Julia Quinn: Bevelstoke- Das Geheime Tagebuch der Miss Miranda

Willkommen zurück in der Welt von Julia Quinn! Ich liebe ihre „Bridgerton“-Bücher und die Serie dazu. Aber ich möchte mein Augenmerkt auch auf die anderen Reihen der Erfolgsautorin legen. Und diese sind wirklich lesenswert. Ich durfte gerade „Das geheime Tagebuch der Miss Miranda“ aus der neuen Reihe „Bevelstoke“ lesen und habe es geliebt!

Das Buch spielt im Frühling des Jahres 1810. Miss Miranda schreibt all ihre Gefühle und Erfahrungen in Tagebüchern nieder. Sie hat sich in Viscount Turner verliebt- was er nicht erwidert. Eine kurze, unangenehme Ehe hat ihn verbittern lassen. Aber Miranda ist in positiver Mensch und gibt die Hoffnung nicht auf. Ihre erste Saison steht an und sie wünscht sich nichts mehr, als das Herz des Viscounts Turner für sich zu erobern. Wird er ihre Gefühle irgendwann erwidern & was muss sie dafür auf sich nehmen?

Julia Quinn schafft es immer wieder, mich mit ihren Romanen zu begeistern. Ihr Schreibstil ist ausnahmslos flüssig, wunderbar und bildgewaltig. Sie schafft es, erneut ein Regencysetting zu schaffen, welches ich bezaubernd finde und feiere. Ich liebe die Vibes. Ich liebe die Verwicklungen rund um die Liebe und rund um zwei Menschen. Herrlich unterhaltsam erzählt Julia uns die Geschichte von Miranda, die fleissig alles ihrem Tagebuch anvertraut und vom Glück mit einem gewissen Viscount träumt. Dieser widersetzt sich ihren Annäherungsversuchen, aber findet irgendwann doch Gefallen an ihr.

Ich bin begeistert. Die Geschichte ist wieder voller Gefühl, voller besonderen Begegnungen, Bällen und Situationen, die spannend und herrlich unterhaltsam sind. Auch eine gute Portion Humor darf wieder nicht fehlen und dank des bildgewaltigen Schreibstils findet man sich sehr schnell wieder in der Welt der Julia Quinn. Ich liebe es!

 

 

Jule Böhm: Das Weingut Im Tal Der Loreley

Im letzten Jahr habe ich mit „Das Weingut im Tal der Loreley“ meinen ersten Roman von Jule Böhm gelesen. Ich mag ihren entspannten, wunderschönen Schreibstil. Dieses Mal geht es, wie der Titel schon sagt, an den Rhein, ins Gebiet der sagenhaftenLoreley. Warum diese Lektüre für mich ein echter Wohlfühlroman war, erzähle ich euch heute.

Mia hat gerade eine katastrophale Trennung erlebt und muss raus aus ihrem, Umfeld, den Kopf frei bekommen und überhaupt. Sie ist von Beruf Köchin und flieht zu Franzi, ihrer Freundin. Diese lebt in ihrer Heimat Spay. Aber das ist eigentlich keine so gute Idee, bei ihr auf dem Sofa zu übernachten. Und daher will Mia eine eigene Bleiben finden. Doch dafür muss sie vieles klären. Was sind ihre Zukunftspläne? Was soll sie beruflich machen? Ihr wird ein Nebenjob auf einem Weingut angeboten. Ist das ein Wink des Schicksals? Denn einst gehörte das Weingut ihrer Familie. Dann starb ihr Vater und die Mutter musste das Grundstück verkaufen. 14 Jahre ist das nun her, aber Mia nimmt den Job nach kurzem Zögern an. Sie lernt den neuen Besitzer Hannes besser kennen. Und mit dem Job kommen die Erinnerungen zurück.  Und Mia merkt, dass auch ihre Liebe zur Heimat zurück kehrt, wächst- und mit ihr die Gefühle und Liebe zu Hannes…

Erneut hat mich Jule Böhm mit ihrem Roman verzaubern können. Das Setting finde ich sehr gelungen, ich finde die Region rund um die Loreley wirklich faszinierend. Und das Weingut beschreibt Jule auf eine so tolle Weise, dass man es vor seinem inneren Augen regelrecht sehen kann.

Mia ist eine authentische, sympathische Protagonistin, die vor den Trümmern einer Beziehung steht, in die Heimat zurück kehrt und dort nach und nach das wahre Glück findet. Sie hat eine Heimatverbundenheit, die in ihr schlummerte und die nun wieder erwacht ist. Das gefällt mir sehr gut. Sie erinnert sich oft an ihre Kindheit auf dem Weingut, was ich toll finde. Man merkt, wie sehr Mia daran eigentlich hängt. Durch ihowren Job kommt sie ihrer Heimat, dem Weingut und ihren eigentlichen Wünschen ein Stück näher.

Hannes mag ich ebenfalls. Er ist ein solider Protagonist, der neue Besitzer des Anwesens und sehr sympathisch. Ich mag die Slow Burn- Romanze, die sich zwischen ihm und Mia entwickelt. Und ich mag die Einblicke in das Leben eines Winzers in einer ganz wunderbaren Umgebung.

Jule Böhms Schreibstil konnte mich erneut abholen und begeistern. Er ist bildhaft, gut verständlich und verleiht dem Storyplott genau die richtige Portion Gefühl.

Ein Wohlfühlroman voller Erinnerungen, ein wenig Melancholie und ganz viel Liebe.

Klasse!

Philippa L. Andersson: Tease & Please- Hart Und Zart

Jetzt wird es heiß und spicy! Mit dem dritten Band ihrer „Tease & Please“-Reihe entführt uns Philippa L. Andersson in einen ganz besonderen Club.

Denn das „Tease & Please“ ist der exklusivste Club in Sachen BDSM in der ganzen Stadt. Und in Band 3 dreht es um die unbedarfte Nikki Montgomery, die bisher nichts mit dem Club zu schaffen hatte. Aber dann nimmt sie einen Job als Buchhalterin auf Aushilfsbasis im „Tease & Please“ an und lernt dort Kostolany kennen. Er ist der dunkelste und gefährlichste Dom des Clubs. Er ist so das ganze Gegenteil von Nikki, deren Leben bisher eher langweilig und öde war.  Ihr ist bewusst, dass sie sich von ihm fern halten sollte. Aber sie kann die Finger nicht von ihm lassen und auch er findet Gefallen an ihr. Er befriedigt ihre geheimsten Sehnsüchte, denen sie sich bisher nicht stellen wollte…

Was ist das bitte für ein spicy Buch? Es ist erotisch, spannend und mitreissend, aber dabei hat es wirklich Stil. Ich meine, es geht um einen BDSM-Club und natürlich erwartet uns viel Spice, wie ich schon erwähnt habe und eine gewisse sexy Atmosphäre. Aber die Autorin verpackt das alles literarisch so gekonnt, dass man mittendrin ist und sehr schnell ins Geschehen hinein tauchen kann. Ich finde den Kontrast zwischen Nikki und Dom Kostolany sehr interessant, ich mag solche Konstellationen sehr. Zwischen ihn knistert es heftig, es geht um Sehnsüchte, Lust und irgendwann auch um mehr. Und trotzdem ist dieses Buch alles andere als ein flacher Roman voller Erotik, Wie gesagt, er hat Stil und er macht Spaß, unterhält und hat auch Platz für Emotionen. Ich bin wirklich begeistert und empfehle euch dieses Buch von Herzen. Übrigens gibt es noch viele Bände der Reihe mehr, ihr könnt somit noch tiefer ins „Tease & Please“ eintauchen!

Ausserdem finde ich das Design samt Cover des Buches sehr gelungen & hochwertig.

 

Sonja Roos: Eine Grenzenlose Welt-Aufbruch

Durch Miriam Georg habe ich dieses Genre für mich entdeckt. Belletristik mit historischem Bezug vor einer tollen Kulisse. Mit „Eine grenzenlose Welt- Aufbruch“ entführt uns nun Sonja Roos in eine vergangene Welt, die jedoch sehr realistisch ist.

Wir befinden uns im Jahr 1892 in Hamburg. Cholera hat auch die Hafenstadt im Norden fest im Griff. Margea und Rosie hält nichts mehr dort. Sie finden Platz auf einem Auswandererschiff und wollen in Amerika ein neues Leben beginnen. Denn sie kämpfen ständig mit Armut und mit der Angt vor Cholera. Doch die Reise ist lang- und sie lernen zwei Männer kennen: Simon und Nando werden bald zu den Freunden der beiden jungen Frauen. Sie wollen ebenfalls in der „neuen Welt“ Fuß fassen und hoffen auf ein besseres Leben dort. Sie schließen sich zusammen und wollen auch nach der Ankunft sich nicht mehr aus den Augen verlieren. Rosie und Simon entwickeln jedoch bald Gefühle füreinander. Doch diese Liebe hat keine Chance, denn es gibt viele dunkle Geheimnisse, welche die Freundschaft der vier jungen Leute zerstören könnte… blüht ihnen ein freies, sorgenloses Leben in Amerika oder trennen sich die Wege wieder und sie werden zu Alleinkämpfern? Und die Liebe zwischen Rosie und Simon- schafft sie es, die Hindernisse gleich zu Beginn zu überwinden?

Ein wunderbares Buch. Ich habe mich gut in die Frauen hinein versetzen können, die sich ein besseres Leben in den USA erhoffen. Die dem dunklen und bedrohlichen Szenario in Hamburg entfliehen und neu beginnen wollen. Sie sind authentisch beschrieben worden von Sonja Roos und macht sie so zu empathischen Hauptprotagonistinnen. Auch die beiden Männer wirken authentisch und bringen Spannung in die Geschichte. Das Buch wirkt nicht nur wie ein fiktiver Roman, sondern wie ein Zeitzeugenbericht. Damals wollten so viele Menschen der Armut und den Problemen ihres Standes entfliehen und suchten Zuflucht in Amerika. Davon berichtet dieser Roman. Davon und von der Macht der Freundschaft, Hoffnung und Liebe.

Ein gelungener, gefühlvoller und interessanter Auftakt einer neuen Reihe. Der Schreibstil der Autorin ist einfühlsam, mitreissend, leicht verständlich und macht Spaß. Ein Buch, welches nicht allzu leichte Themen behandelt, aber trotzdem gut unterhält- und auch zum Nachdenken anregt.

 

Tina Wolf: Herzklopfen Im Hühnerhotel

Heute möchte ich euch endlich „Herzklopfen im Hühnerhotel“ von Tina Wolf vorstellen. Es ist ein weiterer „Leuchtturm“-Roman. Diese Art von Geschichten liebe ich sehr.

Klara macht mit ihren Freundinnen Urlaub auf Föhr. Ein kleines Friesenhaus erweckt ihre Aufmerksamkeit. Dort wohnen u.A. einige Hühner und der Dackel Schröder. Klara wird von einem Fremden verkannt: er denkt, sie ist die Erbin dieses sehr kleinen Hauses am Strand, inmitten der Dünen. Der ältere Herr lässt keinen anderen Schluss zu und so zieht es Klara ins Innere des Hauses. Sie bleibt über Nacht, denn sie will die Tiere versorgen. Wider ihren Erwartungen fühlt sie sisch im Hühnerhaus sehr wohl und merkt, dass es ihr ein Gefühl der Heimat gibt. Die Hühner und Schröder schleichen sich in ds HErz der Weltenbummlerin. Und auch die Liebe lässt nicht mehr lange auf sich warten…doch sie kann auf ihre Freundinnen zählen: Sophie & Pirrko lassen Klara ganz sicher nicht allein!

Was für ein sympathisches, unterhaltsames Buch! Ich habe bereits einen Roman der Autorin gelesen und habe ihren Schreibstil sehr gemocht. Er verleiht der Geschichte einen locker-leichten Charakter, der Schreibstil ist mitreissend, einfühlsam und sehr gut verständlich, aber auch erfrischend und leicht. Das zeichnet die Bücher der Autorin scheinbar somit aus! Manchmal steht das Schicksal den eigenen Plänen im Weg und manchmal ist das Schicksal das Beste, was uns passieren kann.

Das Setting der Insel Föhr hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich sofort wohl gefühlt und konnte mich in den Storyplott fallen lassen. Ich habe schnell gelesen, hatte wunderbare Schmökerstunden und habe Dackel Schröder total in mein Herz geschlossen. Und auch den ein oder anderen Nebenprotagonisten.

Ein angenehm leichter, lebensfroher Roman über Schicksal, das Leben- und das Meer.

4/5*