Katharina Schendel: Mord Im Dorf Der Esel. Stella Honeycut Ermittelt.

Hast du Lust auf ganz viele Agatha-Christie-Vibes, gemischt mit einem großartigen britischen Krimi? Dann empfehle ich dir mit „Mord im Dorf der Esel“ einen Fall von Stella Honeycut. Sie ist riesiger Agatha-Christie-Fan und kennt sich mit ihr supergut aus. Um ihrer Tante Jane zu helfen, fährt Stella in das südliche England in den ort Hillbrush. Womit sie nicht gerechnet hat: rund um den Ort gibt es ganz viele Esel. Diese werden von den Bewohnern als Nutztier gehalten. Aber nicht nur das ist ungewöhnlich. Jane versorgt die Bewohner des Dorfes in ihre Giftküche mit Mttelchen gegen das eine oder andere Wehwechen. Alles scheint irgendwie verrückt, aber ein typisches Dorfidyll zu sein. Bis plötzlich Edna Inglethorpe tot aufgefunden wird, die Hausdame des Vikars des Dorfes. Und ausgerechnet Jane gerät unter Verdacht, denn Edna wurde vergiftet. Jetzt liegt es an Stella, ihr zu helfen und den wahren Täter zu finden. Kann sie ihre Kenntnisse über Profi-Schnüfflerin Agatha Christie nutzen, um den Mörder zu überführen? Oder bringt sich die junge Frau vielleicht sogar selbst dabei in Gefahr?

Wer hier einen brutalen, absoluten Krimi erwartet, der wird enttäuscht werden. Stella Honeycuts erster Fall ist ein richtiger Cosy Krimi, der einfach Spaß macht. Das Setting rund um Hillbrush mit seinen Eseln, feiere ich. Ich konnte auch sehr schnell in den Storyplott abtauchen und wurde angenehm unterhalten. Die Geschichte ist gut verständlich, sie ist toll konstruiert und sorgt für richtig tolle Unterhaltung. Stella hat mich als Protagonistin sehr überzeugt. Sie hat ihre ganz eigene Art und hat sich durch ihre Begeisterung für Agatha Christie einiges von der Grand Dame der Krimis abgeschaut. Sie ist aufgeschlossen, kombiniert gut, beobachtet und ist eine sehr angenehme Prota. Der Humor kommt auch nicht ganz kurz in diesm Cosy Crime-Buch.

Der Schreibstil ist angenehm und wirklich bildhaft, sowie gut verständlich. Man gleitet durch die Seiten und erlebt einen Kriminalfall, der ohne Gewaltszenen und ohne Blut auskommt, genauso mag ich es. Die Autorin schafft es, mit einem Feel Good-Krimi zu fesseln, sie überrascht an der einen oder anderen Stelle und konnte mich wirklich überzeugen. Sicher nicht mein erster Fall von Stella Honeycut!

 

Stefan S. Kassner: Honigsüßer Tod (Poison Bakery-Reihe 1)

Cosy Crime ist genau mein Ding! Nicht allzu blutig und brutal, aber dafür umso spannender und mit Wohlfühlgefühl. Mit „Honigsüßer Tod“ von Stefan S. Kassner habe ich Band 1 der Poison Bakery-Reihe als eBook gelesen und mag es sehr. Warum, das erzähle ich euch heute in meiner ausführlichen Rezension.

Die beiden Konditorinnen Terry und Linn lieben ihr Handwerk- und ihre eigene Bakery inmitten von Londons Stadtteil Soho. Sie haben sich ihren Traum verwirklicht. Aber das Café läuft nur langsam an und bringt die beiden Frauen bald in Zahlungsschwierigkeiten. Terry verwaltet die Finanzen und macht sich Gedanken um die Zukunft der Bakery, während Linn sich in das Erschaffen von gebackenen aller Kreationen flüchtet. Eines Tages taucht Detective Chief Inspector Bruce Manwill im Café auf- und erklärt ihnen, dass er ermittelt. Die Frau eines Stammkunden wurde tot aufgefunden und die Umstände sind nicht geklärt. Die beiden Backfeen nimmt das ganz schön mit. Sie wollen Manville helfenund legen sich ganz schön ins Zeug dafür. Er ist aber auch attraktiv- und beide wollen den Tod der Frau aufklären. Und ein nett anzusehender Kommissar ist nicht das Schlechteste… vergessen die Beiden darüber ihre Existenzsorgen oder kann ihnen der Fall vielleicht sogar helfen, alles klarer zu sehen und einen Weg zu finden?

Genauso stelle ich mir einen Cosy Krimi vor. Das Setting in London mitsamt dem Café hat mich zum Schmökern regelrecht eingeladen. Linn und Terry sind warmherzige Frauen, die ihren Traum leben und dabei in eine finanzielle Schieflage geraten. Jede hat ihre Art, damit umzugehen und ich finde sie authentisch und sehr sympathisch. Ich habe mich in der Bakery sofort wohl gefühlt. Als dann der merkwürdige Todesfall passiert und sie Bruce Manwill kennen lernen, nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Sie unterstützen Manwill, werden dabei in die eine oder andere Wendung verwickelt und sind bald Teil des mysteriösen Todesfalls. Dabei kommt eine der Beiden dem Dedektiv näher.

Ich mag den Schreibstil des Autoren sehr gern. Er ist sehr sehr flüssig und hat den Roman zu einem echten Pageturner für mich gemacht. Flüssig, bildhaft und sehr spannend. Wie erwähnt, mag ich das Setting sehr, sowie die beiden Hauptprotagonistinnen. Cosy Crime ist für mich ein guter Krimi mit tollen Figuren, einem interessanten und gut konstruierten Todesfall (oder auch Mord) und trotzdem mit einem gewissen Feelgood-Charakter. All das erfüllt dieser erste Band der Reihe. Ich bin gespannt, was uns noch erwartet.

Vielen Dank an den Autoren für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Ich freue mich auf weitere Romane, die sicher bald erscheinen werden!

Spannend, sehr unterhaltsam, mitreissend. So geht Cosy Crime!

 

 

Silas Wolf: Der Schmerztöter

Ich durfte bereits Bücher von Silas Wolf lesen. Heute möchte ich euchv vom dritten Fall für Kommissar Jonas Starck erzählen: „Der Schmerztöter“. Dieser Roman hat mich erneut gefesselt.

Und darum geht´s: Jonas Starck erster Tag bei der Kripo in Lübck steht an. Doch bereits am ersten Tag muss er sich mit einem brutalen Mord befassen. Die Leiche ist stark entstellt und liegt in einem Maisfeld. Doch nicht nur der Fall macht Jonas das Eingewöhnen schwierig, sondern auch sein neuer Kollege & Partner.
Dann hält ein weiterer Leichenfund das Ermittlerteam in Atem.  Ein Serienmörder ist unterwegs und sie müssen ihm schnell das Handwerk legen, bevor er wieder zuschlagen kann. Aber was verbindet die beiden bisherigen Opfer? Sie hatten beide Vorstrafen, weisen aber sinst keine Parallelen auf. Dann passiert ein dritter, brutaler Mord und dieses Opfer passt nicht zum Rest. Ermittler Starck steht vor großen Rätseln, findet keinen roten Faden. Doch die Zeit arbeitet gegen ihn. Denn der Täter mordet mit hohem Tempo und es gilt, ihn zur Strecke zu bringen, bevor er weiter tötet…

Die Thriller von Silas besitzen eine eigene Stimmung. Diese ist bedrückend und düster, jeder Fall ist jedoch ganz anders und stellt den Ermittler Starck immer wieder vor neue Rätsel. Mir hat „Der Schmerztöter“ wieder gut gefallen. Silas schafft es, uns Leser*innen mit seinem flüssigen, sehr spannenden und bildhaften Schreibstil in den Bann zu ziehen, eine finstere Amtosphäre aufzubauen und sorgt für Gänsehaut. Es gibt unvorhergesehene Twists, die noch mal für mehr Spannung sorgen. „Der Schmerztöter“ ist für mich erneut mitreissend und unterhaltsam, er hinterlässt eine beklemmende Stimmung und sorgt dafür, dass man noch länger über die Geschichte nachdenkt. Spannend, unterhaltsam und er bringt alles mit, was einen guten Thriller ausmacht.

 

Patrick Schneider: T-Trio: Die Gräueltaten Des Dr. Schock

Ich möchte euch heute noch ein weiteres Jugendbuch vorstellen: „T-Trio: Die Gräueltaten des Dr. Schock“ aus der Feder von Patrick Schneider ist sehr spannend und mitreissend. Worum geht´s?

Das „T-Trio“ sind drei Schüler*innen, die allerhand Abenteuer miteinander erleben. Tina, Tom und Timy sind allesamt unterschiedlich, aber sie verstehen sich gut und sie haben einst ihre Bande, das „T-Trio“ gegründet. Ihre Abenteuer stehen denen von TKKG & Co. im nichts nach!
Die drei besuchen die Primarschule in Oberuzwil. Die Zeugnisse stehen an. Aber dann passieren seltsame Dinge: alle Lehrer*innen der Schule erkranken gleichzeitig. Und das ist mehr als merkwürdig. Was steckt wirklich dahinter? Das T-Trio nimmt die Ermittlungen auf und bald begreifen die drei, wer hinter der Sache steckt: der schlimmste Verbrecher überhaupt treibt sein Unwesen. Oberuzwil muss sich fürchten- oder können die drei Freunde seine Taten aufdecken und schlimmeres vermeiden?

Ich muss zugeben, ich finde das Buch vom Cover her eher unscheinbar. Es wurde aber bereits in vielen, vielen Auflagen immer wieder veröffentlicht und das klingt doch gut. Und richtig, meine Erwartungen wurden erfüllt! Ich habe einen Krimi für jugendliche Leser*innen erwartet voller Spannung und die eine oder andere kriminelle Verwicklung. Mir gefällt das T-Trio sehr gut. Sie gehen gemeinsam an die Sache ran und sind sich nicht zu schade, es mit einem Verbrecher, den oninösen Dr. Schock, aufzunehmen. Sehr schnell werden sie in ein dunkles Abenteuer hineingezogen, welches offenbart, welchen Plan der Dr. hat.

Der Schreibstil ist fantastisch. Er ist sehr gut verständlich, sehr flüssig und baut eine großartige Stimmung auf. Die drei Mitglieder des T-Trios sind unterschiedlich und der Autor hat sie wirklich als starke Charaktere skizziert. Die Freundschaft, Mut und Stärke sind das, was dem Trio hilft, dieses Abenteuer gemeinsam zu bestehen. Spannend, mit der einen oder anderen überraschenden Wendung, sorgt das Buch für gute Unterhaltung. Klasse!

 

 

Claire Douglas: Girls Night- Nur Eine Kennt Die Wahrheit

Kennt ihr schon die Queen der Thriller? Dank dem Bloggerportal darf ich „Girls night- Nur eine kennt die Wahrheit“ lesen und rezensieren. Gesagt, getan!

Es ist 20 Jahre her, damals hat Olivia einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Bei diesem verschwanden ihre besten Freundinnen auf mysteriöse Weise. Und bis heute leidet Olivia darunter, denn die drei Frauen sind nie wieder aufgetaucht. Die Angehörigen und Freunde der drei machen ihr Vorwürfe und strafen sie heftig ab mit Blicken. Aber Olivia fehlt sämtliche Erinnerung an den Unfall. Die Journalistin Jenna Halliday nimmt sich ihrer an, sie will über den Fall in ihrem bekannten True-Crime-Podcast berichten. Doch Jenna stößt bei ihrer Recherche bald auf dunkle, heftige Geheimnisse. Wurden die drei Frauen das Opfer eines Gewaltverbrechens? Und wenn ja, wer ist der Mörder und warum scheint er nun wieder aufzutauchen?

Wow, ich habe bisher kein Buch der Autorin gelesen und ich frage mich, warum. Die Atmosphäre ist düster, mitreissend, bedrückend und extrem spannend. Das Schicksal von Olivia hat mich beeindruckt, wirklich mitgenommen. Der Verbleib der drei Freundinnen ist ein Rätsel. Jenna recherchiert und gerät selbst in Gefahr, sie deckt ungeheuerliches auf. Und dann wird es noch spannender. Was ist wirklich mit den Frauen passiert und wie reagiert das Böse darauf, wenn es ertappt wird?

Der Schreibstil der Autorin ist extrem gut. Direkt, unumwunden, aber auch nicht zu hart, sehr mitreissend, spannend und sehr flüssig. Sie verleiht den Protagonisten viele Facetten, auch düstere Seiten. Das Cover finde ich sehr gut gewählt, es macht Lust auf mehr. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt, auch wenn meine Stimmung beim Lesen zwischen Faszination und Grauen hin und herschwankte. Aber das macht einen guten Thriller doch letzten Endes aus, oder?

Ich hatte das eine oder andere Mal eine Gänsehaut. Kein Wunder, die düstere Atmosphäre, der Schreibstil und dem Geheimnis, den man mit Jenna gemeinsam als Leser/in auf die Schlichte kommt. Puh, was für ein spannendes, gutes Buch!