Ella Knopf: Das Kleine Traumcafé- Zitronenduft in Positano

Im Rahmen meines Sub-Abbaus („23 für 2023“) habe ich gerade das Buch „Das kleine Traumcafé- Zitronenduft in Positano“ gelesen und möchte euch heute davon berichten.
Etwas vorweg: wenn ihr Settings in Italien mögt, werdet ihr den ersten Band der „Traumcafé“-Reihe lieben. Denn schöner geht es nicht.

Am Anfang kam ich leider nicht so schnell in das Buch hinein. Ich tue mich schwer mit dem Tempus „Gegenwart“, aber das ist eine persönliche Präferenz, dafür kann die Autorin nichts. Aber nach zwei Kapiteln fand ich doch hinein. Und es hat sich wirklich gelohnt, nicht abzubrechen.

Katrin arbeitet für ein deutsches Magazin. Sie überredet die Redaktion, einen Job in Positano zu übernehmen. Als Kind hat sie dort oft Urlaub mit ihrer Familie gemacht und liebt die Amalfiküste seitdem. Positano ist ihre Herzensheimat. Für den Onlineauftritt des Magazins werden Bilder und Videos aus dem Ort an der Küste benötigt, sie setzt sich durch und darf schon bald dorthin reisen.

Die Zitrone übernimmt eine wichtige Rolle in der Handlung. An der Amalfiküste wächst sie ganz besonders gut und hat ein tolles Aroma. Und genau um diese frische Frucht geht es… Denn in Positano angekommen, findet Katrin ein kleines Geschäft vor. Es verkauft Kuchen, Kekse, Seife und alles mögliche rund um die Zitrone. Katrin lernt die Besitzerin kennen, eine italienische alte Dame, deren Herz an ihrem Geschäft hängt. Und Katrin verliebt sich ebenfalls in ihren Laden.
Kurz zuvor ist sie dem attraktiven Italiener Luca begegenet und die Beiden sind auf Anhieb so fasziniert voneinander, dass sie die Nacht miteinander verbringen. Doch dann begegnet Katrin Luca erneut. Denn er ist der unverschämte Enkel der Ladenbesitzerin Paola und will ihr das Geschäft abkaufen, um dort Parkplätze für sein Hotel zu erschaffen. Katrin ist erbost. Hat sie sich so in dem smarten Luca getäuscht? Ist ihm das Wohl seiner Oma so egal? Und warum löst er in ihr Gefühle aus, die sie gar nicht fühlen sollte?

Mehr möchte ich nicht verraten 😉 Ich habe die Protagonisten ins mein Herz geschlossen. Allen voran Paola, die mit knapp 100 Jahren noch so rüstig und kraftvoll ist. Aber auch Katrin gefällt mir gut, da sie ihren Traum lebt. Sie hat in Positano ihre Herzensheimat gefunden. So nenne ich den Ort, an dem die Seele zur Ruhe kommt und das Herz vor Freude springt. Diesen Herzensort gibt es für mich auch und es erfüllt mich jedes Mal mit derselben Sehnsucht, die auch Katrin empfindet, wenn sie an Positano denkt. Bei mir sind es die Nordsee und Ostfriesland. Ich habe große Sehnsucht, dorthin zu ziehen, doch wie Katrin habe ich hier meinen Job, Familie und Freunde.
Luca ist der typische Italiener mit Herz, charmant und attraktiv.

Natürlich ist die Handlung keine große Offenbarung, nicht neuartig. Aber Ella Knopf schreibt mit so viel Warmherzigkeit und erzeugt bei uns Leser:innen ein wunderbares Wohlgefühl, dass ich mich auf Band 2 sehr freue, der bereits erschienen ist und den ich über Amazon schon geordert habe.

Ich habe diesen Roman mit seinen knapp 200 Seiten sehr genossen. Wenn man sich an den Tempus Präsens gewöhnt hat, also damit klar kommt, dass die Autorin das Buch in der Gegenwart verfasst hat, fällt es sehr leicht, einzutauchen.

Eine tolle Geschichte, die ich mit gutem Gewissen gerne weiter empfehlen kann. Aber lasst euch eins gesagt sein: danach habt ihr Lust auf Zitronenkuchen oder Zitronenkekse 🙂

Danke, für dieses Buch, liebe Ella Knopf!

4/5 *

 

Lauren Layne: Manhattan Love Story

Der Autorin ist mit ihrem neuen Roman eine beschwingte, mitreissende Liebesgeschichte gelungen. Ich habe jede Seite sehr genossen.

Gracie Cooper übernimmt das familiäre Unternehmen: einen Champagner-Laden mitten in Manhattan. Ihr Vater vererbt ihn seiner Tochter. Fortan muss sich Gracie gegen eine große Gefahr behaupten: sie will das Geschäft erfolgreich weiterführen, aber da gibt es einen großen Konzern, an den sie verkaufen soll. Allen voran belästigt sie der CEO Sebastian Andrews mit seinen Übernahmeangeboten. Andrews ist unverschämt gutaussehend, aber Gracie will nicht verkaufen. Sie hat es schwer: sie hat ihren Vater verloren, muss das Geschäft in seinem Sinne weiterführen und seinen Traum bewahren. Zeitgleich wehrt sie sich gegen die Absichten von Sebastian. Sie hat es nicht leicht.

An diesem Punkt setzt der romantische Handlungsstrang ein. Denn Gracie selbst hat einen romantischen Charakter. Sie findet im Chat eine gute Ablenkung von ihren Problemen. Sie lernt dort ihren Chatpartner „Sir“ kennen. Die Chemie stimmt und nach und nach merkt sie, dass er ihr Soulmate sein könnte. Sie liebt es, sich virtuell mit ihm zu unterhalten und liebt die Ausflüchte aus ihrem Alltagsstress. Was sie jedoch nicht ahnt: sie kennt „Sir“. Und sie hat ein riesiges Problem mit ihm…

Wie sympatisch kann eine Protagonistin eigentlich sein? Ich habe Gracie in mein Herz geschlossen. Sie verliert ihren Vater. Etwas, was mir selbst erst passiert ist. Ich verstehe ihre Trauer gut und ihren Wunsch, sein Andenken und Werk zu bewahren. Gracie ist authentisch, lebensbejahend, stark und wirklich romantisch. Sie glaubt an das Gute im Menschen und setzt sich zur Wehr gegen das dominante Unternehmen, welches den Laden ihres Vaters schlucken will. Ich mag die Dialoge zwischen ihr und Sebastian sehr. Sie sprühen vor Energie, Gegensätzen und unteschwellige Anziehung. Sebastian hat die Autorin als attraktiven Protagonisten dargestellt, der mir richtig gut gefällt. Er ist ein toller Gegenpol zu Gracie.

Wunderbar finde ich die Liebesgeschichte zwischen ihr und „Sir“. Ich mag es, wie sie ihren Chatpartner ins Herz schließt und wie er sich nach und nach als ihr Soulmate herausstellt. Ich möchte nicht spoilern, aber die Auflösung ist vorhersehbar, aber trotzdem genial.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir äußerst gut. Er ist leicht, entspannt und emotional, der Plott ist spannend, humovoll, aber auch ab und nach nachdenklicher. Eine wunderbare Lovestory rund um Manhatten, einen Champagner-Laden und zwei Menschen, die es unbewusst immer wieder zueinander hinzieht.

4,5/5*

Vi Keeland: Perfect Chemistry

Vor einigen Jahren habe ich durch den Roman „Mister West“ Autorin Vi Keeland für mich entdeckt. Ihre Geschichten voller Leidenschaft und Liebe gehören seitdem immer wieder zu meinen Lieblingsbüchern. Mit „Perfect Chemistry“ habe ich ein neueres Werk gelesen. Warum ich nicht begeistert bin, verrate ich euch heute in meiner Rezension.

Stella Bardot ist talentiert und einer der besten Parfüm-Designerinnen überhaupt. Sie sucht einen Weg, um ihr eigenes, besonderes Produkt erfolgreich auf den Markt zu bringen, denn es mangelt ihr an Kapital. Vor allem, da sie ihre fragwürdige Mitbewohnerin auf Mietschulden hat sitzen lassen. Ihr bester Freund Fletcher überredet sie, eine Hochzeitseinladung auszunutzen, die der ehemaligen Mitbewohnerin zugesendet wurde. Mit einem mulmigen Gefühl besuchen die Beiden die Hochzeit als nicht eingeladene Gäste und haben Spaß. Doch dann kommt ihnen ein attraktiver anderer Gast auf die Schliche: er haut Stella um und zwischen ihnen sprühen die Funken. Doch er ist der Bruder der Braut und durchschaut sie. Die Freunde flüchten.
Stella hat nicht damit gerechnet, dass sie diesem Mann wieder begegnet: Hudson Rothschield, einer der Geschäftsführer der Firma, die in Sachen Kapitel ihre große Chance ist. Sie treffen immer wieder auseinander, aus den Funken wird ein Feuerwerk. Aber kann Hudson vergessen, was zuvor passiert ist? Und da sind noch einige Geheimnisse, die die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen ihnen zerstören könnten.

Die Handlung hat großes Potential. „Perfect Chemistry“ ist ein solider Roman, der sich in die Reihe von Vi Keelands Werken perfekt einreiht. Die Leidenschaft zwischen Stella und Hudson war zwar spürbar, aber kam trotzdem für mich minimal zu kurz. Gegen Ende hat die autorin natürlich einen Plottwist eingebaut, der für mich leider einige Längen hatte und nicht nötig war. Ich hätte mir lieber Hindernisse auf dem Weg zu einer Beziehung zwischen den beiden Protagonisten gewünscht, die zu mehr Leidenschaft geführt hätten, für mehr Spannung. Ich habe „Perfect Chemistry“ recht schnell gelesen, aber es hat mich nicht ganz mitgerissen. Solide, aber kein Highlight.

3,5/5 *

Sophie Martaler: Das Schiff Der Träume (Rezension)

Bei Goldmann ist mit „Das Schiff der Träume“ ein spannender Roman aus der Feder von Autorin Sophie Martaler erschienen. Das ist übrigens ein Synonym für zwei Autoren, die dieses Buch gemeinsam geschrieben haben: Sabine Klewe und Martin Conrath. Mich hat vorab beim Lesen des Klappentextes das Setting, ein Luxusschiff im Jahr 1925, sehr gereizt. Umso größer war die Freude, als das Buch vor dem Wochenende bei mir ankam und mir tolle Lesestunden beschert hat.

Alma Engel ist glücklich: sie hat eine Stelle als Zimmermädchen auf dem luxuriösen Schiff Regina Danubia ergattert und geht damit nun auf große Reise. Diese führt über Österreich (Wien), Ungarn (Budapest) bis ins Schwarze Meer. Alma fühlt sich direkt im Leben auf dem Dampfer wohl. Allen voran, weil sie den interessanten Zimmerkellner Vincent kennenlernt, der sie fasziniert. Sie fühlen sich zueinander hingezogen- aber er ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Er ist der Sohn des Reeders und ist unerkannt unterwegs. Doch nicht nur er hat eine Geheimnisse und da ist noch Almas Faszination für die Menschen des Oberdecks, also der Oberschicht. Sie beobachtet diese heimlich und wünscht sich, auch ein Teil von ihnen zu sein. Alma freundet sich mit der beeindruckenden Lady Alston an und das ruft den Zorn und Neid ihrer Kollegen des Unterdecks hervor. Doch ausgerechnet Vincent steht ihr bei… dabei hat er selbst ja das dunkle Geheimnis und belügt die junge Alma…

Ich habe viel Spaß bei der Lektüre gehabt. Das Setting „Schiff“ hat mich schon immer fasziniert und ich wurde dahingehend nicht enttäuscht. Die Atmosphäre während der Reise haben die Autoren super transportiert, Alma war für mich eine authentische Protagonistin, die ihren Platz in der Gesellschaft sucht und Sehnsucht nach einem besseren Leben hat. Der Reedersohn Vincent ist eine schöne Komponente im Storyplott, eine Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen. Sie ist angenehm unkitschig. Außerdem mag ich, wie die Standesdünkel und Gesellschaftsschichten der damaligen Zeit thematisiert werden. Die Nebenprotagonisten sind vielschichtig und interessant.

Kurzum: ich habe es genossen, den Roman zu lesen. Eine wunderbare Lesereise auf ein Luxusschiff mit seinen Passagieren. Ich gebe gerne 4,5/5 *

Josie Silver: Mit Dir Allein (Rezension)

Diese Woche erreichte mich ein liebevolles Bücherpaket vom Bloggerportal: ich habe mich auf den neuen Roman „Mit dir allein“ von Josie Silver beworben und durfte ihn nun lesen. Verpackt war das Ganze wirklich toll, danke für die Aufmerksamkeit! Umso größer war die Freude bei der Lektüre des Buches!

Der Roman erscheint übrigens am 15.02., also in weniger als 2 Wochen. Und schon alleine das Cover finde ich toll.

Cleo weiß nicht, was sie vom Leben will und welche Dinge darin sie wirklich glücklich machen. Um das herauszufinden, mietet sie eine einsame Hütte, um ganz allein sein zu können. Fernab der Zivilisation und mitten in der Natur will sie die Zeit mich selbst nutzen, um zu sich zu finden. Aber die Rechnung hat sie ohne einen Mann gemacht, der ihr die Tür der Hütte öffnet. Mack verfolgt ein ähnliches Ziel wie Cleo und will die ruhige Zeit ebenfalls nutzen zur Art einer Selbstfindung. Sie schließen einen Kompromiss und teilen die Hütte fortan miteinander, was aber nur ein fauler Kompromiss ist. Eines Abends aber kommen sie sich zwischenmenschlich näher. Mack erzählt ihr, warum er die Hütte gemietet hat, auch Cleo öffnet sich. Sie kommen einander nach und nach näher, entdecken Gemeinsamkeiten und kommen gut miteinander aus. Die Gefühle füreinander wachsen. Und Cleo ist plötzlich in einem Zwiespalt gegangen. Sie merkt, dass sie die Freiheit braucht wie der Mensch die Luft zum atmen. Aber sie hat auch ernsthafte Gefühle für Mack entwickelt. Was soll sie tun? Sie findet zu sich selbst, aber zerstören diese Reise diese Gefühle nicht?

Ich liebe dieses Buch! Cleo und Mack sind so authentisch, so echt und sympatisch, dass ich an vielen Stellen mich gut mit ihnen identifizieren kann. Ihre Suche nach sich selbst, nach dem eigentlichen Sinn und dem wahren Glück des Lebens schweisst sie zusammen, aber treibt sie auch irgendwie wieder auseinander. Ich habe ihre Gespräche genossen, die sich entwickelnden Gefühle schildert die Autorin sehr einfühlsam. Überhaupt gefällt mir der Schreibstil sehr. Ich habe mitgelitten, mich mitgefreut mit den beiden Protagonisten und habe diesen Roman regelrecht verschlungen. Ein perfekter Roman, der einfach toll ist. Er garantiert lange Lesestunden und ich konnte das Buch nicht zur Seite legen.

Mein erstes Highlight in diesem Jahr!

5/5