Giles Kristian: Lancelot (Rezension)

Hallo,

ich als Leseratte liebe es, wenn ich zwischendurch Bücher eines anderen Genres lesen kann. Dieses Mal war es eine echte Herausforderung. Fast 900 Seiten umfasst „Lancelot“ von Giles Kristian.

Schon immer fasziniert mich der Mythos rund um Lancelot, König Artus und die Ritter der Tafelrunde. Daher fühlte ich mich auch sehr geehrt, diesen Roman lesen zu dürfen.

Grob gesagt, behandelt das Werk von Giles Kristian das ganze Leben des weltbekannten Ritters Lancelot.

Das Buch startet mit der Kindheit und Jugend Lancelots. Hier gab es für mich leider einige unnötige Längen und die Handlung wurde so überflüssigerweise gestreckt. Trotzdem mag ich den Plot, denn es treten oft unvorhersehbare Ereignisse in Lancelots Leben ein, die das Buch nicht langweilig machen, sondern zu einer sehr spannenden Lektüre.

Kommen wir zum für mich zentralen Mythos hinter der ganzen Sage: das Verhältnis zwischen Lancelot und König Artur. Der Roman schildert sehr ansehnlich, wie die Verbundenheit der Beiden zueinander entstand und erzählt uns auch von Lady Guinevere und natürlich von Merlin, dem Zauberer. Ab diesem Punkt hat mich „Lancelot“ endgültig gepackt. Die Geschichte hat so eine Tiefe, beschreibt die Entwicklung der Figur Lancelot so vielseitig und beleuchtet seine Lebensgeschichte so bildreich, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Zugegeben, am Anfang hatte ich Respekt vor der Länge des Buches, doch ich bereue es nicht, diesen Schmöker gelesen zu haben. Mitreissend, spannend, hier und da mit ein paar Längen, aber die kann man locker verkraften.

Nicht nur für Fans des Mythos ein Highlight. Toll! 4,5/5*

Sophia Money-Coutts: Die Große Liebe Kann Mich Mal (Rezension)

Hallo,

kürzlich war es mal an der Zeit für eine kurzweilige, unterhaltsame Lektüre. Dank dem Bloggerportal durfte ich den neuen Roman von Sophia Money-Coutts lesen. Er trägt den lustigen Titel „Die große Liebe kann mich mal“ und ist nicht der erste Roman der britischen Erfolgsautorin.

Sophia ist übrigens die Tochter eines englischen Grafen- kein Witz. Sie ist auch Autorin für Prominenten- und Royalmedien, immerhin bekommt sie durch ihren Stand einen gewissen Einblick. Ihr locker-leichter Schreibstil und ihr Wissen über die Oberschicht der Gesellschaft, machten ihre bisherigen Romane zu Erfolgen. Nun durfte ich ihr drittes Werk lesen.

Florence ist chronischer Single. Aber sie kommt gut damit klar, immerhin hat sie ihren Buchladen in London. Sie lebt mit ihrem übergewichtigen Kater zusammen und hatte noch nie eine Beziehung. Sie kommt gut mit ihrem Leben klar und hat nicht vor, irgendwas daran zu ändern. Ganz im Gegensatz zu ihrer Stiefmutter. Sie stört sich an Florence´ Beziehungsstatus und schickt sie zu einem Beziehungscoach. Florence soll so einen passenden Mann finden. Als erste Aufgabe schreibt sie eine Liste mit allen Anforderungen, die sie an ihren Traumpartner hat. Sie ist nicht gerade begeistert vom Coaching und setzt nahezu uptoische Punkte auf diese Liste. Weitere Beachtung schenkt sie dem ganzen nicht. Aber dann steht sie ihrem Traummann plötzlich gegenüber- er steht ihr in ihrem Buchladen gegenüber. Er erfüllt alle Punkte von ihrer eigentlich nicht so ernst gemeinten Liste und somit der ideale Partner- und würde ihre Stiefmutter sicher enorm gut gefallen. Er heißt Rory und er findet auf Anhieb Gefallen an Florence.
Neben dem eingentlich Plot, lernen wir auch Florence „echte“ Familie kennen, die aus verwirrenden Charakteren besteht und für mich die Geschichte ziemlich belasten und abflachen.
Den lockeren Schreibstil der Autorin muss man mögen. Da ich bereits zwei ihrer Bücher gelesen habe, habe ich mich daran gewöhnt. Die Geschichte hat Potential, nur empfinde ich sie manchmal als ziemlich oberflächlich. Der Handlungsstrang rund um Florence Geschichte hat es mir schwer gemacht, das Buch wirklich zu lieben.
Die Autorin erschafft mit Florence jedoch eine weitere sympathische Protagonistin, die ich erst später ins Herz schließe.

An und für sich, ist „Die große Liebe kann mich mal“ ein angenehmer, kurzweiliger Roman, den man schnell weglesen kann. Aber er ist keiner, der im Kopf bleibt oder einen Platz in meinem Leserherzen eingenommen hat. Kein Highlight, einfach eine passende Lektüre für zwischendurch.

3,5/5 *

Buchblogger-Fragebogen: The Book Blogger Tag

 Hey,

 heute möchte ich keine Rezension veröffentlichen, da ich gerade ganz in mein aktuelles Buch (Currently Reading) vertieft bin. Heute möchte ich den Buchblogger-Fragebogen beantworten, der mir mehrfach bei Booktube und auch auf Blogs begegnet ist.

Viel Spass:)

 

1. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?
„Lancelot“ von Giles Kristian. Eine etwas andere Lektüre als New Adult oder Fantasy, allerdings fasziniert mich das Mittelalter schon immer und ich wollte unbedingt mal ein Buch rund um die Ritter der Talferunde lesen.

2. Auf welche Neuerscheinung freust du dich dieses Jahr am meisten?
Im März erschien mit „High Hopes“ bereits der erste Band der neuen „Whitestone Hospital“- Reihe von Ava Reed und ich bin total begeistert. Daher freue ich mich sehr auf den nächsten Band, der in diesem Jahr erscheinen wird!

3. Was ist das traurigste Buch, das du jemals gelesen hast?
„Das Tagebuch der Anne Frank“ und eine Biographie über Sophie Scholl und die „Weiße Rose“. Mich nehmen Bücher über ein so grausames Zeitgeschehen sehr mit, denn all das ist wirklich passiert. Diese beiden jungen Frauen mussten sterben wegen ungeheurem Wahnsinn weniger Menschen, die anderen aber ihre Ideologie aufgezwungen haben.

4. Welches Buch hat dein Leben besonders geprägt?
Natürlich alle Bände der „Hanni & Nanni“- Reihe von Enid Blyton. Ich liebe die Bücher bis heute. Außerdem hat mich das Kinderbuch „Die Reise nach Monopoli“ von Werner Commandeur sehr geprägt. Meine Schwester hat mir dieses Buch immer dann vorgelesen, wenn ich als Kind Albträume hatte. Ein wundervolles Buch! Irgendwann habe ich es verloren und es vor drei Jahren bei Ebay ersteigert bei einemn Antiquariat.

5. Wonach sortierst du deine Bücher und wie stapelst du sie?
Ich behalte nur die Bücher meiner Lieblingsautor*innen und sortiere sie danach in meinem Regal, in sich dann nach Veröffentlichung. Die anderen verkaufe ich bei Portalen wie Rebuy oder Momox, ansonsten stapele ich meinen SuB gut sortiert. 

6. Was ist das lustigste Buch, das du bisher gelesen hast?
Ich mag die Bücher von Thorsten Sträter und Sarah Hakenberg, früher waren es die Familienromane von Evelyn Sanders. Das lustigste? „Schmitz-Katze“ von Ralf Schmitz. 

7. An welchem Orten liest du überhaupt?
An meinem Lieblingsplatz, direkt am Fenster und im alten Sessel meiner verstorbenen, geliebten Oma. Er ist total bequem und passt gut zu meinem Vintage-Stil. Ansonsten im Bett mit extra angeschafftem Lesekissen und Leseknochen. 

8. Was ist das spannendste was dir im Bezug zu Büchern bisher passiert ist?
Ein Teil von Bookstagram zu werden und wunderbare Menschen kennenzulernen, die ebenfalls Bücherwürmer sind.

9. Welches Kinderbuch ist dir besonders in Erinnerung geblieben und warum?
Auch dieses Mal kann ich meine geliebten „Hanni & Nanni“-Bücher nennen, ansonsten natürlich Pipi Langstrumpf und eine Reihe namens „Mutzi“, die ich damals ganz toll fand. Ansonsten mochte ich die „Pizza-Bande“ sehr gern. 

10. Wer ist deine Lieblingsautorin/ dein Lieblingsautor?
Meine Lieblingsautorin ist seit 20 Jahren Susan Elizabeth Phillips. Angefangen habe ich mit „Lady, Be Good“ und mittlerweile kann ich es kaum erwarten, bis endlich, endlich ein neues Buch von ihr erscheint. Ansonsten lese ich Samantha Young sehr gern, Sophie Kinsella mag ich auch und bei den männlichen Autoren bleibt Nicholas Barreau einfach mein Favorit.

11. Wo kaufst du deine Bücher?
In der Buchhandlung in meiner Kleinstadt. Ich möchte ein lokales Geschäft unterstützen. Meine Bücher kann ich online bestellen und sie sind meistens am nächsten Tag dort und ich kann sie abholen. Selten bei Amazon, wenn das Buch lokal nicht lieferbar ist.

12. Was ist das gruseligste oder spannendste Buch, das du bisher gelesen hast?
Ich lese ungerne Horror oder Grusel, beides sind nicht meine Genres. Aber ich denke, von der Atmosphäre her, hat mich „Partem“ von Stefanie Neeb etwas mitgenommen.

13. Welche Buchticks hast du?
Ich brauche immer ein Magnetlesezeichen im Buch. Ich hasse Knicke, Eselsohren etc. Geht gar nicht.

14. Welches Buch ist das günstigste und welches das teuerste in deinem Regal?
Günstig: ein Mängelexemplar, was für mich aber kein Problem ist, teuer: die neue Version von „Herr der Ringe“. Sie ist so wunderschön, aber war sehr teuer.

15. Welches Buch hat dich am meisten enttäuscht?
Ganz klar: „Fifty Shades Of Grey“.

Deborah Hewitt: Soulbird- Das Geheimnis Der Nacht (Rezension)

 Hallo, 

kennt ihr die „Soulbird“- Reihe von Autorin Deborah Hewitt? Den ersten Teil habe ich bereits verschlungen. Darin geht es um Protagonistin Alice Wyndham, die eine ganz besondere Gabe besitzt. Sie sieht sogenannte Nachtschwalben, die „Soulbirds“. Jede Schwalbe steht für die Seele eines Menschen und wird durch sie behütet. Ein schöner Gedanke, den die Autorin in dem Buch transportiert.
Im ersten Teil habe ich Alice kennen gelernt und alles über diese Gabe erfahren. Außerdem wurde klar, welche Konsequenzen diese für sie hat: sie wird von einem Feind verfolgt. „Soulbird“ ist keine leise, sachte Fantasyreihe, sondern beinhaltet eine gewisse Dynamik im Plot, die mir die Lektüre des ersten Bandes zu einem echten Lesevergnügen gemacht hat. Es werden Elemente der finnischen Mythologie eingebunden, was ich großartig finde. Ich beschäftige mich schon länger mit Mythologie und aus aktuellem Anlass auch mit dem Thema „Seele“. 

Nun habe ich vom Verlag Penguin/ Randomhouse die Möglichkeit bekommen, den zweiten Band „Das Geheimnis der Nacht“ zu lesen. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die Zusendung des Rezensionsexemplares. Heute möchte ich euch von der Fortsetzung von Alice Geschichte erzählen.

 

Das Cover passt perfekt zu dem von Band 1. Es sieht edel, nicht zu überladen aus und passt zum Thema „Soulbird“. Der Schreibstil von Deborah Hewitt ist flüssig, dynamisch und mitreissend. Es macht Laune, das Buch zu lesen.

Kommen wir nun zum Plot. Alice hat im ersten Teil die Parallelwelt in London kennen lernen dürfen- genauso wie den Hauptprotagonisten Crowley, in den sie sich verliebt hat. Jetzt muss sie diese Welt zurückkehren. Der Fluch der Nachtschwalben wird immer dominanter und bringt sie immer wieder in echte Gefahr. Außerdem bedroht er ihre Liebe zu Crowley. Okay, nach dem Geschehen in Band 1 habe ich nicht geahnt, dass die Beiden wieder so eine Nähe zulassen können. Es war sehr unterhaltsam, Alice Geschichte erneut zu lesen, zu erfahren, wie sie weitergeht.
Allerdings habe ich mich mit den ersten Kapitel des Buches ein wenig schwer getan. Mir wird zu intensiv darauf eingegangen, dass Alice vor den Trümmern ihres Lebens steht und alles versucht, um wieder klarzukommen. Das war etwas langamtig. Allerdings gewinnt der Plot dann, wie erwähnt, wieder an Dynamik und die Geschichte entwickelt sich wieder spannender und mitreissender.

Für mich ist „Souldbird“ gelungene Fantasy, die man gut „weglesen“ kann, keine krasse High Fantasy, aber ein solider Roman seines Genres. Ich mag diese besondere Ausgangssituation, der Gedanke der Seelenschwalben, so sehr. Ich habe gerade einen persönlichen, schweren Verlust erlitten, bin in tiefster Trauer. Mich habt diese Idee getröstet und damit hat das Buch mit ein Stück weit eingefangen.

3,5/5 *

Ava Reed: Whitestone Hospital- High Hopes (Rezension)

 Hallo,

 

selten warte ich so sehr auf ein Buch, wie auf Band 1 der neuen „Whitestone Hospital“-Reihe von Ava Reed. Gestern feierte die sympathische Autorin dann Bookbirthday, denn „High Hopes“ erschien offiziell. Ich durfte es bereits am Freitag in der Buchhandlung meines Vertrauens abholen und habe mich sehr darüber gefreut. Am späten Mittwoch abend habe ich das Buch begonnen und dann den ganzen gestrigen Abend bis spät nachts gelesen, so sehr hat es mich gefesselt. 

 

 

 Laura hat es geschafft! Die junge Ärztin hat eine Stelle am bekannten Whitestone Hospital in Phoenix ergattert. Das kommt ihr gerade recht. Sie benötigt das Jahr als Assistenzärztin dort für ihr endgültiges Examen und so kann sie ihren Ex-Freund hinter sich lassen, der sich nach mehreren Jahren Beziehung betrogen hat.
Schon am ersten Tag erfährt Laura, was es bedeutet, Ärztin am Whitestone zu sein. Sie lernt auf dem Weg zur Arbeit durch einen medizinischen Notfall einen Kollegen kennen, der ihr sofort sympatisch ist. Im Krankenhaus angekommen, trifft sie auf die anderen neuen Assistenzärzte. Betereut werden sie von Dr. Nash Brooks. Vom ersten Moment an fliehen zwischen ihm und Laura die Funken. Schnell kommen sie sich näher, denn die Anziehungskraft ist enorm. Doch sie dürfen sich nicht aufeinander einlassen, denn Nash ist ihr Betreuer und somit weisungsbefugt. Außerdem setzen Laura die Schicksale der Patienten stark zu. Aber es ist ausgerechnet Nash, der ihr hilft, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und darüber kommen sie sich gefährlich nahe…
Mir hat die Liebesgeschichte sehr gut gefallen. Laura ist eine wunderbare Protagonistin, die mich begeistern konnte. Sie ist authentisch, sehr sympatisch und emotional. Ich mag ihre ehrliche, starke, aber trotzdem emotionale Art sehr. Die Handlung rund um ihre Gefühle zu Dr. Brooks ist absolut nicht kitschig, sondern gefühlvoll und mitreissend. Nash ist mir ebenfalls sehr sympathisch. Er ist trotz seiner Zweifel gradlinig. Besonders süß fand ich seinen verwöhnten Kater Jax, was aber klar war, denn ich liebe Katzen einfach.
Aber auch die anderen Protagonisten, die natürlich eine Nebenrolle übernehmen, sind komplett sympatisch. Da ist besagter Arzt Ian, den Laura noch vor Dienstantritt kennenlernt, ein notorischer Frauenschwarm, der anfangs Interesse an ihr hat. Da sind die anderen Assistenzärzte, die ebenso neu am Whitestone Hospital sind und da ist Grant, der sehr coole Kollege, den alle mögen.
Das Buch ist ideal lang, die Ereignisse und der Plot sind nicht langamtig oder künstlich in die Länge gezogen. Im Gegenteil, jede Seite ist spannend und mitreissend. Kurz gesagt: ich bin begeistert und „High Hopes“ ist eines der Lesehighlights des bisherigen Jahres. Die weiteren Bände der Reihe werden ein Muss für mich sein! Ich vergebe selten 5 von 5 möglichen Sternchen als Bewertung, doch hier sind sie wirklich angebracht. Ganz große Unterhaltung!

5/5*