Mia Sole: Die Sehnsucht Zwischen Den Wellen

Mit der „Sehnsuchts“-Trilogie ist Mia Sole ein Romance-Klassiker gelungen. Ich durfte vor einigen Monaten Band 1 lesen und habe nun auch endlich mit Band 2 „Die Sehnsucht zwischen den Wellen“ die Fortsetzung der Geschichte von Larissa gelesen. Heute möchte ich euch dieses wunderbare Buch ausführlich in Form einer Rezension vorstellen.

Larissas wichtigster und größter Tag im Leben steht ihr bevor- aber sie sagt „nein“ und flüchtet daraufhin mit ihrer Freundin Tatjana nach Kroatien. Sie braucht dringend Ruhe und Seelenfrieden. Nach allem, was passiert ist, will sie wieder das Gefühl von Freiheit spüren. Tatjanas Cousin Leon zeigt ihr die Gegend und damit die besondere, einzigartige Landschaft Istriens. Larissa beginnt, ihre Seele wieder zu öffnen und sich frei zu fühlen. Aber das hält nicht lange an…
Silvan taucht wieder auf. Die große Jugendliebe, über die Larissa nie wirklich hinweg gekommen ist. Ihre Liebe zerbrach an den schlimmen, traumatisierenden Erlebnissen, die er erfahren musste. Was soll Larissa tun? Sollsie Silvan helfen oder sich auf sich selbst konzentrieren? Denn gerade noch hat sie unbeschwerter denn je ihren Urlaub genießen können. Doch die Zuneigung für Silvan ist noch immer da und die Anziehung zwischen ihnen ebenfalls. Wird Larissa zu ihm stehen und ihm helfen? Oder wird sie den eingeschlagenen Weg alleine weitergehen?

Die Sehnsuchts-Trilogie trägt ihren Namen nicht umsonst. Mia Sole entführt uns literarisch an ganz besondere Orte. Dieses Mal ist es Istrien. Die Autorin bildet die Landschaft, die Menschen so authentisch ab, dass man tief eintauchen kann. Nach dem sehr tiefgründigen ersten Buch, welches uns das Kennenlernen von Silvan und Larissa schilderte, besitzt „Die Sehnsucht zwischen den Wellen“ mehr Leichtigkeit, aber genauso viel Spannung und Tiefgang.

Ich habe mich gefreut, Larissas Geschichte weiter verfolgen zu dürfen. Der Schreibstil von Mia Sole ist erneut gefühlvoll, gut verständlich, leicht und mitreissend. Dadurch landet man als Leser/in gefühlt sofort im Geschehen. Das Buch setzt da an, wo Band 1 endete und entführt uns an einen ganz besonderen Ort. Ich habe diese Reise nach Istrien sehr gemocht. Der Schreibstil ist auch angenehm bildhaft, man kann sich das Setting sehr gut vorstellen.

Hinzu kommt die fragile Liebesgeschichte zwischen Larissa und dem vom Schicksal schwer gebeutelten Silvan, die ihren Lauf nimmt. Mir gefällt aber auch der Aspekt sehr gut, dass Larissa alleine in Istrien wieder zum Durchatmen kommt, eine gute Zeit erlebt und ihren Weg im Leben zu finden scheint. Oder kommt die Liebe zu Silvan dazwischen? Können die zwei die Hindernisse hinter sich lassen oder geht Larissa ihren Weg alleine weiter?

Intensiv, gefühlvoll und ein Wohlfühlroman voll großer Emotionen.

4,5/5 *

Kerstin Hau: Sommer Bei Dir- Winter Bei Mir

Bereits im Dezember 2023 ist mit „Sommer bei dir- Winter bei mir“ ein weiteres, wunderbares Buch von Kerstin Hau erschienen. Heute stelle ich euch dieses Werk endlich vor. Und etwas kann ich versprechen: es ist ein sehr wertvolles Bilderbuch!

Im Buch geht es um Jill und ihren Cousin Julian. Sie leben an gegensätzlichen Enden der Erde. Jill wohnt mit ihrer Familie & ihrem Bruder in Australien, während die Heimat von Julian und seinen Verwandten Deutschland ist. Und das ist das Konzept des Buchs: es geht um die Unterschiede dieser beiden Lände. Wir begleiten die Beiden quer durchs Jahr. 12 Monate lang erfahren wir alles darüber, wie der Monat down under und auch bei uns in Deutschland abläuft.

Wir erfahren alles über die für Australien typischen Tiere wie Koalas, lernen Kängurus genau kennen und erfahren, welche Tiere es ansonsten dort noch gibt, die bei uns in Deutschland nicht vorkommen.  Wir erfahren alles über den Ablauf der Jahreszeiten in Australien, welche Feste gibt es dort, welche Feiertage werden in Deutschland gefeiert, welche in Australien?

Die Trennung der beiden Länder erfolgt auch optisch.

Die Illustrationen machen den wichtigsten Teil des Buches aus. Sie sind zielgruppengerecht, lehrreich und sehr gut verständlich. Die Texte dazu sind erklärend und wir erfahren interessante Fakten über zwei unterschiedliche Länder.

Es geht ums Wetter, um Tiere, um Unterschiede, um Feiertage. Damit wird „Sommer bei dir- Winter bei mir“ zu einem besonderen Bilderbuch. Ein Buch, welches so wertvoll ist. Es vermittelt auf spielerische, bildreiche Art interessante Fakten und es erweitert den Horizont der Leser/innen.

Ich mag die Illustrationen sehr, welche die Gegensätze optisch gut abgrenzen und ich finde das Konzept prima, dass Cousin und Cousine die Protagonisten sind und ihr Leben im jeweiligen Land bildhaft und spielerisch, aber so lehrreich, erläutert wird.

Eine Art Wimmelbuch des Wissens. Kerstin Hau hat ein Buch geschaffen, welches in keinem Kinder- und Jugendbuchregal fehlen sollte. Es hat ein angenehmes Format, liegt gut in der Hand und lässt sich prima lesen. Und nicht nur junge Leser/innen werden ihre Freude dazu haben. Auch ich hatte riesigen Lesespaß und habe viel gelernt!

Eine Länderkunde der anderen Art. Großartig! Für Kinder ab 5 Jahren, aber sicher auch für ältere Leser/innen geeignet.

5/5 *

 

 

Sandra Kiefer: Das Etwas Andere Glück

Vor einiger Zeit durfte ich den ersten Roman von Sandra Kiefer lesen, der mich wunderbar unterhalten hat. Nun habe ich auch „Das etwas andere Glück“ von ihr gelesen und möchte euch diesen weiteren Roman heute ausführlich vorstellen.

Torsten und Sandra sind ein Paar- aber er neigt dazu, Grenzen zu  ignorieren. Es passieren Dinge, die sie in Bezug auf ihr Leben umdenken lassen. Sie merkt, dass sie nicht das Leben führt, welches sie sich für sich selbst wünscht. Sie wird schwer verletzt und lernt im Krankenhaus Anna kennen. Die Ärztin und Sophia entwickeln Zuneigung füreinander und fühlen sich sehr von der anderen angezogen. Während ihrer Heilungsphase lernt sie aber auch Physiotherapuetin Emilia kennen, die ihrerseits Gefühle für Sophia entwickelt. Was dem homophoben, klein karierten Chef ein Dorn im Auge ist… kann Sophia sich entscheiden, für wen ihr Herz schlägt, kann sie Hindernisse hinter sich lassen und einen wirklichen Neuanfang mit echter Liebe und der richtigen Frau beginnen?

Dieser lesbische Roman von Sandra Kiefer setzt sich auf tiefgründige Weise mit wichtigen Terminen auseinander. Es geht um echte Werte, um gleichgeschlechtliche Liebe, um neues Vertrauen, um wichtige Entscheidungen und um Neuanfänge.

Die Protagonistin Sophia ist empathisch und authentisch. Sie durchläuft im Buch eine große Entwicklung und begreift, was sie wirklich vom Leben erwartet und merkt, dass ihr bisheriger Lebensstil nicht das ist, was sie möchte. Sie entdeckt die echte Liebe für sich, die bedingungslose Liebe und muss sich entscheiden, welchen Weg sie einschlägt.

Auch das Thema Homophobie wird von der Autorin aufgegriffen und auf sehr gute Weise eingebaut. Mich hat der homophobe Chef aufgeregt. Ich begreife noch immer nicht, wie in heutigen Zeiten noch keine volle Akzeptanz für gleichgeschlechtliche Liebe vorhanden sein kann. Daher ist es wichtig, dass auf das Thema immer wieder hingewiesen wird.

Sandras Schreibstil ist erneut sehr angenehm. Leicht, flüssig und einfühlsam. Sie hat einen authentischen, lebensnahen Roman mit der einen oder anderen spannenden Verwicklung verfasst, der Spass macht und unterhält. Ein tiefgründiger Roman über Lebenswege, lesbische Liebe und das Glück.

4,5/5 *

 

Jana Paradigi: Mina Moningham- Das Schulhaus Am Ende Der Galaxis

Endlich stelle ich euch den Auftakt zur Urban Fantasy-Reihe von Jana Paradigi vor! „Mina Morningham- Das Schulhaus Am Ende Der Galaxis“ ist der erste Band einer interessanten, spannenden Reihe.

Mina lebt in London, ist 24 Jahre alt und arbeitet selbstständig als Grafikdesignerin. Ihr Leben gerät aus dem Takt, als sie überraschend ein Schulgebäude erbt. Es ist in die Jahre gekommen und Mina ist nun seine Hüterin. Was aber nicht so einfach ist, denn sie muss erst eine Probezeit schaffen. Dabei muss sie komische Eregeln befolgen. Aber das ist nicht alles. Im Haus gibt es seltsame, skurrile Mitbewohner und einen Zusammenhang zu ihrer verschwundenen Mutter. Ihre geliebte Mutter, die ihr von sprechenden Tieren und Omen erzählt hat. Waren das gar keine Geschichten, sondern die Wahrheit?

Aber Mina und die Bewohner gertan bald in Gefahr. Denn es gibt Kräfte, die das Haus in ihren Besitz bringen wollen. Denn das Haus ist ja nicht umsonst „Das Schulhaus am Ende der Galaxis“. Ein Abenteuer der ganz besonderen Art erwartet Mina nun…

Ich habe diesen Reihenauftakt sehr genossen! Da Schulhaus ist ein besonderer, magischer Ort, deren Hüterin nun die unbedarfte Mina werden soll. In ihm wohnen wirklich skurille Wesen, die dem Buch was ganz besonderes verleihen. Mina lebt eigentlich ein normales Leben, aber wird durch das Erbe in ein Abenteuer hineingerissen.

Das Buch hat mich wirklich überzeugt. Ich liebe das Setting des wirklich einmaligen Schulhauses, seine Bewohner und auch Mina selbst. Der Storyplott beinhaltet Wendungen, die unvorhersehbar sind und die den Spanungsbogen noch größer machen. Der Schreibstil der Autorin ist genial. Er ist erfrischend, er ist leicht, sehr bildhaft und mitreissend. Er macht den ersten Band der Reihe rund um Mina Moningham zu einem echten Highlight. Uban Fantasy der anderen, erfrischenden Art. Spannend, skurril, magisch und voller Überraschungen.

Ich bin begeistert von dieser besonderen Welt, von diesem einzigarten Schulhaus und von Mina selbst. Ein Highlight für alle Fans des Genres!

4,5/5 *

Corinna Wieja: Fairy Tale Camp: Das märchenhafte Internat

Autorin Corinna Wieja hat eine Reihe von wunderbaren Kinder- und Jugendbüchern verfasst. Mit „Fairy Tale Camp: Das märchenhafte Internat“ startete sie eine weitere tolle Buchreihe. Ich möchte euch diesen ersten Band heute vorstellen.

Marie führt ein ganz normales Leben. Sie denkt nicht an Magie, auch wenn ab und an mal die eine oder andere seltsame Sache passiert. Und eines Tages erhält sie eine Einladung ins Fairy Tale Camp. Dieses Internat lädt alle magisch talentierten Kinder ein, dort Schüler/in zu werden. Marie sagt zu- und lernt dort Poppy, Ella, Will, Jake und Ro kennen. Alle gehören angeblich einer angesehenen, sagenumwobenen Märchenfamilie an. Marie hat so eine Familie nicht und sie ist überwältigt von ihrem ganzen neuen & magischen Umfeld. Es gibt magische Brunnen, zauberhafte Wirbelstürme und verhexte Bilder. Und letzten Endes kommt Marie zu der Frage: was hat die Magie und das Fairy Tale Camp mit ihrer Mutter zu tun? Diese ist verschwunden. Durch die dunkle Macht, die auch eine Bedrohung für die Fairys im Internat ist?

Erst einmal möchte ich anmerken, wie liebevoll das Design dieses Buches ist. Alleine das Cover finde ich sehr gelungen und passend. Die Innengestaltung ist wirklich zauberhaft- und so würde ich das ganze Buch bezeichnen: als „zauberhaft“.

Die Geschichte ist eine absolut tolle Grundlage, die mir sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil von Corinna Wieja konnte mich bereits zuvor überzeugen- und auch in diesem Buch gefällt er wieder sehr. Er ist gut verständlich, locker-leicht und verzaubert. Das passt natürlich perfekt zum Storyplott! Corinna Wieja hat eine ganz besondere Welt erschaffen, die voller Fantasie, Magie und Überraschungen steckt. Das Setting im Internat/ Camp finde ich einfach toll. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Seite ans Buch gefesselt gefühlt. Die Geschichte ist von vorne bis hinten so unterhaltsam und mitreissend.

Einfach klasse!

5/5 *