeit der ultimativen Herstellung von Süßigkeiten. So enstehen in ihrer Küche die leckerste Sünden Sie erfreuen sich bald großer Beliebtheit, Gertrud liefert die Ware an die Kunden aus. Aber so einfach ist das Geschäft nicht. Viele nehmen die Pläne und den Traum des Ehepaares nicht ernst und außerdem herrscht doch eine gewisse Konkurrenz vor. Können Hans und seine Frau es schaffen, mit ihren Bonbons ihre Familie zu ernähren? Oder verrennen sie sich in einen Wunschtraum?

Wer liebt nicht die Produkte von Haribo? Übrigens steht der Name Haribo für „Hans Riegel Bonn“. Ich liebe die Bonbons und das Konfekt jedenfalls sehr, das Weingummi ist legendär. Aber kommen wir zum Buch!

Der Schreibstil ist wirklich mitreissend. Die beiden Autorinnen schaffen es, mich wirklich zu fesseln. Ich habe befürchtet, dass der Roman mich nicht packen würde, bei historischem Geschehen ist das immer so eine Sache. Aber von der ersten bis zur letzten Seite, hat mir „Haribo- So schmeckt das Glück“ absolute Lesefreude bereitet. Das Autorinnen-Duo verpackt die Enstehungsgeschichte von Haribo so spannend und mitreissend, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte.

Hans und Getrud sind tolle Charaktere, die einen Traum haben und wider jeden Gegenwind dafür kämpfen. Sie wollen die Menschen mit leckeren Bonbons glücklich machen und müssen dafür einige Hindernisse überwinden. Die Liebesgeschichte zwischen ihnen finde ich berührend, da haben sich zwei Menschen gesucht und auch gefunden. Kurz gesagt: dieser Roman ist eine wunderbare Geschichte über ein legendäres Unternehmen, welches aus der Welt der Süßigkeiten nicht mehr wegzudenken ist. Es geht um den mühseligen Kampf, um den Aufstiegen zu einem weltweit bekannten und erfolgreichen Unternehmen. Ein Stück deutsche Geschichte wird hier auf erzählende Art wiedergegeben.

Wirklich toll!

 

 

Jenny Jackson: Pineapple Street

Ich habe auf Social Media vom neuen Roman „Pineapple Street“ von Autorin Jenny Jackson gehört. Der Klappentext klang super und ich habe mich riesig gefreut, als ich die Zusage bekam, das Buch rezensieren zu dürfen. Leider konnte es meine Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Die Pineapple Street ist eine imaginäre Straße in der Gegend Brooklyn Heights. Dort in New York City lebt u.A. die Familie Stockton, die sehr vermögend ist. Sie können sich jeglichen Wunsch erfüllen, aber ihren Töchtern Darley und Georgiana, sowie der Schwiegertochter Georgiana reicht dies nicht.

Darley hat einen Job, der sie gut verdienen lässt, aber als sie die Chance bekommt, Mutter zu werden, liegt ihr dieser so gar nicht am Herzen. Sie schlägt auch ihr Erbe aus und schlussendlich bricht sie mit vielen Dingen, um privat glücklich zu sein. Sasha, die Schwiegertochter, stammt aus einer ganz anderen Welt als die Stocktons. Die Wertte, Traditionen und Konflikte der Familie sind ihr komplett fremd und sie lebt sich einfach nicht dort ein. Sie hadert mit dem großen Wunsch, dass ihre Schwiegermutter sie unbedingt mögen muss. Aber dann hat Sasha Probleme, den vorbereiteten Ehevertrag zu unterschreiben. Was ist wirklich los mit ihr?
Und dann ist da noch die jüngere Tochter der Stocktons, Georgiana, meine Favoritin unter den drei Frauen. Sie verliebt sich in einen Mann, es ist eine Art verbotene Liebe und sie leidet darunter, sich dem Ganzen zu stellen.

So vielschichtig wie die drei Protagonistinnen sind, so vielschichtig ist der Storyplott. Ich habe allerdings mehr erwartet. Wir erfahren hier alles rund um die reiche Familie Stockton. Eine Familie voller Tradition, aber auch Zwänge und Konventionen. Alle 3 Frauen erleben ein anderes Schicksal, sind unterschiedlich, aber letzten Endes kämpfen sie gegen dieselben Umstände an und wollen nur eins: glücklich werden, wenn auch auf ihre eigene Art und Weise.

Die Tiefe der Charaktere gefällt mir sehr gut, außerdem mag ich den Schreibstil von Jenny Jackson. Er ist flüssig, tiefgründig, emotional und gut konsumierbar. Die Atmosphäre der Handlung mochte ich ebenfalls, aber oft war mir die Familie Stockton, schlicht gesagt, zu kompliziert, zu oberflächlich. Ihre Dynamik ist eine ganz eigene, das verrät uns bereits der Klappentext. Aber es geht auch um Geld und Macht. Und die einfache Frage: was bringt das ganze Geld, wenn man nicht glücklich ist?

Ich habe jedoch mehr erwartet. Mehr Drama, weniger Familienproblematik, mehr Gefühl. Sicherlich ist „Pineapple Street“ alles andere als ein schlechtes Buch. Ich habe mich jedoch nicht so gut unterhalten gefühlt. Vieles war vorhersehbar und hat mich überhaupt nicht überrascht. Und das finde ich schade. Ich mag allerdings den Humor.

Erzählt wird „Pineapple Street“ aus der Sicht der drei Frauen, was dem Storyplott gut tut, aber mir fehlt es an Spannung und mehr Dynamik. Das Buch ist mir etwas zu ruhig und wie gesagt, vorhersehbar.

Ansonsten ein solider Roman rund um eine reiche Familie, ihre Probleme und der Frage, welchen Wert Geld im Leben ausmacht.