Anne Sanders: Liebe und all das Theater

Mit „Liebe und all das Theater“ habe ich den neuen Roman von Anne Sanders gelesen. Heute folgt meine Rezension dazu!

Das Buch spielt in Brighton, genauer gesagt in der Theaterszene dort. Journalistin Hannah nimmt an der Pressekonferenz von Viktor de Ruiter teil. Der Theaterstar hat sein Theagter angekündigt und spielt nun auf den Bühnen seiner Heimatstadt. Dabei hatte Hannah so gar keine Lust, ihn wieder zu sehen. Denn die Beiden habe eine gewisse, gemeinsame Vergangenheit. Diese ist schon eine Weile her, aber hat sich in Hannas Gedächtnis eingebrannt. Und ausgerechnet sie hat den Auftrag erhalten, ihn bei den Proben zu begleiten und kommt ihm dafür zwangsweise näher. Sie hat sich so einen Auftrag gewünscht, denn er räumt ihr beste Karriereoptionen ein. Also beißt sie in den sauren Apfel und macht ihren Job. Doch so leicht ist das nicht. Denn die Beiden kommen sich während den Proben immer näher und die Anziehung ist erneut da. Doch zu schwer wiegt Hannahs Erinnerung an die schwierige Vergangenheit mit ihm. Finden sie dieses Mal doch zusammen?

Dies ist der zweite Band der Chestnut Road- Reihe der Autorin und ich habe den ersten Teil nicht gelesen. Trotzdem bin ich gut in die Geschichte hinein getaucht. Okay, der Roman ist für mich keine literarische Offenbarung, sondern absolut gute Unterhaltung.

Die Autorin hat einen locker-leichten, sehr gut verständlichen Schreibstil, der mir richtig Spaß gemacht hat. Sie schafft es, mich tief in die Theaterwelt zu führen, die sich mir bisher nie so richtig erschlossen hat. Ich habe die Geschcihte von Hannah und Viktor wirklich sehr gerne verfolgt. Sie ist tiefgründig, voller Fragen und hat mich wirklich überzeugt. Eine leichte Liebesgeschichte, die spannende Momente besitzt und mich wirklich toll unterhalten hat. Solide, angenehm.

Elissa Sussman: Wir treffen uns in New York

Über Weihnachten begleitete mich diese wunderbare Romanze.

Kathleen „Katee Rose“ galt als Amerikas großer Star und Talent. Sie war der absolut gefeierte Popstar und bildete mit Ryan, einem Boybandsänger, das perfekte Traumpaar. Aber der Ruhm hatte seine Schattenseiten. Katee kam nicht mehr damit klar und verbrachte eine Nacht mit Ryans Kollegen Cal, zu dem sie sich stark angezogen fühlte. Damit war die Beziehung Geschichte. Jetzt ist Katee wieder Katleen und füht ein ganz anderes Leben fernab des Ruhms. Bis Cal wieder in ihr Leben tritt und ihr eine Hauptrolle in einem Musical am legendären Broadway anbietet. Das ist natürlich ihr Traum und sie sagt zu. Doch dieses Mal wird sie Cals Anziehungskraft ignorieren und wird sich ihr nicht mehr hinlegen. Zu blöd aber auch, dass sie eng zusammen arbeiten müssen und die Anziehung zu stark ist… aber da ist noch die Vergangenheit, welche Kathleen eigentlich hinter sich gelassen hat.

Der Klappentext verspricht nicht zuviel! Ich habe dieses Buch verschlungen. Auf der einen Seite ist es die Geschichte rund um Kathleen, die mich wirklich fasziniert hat. Eine Geschichte, die auch in der Realität so abgelaufen sein könnte. Denn auch real gibt es Popstars, die frühen und großen Ruhm erleben, aber nicht mit ihm klar kommen. In diesem Fall zieht sich Kathleen aus der Öffentlichkeit zurück. Sie bildete mit einem Boybandsänger das Traumpaar, aber dann betrügt sie ihn mit Cal, zu dem sie sich stark hingezogen fühlt. Die Autorin schafft es, mich mit ihrem Schreibstil komplett in die Story zu ziehen. Er ist locker leicht, aber auch gefühlvoll und sehr bildhaft. Sie verleiht dem Storyplott ausreichend Gefühl und Tiefgründigkeit. Denn es geht nicht nur um Stars, um Ruhm, sondern um Gefühle.

Ich habe mit Kathleen mitgelitten, mitgefiebert. Die tiefen Gefühle für Cal, die sie nie ganz hinter sich gelassen hat, flackern wieder auf und sie muss sich ihnen stellen. Kathleen ist eine vielschichtige Protagonistin mit teilweise widersprüchlichen Gefühlen. Sie versucht, gegen ihre eigenen Gefühle anzukämpfen, die aber stärker sind. Cal ist auch ein interesanter Charakter, so viel besser als Ryan, der mir viel zu glatt ist.

Letzten Endes ist „Wir treffen uns in New York“ eine intensive, bittersüße Liebesgeschichte voller großer Gefühle und Unterhaltung. Ein angenehmes Lesevergnügen.

 

Anna Suchanek: Du bist okay, auch wenn du eine Angststörung oder Depression hast

Als Betroffene einer traumabedingten Angst- und Panikstörung, habe ich das Buch „Du bist okay, auch wenn du eine Angststörung oder Depresion hast“ von Anna Suchanek mit großem Interesse wahrgenommen und habe mich sehr gefreut, als ich es dank dem Bloggerportal als Rezensionsexemplar erhalten habe. Dieses Buch ist sehr wertvoll für mich geworden und heute erzähle ich dir, warum.

Vorweg eine Info, die ich persönlich sehr wichtig finde: Anna selbst hat eine Angststörung und kennt Angst- und Panikattacken seit ihrer Jugend. Das ist für mich wichtig, da sie somit ganz genau weiß, wovon sie spricht/ schreibt. Sie kennt die ganzen Symptome der Erkrankung selbst sehr gut und schafft es damit, mich komplett zu erreichen.

Zuerst geht es im Buch um die wichtigste Message überhaupt: wir sind wertvoll. Ja, wir haben eine psychische Erkrankung, aber dadurch sind wir nicht weniger wertvoll und sind „ganze“ Menschen. Mir ist es nach meiner Diagnose vor zwei Jahren erst mal schwer gefallen, dies zu verstehen zu akzeptieren, was mit mir los ist. Aber es ist kein Manko. Im Gegenteil. Durch die Angststörung, aber auch durch Depressionen, sind wir trotz allem oft mental viel stärker und uns unserer selbst viel stärker bewusst als „gesunde“ Menschen. Nein, eine psychische Erkrankung/ Störung macht uns nicht zu minderwertigen Menschen. Wir sind mehr als okay. Diese Message verdeutlicht Anna Suchanek auf wunderbar einfühlsame, aber auch ganz klare und deutliche Art und Weise. Dies ist genau der richtige Denkanstoß und exakt die Botschaft, die wir brauchen.

Dann geht es weiter mit Situationen, die wir alle kennen. Die Autorin beleuchtet genauer, was wir tun können. Es geht nicht nur um das reine Setzen eines neuen Mindsets, sondern um wirkliche Tipps, die in der Praxis von uns sofort umgesetzt werden können. Maßnahmen, die sofort helfen, aber unser unproduktives Denken in Bezug auf unsere Situation nachhaltig umwerfen und neu gestalten können.

Es gibt auch ein Kapitel, welches sich an unsere Angehörigen wendet. Darin wendet sich Anna direkt an unsere Menschen und schafft damit für mehr Verständnis und Akzeptanz. Denn nicht jeder „Aussenstehende“ kann sich vorstellen, was in uns vorgeht.

Das Buch beinhaltet 50 so wertvolle und umsetzbare Tipps. Ich bin dankbar für dieses Buch. Es ist wirklich wunderbar geschrieben und es hilft.

Anna Suchaneks Schreistil ist sehr einfühlsam, sehr authentisch und sie schlägt immer genau den richtigen Ton an. Und das ist genau das, was wir Betroffene so sehr brauchen. Akzeptanz für unsere Erkrankung und Tipps, die wir wirklich anwenden können.

Mir hat das Buch geholfen, meine Erkrankung und die Symptome davon noch stärker zu akzeptieren. Ich bin gut so, wie ich bin. Mein Leben, meine Geschichte, hat mich zu der Person gemacht, die ich bin. Ich bin eben Kathrin mit der Angst- und Panikstörung.

Es geht übrigens nicht nur um die Angststörung, sondern auch um Depressionen. Das Buch kann auch hier helfen, umzudenken. Es liefert genau die sensiblen, passenden und guten Denkanstöße. Anna Suchanek belehrt nicht, sie klärt auch nicht auf, sondern sie hilft. Sie zeigt uns: wir sind richtig und voll okay.

Ein wundervolles, sehr wichtiges Buch, welches ich ganz sicher noch oft zur Hand nehmen werde und in meine Tasche packe. Denn es kann in Angstsituationen sicher sehr gut helfen.

Wunderbar!

 

 

Luna von Eisenhart Rothe: Die Sünden Der Anderen

Manchmal nimmt der Alltag überhand und ich vergesse, eine Rezension zu veröffentlichen. Das möchte ich hiermit gerne nachholen. Schon vor einer ganzen Weile erreichte mich der Roman „Die Sünden der Anderen“ aus der Feder von Luna Von Eisenhart Rothe. Heute möchte ich euch endlich die Rezension dazu ans Herzs legen. Wenn ihr Lust auf eine vielschichtige, intensive Familiengeschichte habt, ist der Roman eine klare Leseempfehlung. Aber lest selbst…

Anna war die beste Freundin von Tesas Mutter. Aber sie war immer ein rotes Tuch für die Familie, seit sie der Liebe wegen vor langer Zeit auf eine spanische Insel ausgewandert ist. Tessa hat das Gefühl, dass ausgerechnet Anna ihr helfen kann bei der Klärung der Frage, woher sie kommt. Anna erinnert sich und berichtet ihr von Ereignissen in den 70er Jahren und schafft es damit, Anna ein wenig Einblick in ihre Geschichte zu gewähren. Aber ganz offen ist sie nicht zu Tessa. Was verbrigt sie nur vor ihr?

Doch dann erschüttert ein brutaler Mord alles und Tessa muss sich die Frage stellen: was hat sie mit allem zu tun? Warum fühlt sie sich mit Anna so verbunden und mit den ganzen Ereignissen? Und was ist das für ein Geheimnis, welches sie scheinbar nicht erfahren sollte?

Ich mag tiefgründige, vielschichtige Romane- und bin mit diesem Buch voll auf meine Kosten gekommen! Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, einfühlsam und packend. Teilweise habe ich ihn als poetisch empfunden und das mag ich. Ich bin vollkommen ins Geschehen eingetaucht. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, was das Lesen für mich noch erlebbarer und intensiver macht. Auf der einen Seite befinden wir uns in der Gegenwart und erforschen mit Tessa das Geheimnis rund um ihre Herkunft. Und wollen mit ihr die nagende Frage danach beantworten können. Dann wiederum entführt uns Autorin Luna in die Vergangenheit, wir werden Zeugen von den Geschehnissen damals. Mich hat vieles überrascht, der Storyplott war für mich nicht vorhersehbar.

Durch den flüssigen Schreibstil habe ich jede Seite regelrecht verschlungen. Die Protagonisten sind authentische Charaktere. Tessa hab ich in mein Herz geschlossen, aber auch die etwas egozentrische Anna.
Außerdem mag ich das Setting, welches dem Roman einen besonderen Flair verleiht.

Ein intensiver, spannender Roman über Familiengeheimnisse. Er konnte mich überraschen und hat mich großartig unterhalten.

James Norbury: Die Katze, die nach Weisheit sucht

Kürzlich erreichte mich ein ganz bezauberndes Buch: „Die Katze, die nach Weisheit“ sucht aus der Feder von James Norbury. Schon das Cover gefällt mir richtig gut. Es strahlt Ruhe, Stille und Entschleunigung aus. Und darum geht es auch im Buch.

Denn die Katze, die unsere Protagonistin darstellt, ist auf der Suche nach den elementaren, wichtigen Dingen im Leben: Frieden, Ruhe und natürlich auch einen Sinn. Sie macht sich auf die Reise nach einer magischen, legendären alten Kiefer. Denn wer unter ihren Ästen Schutz sucht, der bekommt die totale, endlose Weisheit geschenkt. Auf ihrer Reise trifft sie auf diverse andere Tiere, die mit Problemen zu kämpfen. Da ist ein Affe, der sich Sorgen um sein Leben macht und eigentlich um alles, eine Schildkröte, welche nicht mehr leben möchte, ein vor Wut enbrannter Tiger… sie alle zeigen der Katze, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Aber ist es wirklich die Reise zur sagenhaftgen Kiefer, die ihr Denken verändert wird? Oder ist es doch die Begnung mit einem Katze, die ihr Leben verändern kann?

Dieses Buch hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Die Katze ist ein Sinnbild für uns Menschen. Die meisten von uns haben den Sinn ihres Lebens oft noch nicht entdeckt. Und dafür steht die Katze. Wie wir sehnt sie sich nach einem ruhigen, friedlichen Leben voller Harmonie. Auf ihrer Reise dorthin geht sie den einen oder anderen Umweg und merkt nach und nach, wo der Sinn ihres Lebens liegt. Und so ist das auch im Leben. Wir suchen im Leben nach Weisheit, nach etwas Höherem und merken oft nicht, was direkt vor unserer Nase liegt. Die Gespräche mit den Tieren, die sie auf ihrem Weg trifft, sind sehr lehrreich und voller Sinn. Auch diese Dialoge regen zum Nachdenken an. Und der Sinn ist: wir alle brauchen Ruhe, Gelassenheit und Entspannung. Wir wollen immer höher, weiter, wollen alles verstehen können. Doch mit der richtigen Einstellung ist das Leben so viel einfacher und schöner.

Der Schreibstil des Autoren finde ich großartig. Er ist gut verständlich, leicht konsumierbar und trotzdem von einem gewissen philosophischen Charakter. Er ist einfühlsam, bildhaft und auch bildgewaltig. Das verleiht der Handlung noch einmal eine gewisse Tiefe.

Ein Buch voller wichtiger Impulse, die dazu anregen, das eigene Werteverständnis zu überdenken. Wunderbar!

 

Dies ist die Geschichte einer Katze, die nach Frieden, innerer Ruhe und einem Sinn im Leben sucht. Eines Tages erfährt sie von einer sagenumwobenen alten Kiefer. Unter dem Schutz ihrer Äste, so heißt es, lässt sich unendliche Weisheit erlangen. Die Katze begibt sich auf die Reise, und unterwegs trifft sie eine Reihe von Tieren, die alle ihre eigene Geschichte haben: einen sorgenvollen Affen, eine Schildkröte, die ihren Lebensmut verloren hat, einen Tiger, der mit seiner Wut kämpft, ein verwirrtes Wolfsjunges und eine begehrliche Krähe. Aber erst die unerwartete Begegnung mit einem Katzenjungen wird sie zwingen, alle Gewissheiten infrage zu stellen …

Materialien zum Buch