Marlen Gardner: Die Letzte Challenge

Was passt bei diesem Wetter besser in Leseprogramm, als ein richtig guter Thriller? Marlen Gardner ist  mit „Die letzte Challenge“ ein sehr guter Vertreter dieses Genres gelungen… genauer gesagt, hat sie einen gelungenen Psychothriller verfasst…

Alleine das Cover passt schon so gut und macht Lust, das Buch zu lesen. Und ich habe es nicht bereut. Ich bin ja noch recht fremd in diesem Genre, aber mittlerweile weiß ich, was mir gefällt- und was nicht. Und „Die letzte Challenge“ hat mich nicht enttäuscht.

Erst einmal möchte ich mich bei Marlen bedanken. Sie hat mir zum Buch ein ganz liebevolles Bloggerpaket gepackt. Damit hat mir das Lesen noch mehr Spaß gemacht. Vielen lieben Dank dafür!

Kommen wir zum Inhalt…

Julia ist frustriert, welchen Lauf ihr Leben gerade nimmt: eine Kollegin hat die Stelle bekommen, die sie sich gewünscht hatte und in der Liebe tut sich auch nichts positives. Wie kann sie wieder ein zufriedenstellendes Leben führen? Sie geht auf die Empfehlung einer Fremden ein: sie soll ein Mental-Coaching-Programm von der Agentur Powergy nutzen.

Und dieses Programm stellt Julia vor Challenges! Viktor Getze ist der ihr zugeteilte und attraktive Trainer. Er verspricht der jungen Frau, dass er ihr helfen wird, all ihre Ziele zu erreichen. Mehr Selbstbewusstsein, die eine, große Liebe, Erfolg im Job und einen neuen Freundeskreis- dieser setzt sich natürlich mit anderen Nutzern der Powergy-Community zusammen. Was muss Julia dafür tun, dass alles klappt? Sie muss absolutes Stillschweigen darüber bewahren.

Was hat sie schon zu verlieren? Aber dann merkt sie schnell, dass die Challenges mehr sind, als angenommen. Und sie bekommt immer wieder Warnungen eines Unbekannten, der sie deutlich vor Powergy, insbesondere Viktor, warnt. Kann sie ihm glauben? Und wer ist der Unbekannte, woher weiß er soviel?
Dann kommt es zu einigen krassen Ereignissen, die Julia schockieren. Wem soll sie noch vertrauen? Was sind die Challenges wirklich und was hat es mit der letzten auf sich? Kann sie aussteigen? Die Zeit rennt. Und langsam wird ihr bewusst: bei Powergy kommt kein Teilnehmer wieder raus. Die letzte Challenge bedeutet immer den Tod!

Mich hat „Die letzte Challenge“ einfach gepackt. Ich finde die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Selbstverwirklichung, dem Aufbau von Selbstvertrauen sehr gelungen. Die Atmosphäre des Thrillers ist stellenweise beklemmend, bedrückend- aber das erwarte ich auch. Dazu ist er sehr spannend und wahnsinnig mitreissend. Julia gerät durch den Wunsch, ihr Leben zu verbessern, in die Fänger einer Agentur, die dunkle und tödliche Spiele mit ihren Mitgliedern spielt. Was genau hinter allem steckt, möchte ich hier nicht verraten, sonst würde ich nur spoilern.

Der Schreibstil von Marlen Gardner ist beeindruckend. Flüssig, sehr spannend und er geht wirklich unter die Haut- so wie das ganze Buch. Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert. So muss ein guter (Psycho)Thriller sein: sehr spannend, unter die Haut gehend und er sollte nachdrücklich zum Nachdenken anregen. All das erfüllt „Die letzte Challenge“ meiner Meinung nach.

Ein Thriller, der nicht nur für Fans des Genres ein wirkliches Highlight ist.

5/5 *

Spannende Unterhaltung garantiert mit dem neuen Buch von Marlen Gardner, der Autorin von Dambay. Ein Psychothriller nicht nur für starke Frauen!

 

Philippa L. Andersson: nonStop hating the Boss

Vor wenigen Wochen erreichte mich mit „nonStop Hating The Boss“ der zweite Band der „New York City Feelings“-Reihe von Philppa L. Andersson. Vielen Dank für die Zusendung! Und natürlich bekommt ihr auch dazu eine ausführliche, ehrliche Rezension von mir zu lesen. Los geht´s :).

New York als Setting finde ich immer prima. Ich mag die Stadt, die niemals schläft, sehr. Der Storyplott spielt in der Werbeagentur All-In. Ihr winkt ein riesiger Auftrag, der die Agentur endlich in die schwarzen Zahlen bringen würde. Doch daran geknüpft ist eine Bedingung: der Kunde will, dass seine Tochter Eden Parker, zeitgleich ein Praktikum bei All-In absolvieren darf.
Natürlich sind die Bosse der Agentur damit einverstanden. Ist ja kein Problem. Eden wird schon kein Totalausfall sein- hauptsache, der Auftrag landet bei ihnen.

Doch die Rechnung haben sie ohne Eden und Owen, einen der Geschäftsführer gemacht. Von Anfang an fliegen die Funken zwischen der Unternehmerstochter und Owen. Und auch wenn dieser versucht, deutlich auf Distanz zu gehen, kommen ihm die immer stärker werdenden Gefühle in die Quere und das Knistern können Beide nicht mehr verheimlichen- kämpfen sie zum Wohle der Agentur dagegen an oder endet der Auftrag in einer Katastrophe?

Ich liebe diesen Trope! Ich habe zwar schon unzählige Bücher damit gelesen, aber „nonStop Hating The Boss“ konnte mich vollkommen überzeugen. Natürlich ist der Storyplott nichts neues, nichts ungewöhnliches. Aber die Autorin schafft es, sich mit ihrem flüssigen Schreibstil und dem einen oder anderen Twist, sich von anderen Büchern mit diesem Trope klar abzusetzen.

Ich mag Eden sehr gern. Sie besitzt als Protagonistin eine gewisse Tiefe und ich mag auch Owen. Die Autorin beschreibt die Gefühle der Beiden so nachvollziehbar und authentisch, dass es Spaß macht, mitzufiebern. Mitzulieben, mitzuleiden. Denn die Beiden machen sich das Ganze natürlich nicht einfach. Sie kämpfen zum Wohl der Agentur gegen ihre Gefühle und gegen die Funken zwischen ihnen an.

Ich werde mir auch den ersten Band der Reihe kaufen, da ich wirklich großen Lesespass hatte. Ich habe mich komplett auf die Geschichte einlassen können, es war spannend und unterhaltsam zugleich. Genau so wünsche ich mir den perfekten Liebesroman mit eben diesem Trope!

5/5′

Alexandra Lehwald: Tintenfraß

Minna-Mine Kraft ist 11 Jahre alt- und liebt Bücher. Spielekonsolen, wie ihre Mitschüler:innen sie haben, kennt sie nicht. Und weil sie nicht mithalten kann, hänseln diese sie gerne.
Aber dann schenkt ihre ältere Schwester Franzi ihr eine Konsole- und in einem Videospiel begegnet Mine dem Halbroboter Willson. Dieser offenbart ihr, dass sie eine Art Auserwählte ist- sie muss die menschliche Welt davor retten, dass alle Buchstaben in den Büchern verschwinden. Denn dafür sorgt der geheimnisvolle Tintenfraß. Ein Wesen, welches in einer parallelen Welt am Tintenmeer für großen Ärger sorgt- und der alle Buchstaben in Büchern der Menschen auslöschen will, damit diese zukünftig ihr Wissen nur noch über Künstliche Intelligenz (KI) beziehen können.

Mine erwartet eine besondere, gefährliche Reise. Sie muss mit Willson und Max losziehen- um die Welt davor zu retten! Und sie begeben sich damit auf ein ganz spannendes Abenteuer. Durchs Tintenmeer, in eine Burg, vorbei an gefährlichen Wesen, die Tintenfraß gesendet hat, damit Mine und ihre Begleiter ihr Ziel nicht erreichen…

Können die drei es schaffen und die Welt vor dem Verlust des tatsächlichen, von Menschen aufgeschriebenen Wissens aufzuhalten? Haben sie eine Chance gegen Tintenfraß? Und können sie ihre Ängste überwinden?

Der Autorin ist ein wertvolles, sehr spannendes Abenteuer für Kinder gelungen. Der Schreibstil ist kindgerechet und sehr bildhaft. Ich konnte die verschiedenen Settings praktisch vor meinem eigenen Auge sehen, so bildhaft schildert sie das Geschehen.

Wir tauchen ein in eine andere Welt, in ein Abenteuer voller neuartiger Wesen, voller Geheimnisse.

Aber „Tintenfraß“ ist mehr als ein spannendes und mitreissendes Kinderbuch. Denn für mich steckt darin auch eine ganz wichtige Message. Ich bin kritisch gegenüber KI eingestellt, denn sie wird niemals uns Menschen und unseren Wissensstand ersetzen können. Sicher ist sie bequem und hilft manchmal weiter, aber wir sollten kritisch bleiben. Sie kann viel geben- aber auch nehmen.

Minne habe ich in mein Herz geschlossen. Sie ist ein kleines, belesenes Genie, sie kann das sich erworbene Wissen anwenden und hilft sich und ihren Freunden somit aus der einen oder anderen brenzligen Situation heraus. Eine tolle kleine Protagonistin.

Zauberhaft, abenteuerlich- aber auch lehrreich!

5/5 *

 

 

Britta Sabbag: Die Dinoschule- Betreten Für Elten Verboten!

Kennt ihr noch die Reihe „Die kleine Hummel Bommel“ von Autorin Britta Sabbag? Sie war wirklich zauberhaft. Mit „Die Dinoschule“ startet sie eine weitere Kinderbuchreihe, die sich ideal zum Vorlesen und natürlich auch Selbstlesen eignet 🙂

Eine geheimnisvolle Schule mit tollen Dinos…

Tom, Onea und Freddy starten neu in der Reptilia-Schule und merken direkt am ersten Tag, dass sie nicht ist wie jede andere Schule! Sie befindet sich in Sauritius. Und da in der Urzeit dort kein Meterorit eingeschlagen ist, gibt es dort noch immer echte Dinsosaurier. Wahnsinn, oder? Die Schule ist dinomässig toll!

Die Insel Sauritius ist ebenfalls besonders. Wie man auf ihr überlebt und wie man einen der Dinos zu seinem Freund macht, lernen die Kinder fortan in der Schule. Tom findet Gefallen am einem Rex, dafür ist Onea eder interessiert an der Insel und der ganzen Gegend. Und Freddy mag Dinos eigentlich gar nicht- er hat Angst.

Aber danach fragt die Schule nicht. Denn bald kommt, was kommen muss: die Kinder werden Teil einer großen Sache und stecken plötzlich mittendrin in den Abenteuern.

Was für ein tolles Setting. Eine Schule voller Dinos an einem gefühlt magischen Ort, auf einer ganz besonderen Insel. Drei Kinder, die das Geheimnis rund um die Dinosaurier entdecken und dabei in das eine oder andere Abenteuer geraten. Herrlich unterhaltsam.

Der gewohnt flüssige, altersgerechte Schreibstil der Autorin sorgt für gute Verständlichkeit und ganz viel Spannung. Die Abenteuer sind einfach klasse und sooo spassig.

Ich denke, dass das Buch sich durch den Schreibstil, die passende Sprache sehr gut zum Selbstlesen eignet- aber auch prima beim Vorlesen rüberkommt.

Kurz gesagt: ein dinotolles Abenteuer mit einem wunderbaren Auftakt.

5/5 *

 

 

 

 

Susan Mallery: Man Liebt Nicht Nur Zur Weihnachtszeit

Kennt ihr die Bücher von Susan Mallery schon? Sie ist bekannt für die vielen Veröffentlichungen von leichten, unterhaltsamen Romanen, die sich besonders für weibliche Leserinnen eignen. Aber natürlich können auch die Herren die Bücher der Erfolgsautorin lesen:) 2023 hat sie mit „Man liebt nicht nur zur Weihnachtszeit“ einen Weihnachtsroman veröffentlicht, den zweiten Band ihrer „Wishing Tree“-Reihe. Wundert euch bitte nicht, dass ich das Buch jetzt erst rezensiere. Durch eine Verzögerung fand auch dieser Roman erst jetzt den Weg zu mir. Aber macht ja nichts. Ich liebe Weihnachten und habe die Vibes davon sehr beim Lesen genossen.

Camryn hatte einst keine Lust auf ein Kleinstadtleben. Aber dann übernah, sie nach dem Tod der Mutter das Familiengeschäft und lebt seitdem in Wishing Tree, irgendwo im Bundesstaat Washington.
Nun reden in der Kleinstadt plötzlich alle vom Projekt „Jakes Braut“. Camryn belächelt diese Aktion nur. Eine Braut für Jake suchen? Und dann soll sie dafür kandidieren? Sie findet ihn ja attraktiv- aber soll sie sich darauf einlassen? Sie lacht zunächst darüber…aber aus Spaß werden bald ernste Gefühle.

Der zweite Erzählstrang handelt von ihrer Freundin River. Sie soll bei den anstehenden Weihnachtsevents der Stadt die Rolle der Schneekönigin spielen. Ihr Gegenstück ist der Scheekönig Dylan Tucker. Überraschenderweise schlägt Rivers Herz in seiner Anwesenheit höher. Aber er hat ein Geheimnis, welche alles kaputt machen könnte- die Events und die ganze Weihnachtsstimmung. Aber da ist noch die Magie des Festes, die alles in einem anderen Licht erscheinen lässt…

Ich muss zugeben, ich habe seit langer Zeit die Bücher der Autorin ignoriert. Einfach, weil es mich iritiert, wieviel sie schon veröffentlicht hat- und es immer noch tut. Ich dachte, Quantität bedeutet nicht gleich Qualität. Und deshalb habe ich mich nach langer Zeit mal wieder an einen ihrer Romane rangewagt- und wurde nicht enttäuscht.

Wishing Tree ist ein sehr weihnachtliches Setting. Es versprüht so tolle Weihnachtsvibes und festliche Stimmung. Jedes Geschäft hat einen passenden und sehr lustigen Namen, die Bewohner finde ich allesamt sehr gelungen. Ich habe mich anfangs ein wenig zwischen den beiden Erzählsträngen verfranst, da ich den Schreibstil der Autorin nicht mehr kannte. Aber ich bin schnell reingekommen und fand die Geschichte von River und Dylan sogar noch schöner als die von Camryn und Jake.

Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Der Schreibstil sprüht vor Lebhaftigkeit und Humor, die Lektüre hat einfach Spaß gemacht. Das Cover finde ich zauberhaft und sehr gut gewählt.

Die Protagonistinnen sind echte Freundinenn, sie sind authentisch und ich mag sie. Der Roman ist natürlich nicht bemerkenswert tiefgründig- aber das habe ich auch nicht erwartet. Ich möchte beim Lesen dieses Genres abschalten, mich gut unterhalten lassen, lachen, weinen, mitfiebern- und all das habe ich getan.

Ein toller Weihnachtsroman, der sicher auch das ganze Jahr über sehr gut unterhalten kann. Ich bin zufrieden und werde die Autorin jetzt nicht mehr so schnell aus den Augen verlieren. 🙂

 

4/5 *