Lieblingsbücher: Julianna Grohe- Räuberherz

Von Zeit zu Zeit möchte ich euch hier meine Lieblingsbücher vorstellen. Romane, Erzählungen, die mein Leseherz für alle Zeiten für sich gewonnen haben. Vor einigen Jahren habe ich zufällig „Räuberherz“ von Julianna gefunden- und liebe es seitdem.

Wer Fantasy mag, wird bei diesem Buch auf seine Kosten kommen. Ein wenig wahnwitzig ist die Handlung schon…

Ella fragt sich, in welcher schlechten Version von „Die Schöne und das Biest“ sie gelandet ist. Ein attraktiver, starker Fremder hat sie entführt und in seine seltsame Villa entführt. Dort soll sie sämtliche Dienst für ihn verrichten. Kochen, putzen und alles, was anfällt. Sie fügt sich nach und nach ihrem Schicksal, denn es gibt kein Entrinnen aus der Villa. Aber welches Geheimnis umtreibt den Kidnapper? Warum fühlt sie sich extrem zu ihm hingezogen und woher kommen die ganzen Stimmen? Sie dachte doch, dass sie mit ihm alleine ist. Aber nach und nach werden Geheimnisse aufgedeckt und ich habe oft gestaunt. Wieviel Fantasie kann eine Autorin eigentlich noch besitzen? Die Stimmen stammen von zuckersüßen anderen Bewohnern der Villa, soviel kann ich verraten. Ich liebe sie einfach.

Beim ersten Lesen war das Buch etwas gewöhnungsbedürftig. Seitdem habe ich kein vergleichbares gelesen. Ich mag die starke Ella, ihren chariismatischen Entführe und dessen geheimnisvolle Herkunft.

Ich lege euch dieses Buch sehr ans Herz. Wer Lust auf neue Fantasy hat, die einfach nur Spaß macht und trotzdem mitreisst, der sollte „Räuberherz“ lesen. Das Buch ist im Drachenmond Verlag erhältlich.

Anya Omah: Gewitterleuchten (Rezension)

Ich habe die ersten beiden Bände der „Sturm“-Trilogie von Anya Omah so geliebt. Mit „Gewitterleuchten“ schließt diese Reihe leider ab- und beschert mir ein Jahreshighlight 2023. Warum das so ist, lest ihr hier.

In dieser Enemies-To-Lovers-Geschichte geht es um Leo und Aaron. Die Beiden kennen sich seit ihrer Kindheit und sind sich spinnefeind. Schon früher hat er sie aufgeregt und sie hatten immer wieder Reibungspunkte miteinander. Doch dann ändern sich die Dinge. Leo hat einst ihren Vater verloren, Aarons Vater nahm sie unter seine Fittiche. Als dieser einen schweren Unfall hat, werden die Beiden miteinander konfrontiert und können sich nicht mehr aus dem Weg gehen. Und Aaron zeigt Leo plötzlich, dass er nett sein kann. Und sie merken, dass sie einander aufbauen können und sich irgendwie brauchen. Aber da sind noch die Fesseln der Vergangenheit, welche die beiden voneinander fern halten. Können aus Feinden Liebende werden?

Ich bin fasziniert von diesem Buch. Einmal mehr schafft es Anya Omah, mich direkt ins Herz zu treffen. Ich mag Leo so gern, Aaron ist ein wunderbarer Gegenpart. Die Tiefe der Geschichte hat mich sehr berührt. Und der Aspekt, dass auch ich meinen Vater 2022 viel zu früh verloren habe. Ich habe so noch intensiver mitgefühlt und das Buch hat mich durch ein kleines Gefühlschaos geschickt. Es ist keine klassische Enemies-To-Lovers-Version, sondern feinfühlig und intensiv geschrieben. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und ich liebe ihre Protagonistinnen der „Sturm“-Trilogie jedes Mal. Ganz große Buchliebe!

5/5 *

Josie Silver: Mit Dir Allein (Rezension)

Diese Woche erreichte mich ein liebevolles Bücherpaket vom Bloggerportal: ich habe mich auf den neuen Roman „Mit dir allein“ von Josie Silver beworben und durfte ihn nun lesen. Verpackt war das Ganze wirklich toll, danke für die Aufmerksamkeit! Umso größer war die Freude bei der Lektüre des Buches!

Der Roman erscheint übrigens am 15.02., also in weniger als 2 Wochen. Und schon alleine das Cover finde ich toll.

Cleo weiß nicht, was sie vom Leben will und welche Dinge darin sie wirklich glücklich machen. Um das herauszufinden, mietet sie eine einsame Hütte, um ganz allein sein zu können. Fernab der Zivilisation und mitten in der Natur will sie die Zeit mich selbst nutzen, um zu sich zu finden. Aber die Rechnung hat sie ohne einen Mann gemacht, der ihr die Tür der Hütte öffnet. Mack verfolgt ein ähnliches Ziel wie Cleo und will die ruhige Zeit ebenfalls nutzen zur Art einer Selbstfindung. Sie schließen einen Kompromiss und teilen die Hütte fortan miteinander, was aber nur ein fauler Kompromiss ist. Eines Abends aber kommen sie sich zwischenmenschlich näher. Mack erzählt ihr, warum er die Hütte gemietet hat, auch Cleo öffnet sich. Sie kommen einander nach und nach näher, entdecken Gemeinsamkeiten und kommen gut miteinander aus. Die Gefühle füreinander wachsen. Und Cleo ist plötzlich in einem Zwiespalt gegangen. Sie merkt, dass sie die Freiheit braucht wie der Mensch die Luft zum atmen. Aber sie hat auch ernsthafte Gefühle für Mack entwickelt. Was soll sie tun? Sie findet zu sich selbst, aber zerstören diese Reise diese Gefühle nicht?

Ich liebe dieses Buch! Cleo und Mack sind so authentisch, so echt und sympatisch, dass ich an vielen Stellen mich gut mit ihnen identifizieren kann. Ihre Suche nach sich selbst, nach dem eigentlichen Sinn und dem wahren Glück des Lebens schweisst sie zusammen, aber treibt sie auch irgendwie wieder auseinander. Ich habe ihre Gespräche genossen, die sich entwickelnden Gefühle schildert die Autorin sehr einfühlsam. Überhaupt gefällt mir der Schreibstil sehr. Ich habe mitgelitten, mich mitgefreut mit den beiden Protagonisten und habe diesen Roman regelrecht verschlungen. Ein perfekter Roman, der einfach toll ist. Er garantiert lange Lesestunden und ich konnte das Buch nicht zur Seite legen.

Mein erstes Highlight in diesem Jahr!

5/5

Stefanie Mertens: Grande Amore. Eine Liebe In Zwei Welten

Seit über einer Woche liege ich mit einer echten Grippe im Bett. So krank war ich schon lange nicht mehr, aber ich habe so viel Zeit, um zu lesen. Da kam die Post vom Bloggerportal diese Woche gerade richtig. Gelesen habe ich den neuen Roman von Stefanie Mertens in einem Rutsch.

Klappentext: „Nachdem Katharina den Großteil ihrer Familie bei einem tragischen Unfall verloren hat, ist sie am Boden zerstört. Bis sie Luciano trifft. Der junge Italiener ist gerade als Gastarbeiter nach Bonn gekommen und von der selbstbewussten Katharina fasziniert. Eine Frau wie sie hat er noch nie getroffen. Und auch Katharina verliebt sich sofort. Schritt für Schritt nähern sich die beiden einander an. Doch die Sprachbarriere, die kulturellen Unterschiede und vor allem die Vorurteile um sie herum stehen ihnen im Weg. Katharinas Umfeld und Lucianos Familie tun alles, um diese Liebe zu verhindern. Eine Deutsche und ein Italiener? Ein Skandal! Also müssen sie kämpfen – für sich, für ihre Liebe, für ihre Zukunft.“

Ich habe lange keine solche Liebesgeschichte mehr gelesen. Katharina gefällt mir als Hauptprotagonistin sehr gut. Sie hat Power, ist stark und selbstbewusst, dabei nicht arrogant, sondern sehr straight. Als sie den italienischen Gastarbeiter Luciano kennenlernt, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Sie kommen sich langsam näher und man spürt als Leser:in die Faszination auf beiden Seiten füreinander. Aber schnell hat das paar scheinbar unüberbrückbare Hindernisse auf seinem Weg. Die Autorin schildert gesellschaftliche Vorurteile der damaligen Zeit eindringlich und ich mag den Schreibstil.

Stefanie Mertens schafft es, die Gefühle der Beiden zueinander bildhaft zu transportieren. Die zarten Bände, die langsam zu einer großen Liebe heranwachsen und die Liebe, die versucht, gegen alle Widerstände und Vorurteile anzukämpfen. Luciano ist ein leidenschaftlicher, ehrlicher Mann, der sein Herz an Katharina verliert. Ihre Liebe zueinander ist aufrichtig und echt. Die Handlung wirkt authentisch und ja, der Roman konnte mich sehr mitreissen.


Kurz gesagt: einer der schönsten Liebesgeschichten, die ich seit langer Zeit lesen durfte. Ein rundum gelungener Roman über eine innige Liebe gegen alle Widerstände. Die Autorin kommt jedoch ganz ohne übertriebene Romantik aus, ohne Kitsch und das mag ich sehr an einem guten Roman.


Ein wundervolles Buch für tolle Schmökerstunden. Ich war stundenlag von meiner Erkrankung abgelenkt. Und sicher ist „Grande Amore“ nicht der letzte Roman der Schriftstellerin für mich.

Ich kann mit gutem Gewissen 4,5/ 5 * vergeben.

Lisa Kleypas: Die Wallflowers- Annabelle & Simon

Ich liebe, liebe Bridgerton, insbesondere die Geschichte von Anthony und Kate. Mit „Die Wallflowers“ startet Autorin Lisa Kleypas eine ähnliche Reihe aus dem Bereich Regency.

Ich war gespannt, ob der Auftakt zur „Wallflowers“-Reihe mithalten kann. Und was soll ich sagen? Ja, kann er. Ich bin begeistert und freue mich, die weiteren Bände lesen zu können.

Annabelle Peyton hat viele Vorzüge. Sie ist klug, wunderschön, aber stammt aus armen Verhältnissen. Ihren Stand kann eine Heirat mit einem angesehenen Mann aus reichem Hause retten. Ihn zu finden, ist alles andere als leicht. Denn natürlich machen die heiratsfähigen Junggesellen einen großen Bogen um als arm gehende Familien. Doch da gibt es nur Simon Hunt, extrem vermögend, attraktiv, aber auch rau und ungehobelt in seiner Art. Er zeigt sein Interesse an Annabelle deutlich.
Auf einem Ball lernt Annabelle drei weitere unheiratbare Frauen, somit Freundinnen, kennen. Sie wollen sich gegenseitig unterstützen und helfen, einen Mann für die anderen Frauen zu finden. Und ausgerechnet beim ersten Fest trifft Annabelle wieder auf Simon. Das Schicksal nimmt seinen Lauf…

Mir gefällt die Entwicklung von Annabelle sehr. Ihre anfängliche Abneigung zu Simon schlägt bald in Zuneigung um und sie durchlebt eine spürbare Wandlung, was mir sehr gut gefällt. Simon ist frech, ungehobelt, aber auch charmant. Die Dialoge zwischen ihnen sind energiegeladen, unterhaltsam und sorgten dafür, dass ich mitgefiebert habe, das Buch nicht aus der Hand legen wollte.

Kurz gesagt: ich bin begeistert und freue mich sehr auf die Fortsetzungen der Reihe. Der Autorin gelingt es perfekt, zu unterhalten und mitzureissen. Ich liebe die Geschichte und bin gespannt, wie es mit den anderen Mitgliedern der Wallflowers weitergehen wird.

Wunderbar. 5/ 5 *