Ann-Kathrin Karschnick: Weltenamulett- Geister Der Vergangenheit

Mit „Weltenamulett: Geister der Vergangenheit“ hat Autorin Ann-Kathrin Karschnick den zweiten Band der „Weltenamlulett“ -Trilogie veröffentlicht. Damit ihr wisst, worum es in den Büchern geht, folgt hier der Klappentext zu Band 1 „Das Erbe der Trägerin“:

„Weltenreisen, Magie, Götter. All das liegt jenseits von Melissas Vorstellungskraft, bis sie an ihrem siebzehnten Geburtstag ein außergewöhnliches Amulett findet. Sie tritt damit ein dunkles Familienerbe an, das sie in die fremde Welt Traveste führt. Als der Königsberater Cerumak ihr eine scheinbar unlösbare Aufgabe stellt, gibt ihr der Gedanke in die Fußstapfen ihrer verstorbenen Mutter zu treten Kraft. Aber nicht jeder ist ihr gut gesinnt. Arionas, der geheimnisvolle Sohn eines Attentäters, entführt sie aus dem Palast und weckt Zweifel in ihr. Kann sie ihm vertrauen oder ist sie im Kampf um das Schicksal von Traveste auf sich allein gestellt?“

Melissa weilt wieder auf der Erde. Sie hat viel erlebt, aber zuhause wartet ihr Vater mit einem Geheimnis über ihre Mutter auf sie. Dies verleitet sie dazu, gemeinsam mti Arionas Hinweise zu suchen. Was hat ihre Mutter zuletzt getan, was war los mit ihr?

Gemeinsam müssen sie in die Welt der Mogmieds reisen, die über starke magische Kräfte verfügen und Melissa mit ihrem Wissen über ihre Mutter erpressen. Sie soll die Mogmieds beschützen oder wird niemals erfahren, was mit ihr passiert ist. Arionas ist noch immer in tiefster Trauer. Doch sie muss dem Wunsch der Mogmieds nachgeben und bleibt mit ihm gemeinsam dort. Um in Laufe der Zeit kommen Arionas und Melissa sich näher. Doch seine Trauer machen ihn zu einem schwierigen Zeitgenossen. Trotz aller Zuneigung.

Aber dann erfährt Melissa, was ihrer Mutter wirklich passiert ist. Und das verändert ihre Meinung zum Weltenamulett: kann sie ihm noch vertrauen? Oder wird sie einen Entschluss fassen, der sie zerstören könnte?

Ich habe mir vorab Band 1 bei Amazon bestellt. Denn ohne die Lektüre von Band 1 empfehle ich euch dieses Buch nicht. Das Buch baut auf die Ereignisse in Band 1 stark. Denn sonst versteht man die Ereignisse in Traveste nicht so gut,

Im zweiten Band steht die Suche nach dem Geheimnis rund um Melisss Mutter im Fokus. Sie möhte natürlich herausfinden, was es damit auf sich hat und geht dafür das eine oder andere Risiko ein.

Melissa ist für mich eine gut aufgebaute und erzählte Hautprotagonistin. Im ersten Band fand ich sie schon sehr stark, dass ändert sich nicht. Auch Arionas konnte mich überzeugen, auch wenn seine tiefe Trauer und die Art, mit Ereignissen umziugehen, ab und an befremdlich ist. Die Gefühle zwischen ihm und Melissa entstehen nach und nach, aber sie sind greifbar.

Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft, fantasievoll und sehr angenehm. Er macht total Spaß und ist sehr flüssig.

Trotz der manchmal komplex wirkenden Orte, Charaktere und Intrigen, konnte ich dem Storyplott sehr gut folgen. Es gibt einen richtig guten Spannungsbogen und ich war beim Lesen wirklich gefesselt.

Eine großartige Fantasy-Reihe, die perfekt für meine Vorlieben geeignet ist. Natürlich wird auch Band 3 bald bei mir einziehen! Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Ein mehr als solider, toller Fantasy-Band einer Trilogie, der mich vollkommen erzeugen konnte.

4,5/5 *

Jacqueline Thör: Psychos: Das Erste Jahr

Internatsgeschichten finde ich schon immer sehr, sehr spannend. Und so habe ich mich total gefreut, als Jacqueline Thör mit „Psychos: Das erste Jahr“ einen Roman veröffentlich hat, der total gut klingt.

Was wie eine magische Geschichte á la Harry Potter klingt, ist so viel mehr.

Noah ist unbeliebt. Er wird in der Schule gemobbt und da er sich ungewollt verwandelt hat, fliegt er von der Schule. Das ist ihm schon mal passiert. Er ist ein Identitätswandler- und er bekommt das Angebot, seine Schullaufbahn auf einem Internat für Psychalents fortzusetzen. Dort erfährt dieser besondere Junge alles über seine Gabe. Und wie er damit umgeht. Und er findet Freunde- Noah, das Mobbingopfer lernt, was es bedeutet, echte Freunde zu haben, die so ähnlich sind wie er. Und er verliebt sich bald. Das Internat liegt auf Burg Auwia. Aber wer hier jetzt an Harry Potter-Vibes denkt: nein, sorry. Denn „Psychos“ hat vollkommen andere Vibes. Noah und seine Freunde erfahren davon, dass Mitschüler/innen eventuell einen Mord an Non-Psychos begangen haben. Das scheinbar leichtere, fantastische Leben als Schüler des Internats wandelt sich. Denn fortan sind Noah & seine Freunde in Gefahr, in sehr großer Gefahr…

Was ist das bitte für ein geniales Buch? Anfangs haben wir eine Geschichte, die an Harry Potter erinnert. Ein Außenseiterjunge geht auf ein Internat, in dem er mit seiner Gabe gefördert wird und unter seinesgleichen ist. Aber diese Story verfolgen wir nur zeitweise. Denn irgendwann wendet sich das Blatt und Psychos offenbart seine Crime- und Horrorelemente. Ja, richtig gelesen.

Noah ist ein authentischer Protagonist, der aufgrund seiner Gabe von den „normalen“ Mitschülern fertig gemacht wird. Er leidet darunter und fliegt von der „normalen“ Schule, da er noch keine Kontrolle über seine Macht hat und damit immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Mir gefällt es gut, wie der Aussenseiter Freunde findet und auch ein Zuhause im Internat. Aber die scheinbar schöne magische Welt bekommt Risse. Und diese Plottwists haben mich umgehauen. Das Buch ist unvergleichlich gut!

Der Schreibstil der Autorin ist sehr mitreissend und fantastisch, aber auch gut verständlich. Man taucht schnell in dieses Fantasybuch ein und fiebert mit.

Der Mordfall als Spannungsbogen ist wunderbar konstruiert. Die Ereignisse haben mich schockiert, ich dachte nach dem ersten Viertel des Buches bis zum Ende immer wieder: „WTF?“ Es war heftig, überraschend, aber einfach gut. Die Plottwists halte uns Leser/innen im Atem, lassen uns ganz tief in die Geschichte eintauchen.

Ich war sooo gespannt, was es mit den Morden auf sich hat und ob Noah es schafft, sich und seine Freunde zu retten.

Ich kann „Psychos: Das erste Jahr“ nur mit 5 von 5 möglichen * in der Bewertung versehen.

Großartig!

5/5 *

A.S. Dowidat: Zimmer 752

Autorin A.S. Dowidat hat mit „zimmer 752“ einen Roman verfasst, der meinen ersten Eindruck nicht bestätigen konnte. Denn wenn man sich das Cover anschaut, denkt man, das Buch gehört dem Genre „Thriller“ an. Aber das ist „Zimmer 752“ nicht. Es ist ein kurzer Roman, fast schon eher eine Novelle…

Bellaqui arbeitet als kleines Licht in einer öffentliche Behörde. Dann taucht ein neuer Kollege namens Sarafaki auf- und es passieren Dinge, die anders sind. Die Behörde ist im Begriff, aufgelöst zu werden, denn da ist ein großer Energiekonzern namens Aquasol, der die Behörde im bestehen bedroht. Und dann wird plötzlich in der Behörde ein sonst immer nicht besetztes Zimmer belegt. Der neue Kollege beginnt seinen Job. Aber was sind seine Aufgaben? Was führt er wirklich im Schilde? Sarafaki passt nicht rein in die Kollegschaft, er arbeitet gefühlt gegen sie- und gegen die Behörde. Bellaqui spürt ebenfalls eine Bedrohung von ihm ausgehen- oder ist Sarafaki gar nicht der skrupellose Kollege?

Wer hier Trivialliteratur erwartet, den muss ich enttäuschen. „Zimmer 752“ ist anspruchsvoll und lädt zum Nachdenken ein. Der Schreibstil der Autorin ist anders. Er ist ehrlich, recht nüchtern, aber genau auf den Punkt. Ich musste mich erst einmal daran gewöhnen, aber habe mich recht schnell eingelesen.

Wer am Anfang ratlos ist, dem empfehle ich, einfach weiterzulesen. Nach und nach offenbart sich das Rätsel dieses Buches, die Kernaussage. Und die hat es in sich. Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt, was ihm Tiefe und bessere Verständlichkeit verleiht.

Ich bin ehrlich. „Zimmer 752“ war nicht sofort ein Highlight. Es ist ein vollkommen anderes Buch, welches nicht mit dem Mainstream mitschwimmt- und es ist einfach gut und sehr gelungen. Skurril, anders, aber mitreissend, auf den Punkt und sehr unterhaltsam.

Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin. Wenn du Interesse an anspruchsvollem Lesestoff hast, lege ich dir „Zimmer 752“ ans Herz. Dieses Buch hat seinen ganz eigenen Charakter und ich hatte ein großes Lesevergnügen, aber hatte auch viel zum Nachdenken.

Ein brillianter Schreibstil, ein sehr gelungener Roman, der fast schon eine Novelle ist.

4/5 *

Sabine Richling: Liebe Braucht Keine Hexerei

„Liebe braucht keine Hexerei“- bei diesem Buch ist der Name Programm. Denn der Roman von Sabine Richling ist richtig schön- schön magisch!

Hauptprotagonistin Jenny beginnt einen Job auf einem Gutshof. Obwohl sie keine Ahnung von ihren Aufgaben hat, kann sie den Besitzer überzeugen, ihr die Stelle zu geben. Dieser ist der reiche, attraktive David Barclay. Er gibt ihr die Chance. Bald merkt Jenny, dass er eine cholerische Ader hat- mit der sie erstaunlich gut umgehen kann.

Und nach und nach gefällt er ihr immer besser. Und auch er ist verwirrt. Jenny bringt sein Leben gehörig durcheinander. Aber diese Anziehung hat keine Kraft. Denn David ist vergeben- und sogar verlobt. Damit hat Jenny keine Chance, egal wie verliebt sie auch in ihn ist.

Aber da ist noch Jennys Tante, die magische Maßnahmen ergreift, um David und Jenny zusammen zu bringen. Jenny nimmt diesen natürlich an- und gerät bald in ein Chaos aus Magie, Liebe und lustigen Momenten… kann sie David für sich gewinnen? Und ist das alels nur Magie- oder doch mehr?

Doch Jennys Tante hat einen magischen Plan, wie ihre Nichte den Auserwählten für sich gewinnen kann …

Mich hat „Liebe braucht keine Hexerei“ auf jede Art begeistert. Fangen wir mal beim Schreibstil der Autorin an. Dieser ist locker-leicht, humorvoll und bildhaft. Und auch magisch. Der Storyplott ist genial. Natürlich ist das nicht neu: Magie trifft auf Liebe. Aber Sabine Richling schafft es, uns Leser:innen sehr gut zu unterhalten.

Die Geschichte rund um Jenny und ihren Hofbesitzer ist einfach toll. Fantasievoll, herrlich unterhaltsam, witzig und spannend, aber auch die Emotionen kommen nicht zu kurz.

Eine wunderbar warmherzige, humorvolle Geschichte. Zauberhaft und absolut überzeugend!

Hexerei und Liebe? Genau mein Ding!

5/5 *

Antje Sengebusch: Die Halloween-Bande: Eine Schaurig-Lustige Gruselgeschichte

Tom hat echt andere Sorgen! Erst kürzlich ist er mit seiner Mutter nach Grünhausen gezogen. Ein Ort, mit dem er nichts anfangen kann. Und er trauert noch immer um seinen Vater. Und natürlich reicht das nicht: Halloweens teht vor der Tür. Tom braucht diesen Tag nicht, er öffnet daher den Kindern missmutig und schlechtgelaunt die Tür. Aber dann gerät er an drei Leute, mit denen er nicht gerechnet hat! Sie klingeln nicht nur wegen Süßigkeiten bei ihm, sondern sie freunden sich mit ihm an. Damit könnte das Leben in Grünhausen doch einfacher werden, oder?
Gemeinsam mit seinen neuen besten Freunden ruft er die Halloween-Bande ins Leben…
Die Bande steht vpr einer ersten Aufgabe: in Gründhausen gibt es das „Geisterhaus“, ein altes, verlassenes Gebäude, um den sich viele Geschichten und Mythen ranken. Die Halloween-Bande besucht das Haus- und erlebt dort, wie erwartet, echte Nervenkitzel. Aber nicht nur das- sie stossen auf erschreckende, aber auch faszinierende Geheimnisse…

Als ich das doch schlichte Cover betrachtet habe und den Klappentext gelesen habe, war mir nicht klar, was mich erwartet! Und das ist ein gruselig-gutes Abenteuer für die ganze Familie.
Autorin Anja Sengebusch hat mich mit ihrem Buch begeistert. „Die Halloween-Bande“ ist angenehm gruselig und sehr, sehr unterhaltsam. Das Setting mit Grünhausen und seinem Geisterhaus finde ich total klasse. Ich habe mich voll in die Geschichte fallen lassen, hatte wirklich tolle Gruselmomente und musste immer weiterlesen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, gut verständlich und mitreissend! Die Autorin weiß, wie man Spannung erzeugt und den einen oder anderen gruseligen Moment, der Gänsehaut bereitet. Sie hat eine unterhaltsame Geschichte geschrieben, die ich so gerne gelesen habe. Ich bin durch die Seiten geflogen und war gespannt, welche Geheimnisse das Geisterhaus offenbaren würde. Dazu finde ich den Erzählbogen rund um Tom und seine Freunde, die er neu findet, sehr gelungen.
Die Geschichte ist überraschend dunkel, finster und mysteriös.
Ein herrlich gruseliger, spannender Lesespaß für die ganze Familie. Wunderbar!
5/5 *