C.S. Sienner: So Malt Das Leben

Heute möchte ich euch einen besonders emotionalen Roman von C.S. Sienner vorstellen: „So malt das Leben“.

Die Hauptprotagonistin Leyla ist eine auffallend hübsche junge Frau. Sie liebt das Leben, ist schlagfertig und beliebt- aber das wirkt nur so. Denn Leyla hat insgeheim mit Zweifeln zu kämpfen. Sie hat ihr bisheriges Leben viel einstecken müssen und hat all die Dinge, ihr passiert sind, noch nicht verarbeitet. Und dann ist da noch die Tatsache, dass sie ihren Lebensweg nicht selbst bestimmen kann. All das beeinflusst die junge Frau.

Dann jedoch trifft sie erneut auf Milo. Er ist der Bruder ihres Stiefvaters- und bringt Leylas Gefühlsleben komplett durcheinander. Sie muss ihn vergessen, darf nicht weiter an ihn denken, denn das wäre fatal. Aber sie empfindet ein großes Verlangen zu ihm- und Milo geht es genauso. Irgendwann können die Beiden sich nicht mehr zurückhalten und geben sich ihrer Anziehung und Leidenschaft hin. Und zum ersten Mal fühlt Leyla sich, als würde sie wirklich leben…

Dieses Buch hat mich so sehr berührt. Ich kann so gut nachempfinden, was in Leyla vorgeht. Nach aussen hin ist sie die hübsche junge Frau, die scheinbar alles packt. Aber in ihrem Inneren sieht es ganz anders aus. Sie hat das Gefühl, dass ihr Leben sie nicht ausfüllt, es ist fremdbestimmt. Als sie Milo wiedersieht, erweckt er ihre Lebensgeister. Die Anziehungskraft ist so groß, dass sie ein scheinbares Tabu brechen. Und das ist der Beginn von etwas, was Leyla so nicht kannte- aber haben sie überhaupt eine Chance auf eine Zukunft?

Der Schreibstil von C.S. Sienner ist so einfühlsam und emotional, ohne flach zu wirken. Er ist emotional, mitreissend und hat dafür gesorgt, dass ich so sehr mit Leyla mitgelitten habe. „So malt das Lebe“ ist der ideale Titel für dieses emotionale Buch, was mein Herz berührt hat.C.S. Sienner schildert so eindrücklich, wie Leyla die ganze Farbpalette des Lebens kennenlernt, bisher kannte sie nur die grauen Nuancen. Milo zeigt ihr, was Leben wirklich bedeutet. Die Leidenschaft und Anziehung zwischen ihnen gibt Leyla das Gefühl, endlich zu leben.

Die Geschichte ist emotional, hat mich zum Weinen gebracht, hat mich gefühlsmäßig auf den Kopf gestellt, hat mein Leseherz zerrissen und hat am Ende ein Gefühl der Melancholie zurück gelassen.

Beeindruckend, eindringlich und wunderschön.

5/%

Max Seeck: Waiseninsel

Mit „Waiseninsel“ habe ich meinen ersten Roman des Autors gelesen. Und ich bin sehr zufrieden…

Jessica Niemi ist Kommissarin und wird in einen Streit verwickelt, bei dem sie sich körperlich zur Wehr setzen muss. Ein Fußgänger filmt diese Szene, was schwere Folgen für Jessica hat. Denn das Video geht im Internet viral und sie wird kurzerhand beurlaubt. Damit sie sich von ihrem Frust ablenken kann, reist sie auf die Åland-Inseln., die zwischen Finnland und Schweden liegen. Dort ist sie natürlich allein. Sie lernt eine Gruppe von Senioren kennen, die im Krieg einst Flüchtlingskinder waren und Obhut auf der Insel in einem Waisenhaus fanden. Sie treffen sich. Und dann passiert etwas: eine der Senioren wird ermordet. Jessica kann den Fall nicht auf sich beruhen lassen. Denn schon zwei andere Menschen starben auf dieselbe perfide, geheimnisvolle Art. Und alle drei Mordopfer hatten Bezug zu einer mysteriösen Legende rund um „Das Mädchen im blauen Mantel“. Eine abenteuerliche, gefährliche Ermittlungsreise beginnt für Jessica…

Erst einmal möchte ich den Schreibstil des Autoren hervorheben. Er ist sehr flüssig und er baut einen richtig guten Spannungsbogen auf. Schon bei der Auseinandersetzung, in die Jessica verwickelt wird, hatte der Autor mich. Die Atmosphäre ist sehr spannend, mitreissend und ich musste immer weiter lesen.
Ich finde das Setting mit der Waiseninsel sehr mysteriös und es hat viel Potential. Die Seniorengruppe ist kurios, aber auch sympathisch. Die Mordfälle sind nicht zu blutig geschildert, sondern besitzen das erträgliche Maß an Thrill.

Jessica ist eine starke Protagonistin, die für die Wahrheit kämpft. Sie ist zwar beruflich gerade ausgeknockt, aber das hält sie nicht davon ab, Ermittlungen auf eigene Faust zu starten.

Ein spannender Roman, der mich wirklich mitgerissen hat und der genau die richtige Portion Crime und Thrill besitzt. Einfach ein solider, sehr guter Thriller.

4,5/5 *

Anie Parker: Almost Perfect Together

In letzter Zeit lese ich liebend gerne Romane von Selfpublisher:innen. So durfte ich den Roman „Almost perfect together“ von Anie Parke lesen- und möchte euch dieses außergewöhnliche Buch nun vorstellen.

Der Trope ist ganz klar „forbidden love“- Verbotene Liebe. Im Roman geht es um Leo und Lou. Die Beiden können nicht ohne einander und haben eine ganz besondere Verbindung zueinander. Und irgendwann wird aus dieser tiefen Freundschaft natürlich Liebe. Sie finden Gefallen aneinander und das ist der Beginn einer innigen Verbindung, tiefsten Liebe zueinander. Aber wer hoch fliegt, kann auch tief fallen. Und so kommt es auch… es passieren Dinge, die Beide nicht ahnen konnten und ihre Beziehung wandelt sich.

Denn Leo ist plötzlich weg. Gerade noch war er ein fester Teil von Lous Leben- und ist nun weg. Leos Leben ist fortan nicht mehr das, was es einst war. Ihr Herz ist gebrochen und nichts und niemand kann es gefühlt wieder zusammen setzen.
Leo hat es nach Hawaii gezogen, in seine Heimat, genauer gesagt auf O´ahu. Und er beginnt ein Leben ohne Lou, Diese bleibt zurück, weit entfernt von ihm, mit der ewigen Sehnsucht nach ihm…

Dieses Buch ist nicht nur optisch wunderschön. Es ist außergewöhnlich, was den Schreibstil und den Storyplott angeht.
Es geht um eine tiefe, aber verbotene Liebe. Um Sehnsucht, Verzweiflung, um gebrochene Herzen, innigste Gefühle, Trennung und Zweifel.

Leo und Lou haben mich sehr berührt. Ihre Geschichte ist anders, emotional sehr treffend und einfach wunderschön. Ich liebe den Schreibstil der Autorin, der mich stark berührt hat. Sie schildert die Geschichte der Beiden so einfühlsam, so intensiv und schön, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte.

Mir gefällt es sehr gut, dass Kapitel aus E-Mail-Verkehr zwischen den Beiden besteht, so konnte ich noch tiefer ins Geschehen eintauchen. Und natürlich wollte ich wissen, warum Lou Leo einfach so verlassen hat. Es geht um  Tabus, es geht um die menschliche Entwicklung und so viel mehr.

Intensiv, emotional und mitreissend.

4,5/5*

 

 

 

 

Mia Sole: Der Fremde In Meinem Herzen

Autorin Mia Sole schreibt ganz besondere Romance-Romane. Mit Tiefgang, viel Gefühl und ohne kitschige Romantik, sondern mit echten Emotionen, die berühren. Ich habe mit „Der Fremde in meinem Herzen“ den ersten Band ihrer bekannten Reihe „Sehnsuchts-Trilogie“ gelesen- und bin wirklich ergriffen.

Was passiert, wenn zwei junge Menschen aus unterschiedlichen Welten aufeinandertreffen und sich Hals über Kopf ineinander verlieben?

Das Buch spielt im Jahr 1992. Die Kriege rund un Jugoslawien sind ein zentrales Thema dieser bittersüßen Liebesgeschichte.

Larissa ist Italienerin, 17 Jahre alt und steht kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung an einer Hotelfachschule. Sie will ihr Diplom machen und benötigt dafür die Absolvierung eines Praktikums. Entgegen der Einwände ihres Vaters durchläuft sie dieses in einem schicken Berghotel in Tirol. Sie fühlt sich schnell dort wohl, ist bei den Kolleg:innen beliebt und lebt sich gut ein. Natürlich bleibt ein wenig Heimweh nach Italien- aber dann lernt sie Silvan kennen. Der Azubi-Kellner macht gewaltig Eindruck auf sie, denn Silvan hat eine Ausstrahlung, die ihr gefällt. Die Beiden fühlen sich sofort stark zueinander hingezogen.
Er kommt aus Bosnien und ist nach Österreich geflüchtet, damit er nicht als Soldat im grausamen Krieg in seiner Heimat dienen muss. Doch trotz aller Anziehung und Liebe zwischen ihnen, steht etwas zwischen ihnen: die traumatisiereden Erlebnisse, die Silvan durchleben musste, die Larissa selbst nur ansatzweise erahnen kann. Ist ihre Liebe stark genug, dieses Trauma zu überwinden?
Und dan gibt es noch die Besitzer des vornehmen Hotels, die ein Problem damit haben, dass Larissa und Silvan sich gefunden haben. Denn sie haben Larissas Eltern versprochen, immer gut auf sie aufpassen und sie im Auge zu behalten. Besteht die junge Liebe zwischen ihnen? Oder sind die Welten, aus denen sie stammen, einfach zu unterschiedlich?

Zugegeben, die „Sehnsuchts-Trilogie“ startet mit einem sehr ernsten Thema. Aber mich hat der Storyplott sofort gecatcht. Larissa ist eine junge, aber lebensfrohe und überzeugende Hauptprotagonistin, die ihr Ziel nicht aus den Augen verliert, einen Abschluss zu bekommen. Die genau weiß, was sie im Leben erreichen wil. Und dann ist da der charismatische Silvan, der attraktiv ist und in den sich das Mädchen verliebt.

Silvans Trauma hat mich wirklich mitgenommen. Mia Sole gibt uns Einblicke in seine Heimat. Ein Land, welches vom Wahnsinn des Krieges überfallen wurde. Ein Krieg, der äußerst brutal und grausam war. Kein Wunder, dass der junge Silvan trotz seiner Flucht seelisch so stark beeinflusst ist. Und trotzdem ist er sehr freundlich und aufgeschlossen. Ich finde es tragisch, welchen Einfluss seine Erfahrungen auf die Beziehung und das junge Glück mit Larissa haben.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, sehr flüssig. Einfühlsam und sensibel erzählt Mia Sole uns eine ganz besondere Romance-Geschichte, die sehr berührt, die mich zum Weinen gebracht hat.

Ein würdevoller Auftakt, emotional sehr intensiv und mitnehmend. Ich freue mich auf weitere Bände der Reihe, die bereit liegen, um von mir entdeckt zu werden.

5/5 ‚

 

 

Sandra Kiefer: Perfekte Frau Mit Kleinem Manko

Heute möchte ich euch einen Roman von Sandra Kiefer vorstellen. Ich würde ihn als „queeren Liebesroman“ bezeichnen, denn es geht um eine gleichgeschlechtliche Liebe.

Unsere Hauptprotagonistin ist Brie. Sie hat gerade eine schlimme Trennung hinter sich und wagt einen Neuanfang in Hannover. Um diese Trennung besser verarbeiten zu können, beginnt sie eine Affäre. Sie will den Schmerz vergessen, auch wenn diese Affäre sie nur einige Stunden davon ablenkt.
Sie versteht sich gut mit ihren neuen Kollegen und lernt über deren Freundeskreis, der queer ist, Ella kennen. Brie stellt fest, dass sie sehr viel mit ihr gemeinsam hat, sie harmonieren scheinbar gut miteinander- aber die wichtigsten cPunkte trenenn sie. Und dann erfährt Ella auch noch, dass Bri eine Affäre mit einer Frau hat, die vergeben ist.
Schaffen die beiden Frauen es, zueinander zu finden? Können sie ihre Differenzen aus der Welt schaffen und sich mehr auf die Andere einstellen? Denn eines steht fest: es gibt keine perfekte Frau. Nobody´s perfect. Schaffen sie es, offener zueinander zu sein und im Unperfekten das große Glück zu finden?

Der Roman ist mein erstes (aber nicht letztes) Buch der Autorin. Sandra Kiefer hat michmit ihrem queeren Liebesroman durchaus erreicht. Ihr Schreibstil ist sehr, sehr flüssig und mitreissend. Man taucht schnell in den Storyplott ein. Es ist egal, welche sexuelle Orientierung wir Leser:innen haben, wir finden schnell hinein. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. Ich mag die Geschichte von Brie sehr. Sandra Kiefer hat eindringlich und einfühlsam von ihrem Trennungsschmerz erzählt, ich habe mit ihr mitgelitten und habe verstanden, warum sie ihre eigenen Grenzen überschreitet und eine eigentlich emotionslose Affäre eingeht. Als sie Ella kennenlernt, entdeckt sie, wie passend eine Frau sein kann- aber dann steht die Tatsache ihnen im Wege, dass keine Frau perfekt ist. Jede hat ein kleines Manko- und das macht einen Menschen doch erst interessant. Unperfekt ist perfekt.

Mit diesem Buch ist Sandra Kiefer ein toller Roman gelungen, der auf entspannte Art und Weise eine queere Liebe thematisiert, sensibel und mitreissend, spannend und unterhaltsam.

4,5/5 *