Marie Schönbeck: Schokolade Am Meer- Süße Wünsche

Und damit kommen wir zu einem weiteren Buch mit meinem Lieblingsssetting: am Meer 🙂

Ich habe bisher keinen Roman der Autorin gelesen und umso größer war die Freude, dass ich das Buch für die Bloggerjury lesen und rezensieren durfte.

Protagonistin Hannah fällt aus allen Wolken: ihr Verlobter ist bereits verheiratet. Das erfährt sie ausgerechnet vor dem Traualtar. Unfassbar! Kurz darauf ereilt sie die Nachricht, dass ihre Tante Bente verstorben ist. Sie flüchtet sich auf die Insel Möwesand. Diese hat Bente geliebt und hat dort gelebt. Die Insel trägt den Beinamen „Schokoladeninsel“. Sie findet hier Ruhe, um über das Geschehene nachzusinnen. Ausgerechnet dort begegnet sie einem Mann. Thies Lorentz gehört der Dynastie der Lorentz-Brüder an, die ein großes Schokoladenimperium auf der Insel leiten. Und er gefällt ihr sehr- leider. Sie entschließt sich, Bentes Haus zu übernehmen, aber die Brüder halten davon gar nichts. Und in Hannah kommen Zweifel auf: ist Thies nur so charmant zu ihr, damit er an ihr Erbe kommt? Weil seine Brüder das Haus samt Grundstück erwerben wollen?

Erst mal vorweg: das Cover ist toll. Es passt thematisch super zur Geschichte und ich mag es sehr. Die Story selbst hat mich sehr gut unterhalten. Natürlich verfolgt die Autorin den typischen Plot, dass eine verlassene Frau sich ans Meer flüchtet. Aber ich liebe den Aspekt der Schokoladeninsel Möwensand. Und die Geschichte ist tiefgründiger als andere. Ich mag die sich aufbauende Liebe zwischen Hannah und Thies. Beide sind mir sehr sympathisch.

Die Plottwists bestehen aus verschiedenen Geheimnissen rund um Bente, das Haus und die Familie Lorentz. Mittendrin spinnt sich der Plott zwischen Hannah und Thies.

„Schokolade am Meer“ konnte mit mit dem ersten Band sehr überzeugen. Die Handlung ist spannend, mitreissend und mal was anderes. Der Schreibstil hat mir außerordentlich gut gefallen. Das Cover macht Lust auf die Geschichte, die Schokolade spielt einen wichtige Rolle in der Buchreihe, was ich großartig finde. Wer kann schon „nein“ sagen zu Schokolade?

Ich vergebe sehr gerne 4/5 * für diesen schönen, perfekten Roman. Er hat alles, was man für schöne Lesestunden braucht und ich konnte sehr gut dem Alltag entfliehen. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Bände der Reihe und werde die Autorin weiter verfolgen.

 

Averil Kenny: Sterne Über Noah Valley (Rezension)

Momentag mag ich tiefgründige Romane mit einer interessanten Vorgeschichte sehr. Dank dem Bloggerportal darf ich den neuen, schicksalsträchtigen Roman „Sterne über Noah Valley“ von Averil Kenny in mein Regal stellen. Es hat mich die letzten Tage begleitet und beeindruckt.

Das Setting befindet sich in Queenslang, genauer gesagt in Noah Valley, wir schreiben das Jahr 1955. Die Hauptprotagonistin ist Sonnet, eine charakterstarke Frau, die zwei Schwestern hat: Fable und Plum. Sie zieht mit ihnen in die einstige Heimatstadt ihrer Mutter, die verstorben ist. Doch von Anfang an ist ihr neues Leben dort nicht leicht. Denn das Vorleben ihrer Mutter ist der Grund, warum die Menschen in Noah Valley über sie reden. Diese verließ die Kleinstadt Hals über Kopf und zurück blieb ein unversöhnliches Noah Valley. Die Einwohner haben ihr den Abgang und den Grund dafür nie verziehen. Und dann findet Fable an einem der beliebsten jungen Männer der Stadt Gefallen. Die Verwirungen und Vorurteile tragen dazu bei, dass die Frauen kaum Fuß dort fassen können. Doch schafft es die Liebe zwischen Fable und Rafferty, stark genug zu sein? Und ist Sonnet stark genug, um mit den Vorurteilen der Bewohner klarzukommen? Oder müssen die Schwestern für immer mit dem Erbe ihrer Mutter und den Folgen leben? Und was genau ist damals wirklich passiert?

Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Er ist flüssig und zeichnet die Protagonistinnen sehr gut wieder. Ich mag Sonnet sehr, die mit ihren Schwestern ein neues Leben beginnen will. Das Vermächtnis der Mutter, welches sie ungewollt in Noah Valley hinterlassen hat, ist das zentrale Thema, von dem aus der ganze Plot gebildet wird. Ich mag Noah Valley als Setting, auch wenn mich die Bewohner an manchen Stellen aufgeregt haben. Die Liebe zwischen Fable und Rafferty ist einfach schön, ich habe die Schwestern in mein Herz geschlossen.

„Sterne über Noah Valley“ hat mich beeindruckt. Es besitzt viel Tiefgang, eine unterhaltsame Handlung und starke Protagonisten. Der perfekte Roman für schöne Schmökerstunden.

4,5/5 *

Lisa Graf: Dallmayr. Glanz Einer Neuen Ära

In letzter Zeit mag ich Romane , die in vergangenen Zeiten spielen, sehr sehr gern. Der erste Band der „Dallmayr“-Reihe hat mir sehr gefallen. Nun habe ich in den letzten Tagen mit „Glanz einer neuen Ära“ Teil 2 gelesen. Ein sehr angenehmes Lesevergnügen…

1905. Therese Randlkofer ist die Chefin des Familienunternehmens, nachdem sie ihren Ehemann verloren hat. Sie lässt sich nicht unterkriegen und führt es mit großer Stärke und Umsicht weiter zum Erfolg. Ihre beiden Söhne heißen Hermann und Paul. Sie nehmen eine wichtige Rolle in der Handlung ein. Hermann ist ebenfalls im elterlichen Delikatessenhandel tätig, Paul soll es ihm gleich tun. Allerdings gibt es da noch Thereses Schwager Max, den wir bereits aus Band 1 kennen und der mir zurecht sehr unsympathisch klar. Natürlich hat er wieder seine Finger im Spiel und versucht, Zwietracht zu säen. Er setzt alles daran,dass Thereses Söhne sich entzweien. Ich verrate nicht weiter, ob seine Spielchen erfolgreich sind.
Wir erleben, wie das Unternehmen immer größer und erfolgreicher wird. Therese sorgt dafür, dass weltweite Leckereien Teil des Angebotes des Delikatessenhandels werden. Sie macht sich einen noch größeren Namen durch eine mögliche Expansion. Mir hat dieser Aspekt gut gefallen, so konnte ich prima in die Wellt der Dallmayrs abtauchen.
Doch irgendwann passieren Dinge außerhalb der Dallmayr-Welt, mit denen keiner der Protagonisten rechnet. Ein Konkurrent wird zum Problem, er sorgt für begrenzte Handelswege und sorgt so für enorme Schwierigkeiten. Außerdem beginnt der erste Weltkrieg und damit die Einberufung von Soldaten. All diese Ereignisse stürzen das Unternehmen in eine Krise- kann Therese die große Katastrophe trotzdem abwenden?

Eine gelungene Fortsetzung mit bekannten Protagonisten und einer abwechslungsreichen Handlung. Ich mochte auch diesen zweiten Teil sehr gern. Therese ist eine starke Frau, die ihren Mann steht und damit das Unternehmen erfolgreich macht. Die Intrigen ihres Schwagers sind spannend, die Bedrohungen sorgen für einen angenehmen Plotttwist. Zu keinem Zeitpunkt kam Langeweile auf und ich habe dieses Lesevergnügen sehr genossen.

Der Roman erfüllt einen gewissen Anspruch, er ist nicht seicht, sondern interessant und eine Bereicherung für mich. Außerdem sind die Protagonisten authentisch und ich mag sie sehr.

4,5/ 5 *

Lisa Kleypas: Die Wallflowers- Annabelle & Simon

Ich liebe, liebe Bridgerton, insbesondere die Geschichte von Anthony und Kate. Mit „Die Wallflowers“ startet Autorin Lisa Kleypas eine ähnliche Reihe aus dem Bereich Regency.

Ich war gespannt, ob der Auftakt zur „Wallflowers“-Reihe mithalten kann. Und was soll ich sagen? Ja, kann er. Ich bin begeistert und freue mich, die weiteren Bände lesen zu können.

Annabelle Peyton hat viele Vorzüge. Sie ist klug, wunderschön, aber stammt aus armen Verhältnissen. Ihren Stand kann eine Heirat mit einem angesehenen Mann aus reichem Hause retten. Ihn zu finden, ist alles andere als leicht. Denn natürlich machen die heiratsfähigen Junggesellen einen großen Bogen um als arm gehende Familien. Doch da gibt es nur Simon Hunt, extrem vermögend, attraktiv, aber auch rau und ungehobelt in seiner Art. Er zeigt sein Interesse an Annabelle deutlich.
Auf einem Ball lernt Annabelle drei weitere unheiratbare Frauen, somit Freundinnen, kennen. Sie wollen sich gegenseitig unterstützen und helfen, einen Mann für die anderen Frauen zu finden. Und ausgerechnet beim ersten Fest trifft Annabelle wieder auf Simon. Das Schicksal nimmt seinen Lauf…

Mir gefällt die Entwicklung von Annabelle sehr. Ihre anfängliche Abneigung zu Simon schlägt bald in Zuneigung um und sie durchlebt eine spürbare Wandlung, was mir sehr gut gefällt. Simon ist frech, ungehobelt, aber auch charmant. Die Dialoge zwischen ihnen sind energiegeladen, unterhaltsam und sorgten dafür, dass ich mitgefiebert habe, das Buch nicht aus der Hand legen wollte.

Kurz gesagt: ich bin begeistert und freue mich sehr auf die Fortsetzungen der Reihe. Der Autorin gelingt es perfekt, zu unterhalten und mitzureissen. Ich liebe die Geschichte und bin gespannt, wie es mit den anderen Mitgliedern der Wallflowers weitergehen wird.

Wunderbar. 5/ 5 *

Emily Gunnis: Das Geheimnis Des Mädchens

Mit „Das Geheimnis des Mädchens“ ist Autorin Emily Gunnis ein Buch gelungen, welches sich bei mir eingeprägt hat. Es geht um mehrere Generationen einer Familie und Geschehnisse, die alle Generationen miteinander verbinden.

Wir befinden uns zunächst im Jahr 1945 in England, genauer gesagt auf Yew Tree Manor. Die junge Herrin des geheimnisvollen Anwesens stirbt bei der Geburt ihres Kindes. Ihre Hebamme Tessa steht ihr zur Seite und versucht , sie zu retten. Doch ihr wird der Prozess gemacht, was die Familie der Hebame und der Herrin auseinander treibt.
1969 verschwindet die Tochter der neuen Herren von Yew Tree House und taucht nicht wieder aus.
Weiter geht es in die Gegenwart. Erneut verschwindet ein Mädchen und nun ist es Tess Ururenkelin, die sich dem Geschehen annimmt. Sie will endlich das Geheimnis der Familien lüften und Dunkel in den Familienzwist zwischen ihnen bringen.

Okay, ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, die Handlung klingt im Klappentext wirklich spannend, aber leider wird der Spannungsbogen nicht wirklich für mich aufrecht gehalten. Der Plott hat durchaus Potential, aber ich habe das Buch schnell vergessen und es hinterließ keinen bleibenden Eindruck bei mir. Schade, aber trotzdem eine solide Lektüre für zwischendurch.

3/5 *