Franziska Von Au: Ingwer

Ein komplettes Buch über die Heilwurzel Ingwer, liefert Autorin Franziska von Au ab. Da ich auf Ingwer schwöre, habe ich das Buch über das Bloggerportal angefragt und durfte es in den letzten Tagen lesen.

Franziska von Au ist ein Pseudonym der Autorin Christina Zacker. Es ist der Name ihrer Großmutter. Zacker arbeitet als freie Journalistin und ist offen für Tradition, Bräuche und die Heilkraft von Pflanzn & Co. Aktuell widmet sie sich in ihrem Buch der Wurzel Ingwer. Und damit rennt sie bei mir offene Türen ein.

Ingwer ist mehr als ein scharf-süßer Geschmack. Und es gibt etliche Unterarten. Wir erfahren im Buch alles über Ingwer. Die Herkunft, die Tradition und natürlich die Wirkung. Bereits in der Antike nutzten die Menschen diese Wirkung und erkoren die Wurzelknolle zu einem wichtigen Heilmittel. Was die wenigsten wissen: Ingwer wirkt gegen Magenprobleme wie Übelkeit und Völlegefühl, es wirkt entzündungshemmend und schweisstreibend bei Grippe und anderen Erkrankungen. Auch chronische Krankheiten werden gemildert und gelindert durch den Einsatz von Ingwer. Ich selbst profitiere davon. Ich liebe den scharfen, aber auch süßen Geschmack und bereite mir daraus liebend gerne eine Tee. Ich kaufe frische Knollen und benutze sie. Und ich liebe den Geschmack. Im Sommer gibt es nichts besseres für meinen Kreislauf, als einen Teemix aus frischem Ingwer und frischen Pfefferminzblättern mit etwas Zucker für den Geschmack. Es hilft gegen Schwindel bei mir, gegen einen akuten Morbus Crohn-Schub und lässt mich klarer denken.

Franziska von Au zeigt ihre Liebe zu diesem Gewächs, klärt uns über die Anwendungen auf und nennt Beispiele, wie wir die Heilkraft für uns nutzen können. Ich habe das Buch sehr gemocht, habe Wissen daraus gezogen für mich und weiß Ingwer noch mehr zu schätzen.

4/5 *

Heike Söht: Sverweis (#Bezug!)

Ein seltsamer Titel, oder? Das denkt man, wenn man den Roman von Heike Söht in den Händen hält, der den Auftakt zur Formelsammlung Trilogie darstellt. Ich komme aus der IT und für mich ist der Sverweis ein typischer Begriff. Wer mal mit Excel & Co. gearbeitet hat, für den ist klar, um was es geht. Eine Fehlermeldung, die klassisch ist, bedeutet bei der Definition von Formeln: der Bezug fehlt! Die Formel haut so nicht hin.

Heike Söht hat mir diesen Roman zur Verfügung gestellt und ich bin immer offen, Bücher von neuen Autoren zu lesen. Oft findet man dabei richtige Leseschätze. So auch in diesem Fall.

Das Cover finde ich passend. Die ganze Aufmachung ist anders, fällt ins Auge und sorgt dafür, dass man erfahren will, roum es im Buch geht. Der Titel ist gewöhnungsbedürftig, aber wenn man den Sinn erkannt hat, sehr schlüssig.

Der Schreibstil konnte mich wirklich schnell überzeugen. Er ist angenehm flüssig und auf den Punkt. Ich bin durch die Seiten geglitten, habe die Geschichte von Kalea entdeckt und habe sie sehr gerne gelesen.

Wir befinden uns auf zwei Zeitebenen: in der Gegenwart und in der Vergangenheit mit Kaleas Mutter, welche sie sehr geprägt hat und auch traumatisiert hat. Und um Kalea geht es im Roman auch.

Sie ist ein richtiger Nerd. Zahlen, Fakten, Analysen und Formeln sind ihre Welt, darin ist sie gut, darin kommt sie bestens klar. Aber dann entdeckt sie ihre Gefühle, die verwirrend und neu sind. Sie findet Gefallen an ihrem Kollegen Tim. Aber was genau empfindet sie für ihn? Denn da ist noch ihr Chef, der sie ebenfalls sehr fasziniert. Für wen soll sie sich entscheiden? Und ihre Vergangenheit knallt auch immer wieder rein und stürzt Kalea noch tiefer in ihr Gefühlschaos. Der Beginn einer Dreierbeziehung, die überraschend spannend geschildert ist. Kalea lebt schon in ihrer eigenen Welt, sie ist ein Workaholic und lebt für die Welt der Zahlen. Zu erleben, wie die Gefühle sie beeinflussen und ihre Vergangenheit sich meldet, ist sehr interessant.

Das Ende hat mich ein wenig sprachlos zurück gelassen. Es ist zwar kein Cliffhanger, aber ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Roman ist vielseitig und behandelt einige Themen, die mir sehr am Herzen liegen. Kalea ist sympatisch, wenn auch verwirrend und ein wenig neben der Spur. Ich mag alle Charaktere im Buch, auch ihre Mutter Malou, die leider früh verstorben ist, aber die wir in den Rückblenden, auf der Vergangenheitsebene, genauer kennenlernen dürfen.

Ein Buch, ein Roman, erfrischend anders, der für tolle Lesestunden gesorgt hat. Anfangs habe ich den Zugang zu Kalea ein wenig schwierig gefunden, aber der Schreibstil der Autorin ließ mich dann doch ins Geschehen hineingleiten. Ich mag das Buch sehr und bin gespannt auf die anderen Bände der Trilogie.

Verdiente 4 von 5 *!

Mareike Allnoch: Where The Fireflies Dance

Willkommen zurück in Lake Louise! Wieder geht es zu diesem wunderbaren Setting, wieder geht es ins Chalet Resort der Browns. Dieses Mal erleben wir die Geschichte von Nell, der Tochter der Browns.

Sie arbeitet im Resort und ihr Leben besteht aus To Do-Listen und genauer Organisation. Damit kompensiert sie ihre Unruhe und die Panikattacken, mit denen sie seit dem schweren Verkehrsunfall ihres Bruders Luke zu kämpfen hat. Dieser sitzt seitdem im Rollstuhl und Nell gibt sich die Schuld daran.

Ihr geordnetes, aber belastendes Leben wird aufgemischt, als Caleb im Resort auftaucht und eine Stelle als Hausmeister besetzt. Der höllisch attraktive Mann ist geheimnisvoll, aber bringt Nell trotz der ersten scheinbaren Abneigung gegen ihn wieder zum Lächeln. Zwischen den Beiden entsteht eine gewisse Anziehung, gegen die Beide ankämpfen wollen, aber nicht ankommen können. Aber Caleb ist nicht ohne Grund in Lake Louise aufgetaucht. Er trägt ein Geheimnis mit sich herum, was alles zerstören wird. Die aufkeimende Liebe zwischen ihm und Nell und deren neu erwachten Glauben an die Liebe.

Doch können Beide ihren Gefühlen vertrauen und kann Nell ihm verzeihen? Und ist Caleb vielleicht der Schlüssel zur Lösung ihrer eigenen Probleme?

Wieder schafft es Mareike Allnoch, mich abzuholen mit einem perfekten New Adult-Roman. Irgendwo zwischen traumatischen Erlebnissen und einem wundervollen Setting, zwischen Vergangenheitsbewältigung und neuem Vertrauen, finden zwei Menschen sich, die einander gut tun könnten.
Der Schreibstil ist wunderbar warmherzig, sehr flüssig und bildlich. Wieder zieht es uns in den kanandischen Banff-Nationalpark, wieder nach Lake Louise, wieder in das Chalet Resort. Nell mag ich sehr, sie ist so echt, authentisch und emotional konnte ich ihr Handeln so gut nachvollziehen. Auch Caleb hat mir sehr gut gefallen. Er ist ebenfalls authentisch und ich verstehe auch die Motive für sein Verhalten sehr gut. Die zarte Liebe zwischen ihnen ist wunderbar geschildert worden, die Hindernisse machen die Handlung sehr spannend und ich habe erneut mitgefiebert. Natürlich darf ein mentaler Break-Down beim Lesen nicht fehlen. Ich habe mit Nell sehr mitgelitten, ich kenne Panikattacken ja selbst und ich weiß, was in einem Menschen dann vorgeht.

Kurz gesagt: ich habe dieses Buch, wie Band 1, erneut geliebt und hatte es dank der kurzen Kapitel und dem bildlichen Schreibstil sehr schnell gelesen. Keine 24 Stunden und ich war fertig. Dabei bin ich zwar durch die Seiten geflogen, aber da ich trotzde detailliert lese, war es mir eine reine Lesefruede. Schade, dass es nur eine Dilogie ist.

5/5 *

Dr. Jens Foell: Foellig Nerdiges Wissen

Ich bin ja ein Fan von Büchern, die sich mit wissenschaftlichen Fakten und faszinierenden Fakten befassen, diese uns Leserinnen/ Lesern nahe bringen. Der Droemer Verlag hat mit „Foellig nerdiges Wissen“ ein Buch vom Autoren Dr. Jens Foell veröffentlicht, welches genau mein Ding ist. Ich bin auch ein Nerd, aber eher auf meinem Gebiet der Informatik, Fantasy usw. Daher lese ich diese Bücher sehr gerne.

Dr. Foell ist Neuropsychologe und hat promoviert. Kurz gesagt, er arbeitet als Hirnforscher, in Deutschland, aber auch den USA hat er geforscht und die Wissenschaft in Sachen Neuropsychologie stark bereichert. Er beschäftigt sich auch nich mit der Wissenschaftskommunikation. Seit 2020 gehört er dem Team von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim an und ist ein beliebter Gast in derem einstigen Format maiLab und in der Show MAITHINK X auf ZDF Neo. Nun liefert er sein erstes Buch ab, das Vorwort kommt von Wegbegleiterin Mai Thi.

In diesem Buch fasst er alltägliche Phänomne auf und erklärt sie wissenschaftlich fundiert und verständlich aufbereitet. So erklärt er uns, warum unsere Zahlen arabisch sind, warum unser Gehirn manchmal Dinge spürt, die nicht real sind oder erahnt, welche Schnippchen unser Gehirn uns gerne mal schlägt und wie sich all dies wissenschaftlich erklären lässt.

Zugegeben, ich bin kein dummer Mensch- aber mir fiel es schwer, ihm zu folgen. ^^ Die Themen sind interessant, aber sehr komplex und für meinen geistigen Horizont ein wenig befremdlich. Er geht Phänomenen nach, die ich so nie als diese gesehen haben. Er kümmert sich um die wissenschaftliche Aufklärung- und ich verstehe, warum das Buch „Nerdiges Wissen“ aufbereitet, es hat bei mir gedauert, Zugang dazu zu gewinnen. Aber wenn man in diesen Bahnen denkt, dann wird das Buch doch recht unterhaltsam. Und ich hatte viele Aha-Momente, die mir mein eigenes doch manchmal verqueres, aber menschliches Fehldenken erklären und mir geholfen haben, mein Denken auch mal anders zu betrachten. Ich denke oft verquer, zwischen den Zeilen und um viele Ecken herum, aber das ist normal. Das hat nichts mit mangelnder Intelligenz oder übertriebener Psyche zu tun, es ist menschlich.

Ich danke Dr. Foellig, dass er uns diese Einblicke in die Psychologie und Physiologie des mesnschlichen Hirns ermöglicht und uns eintauchen lässt in wissenschaftliche Zusammenhänge, die ich so niemals erfassen könnte.

Interessant, unterhaltsam, spannend und lehrreich aufbereitet. Allerdings habe ich einige Zeit gebraucht, um das Buch zu lesen, da es für mich keine einfache Kost ist. Aber die grauen Zellen wurden mal wieder beansprucht.

4/5 *

Valentina Cebeni: Himbeerzeit

Autorin Valentina beschert uns mit ihrer Familiensaga eine wunderbare Reihe, die mein Interesse vor längerer Zeit fesseln konnte. Kürzlich kam mit „Himbeerzeit“ der dritte Band und somit der letzte Teil der Reihe bei mir an- und ich habe es bereits gelesen. Denn ich liebe den Schreibstil der Autorin sehr. Danke für die Zusendung des Exemplars, liebes Bloggerportal!

Klappentext: “

Voller Stolz hat Diana die Nachfolge ihrer Mutter im Familienunternehmen angetreten. Im Rom der 60er-Jahre herrscht Aufbruchsstimmung, durch die Straßen wehen Klänge von Rock ’n’ Roll und die modebewussten Frauen tragen Petticoats in allen Farben. Während dieser Zeit sollen auch die Olympischen Sommerspiele in Rom ausgetragen werden, und Diana sieht die große Chance für den Aufstieg ihres Unternehmens. Wer könnte schließlich dem Duft des Mandelgebäcks widerstehen? Doch während Rom von der Olympiade träumt, werden die Nöte Dianas immer größer. Kann sie das traditionsreiche Haus und den Ruf ihrer Familie retten, bevor es zu spät ist?

Lassen Sie sich von Valentina Cebeni auf das italienische Familienanwesen der Fontamaras entführen und lesen Sie auch die anderen Bände der Reihe:

1. Das Limettenhaus

2. Kirschblütensommer“

In der Reihe geht es um die Familie Fontamara. Das Buch spielt im Rom der 60ies, wie im Klappentext bereits erwähnt. Dieses Mal steht Diana im Mittelpunkt der Handlung. Sie leitet nun die Fabrik der Familie, die mütterlicherseits aufgebaut wurde und Kekse produziert. Allerdings hat sie einige Schwierigkeiten mit ihren Aufgaben, was sich auf die Firma auswirkt. Verheiratet ist sie mit Giovanni, einem smarten Arzt. Aber auch hier zeichnet sich mehr als eine handfeste Krise ab. Immerhin hat Diana einen Geliebten, den sie natürlich geheim hält. Sie ist überfordert mit der Firma und ihrem Posten, was sie auch dazu bewegt, sich von ihrer Familie zurückzuziehen. Die Firma könnte bankrott gehen, aber plötzlich naht Hilfe und ein Lichtblick aus Amerika.

Schafft es Diana mit ihrer Hilfe, die Firma wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen? Diesen Handlungsstrang fand ich besonders spannend. Diana ist charakterstark, aber oft auch stur und rebelliert gegen das Vermächtnis ihrer gefühlt riesigen Familie. Aber sie setzt alles daran, um das Familienvermächtnis, die Keksfabrik, nicht zu verlieren und beweist Stärke.

Wie schon erwähnt, mag ich den Schreibstil von Valentina Cebeni sehr. Sie füllt die recht schlichte Geschichte des Buches mit starken Charakteren und einer spannenden Handlung. Dazu gibt es noch einen gewissen Humor, der manche Situationen im Plottwist auflockert und ihm noch mehr Geist verleiht. Die Tiefgründigkeit ist erneut vorhanden, aber die eigentlich trockene Familiengeschichte wird durch all das zu einem guten Roman, der mich fasziniert hat, der mich zum Nachdenken angeregt hat und der spannend war. Die Lesbarkeit ist sehr angenehm, man fliegt durch die Seiten und möchte wissen, wie Dianas Geschichte endet- und wie es mit der Keksfabrik weitergeht.

Das Cover finde ich sehr passend, sommerlich und erfrischend.

Ich vergebe mit gutem Gewissen 4/5 *. Empfehlenswert, aber man sollte die ersten beiden Bände lesen:)