Mein Wichtel-Set: Das große Komplettpaket für die Wichteltür

Im Verlag ars.edition ist mit „Mein Wichtelset“ das ultimative Kit für alle Eltern erschienen, die ihren Kids die Wartezeit aufs Christkind spielerisch verkürzen und erleichtern wollen. Der Trend des Wichtels ist in den letzten Jahren auch zu uns nach Deutschland gekommen und immer mehr Kinder erleben mit dem vermeintlichen kleinen Bewohner das eine oder andere Abenteuer.

Das Buch beschreibt zunächst, um was es bei der „Wichteltür“ und somit den Einzug des neuen Bewohners geht. Das finde ich sehr interessant, meine Fantasie wurde dadurch angeregt und ich habe den Trend viel besser verstanden.

Das Set habe ich jedoch meiner besten Freundin übergeben, die einen kleinen Sohn von 3 Jahren hat. Ich bin selbst kinderlos und daher ist der Kleine doch der viel bessere Tester 🙂

Das „Komplettpaket“ setzt auf viele Bastelbögen und Erklärungen, sowie zuckersüße Ideen. Die Bastelbögen sind sehr wertig gearbeitet, dick und stabil. So kann man sofort loslegen und man braucht nicht mehr viel. Vielleicht noch Kleber und eine Schere,dann kann es auch schon losgehen.

Es gibt Bilder zum ausmalen, Sticker, ein Puzzle und sogar Geschenkpapier passend zum Thema „Wichtel“.

Das Ganze ist die Forsetzung eines bereits erschienenen Pakets, aber man kann dieses auch ohne Teil 1 ganz einfach benutzen.

Und so konnte meine Freundin mit ihrem Sohn eine wunderbare Adventszeit erleben. Sie hat sich viel Mühe gegeben, das Set hat ihr aber auch sehr viel Arbeit abgenommen. Die Bastelbögen sind gut umsetzbar, man hat alles zur Hand, was man für die Gestaltung der Streiche des Wichtels braucht. Und wenn nicht, kann man die Utensilien schnell besorgen oder sie sind bereits im Haushalt vorhanden. So lassen sich verschiedene Szenen aufbauen und kinderleicht dekorieren.
Sie hatte mindestens genauso viel Spaß wie ihr Sohn, der immer wieder einen neuen Streich und somit eine neue Geschichte entdecken durfte. Er war sehr begeistert und mit Feuereifer bei der Sache.

Das Set ist wirklich sehr hochwertig und fantasievoll gestaltet. Wie schon beschrieben, regt es die Fantasie der Kinder an und erleichtert das „Warten aufs Christkind“. ars.edition hat diesen Trend auf ganz tolle Weise umgesetzt und erleichtert Eltern damit absolut die Arbeit.

Liebevoll gestaltet, voller neuer Ideen und kinderleicht zu benutzen. Dieses „Wichtelset“ braucht man! Einfach großartig!

 

 

Mary Shelley: Frankenstein (Biblioteca Obscura)

In der „Biblioteca Obscura“ aus dem Verlag ars.Edition erscheinen ganz besondere, aber auch gruselige Bücher. Ich durfte vor geraumer Zeit „Frankenstein“, einen Gruselklassiker aus der Feder von Mary Shelley lesen. Und möchte euch diese besondere Ausgabe heute genauer vorstellen!

Die Gestaltung des Buchs ist sehr besonders und sehr edel.  Die Schmuckausgabe greift den Charakter des Klassikers wirklich passend wieder auf und verleiht dem Ganzen somit einen edlen, richtig gehenden Bibliothekscharakter. Hinzu kommen ebenfalls charakteristische Illustrationen und ein Cover, welche das Buch noch besonderer machen- und mich das Fürchten lernen. Die Illustrationen stammen von Marcin Minor und passen perfekt hinein. Sie sind grau, schwarz, aber auch rot und stechen somit sehr hervor.

Kommen wir zum Inhalt:

Victor Frankenstein ist besessen vom künstlichen Leben. Er hat alles daran gesetzt, um einen künstlichen Menschen ganz nach seinen Vorstellungen zu erschaffen. Doch damit hat er nicht gerechnet: dieser Mensch wird zum Monster. Frankenstein hat es erschaffen- und verkennt seine wahren Absichten. Das Monster sehnt sich nach menschlicher Liebe, nach Gefühl und Aufmerksamkeit. Und das steht im krassen Kontrast zu Frankensteins Plänen, welcher voller Schuld und Verdrängung sind. Dieser Konflikt wird immer blutiger, immer tödlicher. Dabei steckt hinter seinen Vision so viel mehr- und hinter dem Monster auch…

Es gab schon viele Ausgaben dieses Klassikers- und man sollte ihn gelesen haben. Die schaurige Atmosphäre bleibt die gesamte Handlung über erhalten. Ich hatte viele Momente voller Gänsehaut und mir lief das eine oder andee Mal ein krasser Schaue den Rücken hinunter.
Mary Shelley hat ein Meisterwerk der Gruselliteratur erschaffen, welches auch heute noch viele Fans hat. Die eine oder andere Verfilmung gibt es auch- aber diese kommen nicht an die Vorlage heran.
Der Schreibstil ist intensiv, sehr, sehr bildgewaltig und wirklich sehr düster. Und das intensivert das Leseerlebnis noch mehr. Ich bin tief in die Welt von Frankenstein eingetaucht, ich habe mich wirklich gegruselt. „Frankenstein“ lässt das Blut gefrieren, sorgt für richtige Schockmomente- aber immer so, dass man weiterlesen will.

Ein intensiver Gruselroman, der so düster ist ie kaum ein anderer seiner Zeit. Die Illustrationen tragen zum Lesefluss und zur Stimmung bei. Es macht Spaß, diese auf sich wirken zu lassen.

Hinzu kommt die großartige, kunstvolle Ausstattung der „Biblioteca Obscura“-Ausgabe und „Frankenstein“ wird zum echten Highlight in jedem Bücherregal.

 

Die Schmuckausgabe von Mary Shelleys „Frankenstein“ erhält durch die düster-schönen Illustrationen von Marcin Minor ein magisches neues Gewand.

Julia Beylouny: Nordseewellen und Treibholzliebe

Es wird immer wärmer, der Sommer zeigt sich von seiner besten Seite. Anlass genug, meine „Meeresbücher“ zu lesen. Sprich: cosy Romane mit einem Setting an meinem geliebten Meer. Ich habe bereits vor einiger Zeit „Nordseewellen und Treibholzliebe“ von Julia Beylouny gelesen, erschienen im Ullstein-Verlag. Heute folgt endlich die Rezension dazu!

Das Buch spielt an der dänischen Nordseeküste, was ich sehr, sehr mag.

Im Buch geht´s um Sybille und Romina. Zwei Frauen, die kaum Ähnlichkeiten haben, aber beste Freundinnen sind. Sybille hat einen Schlag bei den Männern, da sie mit ihren blonden Locken engelsgleich wirkt. Romina ist eher schüchtern, zurückhaltend und wartet lieber auf die große Liebe, statt sich mit einer oberflächlichen Romanze abzugebem

Sybille lernt Männer auch online kennen, dieses Mal Magnus. Der attraktive Däne verzaubert sie aber regelrecht und sie merkt, dass sie sich verlieben könnte. Aber dann schlägt das Schicksal zu, denn Magnus hat einen schweren Unfall beim Schweißen und verliert seine Sehkraft auf unbestimmte Zeit. Dies bringt ihn dazu, Sybille um Hilfe zu bitten. Er lebt in Nymindegab und durch das fehlende Sehvermögen sind alltägliche Dinge schweirig für ihn. Aber Sybille kann nicht. Denn sie priorisiert die Konzertkarten ihre Lieblingsband, die sie gerade gewonnen hat. Sie überlegt sich einen Plan und schickt Romina als sie selbst nach Dänemark.

Es kommt, wie es kommen muss: Romina versteht sich auf Anhieb sehr gut mit Magnus. Die Beiden verbringen viel Zeit miteinander und kommen sich näher. Bald entstehen behutsame Gefühle, aber Romina ist als Sybille bei Magnus. Wie kann sich ein neues Glück anbahnen, wenn sie ihn anlügt?

Das Cover gefällt mir richtig gut. Es zeigt ein Reetdachhaus am Meer, so kann man sich direkt an die dänische Nordseeküste träumen. Und dieses Setting ist sehr gelungen. Die Autorin entführt uns an einen ganz besonderen, bezaubernden Ort.

Die beiden Freundinnen Sybille und Romina sind nicht nur optisch gegensätzlich. Sybille ist unbeschwert und geht auch so durchs Leben, sie macht sich nicht viele Gedanken und ist sehr frei in ihrem Handeln und den Entscheidungen. Romina hingegen ist zurück haltend und ruhig, also wirklich ein Gegensatz zu ihrer Freundin. Trotzdem verstehen sie sich gut und ich mag ihre Freundschaft. Manchmal geht mir Sybille zu locker mit den Dingen um. Und sie überredet Romina zum Verwirrspiel rund um Magnus.

Romina habe ich in mein Herz entschlossen. Sie ist mir in vielen Dingen ähnlich. Ich habe sehr gerne gelesen, wie sie langsam Gefühle für Magnus entwickelt. Die Chemie stimmt zwischen den Beiden einfach, die Szenen rund um ihre Spaziergänge und Annäherungen sind wunderschön.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und emotional, aber auch sehr flüssig und leicht. Julia schenkt dem Roman dadurch noch mehr Tiefgründigkeit.

Alles in allem ist „Nordseewellen und Treibholzliebe“ ein cosy Roman, der mir große Lesefreude bereitet hat. Das Setting ist wunderbar, außerdem haben wir mit Romina und Magnus zwei Protagonisten, die sehr authentisch sind.

Hinzu kommen die zwei Erzählebenen. Zum Einem wird uns die Geschichte von Romina erzählt, aber auch von ihrer Schwester Elisa. So erhält die Geschichte einen sehr authentischen, nachfühlbaren Charakter.

Ein Buch über Freundschaft, Missverstädnisse,Gefühle und die ganz große Liebe. Außerdem ist das Setting in Dänemark sehr detailreich beschrieben.

Ein wunderbarer Roman, der Lust auf Sommer und aufs Meer macht. Großartig!

 

 

Lilly Fröhlich & Michaela Leipnitz: Narzisst in the city

Narzissmus- ein psychisches Phänomen, welches in unserer Gesellschaft immer häufiger zu finden ist.

Im Buch „Narzisst in the city“ aus der Feder von Lilly Föhlich & Michaela Leipnitz geht es um vier Paare. Sie geben nach aussen hin das perfekte Bild ab, wirken sehr harmonisch. Doch ein Teil jedes Paares ist ein Narzisst. Und verkörpern vier verschiedene Typen des Narzissten. Der charmante, manipulative Narzisst verzaubert seine Zufuhrquelle regelrecht, dann ist da noch der verdeckte, der sein wahres Wesen hinter einer Maske versteckt. Eine Maske, die sogar seine engsten Mitmenschen nicht als diese wahr nehmen. Und wir erfahren die Geschichten dieser vier Paare.
Coach Lucius kennt alle Paar und macht es sich zur Aufgabe, die Narzissten zu enttarnen und den Opfern zu helfen, sich aus diese toxischen Verbindung zu entfernen. Er gibt ihnen gut umsetzbare und spielrische Mittel an due Hand, mit denen sie eben diese toxische Beziehung samt den Mustern auflösen und ganz bei sich selbst ankommen können…
Ich war selbst Opfer narzisstischen Missbrauchs- und war sehr gespannt, wie „Narzisst in the city“ dieses wichtige, aber auch sensible Thema behandelt. Und bin begeistert, wie die Autorinnen es schaffen, das Thema auf erzählerische Weise umzusetzen.
Narzissmus ist kein lustiges Thema, ganz im Gegenteil. Und trotzdem schlagen sie einen angemessen humorvollen Ton an. Hinzu kommt ein leichter, gut verständlicher und somit mitreissender Schreibstil, der das Buch zu einem Pageturner für mich gemacht hat.
Ich habe mich absolut verstanden gefühlt, habe noch mehr über Narzissmus erfahren, aber nicht auf belehrende Art, sondern auf unterhaltsame Weise.
Ich war gespannt und habe gerätselt: wer von den jeweiligen Paaren erfüllt die Rolle des Narzissten? Und ich habe die so typischen Wesensarten wieder erkannt. Ich selbst hatte es mit einem stark manipulativen Exemplar zu tun. Mit Love Bombing hat er mich erobert, obwohl ich sonst eine so rationale Person bin. Ich war binnen kürzester Zeit in einem toxischen Beziehungskonstrukt gefangen und es war sehr schwer, mich daraus zu befreien. Zum Glück habe ich gute Freunde, die mir dabei geholfen haben. Ich hätte mir einen Lucius gewünscht, der mir die Augen auf so eindringliche, aber doch nicht unangenehme Art geöffnet hätte.
Und trotz des Themas ist „Narzisst in the city“ nicht nur aufklärend, sondern auch unterhaltsam und sehr spannend. Ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen und habe mich sehr damit identifiziert. Ein sehr wichtiger Roman, der dazu noch sehr wervoll ist. Großartig!

Helen Fielding: Bridget Jones- Verrückt nach ihm

Ende der 1990er-Jahre entwickelte sich auf dem Buchmarkt ein Phänomen: die Tagebücher der „Bridget Jones“ von Helen Fielding wurden extrem populär und irgenwann auch mit Renee Zellwegger in der Hauptrolle verfilmt. In diesem Jahr erschien mit „Verrückt nach ihm“ der letzte Teil im Kino, passend zum gleichnamigen Bestseller. Ich habe den Roman nun gelesen und heute folgt meine ausführliche Rezension.

Vorweg: ich weiß nicht, ob Bridget Jones ohne Darcy funktioniert- das war mein Gedanke, bevor ich zum Buch gegriffen habe. Es ist nicht erst seit gestern auf dem Markt und genau das war der Grund, warum ich es noch nicht gelesen habe. Ich liebe die Energie zwischen Darcy und Bridget. Der attraktive Anwalt und die Chaosqueen sind einfach ein Traumpaar. Aber gut, ich lese ja gerne ausserhalb meiner Komfortzone und habe mich nun doch an „Verrückt nach ihm“ herangetraut.

Die vierte Runde aus Bridgets Leben startet vielversprechend. Sie hat endlich einen Job, der ihrviel Spaß macht und ist Drehbuchautorin, liebt ihre Kinder von ganzem Herzen (die wirklich toll sind) und sie hat nach dem Tod von Darcy eine neue Liebe gefunden. Alles sieht perfekt aus, aber es fühlt sich nicht so an. Denn sie muss sich mit stressigen, nervigen Menschen herumärgern, ihre Kinder vermissen den Vater und der Mann, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat, ist viel jünger als sie selbst. Aber Bridget wäre nicht Bridget Jones, wenn sie nicht einen Weg findet, damit umzugehen.

Und so macht sie sich auf die Suche nach dem idealen Vater für ihre Kinder. Und natürlich geht diese Suche nicht ganz ohne Chaos von sich. Denn Briget ist nun mal die Queen of Chaos- und geändert hat sie sich kein Stück. Und genau dafür liebe ich sie! Sie ist unkonventionell, choatisch und unglaublich liebenswert dabei.

Das Leben meint es nicht gut mit ihr, doch sie kämpft sich immer wieder durch und findet am Ende ihr Glück. Ich mag den locker-flotten Schreibstil der Autorin und die Kapitel sind natürlich wieder in Tagebuchform geschrieben. So mit wunderbar lesbar, kurzweilig und unterhaltsam… ABER…

Auch Bridget Jones muss sich scheinbar dem gesellschaftlichen Wahn unterwerfen. War ihr kurviges Gewicht vorher zwar Thema, aber wurde positiv abgehandelt, wird es nun viel stärker beleuchtet. Hinzu kommt der weitere Druck von Likes und einer gewissen Social Media-Präsenz. Ja, so ist die Welt heutzutage. Aber ich brauche diese Themen nicht auch noch auf diese Weise erzählt, wie Helen Fielding es in „Verrückt nach ihm“ tut. Schade, mir fehlt hier der Wohlfühlcharakter, was diese Themen angeht.

Trotzdem hat mich Bridget Jones als Protagonistin wieder überzeugen können. Ich liebe ihren Charakter und ich liebe ihre Rolle als Mutter. Eine liebenswerte Geschichte rund um eine chaotische, aber sehr lebensfrohe Frau, die ihren Platz im Leben immer noch erkämpfen muss. Der Humor ist wieder brilliant, aber wie gesagt, in Bezug auf Clickzahlen und Bodypositivität habe ich was anderes erwartet.